Posts by Katharina_123

    Hallo Moelfra ,

    herzlich willkommen im Forum. Hier findest Du bestimmt viele Infos, die Dir beim sortieren weiterhelfen. Ich bin selbst 2023 plötzlich auf einem Ohr ertaubt und habe durch das Forum viel Hilfe erfahren.

    Vielleicht hast Du folgenden Post schon gesehen - falls nicht: hier findest Du Informationen für einseitig ertaubte Menschen:

    Katharina_123
    April 27, 2025 at 1:12 PM


    Herzliche Grüße Katharina

    Ich habe mir den Artikel mal zusammenfassen lassen:


    Kernaussage der Gegen‑Hartz‑Seite (gültig ab 2026)

    Seit 2026 gilt eine neue Bewertungslogik beim Grad der Behinderung (GdB) auf Grundlage der 6. Änderungsverordnung zur Versorgungsmedizin‑Verordnung:

    Nicht mehr primär die Diagnose zählt, sondern die tatsächliche Einschränkung der Teilhabe im Alltag
    ❌ Diagnosen allein (z. B. „taub“, „hochgradig schwerhörig“) reichen nicht mehr aus
    [gegen-hartz.de]


    Was bedeutet das konkret für Ertaubte?

    1. Kommunikationsfähigkeit rückt ins Zentrum

    Für Sinnesbehinderungen – insbesondere Hören – ist Kommunikation ein zentraler Bewertungsfaktor.
    Ab 2026 wird genauer geprüft:

    • Wie gut ist sprachliche Kommunikation im Alltag möglich?
    • Bestehen erhebliche Einschränkungen trotz Hörhilfen (z. B. Cochlea‑Implantat, Hörgeräte)?
    • Gibt es Barrieren im Beruf, im sozialen Umfeld, bei Behörden, Telefon, Gruppen, Stresssituationen?

    👉 Für Ertaubte heißt das:

    • Der GdB hängt stärker davon ab, wie gut Kommunikation tatsächlich funktioniert, nicht davon, dass man ertaubt ist.
      [gegen-hartz.de]

    2. Technische Versorgung (CI, HG) kann den GdB beeinflussen

    Die neue Logik kann zweischneidig sein:

    Mögliches Risiko:

    • Wenn mit Cochlea‑Implantat oder Hörgeräten eine gute Alltagskommunikation dokumentiert wird, kann dies
      • zu niedrigerer Einstufung
      • oder zu Ablehnung einer Höherstufungführen.

    Wichtig:

    • Es zählt nicht, ob ein Hilfsmittel vorhanden ist
    • sondern ob trotz Hilfsmittel erhebliche Einschränkungen bleiben

    Beispiel:

    • Gruppenkommunikation
    • Telefonieren
    • Kommunikation unter Lärm
    • Spontane Gespräche
    • Verstehen ohne Absehen
    • psychische Belastungen durch Anstrengung

    [gegen-hartz.de]


    3. Ertaubung ≠ automatisch Schwerbehinderung

    Der Artikel macht sehr deutlich:

    • Mehrere Beeinträchtigungen werden nicht addiert
    • Es wird geprüft, ob sie dieTeilhabeeinschränkung zusätzlich verschärfen

    Für Ertaubte bedeutet das:

    • Ertaubung + z. B. Fatigue, Konzentrationsprobleme, psychische Belastung → erhöhen den GdB nur, wenn sie eigenständig und nachweisbar den Alltag weiter einschränken [gegen-hartz.de]

    4. Höherer Darlegungs‑ und Dokumentationsaufwand

    Gegen‑Hartz betont:

    • Wer nur Diagnosen einreicht, läuft eher Gefahr, niedriger eingestuft zu werden
    • Erforderlich sind konkrete Beschreibungen der Alltagsfolgen

    Für Ertaubte besonders relevant:

    • Kommunikationssituationen konkret beschreiben
    • nicht nur Audiogramme, sondern:
      • Reale Verständigungsprobleme
      • Arbeitssituationen
      • soziale Teilhabe
      • Erschöpfung
      • Missverständnisse / Isolation [gegen-hartz.de]

    Kurzfazit speziell für Ertaubte

    Die Seite gegen-hartz.de zeigt:

    • Kein fixer neuer GdB‑Wert für Ertaubte ab 2026
    • Aber deutlich strengere und alltagsbezogenere Bewertung
    • Kommunikationsbeeinträchtigung ist der Schlüssel
    • ⚠️ Gute technische Versorgung kann – ohne gute Begründung – zu niedrigerem GdB führen
    • Wer weiterhin stark eingeschränkt ist, muss das sehr konkret darlegen

    Ich habe gehört, dass 2026 neue Bewertungsmaßstäbe beim Behinderungsgrad geben wird. Siehe z. B. hier: https://www.gegen-hartz.de/news/schwerbeh…erungsgrad-2026


    So wie mir berichtet wurde und wie ich den Artikel lese, zählt nicht mehr primär die Diagnose sondern die tatsächliche Einschränkung der Teilhabe im Alltag. Für Ertaubte könnte das bedeuten, der GdB hängt stärker davon ab, wie gut Kommunikation tatsächlich funktioniert und nicht, dass man grundsätzlich ertaubt ist. Aus meiner Sicht muss man bei den Anträgen nun noch besser argumentieren. Nicht nur Audiogramme schicken, sondern die Kommunikationssituationen und die evtl. vorhandenen Einschränkungen konkret beschreiben. Ich würde mir da professionelle Unterstützung suchen, damit die Höherstufung nach den neuen Richtlinien funktioniert.

