Ich fand diesen Artikel aus der Zeit nach meiner Ertaubung hilfreich: https://www.zeit.de/2017/10/hoersi…s-therapien-hno
Posts by Katharina_123
-
-
Und auch von mir nochmal: Ich habe alles ausprobiert, was es an Möglichkeiten gibt. Ich blieb taub. Und da ich nach dem Schnäuzen in ein Taschentuch ertaubt bin, habe ich auch kurz verzweifelt darüber nachgedacht, ob ich selbst schuld daran bin , dass ich nun einseitig taub bin, nachdem ich mein Leben lang wunderbar gehört habe und Musik meine Leidenschaft ist.
Und das einzige, was an dieser Stelle im Leben dann hilft - und es ist wirklich das einzige was hilft: es ist wie es ist und jetzt geht es weiter - anders als vorher, aber es geht weiter.
Ich habe mir sofort die Gedanken an früher und hätte, hätte Fahrradkette verboten. Denn diese Gedanken bedeuten Stillstand. Depressionen können sich auch bei Stillstand entwickeln (neben anderen Faktoren natürlich!). Der Mensch braucht Hoffnungen und das Gefühl der Wirksamkeit. Wenn ich in der Vergangenheit suche, bin ich nicht wirksam. Es ist sehr heilsam sich auf den Weg in Richtung Lösung zu machen. -
APRIL 2025 – OP/EA/ODENWALD
Da bekomme ich Gänsehaut beim Mitlesen! Danke fürs erzählen deiner Geschichte 💚
-
Hallo Jasmin,
was für eine bewegende Hörreise! Ich kann all deine Emotionen nur ahnen. Und es zeigt sich, wie wichtig es ist, auf empathisches Fachpersonal zu treffen. Ich habe diesbezüglich schon viel Gutes über Bensheim gehört.
Herzliche Grüße Katharina -
Wer sich darauf einlässt, bereit ist, vieles mit Humor zu nehmen, nicht immer alles bis ins kleinste Detail analysieren muß sondern die Dinge auch einfach mal so annimmt, wie sie auf einmal zu rollen und abwartet, was sich daraus entwickeln wird - denn alles braucht nun einmal seine Zeit - der wird das Ganze deutlich leichter auf sich nehmen und seinen Weg gehen.
Der Humor und das einfach annehmen ist so ein guter Punkt!
Ich habe mir vorher keine Beispiele angehört und nichts erzählen lassen. Ich war einfach neugierig, was passiert. Ich habe in der Audiologie vor Erleichterung gelacht, als ich eine monotone, elektronische Stimme gehört habe. Denn ich hatte mit viel weniger gerechnet. Diese Stimme zu hören war nach der Taubheit ein Glücksmoment für mich, an den ich heute noch voller Dankbarkeit zurückdenke.
Ich kann das aber hier wieder und wieder erzählen. Wer noch nicht so weit ist und auf die Angst fokussiert, dem wird meine Schilderung auch nicht helfen. Wenn man innerlich so weit ist, dann läuft man wahrscheinlich einfach los und springt mutig ins Ungewisse. -
-
Ich glaube, es ist wichtig, hier differenziert zu bleiben. Meine eigene Erfahrung mit dem CI war z. B., dass Stimmen in den ersten Tagen eher tiefer klangen. Nach den ersten Einstellungen hat sich das aber schnell normalisiert. Von ‚Monsterstimmen‘ habe ich persönlich nichts erlebt.
Viele beschreiben die Anfangszeit als verzerrt, metallisch oder einfach fremd – was ja auch logisch ist, weil sich das Gehirn erst an die neue Art des Hörens gewöhnt. Solche dramatischen Begriffe können Menschen vor der OP unnötig verunsichern. Vielleicht hilft es, wenn wir unsere Erfahrungen als individuelle Eindrücke schildern und neutraler formulieren. Dann bekommen Neulinge ein realistisches, aber nicht beängstigendes Bild.
-
Hallo CIA,
es gibt außerhalb des Forums größere WhatsApp Gruppen mit SSDlern, in denen man meist immer einen findet, der das selbe Schicksal teilt. Wenn Du magst, kann ich Dich dorthin vermitteln.
