Posts by Katharina_123

    Ich war im Herbst 2024 in der Klinik. Mein Ziel: ich wollte nach der Implantation im Rahmen der AHB schnell hören lernen. Dieses Ziel habe ich erreicht mit Hilfe von sehr engagierten und empathischen Therapeuten und Audiologen.

    Die Treppe habe ich als Fitnesseinheit gesehen, gegessen habe ich auch zu anderen Zeiträumen, wenn es für mich besser passte und der Gang in die Stadt war eine weitere Bewegungseinheit für mich.

    Natürlich könnte ich mich darauf fokussieren, dass der Arzt bei der Aufnahme netter sein hätte können, das Gebäude moderner, die Orga noch besser. Für mich war aber wichtig mein Kernziel zu erreichen: Gutes Hören mit dem CI. Und das habe ich erreicht.

    Hallo Clara,

    der Tinitus ist normal. Kein Grund zur Panik. Dem Gehirn fehlt der Input. Nun reimt es sich selbst etwas zusammen. Ich hatte nach der OP auch sehr lauten Tinitus. Sobald das Gehirn durch das CI Input bekommt, beruhigt er sich wieder. Vielleicht hilft Dir, tief durchzuatmen und Dir zu sagen, dass der Tinitus nicht schlimm ist sondern eine natürliche Reaktion. Wie immer hilft: nicht darauf konzentrieren.

    Uta Over hat gestern in der DCIG Themenwoche aus ihrem Buch „Hören verloren, Hoffnung gefunden“ vorgelesen. Darin kommt eine so wichtige Stelle vor. Wir müssen den Verlust des Gehörs betrauern. Erst dann sind wir offen für den nächsten Schritt und können uns auf das CI einlassen. Wenn wir noch mit den Gedanken im Früher kreisen oder Angst vor dem neuen (dem CI) haben, wird das den Hörerfolg beeinträchtigen. Kermitlady : korrigiere gerne, wenn Du es anders sagen würdest.

    Ich wollte diesen Gedanken nochmal schreiben, nachdem ich deine Zeilen zum Antidepressiva gelesen habe ( Clara ). Ich würde Dir gerne mitgeben, dass das vermutlich deine Schritte des Trauerprozesses sind. Dann kannst Du das für Dich evtl. auch besser einordnen. Für mich und meinen Hörerfolg war es irgendwann wichtig zu sagen, das alles was passiert ist, kann ich nicht mehr ändern. Es ist wie es ist. Jetzt mache ich aus dem neuen was Gutes. Clara : Du wirst selbst spüren, wann Du so weit bist. Und ich mag Dir noch mitgeben, dass das Loslassen sehr hilft.

    Ulrike Berger von der DCIG hat darum gebeten, die folgende E-Mail-Adresse bekannt zu machen:

    ssd-kinder@dcig.de

    Viele Eltern von einseitig ertaubten Kindern wünschen sich den Austausch mit anderen betroffenen Familien. Auch die Kinder selbst haben mit zunehmendem Alter oft den Wunsch, andere SSD-Kinder kennenzulernen und Erfahrungen auszutauschen.

    Über die Deutsche Cochlea Implantat Gesellschaft (DCIG) können betroffene Familien miteinander vernetzt werden. Eltern von Kindern mit Single-Sided Deafness (SSD) sind herzlich eingeladen, sich an die oben genannte E-Mail-Adresse zu wenden, um Kontakte zu anderen betroffenen Familien zu knüpfen.

    Je mehr Familien sich melden, desto größer wird das Netzwerk für Austausch und gegenseitige Unterstützung.

    Bitte teilt diese Information gerne mit anderen betroffenen Familien.

    Liebe Felicia,

    ich habe auch die ersten Wochen (ca. vier) Ohropax getragen (die aus Schaumstoff). Ich habe das in lauten Situationen gemacht. Also nicht durchgängig. Mit der Zeit sortiert sich das Gehirn dann um und lernt, dass alles auf einem Ohr ankommt. Ich würde, wie meine Vorrednerinnen schreiben auch nach einer Zeit mit dem Gehörschutz aufhören. Sonst verlernt das Ohr die Lautstärke.

