Posts by Kermitlady

    Ich bin zwar nur einseitig mit CI versorgt aber ich liebe es im Zelt...laute Musik....und ich höre Stereo...dank CI.... in mein guthörendes Ohr stecke ich ein Oropax zum Schutz. Dann verstehe ich eigentlich niemand mehr um mich herum.... nur die Musik dringt durch, weil sie so laut ist....und ich liebe es dabei zu sein. Auch normalhörende verstehen im Zelt fast nix. Da geht man ja auch nicht zum reden, sondern zum feiern hin. :S

    Ich begrenze bewusst vorher meine Zeit. 22 Uhr ist Abmarsch nach Hause. Mehr geht nicht. Die Grenzen kennen und setzen finde ich wichtig.

    LG von Uta

    Bei mir sind es einzelne Tage (nicht mehrere hintereinander). Früher hab ich Überstunden-frei genommen. Inzwischen melde mich einen Tag krank, weil ich mit Fahrtzeit usw. fast den ganzen Tag in der Klinik bin. Ein Tag in der Arbeit Fehlen geht bei mir auch ohne Krankmeldung.


    Lg Uta

    Wie habt ihr gelernt mit der Ertaubung umzugehen? War es bei euch auch ein "langsamer Prozess" oder gab es etwas plötzliches?

    Hallo Evchen, für mich war sehr wichtig Trauer zuzulassen. Den Verlust zu spüren und anzuerkennen. Es tut einfach weh, wenn etwas fehlt, was früher für mich selbstverständlich war. Tränen. Trauer.... ein Prozess..... und danach kam Schritt f. Schritt die Akzeptanz.... Ich finde es nicht einfach diesen Prozess, denn er tut weh.....

    Liebe Grüsse von Uta

    Trotzdem begleitet mich bis heute, 42 Jahre nach meiner Ertaubung, ein Gefühl, das schwer zu erklären ist. Ich bin sehr dankbar für meine CIs und für alles, was sie mir ermöglichen. Gleichzeitig habe ich oft das Gefühl, dass ein Teil meines früheren Lebens einfach abgeschnitten wurde. Ich wurde in eine Richtung gedrängt, die ich niemals selbst gewählt hätte. Es ist eine Trauer, die nie endet. Egal wie intensiv ich mich damit auseinandersetze (Psychotherapie usw.).

    Es geht dabei nicht nur ums Hören. Es geht um Spontaneität, Unbeschwertheit, soziale Situationen und um all die Dinge, auf die man verzichten muss, obwohl man sie eigentlich gerne erleben würde.

    Manchmal fühlt es sich an, als wäre ich in mir selbst gefangen – nicht weil ich nichts tun kann, sondern weil ein Teil meiner früheren Selbstverständlichkeit verloren gegangen ist.

    Vor 3 Jahren wurde ich von heute auf morgen einseitig taub. Es war ein Schock - körperlich u. psyschisch. Genau wie du beschreibst habe ich es empfunden: eine Selbstverständlichkeit war plötzlich weg. Etwas, was 48 Jahre zu meinem Leben gehört hat. Ungefragt. Ich habe diesen Weg nicht gewählt. Ich wollte diesen Weg nicht. Aber ich habe gemerkt, dass ich entscheiden kann WIE ich diesen Weg gehe. Und das fand ich sehr spannend....

    Ich habe getrauert.... und dadurch kam Akzeptanz. Neuorientierung. Aber trotzdem gibt es immer wieder kurze Phasen der Traurigkeit. Kürzlich habe ich ein Foto gesehen. Vor 4 Jahren. Ohne CI. Mit 2 guthörenden Ohren. Ich musste schlucken.... es war damals alles viel "leichter" irgendwie. Aber dann kommt auch wieder so viel DANKBARKEIT für mein CI u. das neue Hören. Sie überwindet dann die Traurigkeit. Aber beides darf sein.

    Chiara ich kann dich sehr gut verstehen. Vieles von dem was du schreibst kann ich nachvollziehen. Ich habe meine Gedanken in meinem Buch niedergeschrieben. Weil genau dieses Thema was du eingebracht hast, ist auch "MEIN" Thema. Wie ich mit der ganzen Geschichte emotional umgehe. Das finde ich nämlich schwieriger als die körperlichen Aspekte.

    Viele Hoffnungsgrüsse von Uta

    Ich habe das Kanso - weil hinter meinem Ohr hat es nicht viel Platz u. da ist schon meine Brille.... ausserdem finde ich es mega praktisch... abends in die Ladebox (ist gleichzeitig ne Trockenbox), dann über Nacht laden und dann hält es 2 Tage lang. Kein Wechsel von Akkus, Batterien oder so erforderlich. Sehr praktisch und einfach.

    Ich finde es jedenfalls super, man muss aber schon schauen den schwächsten Magneten zu nehmen, damit die Magnetstelle nicht belastet wird. Es gibt sogar ein Softpad von Cochlear - das habe ich und der Tragekomfort ist viel besser als ohne.

    Würde ich jetzt täglich Helm tragen, könnte ich mir aber vorstellen, dass das Kanso mich nerven würde. Da ist es nicht so praktisch finde ich. Da ich aber nie Helm trage ist das Kanso für mich mega perfekt.

    Die Entscheidung hat immer damit was zu tun, was die jeweilige Lebenssituation u. die Bedürfnisse sind. Das muss jeder für sich selbst überlegen was besser passt.

    Also ich liebe mein Kanso :love: