Posts by Joko

    Ob die Kasse später tatsächlich auch ein zweites Tici zahlen wird, bei denen die aktuell überlegen ob warten klug ist, - ich habe auch hier weder Infos noch kann ich eine Einschätzung Treffen.

    Herzlichen Dank für all deine Antworten. Wirklich sehr hilfreich und wissenswert 😊

    Auf den zitierten Teil möchte ich nochmal kurz eingehen.

    Wenn das andere Ohr eine TICI Indikation aufweist, warum dann nicht? Jeder der Probanden, der sich ein zweites TICI wünscht, wird vermutlich auch die Indikation für ein CI haben - "just for fun" wünscht sich vermutlich niemand ein CI/TICI. Ich denke nicht, dass es an den Kassen scheitern wird. Eher bei einen "Umbau" könnte es ggf. Diskussionen geben. Wenn die Ergebnisse wirklich so überzeugend sind, wird eine TICI Technologie das klassische CI vermutlich Stück für Stück verdrängen - da die Vorteile überwiegen. Aufgrund des Platzbedarfs wird dann ggf. eher bei Säuglingen auf das klassische CI gesetzt (aber nur meine Vermutung).

    Herzlichen Dank für all die Infos und Insights 🫶🏻

    Das leidige alte Windgeräusch. Ob Hörgerät oder CI, stets eine Herausforderung. Schön, dass dies nun gänzlich eliminiert werden konnte im Falle des TICI.

    Du sagst es gibt Probanden die gerne ein weiteres TICI hätten - hat demnach jeder im Rahmen der Studien nur eine Seite versorgt bekommen?

    Ein "Umrüsten" von klassischem CI auf ein TICI wäre meines Wissens möglich(?) - nur werden dann die Krankenkassen höchstwahrscheinlich sagen "schön und gut, doch nicht mit uns". Wenn also jemand bereits mit einem klassischen CI versorgt ist, werden die Kassen ein TICI vermutlich als einen eher kosmetischen Nutzen einstufen und sich finanziell (wenn überhaupt) nur bedingt beteiligen. Für jemanden der noch nicht implantiert ist, dürfte kassensenseitig eigentlich nichts dagegen sprechen - oder was denkt du und was sind die Sorgen anderer Probanden, die sich ein zweites TICI nach Markteinführung wünschen?

    Soll/Wird es denn weitere Studien geben und könnten diese Probanden nicht einfach erneut antreten mit ihrem zweiten Ohr oder ist der Hersteller komplett durch?

    Ins Meer mit den Kindern ❤️ oder demnach auch ins Schwimmbad, in die Sauna, eine Fahrrad-Tour (Helm problemlos möglich) - und dennoch hören(!) - ja das klingt alles zu schön um wahr zu sein.

    50 minuten für eine Vollladung des Akkus ist schon super und sehr zeitgemäß. Du hast dafür dann vermutlich ein kleines externes Teil, welches am Kopf aufgesetzt wird, magnetisch haftet und das Implantat induktiv lädt? Muss dieses Teil währenddessen am Strom hängen? Wenn nein, dann hat man demnach auch unterwegs super bequem die Möglichkeit das Ladeelement anzusetzen und "die Rübe" mit Energie zu versorgen. Woher weißt du wann der Akku voll ist? Mit einer App ist das Ganze ja vermutlich nicht gekoppelt, da kein Bluetooth.

    Vielen Dank nochmals und liebe Grüße 😊

    Huhu. Ich bin dann Mal auch hier. Hatte ja keine Ahnung von diesem Forum

    Top! Lieben Dank für deine Reaktion. Ich bin doch positiv überrascht, wie schnell dich dieser Thread erreichen konnte und du den Weg hierher gefunden hast 🫶🏻

    Ich finde es sehr spannend, dass du bereits ein TICI trägst. Ich verfolge das Thema bereits seit der ersten Implantation aufmerksam und hoffe irgendwann ebenfalls diese Option zu haben. Wenn du magst, würde ich dir gern ein paar Fragen stellen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie das Hören und Leben damit ist.

    Seit wann trägst du das TICI System, kannst du bereits den akustischen Unterschied zu dem klassischen CI-System einordnen oder klingt es für dich genauso? Stehst du zu weiteren Probanden in Kontakt und weißt ggf. über deren Eindrücke?