    =OWie man darf über das Wochenende nicht nach Hause???

    Und wieso soll das ein Versicherungsprpblem sein? Wenn zu Hause etwas passiert, zahlt natürlich nicht die Klinik. Warum sollte Sie auch?

    Bei einer stationären Reha bist du offiziell in durchgehender Behandlung, ähnlich wie im Krankenhaus. Deshalb darfst du nur mit Erlaubnis der Klinik nach Hause fahren, weil der Kostenträger (z. B. Deutsche Rentenversicherung) nur zahlt, wenn du vor Ort bist.

    Fährst du trotzdem ohne Erlaubnis, kann die Reha abgebrochen werden und als „nicht erfolgreich“ gelten.

    Außerdem können Leistungen gekürzt oder zurückgefordert werden und es kann Nachteile für spätere Ansprüche geben.

    Wenn du ohne Erlaubnis nach Hause fährst und dort einen Unfall hast, bist du nicht mehr über die Reha bzw. den Kostenträger (z. B. Deutsche Rentenversicherung) abgesichert.

    Der Unfall gilt dann als privat, und es kann Probleme mit Leistungen oder der weiteren Reha geben.

    Moonlight ich weiß nicht, ob es hier schon jemand geschrieben hat, was dem Tinitus zu Grunde liegt. Falls schon geschehen, ignoriere bitte meinen Beitrag.


    Mir hat es nach meinem Hörsturz geholfen zu wissen, warum ich nun einen Tinitus habe. Mit dem Wissen konnte ich besser annehmen, dass es nun einfach ist, wie es ist. Dass ich nichts ändern kann. Danach habe ich beschlossen, keinen Gedanken darauf zu verschwenden. Denn das ist tatsächlich das einzige was hilft: nicht hinzuhören bzw. dem Ton/ den Tönen keine Aufmerksamkeit zu schenken. Denn es besteht keine Gefahr. Was dein Gehirn gerade macht: es ersetzt die Töne, die es über die Cochlea nicht mehr hören kann, durch Phantomhören. Das Gehirn denkt sich gerade die Töne aus, die es nicht mehr hören kann. Der Tinitus kann wieder in den Hintergrund treten, wenn das Gehirn wieder mehr Informationen bekommt. Das kann über ein Hörgerät sein oder über ein CI. Bei mir hat der Tinitus sich auch wieder mehr beruhigt, als sich mein Gehirn an den neuen Zustand gewöhnt hat.

    Ich will sagen, alles ist gut. Dein Gehirn versucht mit dem neuen Zustand klarzukommen. Das ist eine Leistung. Sei gnädig zu deinem Kopf. Und lenke Dich ab. Hör dem Wind zu oder höre leise Musik. Mach irgendwas, was Dir gut tut.

    Und auch von mir nochmal: Ich habe alles ausprobiert, was es an Möglichkeiten gibt. Ich blieb taub. Und da ich nach dem Schnäuzen in ein Taschentuch ertaubt bin, habe ich auch kurz verzweifelt darüber nachgedacht, ob ich selbst schuld daran bin , dass ich nun einseitig taub bin, nachdem ich mein Leben lang wunderbar gehört habe und Musik meine Leidenschaft ist.

    Und das einzige, was an dieser Stelle im Leben dann hilft - und es ist wirklich das einzige was hilft: es ist wie es ist und jetzt geht es weiter - anders als vorher, aber es geht weiter.

    Ich habe mir sofort die Gedanken an früher und hätte, hätte Fahrradkette verboten. Denn diese Gedanken bedeuten Stillstand. Depressionen können sich auch bei Stillstand entwickeln (neben anderen Faktoren natürlich!). Der Mensch braucht Hoffnungen und das Gefühl der Wirksamkeit. Wenn ich in der Vergangenheit suche, bin ich nicht wirksam. Es ist sehr heilsam sich auf den Weg in Richtung Lösung zu machen.

    Wer sich darauf einlässt, bereit ist, vieles mit Humor zu nehmen, nicht immer alles bis ins kleinste Detail analysieren muß sondern die Dinge auch einfach mal so annimmt, wie sie auf einmal zu rollen und abwartet, was sich daraus entwickeln wird - denn alles braucht nun einmal seine Zeit - der wird das Ganze deutlich leichter auf sich nehmen und seinen Weg gehen.

    Der Humor und das einfach annehmen ist so ein guter Punkt!


