Posts by MartinV

    Ein kleines Update:

    Ich habe jetzt mehrfach die Rückmeldung bekommen, daß es sehr schwierig ist, die Lautstärke von weit auseinanderliegenden Tönen zu vergleichen, also etwa von sehr tiefen mit sehr hohen Frequenzen.

    Ich habe jetzt den "Round Robin" Test dahingehend verändert, daß in den ersten Runden möglichst nahe liegende Töne verglichen werden, und erst in den letzten Runden die weit auseinanderliegenden. So kann man sich Runde für Runde in dem Test vorarbeiten und die Ergebnisse verfeinern, bis man an einen Punkt kommt, wo man meint, der Vergleich wird zu schwierig. Bis dahin dürften aber schon gut brauchbare Meßauswertungen entstanden sein.

    ----------------

    Etwas anderes, eine Beobachtung bei mir:

    Der Klaviertest für Frequenzabgleich hat sich bei mir wochenlang als sehr zuverlässig erwiesen, die Ergebnisse waren reproduzierbar, die Meßergebnisse sahen immer wieder sehr ähnlich aus.

    Vor ein paar Tagen war ich kurz und heftig krank, eine Art Magen-Darm-Grippe. Danach waren meine Meßergebnisse im Frequenzabgleich erheblich anders, und ich bin erstmal etwas verunsichert. Fürs erste vermute ich, die Krankheit hat auch Hörempfinden und Nervenbahnen beeinträchtigt, und sei es nur z.B. durch Elektrolytmangel oder ähnliches, und ich gehe erstmal davon aus, daß das vorübergehend ist und die vorherigen Meßergebnisse sich schließlich wieder zeigen werden.

    Wichtig ist auf jeden Fall die Beobachtung, daß der Gesundheitszustand die Hörwahrnehmung deutlich verändern kann und sich das auch in Meßergebnissen zeigt. Und daß es deshalb sinvoll ist, in zeitlichen Abständen die Messungen zu wiederholen, um zu sehen, welche Trends konstant bleiben und wie groß natürliche (oder in diesem Fall krankheitsbedingte) Schwankungen sein können.

    Sie sagte das Hirn habe sich so verändert, dass das erste Programm nicht mehr funktioniert.

    Ob das so ist oder nicht, kannst nur Du entscheiden, nicht sie.
    Laß Dir das Programm wiederherstellen, und probiere es selbst aus. Es gibt genug Programmplätze, es spricht nichts dagegen.

    Es ist richtig, daß das Gehirn sich verändert. Noch richtiger gesagt, das Gehirn lernt, die neuen Signale in Töne zu übersetzen und paßt sich an. Das ist ein Prozeß, in den ersten Monaten besonders intensiv, danach noch langsam weiter über Jahre.

    Aber zu sagen, das Programm wird deshalb nicht mehr funktionieren, ist so zu einfach und damit nicht richtig.

    Also heute nach 2. Mapping ist alles noch schlechter. Verstehe gar nichts mehr. Sie sagte, sie könne die erste Einstellung (die perfekt war) zwar wieder herstellen, aber das würde mir nicht helfen.

    Hat sie gesagt, warum das ncht helfen würde? Ich finde das erst einmal unverständliich.

    Ich empfehle Dir:

    - Laß Dir diese Einstellung wiederherstellen

    - Behalte bei jeder neuen Einstellungssitzung immer unverändert das Programm, mit dem Du aktuell am Besten zurechtkommst.

    - Du hast 4 oder 5 Programme zur Auswahl, zwischen denen Du zu Hause wechseln kannst. Laß Dir verschiedene MAPs auf diese Programme legen, und probiere zu Hause aus, mit welchem Du am besten zurecht kommst.

    Was genau für ein CI hast Du jetzt? Sonnet 3 von MED-EL?

    Es ist wirklich schwierig, objektiv festzustellen, wo welcher Hersteller besser ist, da jeder immer nur 1 Hersteller für sich selbst testen kann.

    Denkbar wäre es vielleicht, einen Fragebogen mit allerlei Aspekten zu entwerfen, wo jeder einträgt, wie zufrieden er mit was ist. Das können zum einen technische Feinheiten sein, wie Bedienbarkeit oder Verbindung mit Geräten, zum anderen Sprachverstehen in verschiedenen Situationen, oder Klangqualität bei Musik, oder auch technischer Support bei Problemen.

    Da wird es auch innerhalb desselben Herstellers große Bewertungsunterschiede geben, aber vielleicht lassen sich für manche Aspekte Trends ekennen.