    Hattest du bereits auf dem TICI Ohr ein klassisches Implantat und hat man es "umgerüstet" oder war das Ohr noch "jungfräulich" und wurde mit dem TICI erstversorgt?

    Wie gut verstehst du Sprache in ruhiger Umgebung und wie ist es bei Hintergrundgeräuschen (also zum Beispiel Meetings, Restaurant, Familienfeier, Straßenverkehr)?

    Wie ist das Richtungshören, kannst du lokalisieren woher Geräusche kommen?

    Wie oft musst du das System laden, und wie läuft das Aufladen genau ab bzw. wie lange dauert ein Ladezyklus?

    Ist die Sprachqualität stabil über den Tag oder gibt es Schwankungen, wenn der Akku leer wird?

    Merkst du etwas von der Technik im Kopf, also Druckgefühl, Summen, Vibration oder ähnliches?

    Wie ist das Tragegefühl an sich, spürt man etwas unter der Haut, wenn man sich hinlegt oder auf der Seite schläft oder ist dies keinerlei Problem?

    Wie hat sich dein Alltag verändert, seit du das TICI trägst?

    Fühlst du dich freier, aufgrund des nicht vorhandenen, externen Prozessors oder besteht dennoch eine gewisse Einschränkung, da du nun ggf. äußerst vorsichtig durchs Leben gehen musst? Ich vermute, dass gerade die Stelle des Mikros sehr empfindlich ist und keinerlei Druck verträgt(?)

    Hattest du Bedenken vor der Operation oder würdest du dich rückblickend wieder so entscheiden bzw. planst du auch die andere Seite mit einem TICI zu versorgen?

    Was war die größte positive Überraschung?

    Was würdest du jemandem raten, der überlegt, auf die Marktreife des TICI zu warten? Lohnt es sich?

    Gibt es etwas, dass du gerne vor der Implantation des TICI gewusst hättest?

    Bist du ggf. im Bilde, ob weitere (Machbarkeits)studien anstehen oder ob der Hersteller mit allen notwendigen Studien/Tests durch ist? Mich würde sehr interessieren, wann diese Technologie auf dem Markt zugänglich ist. Bis dato kann man es lediglich vermuten, dass es 2026/2027 werden könnte.

    Ich würde mich sehr freuen von dir zu hören und vll. die ein oder andere Frage aus erster Hand beantwortet zu bekommen. Vielen lieben Dank und herzliche Grüße :)

    Gut, dass ich weder das eine noch das andere soziale Medium nutze 😄

    Ist die liebe Frau Krümelkuchen denn nicht auch hier anzutreffen? Oder andere, der bisherigen Probanden? Ich hätte gedacht, blauäugig wie ich bin, dass nahezu jeder der mit CI etwas zu tun hat, sich in diesem Forum befindet. Viele Alternativen gibt es ja nicht, um sich zum Thema CI zu informieren 🤷🏼

    Ich sehe darin absolut keinen Nachteil. Gesunde Menschen hören auch 24/7. Die Regulierung erfolgt im Gehirn. Man hört deswegen ja auch nicht lauter oder bekommt mehr mit als gesunde Menschen. Ich persönlich habe eine große Scheu vor dem Ablegen von Hörhilfen und der dann eintretenten Stille. Ich würde alles dafür geben 24/7 zu hören.

    Dieses System ist für mich keine Frage nach dem "ob", sondern mach dem "wann".

    Mich würde interessieren ob jemand ggf. weitere Infos bezüglich zu erwartender Markteinführung, Studien etc. vorliegen hat?

    Hallo zusammen,

    ich möchte gerne an dieser Stelle, das zuletzt vor über einem Jahr eröffnete Thema "Vollimplantierbares CI (TICI)", erneut thematisieren und als Sammelstelle für Updates, Information und Austausch anstoßen.

    Die Entwicklungen betreffend der besagten Technologie verfolge ich bereits seit der Erst-Implantation interessiert und aufmerksam - auch wenn der Informationsgehalt, den man aus Online/Offline-Recherchen, Gesprächen mit Kliniken oder vom Hersteller selbst erhält, sehr(!) mager ist. Da Studienteilnehmer sich aufgrund vertraglicher Bindungen, verständlicherweise extrem bedeckt halten müssen, findet man leider auch keinerlei Infos aus erster Hand.

    Ich stieß vor Kurzem auf ein sehr interessantes Dokument des Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (kurz BfArM). Hierbei handelt es sich um einen Vorschlag zur Aufnahme eines neuen Codes in den kommenden OPS-Katalog 2026. OPS steht für „Operationen- und Prozedurenschlüssel“ und ist wohl ein offizieller, jährlich aktualisierter medizinischer Klassifikationskatalog, der in Deutschland verwendet wird, um medizinische Eingriffe und Behandlungen zu klassifizieren, Abrechnungen mit den Krankenkassen durchzuführen und neue medizinische Verfahren in die reguläre Versorgung aufzunehmen.

    https://multimedia.gsb.bund.de/BfArM/downloads/klassifikationen/ops/vorschlaege/vorschlaege2026/ops2026-090-vollimplantcochleaimpl.pdf?utm_source=chatgpt.com

    Man bereitet demnach eine Zulassung und Integration des TICI-Verfahrens in die reguläre medizinische Abrechnung für 2026 vor. Sicherlich stehen auch noch Themen wie eine CE Zulassung aus, doch die Sache scheint zunehmend greifbare Formen anzunehmen und keine Zukunftsmusik mehr zu sein, mit der man erst in vielen Jahren rechnen darf.

    Wie ist euer Stand des Wissens, welche Informationen liegen euch darüber hinaus vor?

    Lasst uns gerne in den Austausch gehen.

    Viele Grüße

    Hallo zusammen,

    ich danke Euch allen vielmals für Eure Beiträge und bitte meine späte Reaktion zu entschuldigen. Wie ich es bereits angedeutet hatte, so ist das Ganze bei mit ein stetiges Auf und Ab. Eine Zeit lang kann ich mich über Wasser halten und mit der Situation umgehen, dann plötzlich holt es mich wieder ein und ich befinde mich wieder in diesem Forum - vermutlich auch ein Stück weit um Trost zu finden, dass man nicht der einzige ist, dem es so ergeht.

    Ich werde nun nochmals in den nächsten Wochen neue Hörgeräte testen und schauen, ob sich mit neuster Technik ggf. noch eine gewisse Verbesserung erzielen lässt. Meine Erwartungshaltung ist jedoch gering, da ich eigentlich bereits sehr leistungsstarke Geräte trage.

    Tja, wie es dann weitergeht, wenn die neuste Technik auch nichts mehr hilft... ich weiß es nicht. Auch ist mir sicherlich bewusst, dass objektiv betrachtet das CI nur eine Verbesserung darstellen kann, doch kämpfe ich innerlich so stark dagegen an, dass ich es subjektiv nicht einsehen will - was dann auch leider unweigerlich zu starken Depressionen führt. Es ist wie damals bei Dir Chocolate, das Damoklesschwert der Ertaubung, dem man mit aller Kraft ausweichen möchte, es aber einfach nicht kann. Es ist das sich nicht mit dem Schwerhörig sein oder gar mit einer Schwerbehinderung identifizieren zu wollen.

    Die Tage fragte mich mein Chef, ob mir nicht aufgrund des Hörverlustes mehr Urlaubstage zustehen würden und ob es bereits als eine Schwerbehinderung einzustufen wäre. Eine eigentlich respektvolle Frage, um mir nur etwas Gutes zu tun. Letztlich hatte ich jedoch mit dieser Frage / Aussage noch eine Tage innerlich zu kämpfen. Der innere Kampf nicht behindert sein zu wollen, einfach "normal" dazu zu gehören und nicht anders behandelt zu werden...

    Caro76 Ich wünsche Dir alles Gute für Dein anstehendes Gespräch.

    Liebe Grüße

    Joko

    Hallo in die Runde,

    Sheltie - weißt Du was die Hintergründe sind, weshalb mit einer OP so lange gewartet wird, bis nichts anderes mehr helfen kann? Sicherlich ist die OP wohl die letzte Instanz des Möglichen, doch kann das Endergebnis nicht sogar besser sein, als es mit einem HG je war? Ich lese so häufig, dass Menschen mit einem CI deutlich besser hören/verstehen, als es mit HG der Fall war. Weshalb zögert man es von Seiten der Medizin dann bis zum letzten Drücker raus, wenn doch eigentlich bereits früher jemand in den Genuss von mehr Lebensqualität kommen könnte?

