Posts by MavinOG

    Danke für eure ganzen Antworten!

    amBr3tt Man liest tatsächlich sehr viel positives über die Versorgung mit HG und CI, da hierbei doch ein natureller bzw. für einen persönlich guter Höreindruck erhalten wird. So wurde es mir damals mit 13-14 auch in Hannover erzählt. Wenn ich mich richtig erinnere wollte man mich aber beidseitig versorgen.

    Cito

    dazu wie Musik klingt und wie gut man sie wieder wahrnehmen kann, kann man keine allgemeingültigen Aussagen machen, selbst bei ähnlicher Hörbiographie.

    Ja, das stimmt. Dennoch musste ich einfach mal explizit nachfragen, wie es denn jetzt so ist wenn man sich mal anhört :D

    Das volle Klangerlebnis wie mit einem gesunden Ohr kann man mit dem CI sicher nicht erreichen. Da sollte man sich keine Illusionen machen.

    Das hatte ich leider auch noch nie - daher kein Vergleich für mich.. aber natürlich verständlich bei der beschränkten Einführtiefe der Elektroden.. Vielleicht tut sich da ja nochmal was..

    Es gibt Leute, die können mit dem CI ein Klavier oder ihre Zitter stimmen. Aber das ist eher die Ausnahme und wie gesagt braucht es dafür sehr viel Training, und es dauert einige Jahre.

    Bin sowieso stets der Meinung, dass es 3-4 Jahre in dauern wird bis sich das Gehirn an das CI gewöhnt hat (Bei stets regelmäßigen tragen) Ich vergleiche es für mich persönlich wie mit dem Gehör eine 2 Monate alten Säuglings.

    Zu der Frage nach E-Gitarre: Ich finde das geht ganz gut, viel besser als z.B. Klavier. Schlagzeug geht auch ganz gut. Habe mir gerade Pride And Joy von Stevie Ray Vaughan mit dem CI angehört, klingt gar nicht so schlecht. Problematisch wird es immer, wenn sich mehrere Klänge überlagern, in dem Fall der Gesang, der klingt dann nicht sauber, sondern eher matschig und verzerrt.

    Cool, das freut mich zu hören, gerade wenn Du sagst dass Du dein Ci erst 2 Monaten hast! Mit meinen Hörgeräten verstehe den manchmal klar manchmal verzerrt aber den Text verstehe ich gar nicht.. Trotzdem top song ^^

    (Erstaunlich dass das überhaupt geht bei der geringen Anzahl von Elektroden!). Bimodal ergänzt sich alles erstaunlich gut. Selbst wenn sich Musik mit dem CI alleine nicht so gut und anders anhört, höre ich lieber bimodal (Stereo) als nur mit dem "guten" Ohr. Deine Fragen kann ich nachvollziehen, mir ist Musik auch sehr wichtig.

    Werden da nicht künstliche Elektroden zwischen den einzelnen Elektroden erzeugt?
    Gilt die Aussage von Dir jetzt nur für Streaming oder auch für Live Musik, Musik über Box Zuhause etc.?

    Zum Thema Klangeindrücke gibt es auch etwas in diesem Thread hier im Forum.

    Ich frage mich, ob für dich vielleicht ein EAS-System passend sein könnte.

    Danke ich werde mir den Thread mal in Ruhe durchlesen!
    Von dem EAS System höre ich zum ersten mal und hört sich auch logisch nach einer sehr guten Lösung an, da man ja nun dank Robotik etc. viel Restgehört erhalten - wenn vorhanden. Tatsächlich habens mir aber die Off Ear Prozessoren etwas angetan. Dennoch wäre eine Over Ear Variante als Backup Prozessor ein Segen wenn es soweit wäre. Teils auch möglich, gerade bei TK.

    Auf deutsch würde man "tone deaf" eher mit "unmusikalisch" übersetzen. Eigentlich kommt das sehr selten vor - wie musikalisch man ist, das ist auch bei Gesunden eher eine Sache der Übung und wie oft und bewusst man Musik hört oder selber spielt. Hängt auch davon ab wie gut man in dieser Hinsicht als Kind gefördert wurde.

    Wie man Tone Deaf übersetzt wusste ich tatsächlich auch nicht... auf unmusikalisch wäre ich nicht gekommen!
    Gerade die Höreindrücke die man als Kind sammelt sind sehr wichtig! Ich bin dankbar, dass meine Eltern mich damals sehr früh testen lassen haben.

    Danke für deine ausführlichen Antworten!

    Andrea2002

    im Auto kann ich mich als Fahrerin und Beifahrer problemlos mit der Person auf dem Nebensitz unterhalten. Schwierig wird es, wenn ich im Auto hinten sitze und verstehen will, was vorn gesprochen wird. Dann muss ich mich vorbeugen.