Wer auch weiterhelfen kann, sind die regionalen Ansprechpartner für SSDler der DCIG. An sie kannst Du Dich auch wenden. Sie verfügen auch oft über ein breites Netzwerk: https://dcig.de/selbsthilfe/ssd-einseitige-taubheit/
Herzliche GrüßeKatharina
-
Hallo Stitch,
dass Du Angst hast, kann ich verstehen. Ich habe hier eine Anlaufstelle für Dich. Ich denke, dort gibt es Leute, die Dir weiterhelfen können. Ich kenne eine der Gründerinnen.
Kimm e.V.
KIMM e.V. »Kontakte und Informationen für Morbus Menière, KIMM e.V.« ist eine bundesweite Patientenorganisation für Betroffene der Krankheit Morbus Menière, die aus einer regionalen Selbsthilfegruppe entstanden ist. Wir unterstützen uns gegenseitig, um besser mit unserer Krankheit umgehen zu können. Soweit es in unseren Kräften steht, vertreten wir die Interessen der Morbus-Menière-Patienten nach außen.Herzliche Grüße Katharina
-
Hallo tzeki,
ich trage jetzt seit 1 1/2 Jahren mein CI. Letzte Woche habe ich meine Einstellung auf anatomiebasiert umstellen lassen. Du siehst, das geht also auch später noch ☺️
Ich hatte damit gerechnet, dass ich mich sehr umgewöhnen müsste. Das war bei mir nun gar nicht der Fall. Beim einschalten hatte ich persönlich das erste Mal das Gefühl, dass ich nun entspannter höre. Meine alte Einstellung klang viel höher. Nun klingt es tiefer und ist mit meinem gesunden Ohr im Einklang. Und zum ersten Mal fährt mir das Schreien meiner Kinder nicht mehr durch Mark und Bein.
Der Audiologe meinte, dass nun das Hören für mich wahrscheinlich weniger anstrengend ist, weil mein Gehirn nicht mehr den zu hohen Klang mit dem tieferen Klang meines normalen Ohres in Einklang bringen muss.
Ich merke, dass ich mich an die tieferen Frequenzen neu anpassen muss, aber es ist in meinem jetzigen Hörstadium von 1 1 1/2 Jahren auch nicht so dramatisch. Ich verstehe weiterhin gut.
Du siehst, es ist noch nicht zu spät für Dich ☺️ -
Welches Modell trägst Du denn?
Generell ist es ja so, dass kein CI die Dynamik der Musik realistisch wiedergeben kann.
Aber die Technik ermöglicht doch eine Menge.
Ich habe den Sonnet 3 Prozessor von Med-El. Und möchte sagen, dass ich nicht denke, dass es an Med-El liegt. Ich denke, dass viel daran liegt, wie geschult das Gehirn bzgl. Musik ist bzw. wie intensiv man trainiert.
-
Hallo Katharina,
hört sich gestreamte Musik wirklich so an, wie du es von früher kennst - nur "flach" und ohne "Wärme" und "Tiefe"? Wenn ich gestreamte Orchestermusik oder Oper anhöre, ist das noch immer kein Vergleich zum anderen Ohr. Bei unbekannten Orchesterstücken hat das, was ich über das CI-Ohr höre, leider noch immer nur im Ansatz mit dem zu tun, was ich auf dem anderen Ohr höre - selbst wenn ich mittlerweile einzelne Instrumente oder Melodien hören kann. Mit beiden Ohren klingt Musik dagegen tatsächlich wieder voll.
Mit „so wie früher“ meine ich, dass ich das Lied so höre, wie es sein soll: Melodie, Gesang dazu und welche Instrumente mitwirken. Mir ist Musik über das CI alleine aber insgesamt zu leise und es klingt wie aus einem batteriebetriebenen Duschradio und nicht wie aus Boxen von Bose. Transportiert das Bild, was ich meine?
-
Ein Jahr dann bis es so weit war? Bist Du beidseitig CI versorgt oder SSD?
SSD und Musikerin (Geige). Mein Gehirn ist also schon entsprechend geschult.