    Eine Zeitlang habe ich mit CI die Kassiererinnen sogar verstanden, wenn sie den Preis sagten. Bis sich mein Gehör infolge des Rehastresses veränderte und ich seither keine audiologische Neueinstellung bekomme, jetzt seit einem halben Jahr. Deshalb wieder wie früher mit fast taub und Hörgeräten, lächeln, nicken, Preis von der Kasse ablesen.

    Mit den vorgeschlagenen Veränderungen höre ich tatsächlich viel stärker die einzelne Stimmen und Instrumente bei mehrstimmiger, klassischer Kammermusik. Was für ein Unterschied!

    Das freut mich sehr!


    Ich bin sehr gespannt, was sich beim Musizieren und auch bei Gehörbildungsübungen verändern wird! Gerne werde ich weiter berichten…

    Gern, ich bin gespannt. :)


    Mich würde interessieren, ob deine App auch auf MacOs funktioniert.

    Ja, CImbel läuft im Internet Browser, und sollte somit auf MacOS in Safari funktionieren.

    Da Windgeräusche auf dem Fahrrad eine ganz andere Hausnummer sind als zu Fuß, ist es m.E. schon wichtig, ob wir von Fahrtwind beim Radfahren sprechen.

    Ich fahre Moped, da gibt es schon ordentlich Fahrtwind. Erstaunlicherweise sind Windgeräusche dabei kein Problem. Mein Helm läßt die Ohren/das Mikrofon frei. Windfilter sind in der MAP deaktiviert. Vielleicht bekomme ich es nur nicht so sehr mit, weil der Motor laut ist, das kann auch noch sein. Doch mein Eindruck ist, daß die Abdeckung des Mikrofons durch meine Haare als Schutz schon reicht.

    Ich habe MEDEL Sonnet 3.

    Ich fahre kein Fahrrad, aber, als meine Haare nach der OP kurz waren, war das Gerät sehr empfidlich gegen Wind bei Spaziergängen.
    Seit meine Haare wieder lang genug sind, das HdO Gerät zu verdecken, habe ich keine Windprobleme mehr.

    Es gibt auch eine Bastellösung: Für normale Mikrofone gibt es Windschutzüberzieher. Kennt man z. B. manchmal vom Fernsehen, wenn draußen ein Interview gemacht wird. So haarige Kappen. Man kann sich einen Mikrofon-Windschutz besorgen und für das HdO Gerät als Überzieher zurechnähen. Soll sehr effektiv sein.

    Eine Oktave nach oben bedeutet immer eine Verdoppelung der Frequenz, eine Oktave nach unten entsprechend eine Halbierung.

    Ich habe mich jetzt noch einmal reingedacht, immer wieder Verdoppeln ist ja nicht linear, sondern logarithmisch schnell viel mehr werdend. Ich habe von Verdoppeln zu schnell auf linear geschlossen, das war mein Denkfehler.

    MartinV : Was ist Cent für eine Maßeinheit ? Ist das 1/100 Halbton ? 1200 einn Faktor 2 in der Frequenz ? Laut Internet liege ich damit dann Richtig.

    Ja genau. Cent dient dazu, die logarithmischen Abstände zwischen zwei Oktaven mit immer gleichen Zahlen darstellen zu können.

    Eine Oktave sind immer 1200 Cent, egal ob es hohe oder tiefe Frequenzen sind. 100 Cent sind dann ein Halbton. Mit Cent "zwingt" man die logarithmischen hertz Werte wieder in einen linearen Raum, den man sich leichter vorstellen und auch verständlicer grafisch darstellen kann.

    Also 110 Hz bis 220 Hz = 1200 Cent (110 Hz Abstand)
    Und 220 Hz bis 440 Hz = 1200 Cent, aber doppelt so viel Hz.
    Beides je eine Oktave. Die Cent-Abstände bleiben gleich, die Hertz Abstände sind verschieden.

    Die Lautstärke in dB ist logarithmisch, das ist aber die y-Achse.

    Liegt hier vielleicht ein Missverständnis vor?

    Dezibel als Lautstärke sind auch wieder logarithmisch statt linear. Aber zumindest das habe ich hier nicht durcheinandergebracht.


    Hier mal als veranschaulichung die Frequenzeinstellungen bei meinem CI:

    Die meisten Frequenzbänder sehen fast gleich breit aus, dürften also in Cent dargestellt sein. Wenn man aber mal die Hz Werte in der Tabelle darunter anschaut, hat z. B. E5 eine Bandbreite von 292 Hz, die optisch ähnliche E10 eine viel größere Bandbreite von 1218 Hz.
    Bei hohen Tönen ist eine Oktave (oder ein Frequenzband) in Hertz um ein vielfaches breiter als im Tieftonbereich.

