Posts by Cito

    Die massiven Beschwerden konnten durch Cranio-Sakral Behandlungen bis Ende Dez. 2025 vollständig auf NULL gebracht werden

    Vor 3 Wochen Cranio-Sakral Therapie wieder begonnen und eine Verbesserung bereits sogar nach der 1. Sitzung.

    Osteopathin und Cranio-Therapeutin sind sich sicher, das die Beschwerden vom Implantat kommen. Das Implantat liegt nicht flach am Schädel, sondern es ist nach aussen gewölbt (der Hubel ist deutlich zu erfühlen; das war schon seit der OP). Das stört die Kopffazien und alles was damit zusammen hängt. Reizt durch die Fazien auch Nerven.

    Ich glaube dir gerne, dass die Therapeutin intuitiv das Problem richtig verstanden hat und dir helfen konnte. Dennoch - Osteopathie und Cranio-Sakral-Behandlungen haben trotz der wissenschaftlich klingenden Namen keine überzeugend nachgewiesenen spezifischen Wirkmechanismen und nur begrenzte Evidenz für echte Heileffekte. Die postulierten Mechanismen widersprechen teilweise auch Anatomie und Physiologie. Was die "craniosakralen Rhythmen" angeht: Studien zeigen, dass verschiedene Therapeuten beim selben Patienten völlig unterschiedliche Rhythmen fühlen. Entspannung, behutsame Massage, Zuspruch, Aufmerksamkeit und Placebo-Effekt können zusammen sicher viel bewirken - mich stört aber nur der pseudowissenschaftliche Anspruch und das beharren auf angeblichen Wirkmechanismen, die sich irgendwelche Leute Ende des 19. Jh. ausgedacht haben, die aber inzwischen wissenschaftlich widerlegt oder veraltet sind.

    Wurde bei Dir der untere Schwellenwert (T-Wert) für jede einzelne Elektrode eingestellt oder wurde ein von der Software vorgegebener Wert für alle Elektroden verwendet?

    Es gibt da unterschiedliche Herangehensweisen. Manche setzen einfach alle Elektroden pauschal auf 0, 8 oder 10 Prozent. Man kann auch versuchen, sie individuell einzustellen. Ich habe so einen Kompromiss gemacht, individiuell eingestellt und dann etwas "begradigt". Es ist immer eine Abwägung - wenn man den T-Level zu hoch stellt, hört man oft Knistern und Rauschen, auch wenn es gar kein Geräusch gibt, oder man hört leise Geräusche wie Ventilatoren, die eher stören. Wenn man ihn zu tief stellt, hört man die leisen Geräusche nicht mehr. Da muss man etwas experimentieren, evtl. auch verschiedene Programme verwenden, je nach Situation. Lass dich am besten vom Audiologen beraten.

    Normalerweise solltest du alle Elektroden hören, wenn sie nicht bewusst vom Audiologen deaktiviert worden sind. Wenn eine Elektrode nicht hörbar ist, müsstest du das beim Abgleich durch den Audiologen bemerken.

    Eine Elektrode ist "perfekt" eingestellt, wenn der untere Schwellwert so ist, dass man den Ton gerade noch ganz schwach hört, und der obere so, dass der Ton sehr laut, aber noch nicht schmerzhaft laut ist. Wichtig ist aber nicht nur, dass die Elektroden für sich einzeln "perfekt" sind, sondern dass sie miteinander harmonieren. Deswegen lassen dich die Audiologen die verschiedenen Elektroden in der Lautstärke vergleichen und versuchen es so einzustellen, dass sie sich subjektiv für dich gleich laut anhören.

    Vielleicht haben sie auch schon länger keine Akkus ausgeliefert. Hier werden 1-2 CI pro Woche gemacht und alle drei Hersteller. Daher kann es wohl sein, dass sich das erst im Januar bemerkt wurde.

    Die neuen Akkus waren schon Ende des letzten Jahres fertig, sie können aber erst nach Ausstellung des CE-Kennzeichens ausgeliefert werden. Wahrscheinlich wartet MED-EL darauf und liefert solange nicht mehr die alten Akkus, was ja auch Sinn macht. Scheint aber nicht mehr lange zu bis zur Auslieferung zu dauern, da MED-EL sie jetzt auch schon auf Insta angekündigt hat. Freue mich schon drauf.