Ich habe immer wieder per Stream geprüft, wie sich das Musikhören weiterentwickelt hat. Und ich habe dem CI in all dieser Zeit den Geigenklang gegeben und andere Lieblingsmusik. Es war lange wirklich ungenießbar.
Was bedeutet Musikhören für mich heute? Die Lieder klingen so, wie ich sie kenne. Ich höre alle Instrumente raus. Die Wärme und die Tiefe kommen aber nur in Kombination mit dem hörenden Ohr. Die CI-Musik ist sehr flach für mich. -
- Ertaubung links quasi über Nacht
- rechtes Ohr auch stark geschädigt und konnte bis Oktober 25 durch ein Hörgerät versorgt werden, bis es dann im Oktober auch ertaubt ist (die HNO Ärzte hatten das schon im Sommer vorrausgesag).Und dann das Wunder:
Direkt nach der Einschalten vom CI konnte ich den Techniker verstehen.Hallo Steffen,
ich freue mich mit Dir und ich kann deine Worte so nachfühlen. Von außen betrachtet bist Du auf einem richtig guten Weg!
Mir ging es ähnlich. Und von daher mag ich Dir sagen, dass Du Dich auch mit Übung und Geduld in den herausfordernderen Umgebungen besser zurechtfinden wirst. Ich habe mein CI seit 08/24 und habe vorher auch gut gehört. Ich glaube bei dieser Voraussetzung hat man wirklich gute Perspektiven.
Seit 10/25 klingt Musik auch wieder gut 😌
-
Sollte einer von uns eine Lösung finden, lass sie uns teilen!
Ich befürchte auch, dass der Markt (noch?) zu klein ist.
-
Bei MED-EL geht es im Prinzip auch mit so einem Splitter oder etwas Softwareunterstützung, wie hier beschrieben. Ist aber relativ umständlich einzurichten und nicht wirklich alltagstauglich.
Cito das Setup ist nur für den PC, wenn ich es richtig verstehe, oder?
Ich suche nach einer Hosentaschenlösung für mein iPhone + In Ear Kopfhörer + CI. -
Ich kenne ein Konstrukt für Cochlear mit Hilfe des Minimics und einem Bluetoothsplitter, das zu funktionieren scheint. Für Med-El kann ich es mir nicht vorstellen. Bin aber super glücklich, wenn jemand hier schreibt, ich habe die Lösung 🙏🏻
-
Dazu kommt noch dass ich skinhead bin, ich trage seit über 20 Jahren die typische Kleidung, bomberjacken, levis Jeans und Stiefel, da wird man schon blöd angeglotzt. Aber mit hörgeräten ist es noch krasser. Ich steh aber dazu, es stört mich nicht. All eyes on me... 😂
😂 Vielleicht trägst Du dann eines Tages noch ein blinkendes CI und hast noch mehr eyes on you 😂 On top hörst Du dann mit CI noch, was die Leute um Dich herum reden. Das wird ein Fest 🎊
-
Hallo Charon,
dein Erlebnis an der Supermarktkasse berührt mich. Ich habe auch ähnliches schon erlebt. Was ich dazugelernt habe: wir sind immer unser eigener Anwalt in jeder Situation. Die anderen wissen oft nicht was los ist und was wir brauchen. In solchen Situationen sage ich heute: „Schauen Sie mal, ich habe ein CI. Es ist wichtig, dass Sie mich beim Reden anschauen und deutlich sprechen.“ Nach so klaren Aussagen meinerseits habe ich nicht mehr erlebt, dass mich jemand doof angequatscht hat.
Herzliche Grüße Katharina -
Ich habe mir darüber auch schon Gedanken gemacht. Ich habe ein permanentes Rauschen, das ich auch mit CI höre. Wenn ich leise weißes Rauschen höre, geht mein Tinitus unter/ bemerke ich ihn nicht mehr. Nun ist mein laienhafter Gedanke, dass es evtl. hilfreich wäre, ein leises Rauschen permanent über der Prozessor einzuspielen. Aber vielleicht würde das den Tinitus eher verschlimmbessern - wer weiß…