    Vielleicht hast Du es schon gesehen: hier findest Du ein paar Tipps und Hilfe für den Anfang: SSD | einseitig taub | Mono | Single Sided Deafness - Tipps für den Anfang

    Herzliche Grüße Katharina

    Hallo Moelfra ,

    herzlich willkommen im Forum. Hier findest Du bestimmt viele Infos, die Dir beim sortieren weiterhelfen. Ich bin selbst 2023 plötzlich auf einem Ohr ertaubt und habe durch das Forum viel Hilfe erfahren.

    Vielleicht hast Du folgenden Post schon gesehen - falls nicht: hier findest Du Informationen für einseitig ertaubte Menschen:

    Katharina_123
    April 27, 2025 at 1:12 PM


    Herzliche Grüße Katharina

    Ich habe mir den Artikel mal zusammenfassen lassen:


    Kernaussage der Gegen‑Hartz‑Seite (gültig ab 2026)

    Seit 2026 gilt eine neue Bewertungslogik beim Grad der Behinderung (GdB) auf Grundlage der 6. Änderungsverordnung zur Versorgungsmedizin‑Verordnung:

    Nicht mehr primär die Diagnose zählt, sondern die tatsächliche Einschränkung der Teilhabe im Alltag
    ❌ Diagnosen allein (z. B. „taub“, „hochgradig schwerhörig“) reichen nicht mehr aus
    [gegen-hartz.de]


    Was bedeutet das konkret für Ertaubte?

    1. Kommunikationsfähigkeit rückt ins Zentrum

    Für Sinnesbehinderungen – insbesondere Hören – ist Kommunikation ein zentraler Bewertungsfaktor.
    Ab 2026 wird genauer geprüft:

    • Wie gut ist sprachliche Kommunikation im Alltag möglich?
    • Bestehen erhebliche Einschränkungen trotz Hörhilfen (z. B. Cochlea‑Implantat, Hörgeräte)?
    • Gibt es Barrieren im Beruf, im sozialen Umfeld, bei Behörden, Telefon, Gruppen, Stresssituationen?

    👉 Für Ertaubte heißt das:

    • Der GdB hängt stärker davon ab, wie gut Kommunikation tatsächlich funktioniert, nicht davon, dass man ertaubt ist.
      [gegen-hartz.de]

    2. Technische Versorgung (CI, HG) kann den GdB beeinflussen

    Die neue Logik kann zweischneidig sein:

    Mögliches Risiko:

    • Wenn mit Cochlea‑Implantat oder Hörgeräten eine gute Alltagskommunikation dokumentiert wird, kann dies
      • zu niedrigerer Einstufung
      • oder zu Ablehnung einer Höherstufungführen.

    Wichtig:

    • Es zählt nicht, ob ein Hilfsmittel vorhanden ist
    • sondern ob trotz Hilfsmittel erhebliche Einschränkungen bleiben

    Beispiel:

    • Gruppenkommunikation
    • Telefonieren
    • Kommunikation unter Lärm
    • Spontane Gespräche
    • Verstehen ohne Absehen
    • psychische Belastungen durch Anstrengung

    [gegen-hartz.de]


    3. Ertaubung ≠ automatisch Schwerbehinderung

    Der Artikel macht sehr deutlich:

    • Mehrere Beeinträchtigungen werden nicht addiert
    • Es wird geprüft, ob sie dieTeilhabeeinschränkung zusätzlich verschärfen

    Für Ertaubte bedeutet das:

    • Ertaubung + z. B. Fatigue, Konzentrationsprobleme, psychische Belastung → erhöhen den GdB nur, wenn sie eigenständig und nachweisbar den Alltag weiter einschränken [gegen-hartz.de]

    4. Höherer Darlegungs‑ und Dokumentationsaufwand

    Gegen‑Hartz betont:

    • Wer nur Diagnosen einreicht, läuft eher Gefahr, niedriger eingestuft zu werden
    • Erforderlich sind konkrete Beschreibungen der Alltagsfolgen

    Für Ertaubte besonders relevant:

    • Kommunikationssituationen konkret beschreiben
    • nicht nur Audiogramme, sondern:
      • Reale Verständigungsprobleme
      • Arbeitssituationen
      • soziale Teilhabe
      • Erschöpfung
      • Missverständnisse / Isolation [gegen-hartz.de]