    Sehr gute Idee, das Erlebte in einem Buch zu veröffentlichen, man verarbeitet es selber besser und hilft damit auch anderen Betroffenen und Angehörigen. Danke dafür, Uta!

    Ich habe inzwischen schon mehrere solcher Bücher gelesen oder sie sind noch auf meinem Bücherstapel. Es gibt viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede. Deswegen ist es gut, das Thema aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten. Interessanterweise geht es wie bei dir oft "nur" um plötzliche einseitige Ertaubung. Vielen ist nicht bewusst, dass auch dies schon ein einschneidende Veränderung bedeutet und ein traumatisches Erlebnis sein kann. Und noch viel traumatischer ist es für diejenigen, die plötzlich beidseitig taub sind und/oder noch mit anderen schwere Komplikationen zu kämpfen haben, wie extreme Schwindelattacken und Tinnitus.

    Stichwort Audiolink XT? Die SP stellen gerne das MIX aus bei jeder neuen Verbindung und Unterbrechung. Eine Unterbrechung kann passieren, wenn mein Smartphone "piept" wg. neuer Nachrichten. Wie kann ich erzwingen, dass MIX immer an bleibt?

    Ich muss in der App Audiokey oft diese Einstellung 2x erzwingen, bis sie tatsächlich übernommen wird.

    Letzteres habe ich noch nicht bemerkt, nur finde ich auch, dass der Prozess der Umstellung im Audiokey ziemlich umständlich ist.

    Ja, der Audiolink XT setzt den Streaming-Modus beim Neustart immer auf die Standard-Einstellung zurück (das ist ein Feature, kein Bug). Diese Standard-Einstellung ist "Mix-Eingang", aber soviel ich weiß kann der Audiologe die Standard-Einstellung auch zu "nur streamen" ändern, und auch das Mischverhältnis (Standard 50:50). Mit dem Audiokey kann man die Standard-Einstellung für Mix und das Mischverhältnis aber nicht ändern.

    Das CI (Sonnet 3) und das HG (Oticon) verbinden sich problemlos mit dem AudioLink XT.

    Das ist nach meiner obigen Bemerkung auch nachvollziehbar, denn der AudioLink XT verwendet zur Kommunikation mit dem CI/HG das ASHA-Protokoll, das sowohl vom Sonnet 3 als auch vom Oticon HG unterstützt wird. Aber eben nicht vom iPhone. Du kannst höchstens, wie bereits diskutiert, das iPhone per Audio-Kabel an den AudioLink XT anschließen, aber es geht nicht per Bluetooth.

    maxizwo Ich sehe gerade hier, dass das bimodale direkte Streamen vom Handy auf Oticon Intent und Sonnet 3 per ASHA eigentlich möglich sein sollte. Allerdings verwendet das iPhone ja MFi und nicht ASHA, was vermutlich der Grund ist, warum es bei dir nicht geht. Denn MFi wird anscheinend (nur) für Starkey unterstützt. Ich würde es an deiner Stelle mal mit einem modernen Android-Smartphone ausprobieren und wenn das gut mit Oticon funktioniert, dann evtl auf Android umsteigen. Oder, wenn du unbedingt beim iPhone bleiben willst, das HG von Oticon auf Starkey wechseln. Ja ich weiß, ist blöd, ist aber momentan leider die Situation. Das wird sich hoffentlich alles bessern, wenn ASHA/MFi durch LE Audio/Auracast abgelöst werden, aber darauf müssen wir wohl noch eine Weile warten, vermutlich bis zur nächsten Generation von Soundprozessoren.

    Es irritiert mich folgende Aussage von MedEL: Zur Bluetooth-Kopplung mit einem Smartphone den AudioLink XT anschalten und in den Pairing-Modus versetzen, dann "MED-EL AudioLink" in den Bluetooth-Einstellungen wählen.“

    Das irritiert mich auch, denn das geht wie gesagt so nicht mit dem AudioLink XT, nur mit dem AudioLink ohne XT. Und da bin ich mir sehr sicher.

    CitoDanke für deine Antwort. Die Verbindung von AudioLink zum iPhone geht also nur über Kabel und nicht über bluetooth?