    Das freut mich! Mir ist das nur teils von hinten möglich. Vorne im Stand möglich, als Beifahrer besser als Fahrer bei Links gute Seite und rechts die Schlechte. Während der fahrt nur manchmal - kommt aufs Auto an.

    Definiere Störlärm. im Restaurant ist es gut, in deiner Kneipe schlecht. Insgesamt finde ich es schwierig, aus mehreren Stimmen diejenige rauszuhören, die ich verstehen will. Bei extremer Lautstärke klappt es dank Störschallprogramme oft besser als bei Stimmengewirr auf einer größeren Familienfeier. (Wenn Du Phonak Hg hast, wirst Du das kennen:)

    Naja. Lärm unter Menschen im Cafe. Vielleicht bei einer Hausparty sowas in die Richtung. Die Programme kenne ich tatsächlich. Nur dieses eine Hören im extremen Störlärm ist Katastrophe und kann auch leider nicht aus der Automatik rausgenommen werden haha. Ansonsten sind die Filter schon sehr nützlich - gerade beim Auto fahren fällt es mir auf!

    Andrea2002 Danke für deine Antwort!
    Hört dich ja alles erstmal sehr gut an. Das im Internet ist ein Tone Deaf Test also ob man Ton Taub ist. Man bekommt ein Grundton und 2 weitere Töne mit A und B gekennzeichnet nun soll man sagen ob Tone A oder B Höher/Tiefer ist als der Grundton. Da haben tatsächlich auch Normalhörende Probleme 😟

    Ich würde gleich mal ans Autofahren anknüpfen. Kannst Du dich unterhalten während du Fahrer bist oder auch anders rum?


    Sprachverstehen im ruhigen klappt in der Regel ganz gut aber wieder gesagt oft Nachfragen muss ich trotzdem.
    Im Störgeräusch fast keine Kommunikation mehr möglich wenn nur mit männlichen Stimmen. Weibliche fast unmöglich zu verstehen… das tut mir leider auch sehr weh und ist nicht fair.
    Kannst du dich im Störgeräusch unterhalten? Jetzt nicht beim Rockkonzert sondern einfach ne Party bei der man nicht direkt neben der Musikbox steht..

    Hallo zusammen,

    ich bin 24 Jahre alt, männlich und komme aus Deutschland. Seit meiner Geburt bin ich hochgradig schwerhörig – das liegt in der Familie (meine Mutter ist ebenfalls betroffen), meine Geschwister hören aber normal. Ich trage seit meinem ersten Lebensjahr Hörgeräte, aktuell auf beiden Seiten Power-Geräte (Phonak Audeo P90).

    Meine Sprache ist gut entwickelt, mein Sprachverstehen ist okay (ich frage schon sehr oft nach und es nervt mich) – vor allem in ruhigen Umgebungen. Mein Hörverlust liegt hauptsächlich im Hochtonbereich.

    Wenn ein CI für mich in Frage kommt, dann eher für das rechte (schlechtere) Ohr.

    Ich würde mich sehr freuen, mit Leuten in Kontakt zu kommen, die eine ähnliche Hörbiografie haben – also von Geburt an schwerhörig, mit Hörgeräten aufgewachsen und später ein CI bekommen (oder darüber nachgedacht) haben.


    Ein paar Fragen, die mich gerade beschäftigen:

    • Hat jemand von euch mal den Test auf https://tonedeaftest.com gemacht?
      Ich habe dort die volle Punktzahl erreicht (mit Hörgeräten) – sogar besser als ein normalhörender Freund von mir. Mich interessiert, wie CI-Träger bei sowas abschneiden und ob ihr damit was anfangen konntet.
    • Wie klingt Musik mit CI – speziell Gitarrenmusik?
      Ich spiele selbst E-Gitarre und liebe Blues-Rock, besonders Stevie Ray Vaughan (Little Wing, Lenny oder auch Voodoo Child – gern auch die Live-Versionen auf YouTube).
      Mir ist bewusst, dass Musik mit CI "anders" klingt, aber vielleicht kann mir jemand beschreiben, wie er solche Stücke heute wahrnimmt.
    • Könnt ihr mit CI feine Tonunterschiede erkennen?
      Also z. B. wenn eine Gitarre minimal verstimmt ist – merkt ihr das? Oder z.B. Bendings bei einer E-Gitarre?
    • Wenn ihr bimodal hört (CI + Hörgerät): Wie klingt Musik insgesamt für euch?
      Ergänzt sich das gut oder eher nicht? Auch wenn HG und CI nicht zusammen kompatibel sind?

    Ich hoffe, die Fragen wirken nicht seltsam – mir ist Musik sehr wichtig, vor allem selbst zu spielen, und ich versuche gerade herauszufinden, was ich realistisch vom Hören mit CI erwarten kann.