    Freitag habe ich den nächsten Reha Termin, dann lass ich mir die Konfigurationsdaten meiner 12 Elektroden einmal geben. Dann kann ich Dein Tool selbst einmal testen. Das Leben bleibt spannend.

    Super! Laß Dir unbedingt die Frequenzbänder jeder Elektrode geben, wie die Tabelle in meinem Screenshot.
    Bisher rechnet CImbel mit Mittenfrequenzen. Da ich leider eine Ungenauigkeit in der Berechnung durch die Hersteller bemerkt habe, stelle ich CImbel jetzt um. In Zukunft/bald muß man die kompletten Frequenzbänder statt der Mittenfrequenzen eingeben.

    Hast du deine alte MAP nicht auf einem anderen Programmplatz?

    Das würde ich in Zukunft so machen, wenn noch welche frei sind.

    Unbedingt, das ist ganz wichtig. Immer auf einem Programmplatz die bisher beste MAP behalten, damit man von Neueinstellungen immer zurückwechseln kann in vertrauteres Hören.

    Clara, denke daran, der Audiologe kann nur so gut einstellen, wie Du ihm möglichst verständlich und genau Dein Hören schilderst. Es ist die Kunst der Audiologie, aus den Beschreibungen des CI Trägers verbesserte Einstellungen zu finden. Je klarer die Beschreibung, um so besser die Verbesserungen.

    Ich finde es auch tagsüber immer wieder angenehm, die Welt einfach mal stummschalten zu können.

    Und ich werde nicht unter Altersschwerhörigkeit leiden, ich brauche höchstens ab und zu ein Update.

    Ach ja, was auch noch ginge: wenn ich meinen Audiolink XT auf Ringschleife schalte, kann ich damit Stromkabel in der Wand finden. Verschiedene Kabel machen auch verschiedene Geräusche.

    Das T-Level soll eigentlich die Lautstärke zeigen, die man gerade so noch hört, die untere Hörschwelle.

    Bei der Messung geht der Audiologe langsam von null zu etwas lauter, bis man gerade so eine Hörwahrnehmung hat.

    Was der Prozessor mit Tönen unterhalb des T-levels macht, bin ich mir gerade nicht sicher. Sie könnten entweder einfach weggelassen und nicht mehr übertragen werden, oder sie werden in der Lautstärke etwas angehoben, damit man sie doch noch hört.

    Im Prinzip läuft die T-level messung so, wie man es bei der Hörkurve von Hörgeräten kennt.


    Das M-Level ist die maximal erträgliche Lautstärke.
    C gibt es, glaube ich, nur bei AB, und erlaubt eine individuelle Lautstärkeeinstellung. Bei anderen herstellern wird die Lautstärke nur über M / MCL geregelt.

    Wenn Du lange keine hohen Töne gehört hast, können sie erstmal sehr schrill wirken.

    Es sollte aber trotzdem nicht unangenehm sein. Zum Eingewöhnen können die hohen Töne vielleicht erst einmal etwas leiser eingestellt werden.

    Ich habe nach 28 Seiten Thread leise Zweifel, ob das Forum die richtige Plattform ist.

    Die Grundeinstellung gegenüber dem Konzept Cochela Implantat, [...] Wenn das Ci irgendeine Funktion aufnehmen soll, ein Hören wieder erlernt werden soll und ein Erfolg in der Reha und darüber hinaus erwünscht ist, dann sollte dringend vorher eine (professionelle, strukturierte, zielorientierte) psychotherapeutische Behandlung erfolgen, die dieses Katastropenerleben angeht und zumindest den Hauch einer positiven Grundeinstellung gegenüber dem Konzept CI herstellt.

    Was veranlaßt Dich jetzt, diesen Beitrag zu schreiben?

    Du scheinst den Anspruch zu erheben, hier ein Urteil zu fällen.

    Und wenn Du die 29 Seiten tatsächlich mit Sehen und Verstehen gelesen hättest, wäre Dir auch eine Entwicklung aufgefallen. Die fehlt in Deinem Beitrag jedoch völlig.

    Clara hat nach großen Zweifeln und Ängsten den Schritt zum CI gewagt und auch positive Rückmeldung dazu gegeben. Wenn Sie jetzt nicht nach Deiner Vorstellung psychisch damit umgeht, sondern auf ihre Art, ist das ihre Sache, und nicht Deine.

    Dies ist Claras Hörreise, nicht Deine.

    Ich wünsche Clara weiterhin alles Gute und den Mut und die Zuversicht, die durchaus immer mal wieder durchscheinen. Ich bin da durchaus optimistisch.