    Du schreibst immer einfach AudioLink - vielleicht daher die Verwirrung. Es gibt zwei unterschiedliche Geräte, den "normalen" (älteren) "AudioLink" und den moderneren "AudioLink XT". Der ältere AudioLink war für den Rondo gedacht, der neuere kam mit dem Sonnet 3 (geht aber über Adapter wohl auch mit dem Rondo). Der ältere kann wohl normales Bluetooth über Funk an das CI weiterleiten (allerdings in schlechterer Qualität). Der neuere verwendet ASHA für die Verbindung zum CI, mit höherer Qualität. Aber er empfängt selbst kein Bluetooth vom Smartphone als Quelle, sondern kann nur normalen Audioeingang, FM-Adapter, Telespule und eingebautes Mikrofon als Quellen nutzen. Es ist aber auch gar nicht nötig, den Audiolink XT mit einem Smartphone einzusetzen, weil sich das per direkt mit dem Sonnet 3 verbinden kann (sowohl iOS als auch Android).

    Nachtrag: Ah, sorry, ich lese jetzt erst die Eingangsfragestellung. Nein, das ist so nicht möglich. Gedacht ist es auch hier wohl so, dass sich das Smartphone direkt mit dem CI und dem HG verbindet. Allerdings funktioniert das wohl nicht mit allen HG. Ich weiß, dass MED-EL Starkey unterstützt. Oticon könnte ein Problem sein. Wie gesagt, nur der ältere AudioLink kann als "Relaystation" fungieren, er setzt dabei normales Bluetooth (kein ASHA) auf das vom Rondo verwendete Funkprotokoll (kein Bluetooth) um. Das würde beim Oticon aber wohl auch nichts nutzen. Der neuere arbeitet gar nicht als Relaystation für Bluetooth. Du müsstest das Smartphone dann tatsächlich per Audiokabel anschließen.

    Laut MedEL soll sich der AudioLink auch mit Apple Handys verbinden. Weiß hier jemand was genaueres?

    Das Sonnet 3 von MED-EL verbindet sich mit Android via ASHA und mit iPhones via MFI. Der AudioLink XT hat ein Mikrofon und einen Anschluss für ein Audiokabel, das man an ein beliebiges Gerät anschließen kann, das Audio produziert.

    Ich stelle fest, dass ich nach der Operation keine PlayStation mehr spielen kann, denn ich kann dann nicht mehr schlafen und habe am nächsten Tag starken Schwindel.

    Du solltest prüfen, ob das eher am Ton (zu lange zu hohe Lautstärke) oder am Bild (zu viele hektische Bewegungen) liegt. Versuch es mal mit einem ruhigen Spiel, wo sich nicht ständig so viel bewegt, insbesondere nicht ständiges Scrolling stattfindet. Ich hatte das Problem einige Male, als ich wegen Morbus Menière schwindelanfällig war. Da reichte manchmal schon hektisches Scrolling im Webbrowser, um einen Schwindelanfall auszulösen.

    Wie gehen eure audiologen beim einstellen so vor? Meiner sagt immer 4 Töne müssen sich gleich laut anhören dann zwei eingestellte und zwei noch dazu… find das extrem komisch 🤷‍♀️

    Wie Martin schon geschrieben hat: Es geht darum, die Regler so einzustellen, dass alle Elektroden gleich laut klingen. Die Regler können dabei durchaus auf unterschiedlichen Stufen stehen, weil es davon abhängt, wie gut die jeweilige Elektrode gegenüber dem Hörnerv positioniert ist und ihn stimulieren kann, und vermutlich anderen Faktoren wie die Beschaffenheit des Gewebes und die Empfindlichkeit des Nervs in der Nähe dieser Elektrode usw. (bin kein Mediziner). Es gibt verschiedene Strategien das abzugleichen. Meistens werden 4 Elektroden in einer Reihe verglichen, immer auch überlappend, so dass man mindestens 5 Runden braucht. Der Audiologe kann sich dabei aber nur auf das verlassen, was vom Patienten zurückgemeldet wird. Es gibt zwar auch die Möglichkeit, die Levels automatisch zu ermitteln, aber das ist wesentlich ungenauer. Daher ist es wichtig, genau hinzuhören und die Unterschiede in der Lautstärke klar zu kommunizieren. Und ja, es ist manchmal gar nicht so einfach, die Lautstärke zu vergleichen, weil die Elektroden ja unterschiedliche Tonhöhen produzieren, und sich auch sonst unterschiedlich anhören können. Bei mir sind z.B. die obersten Elektroden viel "zischiger" und unklarer, da ist es noch schwerer die Lautstärke zu vergleichen.