    Kurzfazit speziell für Ertaubte

    Die Seite gegen-hartz.de zeigt:

    • Kein fixer neuer GdB‑Wert für Ertaubte ab 2026
    • Aber deutlich strengere und alltagsbezogenere Bewertung
    • Kommunikationsbeeinträchtigung ist der Schlüssel
    • ⚠️ Gute technische Versorgung kann – ohne gute Begründung – zu niedrigerem GdB führen
    • Wer weiterhin stark eingeschränkt ist, muss das sehr konkret darlegen

    Ich habe gehört, dass 2026 neue Bewertungsmaßstäbe beim Behinderungsgrad geben wird. Siehe z. B. hier: https://www.gegen-hartz.de/news/schwerbeh…erungsgrad-2026


    So wie mir berichtet wurde und wie ich den Artikel lese, zählt nicht mehr primär die Diagnose sondern die tatsächliche Einschränkung der Teilhabe im Alltag. Für Ertaubte könnte das bedeuten, der GdB hängt stärker davon ab, wie gut Kommunikation tatsächlich funktioniert und nicht, dass man grundsätzlich ertaubt ist. Aus meiner Sicht muss man bei den Anträgen nun noch besser argumentieren. Nicht nur Audiogramme schicken, sondern die Kommunikationssituationen und die evtl. vorhandenen Einschränkungen konkret beschreiben. Ich würde mir da professionelle Unterstützung suchen, damit die Höherstufung nach den neuen Richtlinien funktioniert.

    =OWie man darf über das Wochenende nicht nach Hause???

    Und wieso soll das ein Versicherungsprpblem sein? Wenn zu Hause etwas passiert, zahlt natürlich nicht die Klinik. Warum sollte Sie auch?

    Bei einer stationären Reha bist du offiziell in durchgehender Behandlung, ähnlich wie im Krankenhaus. Deshalb darfst du nur mit Erlaubnis der Klinik nach Hause fahren, weil der Kostenträger (z. B. Deutsche Rentenversicherung) nur zahlt, wenn du vor Ort bist.

    Fährst du trotzdem ohne Erlaubnis, kann die Reha abgebrochen werden und als „nicht erfolgreich“ gelten.

    Außerdem können Leistungen gekürzt oder zurückgefordert werden und es kann Nachteile für spätere Ansprüche geben.

    Wenn du ohne Erlaubnis nach Hause fährst und dort einen Unfall hast, bist du nicht mehr über die Reha bzw. den Kostenträger (z. B. Deutsche Rentenversicherung) abgesichert.

    Der Unfall gilt dann als privat, und es kann Probleme mit Leistungen oder der weiteren Reha geben.

    Moonlight ich weiß nicht, ob es hier schon jemand geschrieben hat, was dem Tinitus zu Grunde liegt. Falls schon geschehen, ignoriere bitte meinen Beitrag.


    Mir hat es nach meinem Hörsturz geholfen zu wissen, warum ich nun einen Tinitus habe. Mit dem Wissen konnte ich besser annehmen, dass es nun einfach ist, wie es ist. Dass ich nichts ändern kann. Danach habe ich beschlossen, keinen Gedanken darauf zu verschwenden. Denn das ist tatsächlich das einzige was hilft: nicht hinzuhören bzw. dem Ton/ den Tönen keine Aufmerksamkeit zu schenken. Denn es besteht keine Gefahr. Was dein Gehirn gerade macht: es ersetzt die Töne, die es über die Cochlea nicht mehr hören kann, durch Phantomhören. Das Gehirn denkt sich gerade die Töne aus, die es nicht mehr hören kann. Der Tinitus kann wieder in den Hintergrund treten, wenn das Gehirn wieder mehr Informationen bekommt. Das kann über ein Hörgerät sein oder über ein CI. Bei mir hat der Tinitus sich auch wieder mehr beruhigt, als sich mein Gehirn an den neuen Zustand gewöhnt hat.

    Ich will sagen, alles ist gut. Dein Gehirn versucht mit dem neuen Zustand klarzukommen. Das ist eine Leistung. Sei gnädig zu deinem Kopf. Und lenke Dich ab. Hör dem Wind zu oder höre leise Musik. Mach irgendwas, was Dir gut tut.