    Ich habe mir vorher keine Beispiele angehört und nichts erzählen lassen. Ich war einfach neugierig, was passiert. Ich habe in der Audiologie vor Erleichterung gelacht, als ich eine monotone, elektronische Stimme gehört habe. Denn ich hatte mit viel weniger gerechnet. Diese Stimme zu hören war nach der Taubheit ein Glücksmoment für mich, an den ich heute noch voller Dankbarkeit zurückdenke.

    Ich kann das aber hier wieder und wieder erzählen. Wer noch nicht so weit ist und auf die Angst fokussiert, dem wird meine Schilderung auch nicht helfen. Wenn man innerlich so weit ist, dann läuft man wahrscheinlich einfach los und springt mutig ins Ungewisse.

    Ich glaube, es ist wichtig, hier differenziert zu bleiben. Meine eigene Erfahrung mit dem CI war z. B., dass Stimmen in den ersten Tagen eher tiefer klangen. Nach den ersten Einstellungen hat sich das aber schnell normalisiert. Von ‚Monsterstimmen‘ habe ich persönlich nichts erlebt.

    Viele beschreiben die Anfangszeit als verzerrt, metallisch oder einfach fremd – was ja auch logisch ist, weil sich das Gehirn erst an die neue Art des Hörens gewöhnt. Solche dramatischen Begriffe können Menschen vor der OP unnötig verunsichern. Vielleicht hilft es, wenn wir unsere Erfahrungen als individuelle Eindrücke schildern und neutraler formulieren. Dann bekommen Neulinge ein realistisches, aber nicht beängstigendes Bild.

    Hallo CIA,

    es gibt außerhalb des Forums größere WhatsApp Gruppen mit SSDlern, in denen man meist immer einen findet, der das selbe Schicksal teilt. Wenn Du magst, kann ich Dich dorthin vermitteln.


    Wer auch weiterhelfen kann, sind die regionalen Ansprechpartner für SSDler der DCIG. An sie kannst Du Dich auch wenden. Sie verfügen auch oft über ein breites Netzwerk: https://dcig.de/selbsthilfe/ssd-einseitige-taubheit/


    Herzliche Grüße

    Katharina

    Hallo Stitch,

    dass Du Angst hast, kann ich verstehen. Ich habe hier eine Anlaufstelle für Dich. Ich denke, dort gibt es Leute, die Dir weiterhelfen können. Ich kenne eine der Gründerinnen.

    Kimm e.V.


    KIMM e.V. »Kontakte und Informationen für Morbus Menière, KIMM e.V.« ist eine bundesweite Patientenorganisation für Betroffene der Krankheit Morbus Menière, die aus einer regionalen Selbsthilfegruppe entstanden ist. Wir unterstützen uns gegenseitig, um besser mit unserer Krankheit umgehen zu können. Soweit es in unseren Kräften steht, vertreten wir die Interessen der Morbus-Menière-Patienten nach außen.

    Herzliche Grüße Katharina

    Hallo tzeki,

    ich trage jetzt seit 1 1/2 Jahren mein CI. Letzte Woche habe ich meine Einstellung auf anatomiebasiert umstellen lassen. Du siehst, das geht also auch später noch ☺️

    Ich hatte damit gerechnet, dass ich mich sehr umgewöhnen müsste. Das war bei mir nun gar nicht der Fall. Beim einschalten hatte ich persönlich das erste Mal das Gefühl, dass ich nun entspannter höre. Meine alte Einstellung klang viel höher. Nun klingt es tiefer und ist mit meinem gesunden Ohr im Einklang. Und zum ersten Mal fährt mir das Schreien meiner Kinder nicht mehr durch Mark und Bein.

    Der Audiologe meinte, dass nun das Hören für mich wahrscheinlich weniger anstrengend ist, weil mein Gehirn nicht mehr den zu hohen Klang mit dem tieferen Klang meines normalen Ohres in Einklang bringen muss.

    Ich merke, dass ich mich an die tieferen Frequenzen neu anpassen muss, aber es ist in meinem jetzigen Hörstadium von 1 1 1/2 Jahren auch nicht so dramatisch. Ich verstehe weiterhin gut.

    Du siehst, es ist noch nicht zu spät für Dich ☺️

    Hallo Katharina,

    hört sich gestreamte Musik wirklich so an, wie du es von früher kennst - nur "flach" und ohne "Wärme" und "Tiefe"? Wenn ich gestreamte Orchestermusik oder Oper anhöre, ist das noch immer kein Vergleich zum anderen Ohr. Bei unbekannten Orchesterstücken hat das, was ich über das CI-Ohr höre, leider noch immer nur im Ansatz mit dem zu tun, was ich auf dem anderen Ohr höre - selbst wenn ich mittlerweile einzelne Instrumente oder Melodien hören kann. Mit beiden Ohren klingt Musik dagegen tatsächlich wieder voll.

    Mit „so wie früher“ meine ich, dass ich das Lied so höre, wie es sein soll: Melodie, Gesang dazu und welche Instrumente mitwirken. Mir ist Musik über das CI alleine aber insgesamt zu leise und es klingt wie aus einem batteriebetriebenen Duschradio und nicht wie aus Boxen von Bose. Transportiert das Bild, was ich meine?