    Hi Cito, hörst du die Musik dann über Kopfhörer oder wie ist dein Training?

    Ehrlich gesagt mache ich (aus Zeitmangel) gar kein richtiges Musiktraining mehr oder höre Musik einfach "nur so". Aber manchmal streame ich mir Musik auf das CI, und manchmal höre ich am PC neben der Arbeit per Kopfhörer oder Lautsprecher. Gut funktioniert auch, auf das CI zu streamen und noch zusätzlich leise per Lautsprecher mit dem guten Ohr zu hören. Nur wenn ich mal richtig Musik genießen will, dann mache ich das per Over-The-Ear-Kopfhörer, aber wie gesagt, leider nur sehr selten.

    Cito Frage: könnte es sein, dass der 14kHz-Ton vom Sprachprozessor in den komprimierten Frequentbereich "umgeleitet" wird und z.B. als 10kHz-Ton gehört wird? Die Frage stelle ich auch bezüglich der angesprochenen Tonhöhenunterschiede.

    Ja, das ist denkbar - deswegen meine Frage, ob da die Tonhöhenunterschiede noch hörbar sind. Was das genau gemacht wird und wo die oberen Grenzen sind, hängt natürlich von der Map, vom Hersteller und Soundprozessor ab. Aber prinzipiell ist kein CIs für Frequenzen höher als 8-10KHz ausgelegt, auch wenn man da vielleicht "etwas" hört.

    Bin manchmal echt neidisch auf das was einige hier beschreiben...was wie gehört wird...ich frage mich gelegentlich (!!!) ...wie ich von dem Stand jetzt auf ähnliche Erfahrungen kommen soll...das ist/wird eine seeeeehr lange Hörreise...

    Keine Sorge, das wird besser. Sicher nicht so perfekt wie das natürlich Hören, aber sicher viel besser als nach 6 Wochen. Da kann man schon froh sein, wenn man Sprache einigermaßen verstehen kann. Musik ist die "Königsdisziplin" wie mein Audiologe immer sagt. Ich bin jetzt nach fast einem Jahr an dem Punkt, wo das CI zumindest schon mal halbwegs erträglich klingt und bei vielen Stücken das Hören allein mit dem CI auch schon Spaß macht. Auch wenn es noch weit entfernt ist vom natürlichen Hören.

    naida CI m 90 habe ich.

    AB geht beim Frequenzbereich anscheinend besonders hoch. Im Datenblatt steht allerdings, dass auch das Naida CI M 90 nur eine Bandbreite von 10 kHz hat. Wenn du 14 kHz hörst, könnte es dann ja unten nur bis 4 kHz gehen, was sicher nicht der Fall ist. Ich vermute weiterhin dass der "kratzige" Sound ein Artefakt ist, das vom SP oder vom Lautsprecher erzeugt wird (welches von beiden kannst du rausfinden indem du den Lautsprecher oder Kopfhörer aus dem Spiel bringst und den Ton direkt auf das CI streamst). Hörst du ab da wo es "kratzig" wird auch einen Tonhöhenunterschied? D.h. kannst du 11,12 und 13 kHz unterscheiden?

    Wer Musik mag, sollte sich unbedingt den YouTube-Kanal von Stephen Malinowski anschauen/anhören.

    Stephen ist ein amerikanischer Musiker, Pädagoge, Software-Entwickler und Erfinder. Insbesondere hat er ein Programm entwickelt, mit dem man Musikstücke animieren und visualisieren kann - man hört die Stücke nicht nur, sondern sieht auch die verschiedenen Instrumente, Höhe und Dauer der Töne. Sehr schön, um Musik zu üben, und auch mal neue Stücke zu hören, die man noch nicht kennt - die visuelle Darstellung fungiert dann als "Stützrad" für das Ohr.

    Und er veröffentlicht dort immer wieder neue Stücke, die damit visualisiert wurden, z.B. heute zum Valentinstag Thank You Girl von den Beatles.

    Es gibt dort sogar eine spezielle Playlist mit Videos, die besonders zum Hören mit dem Cochlea-Implantat gedacht sind.

    Ein paar weitere Playlists, die ich mag (aber es gibt noch viel mehr):

    Also hört mal rein, und wenn ihr Stücke findet, die besonders gut mit dem CI funktionieren oder euch besonders gefallen, dann schreibt sie gerne in einen Kommentar.