    Vielen Dank schon mal für eure Erfahrungen! 😊

    Marvin

    Was meinst du mit Alterstaubheit?

    Sorry. Das war vielleicht zu schnell geschrieben von mir. Ich habe mich nur etwas durch die letzteren Beiträge im Forum geklickt und habe oft nur raus lesen können, dass es sich öfter um "ältere" Personen handelt, welche sich implantieren lassen haben. Daher war das mein erster schneller Gedanke!

    Es gibt dennoch einige auch hier im Forum (auch in deinem Alter), die dieselbe Vorgeschichte haben und jahrelang bimodal versorgt sind (CI+HG) und die damit äußerst zufrieden sind.

    Oh cool, das freut mich! Vielleicht finde ich ja mal einen Beitrag beim stöbern..

    Bei noch gutem Sprachverständnis frage ich mich allerdings, was es dir für Vorteile bringt und wo du sonst so große Schwierigkeiten hast, dass du für CIs in Frage kommst? Das klingt doch eigentlich so, als kämst du mit deinen Hörgeräten super zurecht?


    Naja so gut ist es nicht mehr. Über die Lautsprecher beim Hörzentrum mach ich nie über die Hälfte der Wörter. Letztens beim HNO 2/20. Dennoch führe ich normal Gespräche. In vielen Situationen frage ich auch oft nach. Bin wohl einfach etwas zu Stolz auf mich um gutes Sprachverständnis zu behaupten. ^^

    Ja, ich bin ein Kanditat für ein CI oder sogar zwei. Wollte ich nicht. Wer weiß was die Zukunft bringt nach dem Motto damals.

    Mein HNO sagte, je früher jemand auf CI umstellt, desto flexibler ist das Gehirn und lernt es besser und schneller.
    Aber das ist eine Meinung von einem HNO. Klingt für mich aber dennoch schlüssig.


    Ich verstehe seinen Punkt. Bei Kindern ist es am wichtigsten zum Sprache lernen etc. Ich bin froh ich das ich ganz normal die Sprache erlernen konnte in meiner Situation.

    Habe ich auch nie und bin erst sehr spät implantiert worden, nachdem auch mit den stärksten HG nichts mehr zu machen war sowie der Leidensdruck entsprechend groß war. Und heute möchte ich meine Ci’s nicht mehr hergeben. :)

    Schön, das zu hören! Bin ja aktuell auch mit den stärksten Versorgt und wenn die nicht mehr gehen was dann :D Ich bin verdammt neugierig gegenüber die Geräusche und Töne die man wahrnimmt aber zu gleich verunsichert ob ich z.B. je wieder E-Gitarre/Gitarre spielen kann geschweige denn überhaupt Musik genießen kann, weil man total oft von Enttäuschungen liest.

    Unser Gehirn ist schon ein Wunder der Natur – Stichwort "Neuroplastizätt".

    Das kenn ich doch alles vom Hörgeräte wechsel. Die alten waren immer besser! :D Doch Gott sei Dank habe ich immer gewusst: Die neuer Technik muss ja besser sein. Also tragen und klarkommen.

    Du solltest idealerweise mental bereit sein, auch für einen längeren Lernprozess mit Geduld.

    Gerade dieser Prozess reizt mich. Gerade auch, weil ich mir nicht vorstellen kann wie man es lernen soll, wenn man doch die Töne hört und kennt (die bekannten). Mental vorbereitet bin ich das aber persönlich noch nicht. Es bereitet etwas Zukunftsangst, besonders bei der Partnersuche.


    Danke für alle Eure Antworten! :):thumbup:

    Hey liebe Gemeinde,

    Bin durch Zufall auf das Forum hier gestoßen und finde es toll hier ein wenig zu lesen.

    Ich bin 24 und seit meiner Geburt hochgradig Hörgeschädigt. Lebe seit dem mit meinen Hörgeräten auf beiden Seiten.

    Habe seit Anfang des Jahres einen Tinnitus auf beiden Seiten und da fragt man sich natürlich auch was wenn.

    Mit 14/15 war ich mal zur Voruntersuchung für ein CI in Hannover. Wenn ich mich richtig erinnere ist es bei mir möglich.


    Nun meine Frage hat hier jemanden in meinen Alter schon mal einen einseitigen Umstieg von Power HG auf CI gewagt? Finde leider per Suchoption nur andere Hörgeschichten (Alterstaubheit, seit Geburt komplett taub etc.) Wie ist das kommt der gesamt Eindruck den man mit Hörgeräten hat wieder nach dem Re-Learning? Ich habe ja nie normal gehört daher habe ich da zum Glück keinen vergleich.

    Würde mich über eine Antwort hier freuen.

    Sprachverständnis ist bei mir natürlich vorhanden. Aussprache auch top. Viele Leute sagen mir sie hätten nicht mal gemerkt dass ich schwerhörig bin.