    LG

    Lieben Dank für Eure Beiträge und Eure Sichtweisen. Es stimmt, vermutlich ist es wirklich sehr individuell. Den Leidensdruck versuche ich immer wieder als Indikator heran zu ziehen, doch schwanke ich stets zwischen "es geht noch" und "es geht nicht mehr" - was sich teilweise täglich ändern kann, je nachdem, welchen akustischen Situation ich ausgesetzt war, ob ich mich gut verständigen konnte oder eben nicht. Wenn ich auf der anderen Seite dann lese, dass nahezu jede Person absolut von der OP profitiert hat und anschließend besser hörte bzw. versteht als zuvor, dann kann ich in dieser Hinsicht ja eigentlich nur gewinnen. Schließlich sind 90-100% positive Hörerlebnisse besser als 60-70(?)% positive Hörerlebnisse. Ich habe wohl primär Angst vor der Veränderung, vor der Umstellung, vor der langen Zeit der Anpassung, in der ich vermutlich auch nicht meinen Job ausführen kann etc. Kann es selbst nicht so wirklich greifen, was mich so grübeln lässt. Manchmal denke ich mir, dass es leichter wäre, wenn ich morgens aufwache und auch das andere Ohr auf dem Niveau wie das Schlechtere angekommen ist. Dann wäre eine Unterhaltung nur noch unter größter Anstrengung möglich und die Entscheidung für eine OP wäre klar. So wie es jetzt ist, finde ich zu viele Ausreden es nicht zu tun - da es ja "noch" geht. Wie Du bereits sagtest, Nicole, es benötigt Zeit und ist ein Prozess.

    briglang 22 - was genau kann ich mir unter einer solchen Reha Maßnahme vorstellen, was ist der Hintergrund einer solchen Reha und wer ist die Zielgruppe, wenn sowohl CI Träger als auch Hörgeräte Träger anwesend sind? Geht es um Akzeptanz, den Umgang mit einer Hörbeeinträchigung oder soll man sich dort eher mental oder körperlich bzw. von einem Hörsturz erholen? Gefühlt wüsste ich aus dem Stehgreif nicht, welchen Mehrwert mir eine Reha bieten kann in dieser Hinsicht - außer dem Punkt der Information. Hatte noch nie eine Reha, da entschuldige meine Frage.

    Viele Grüße

    Joko

    Hallo zusammen,

    ich verfolge dieses Forum bereits eine Weile und möchte mich hiermit nun gerne auch einmal kurz vorstellen und zu Wort melden.

    Ich bin Ende 30 und habe seit ca. 9 Jahren mit meinem Gehör zu kämpfen, welches ohne einen erkennbaren Grund nach und nach an Leistung verliert. Seitdem ich das erste Mal vor 9 Jahren einen Akustiker aufgesucht habe, trage ich bis heute beidseitig Hörgeräte. Mit diesen komme ich noch soweit durchs Leben, wobei es definitiv auch einige Situationen gibt, in denen ich sehr wenig bis gar nichts verstehe. Dies sind quasi die Klassiker, welche vermutlich für die meisten Hörgeschädigten eine Herausforderung darstellen, also größere Gruppen, hallende Räume, sehr leise oder undeutlich sprechende Menschen - also jene die wirklich sehr leise sprechen, nicht die von denen man als Hörgeschädigter glaubt sie sprechen leise und undeutlich ;) oder allgemein Situationen, in denen man zu vielen akustischen Reizen gleichzeitig ausgesetzt ist. Fernsehen bzw. Filme schaue ich nur noch mit Untertitel, da das Verstehen ansonsten zu anstrengend wird (bei Dokumentationen und einer klaren Stimme würde es auch ohne Untertitel funktionieren...). Ihr kennt es vermutlich. Nachdem vor Kurzem ein weiterer Hörsturz hinzu kam und die rechte Seite selbst bei höchster Verstärkung kein gutes Sprachverstehen mehr hergibt, habe ich seit längerer Zeit nun auch mental mit meiner schwindenden Gesundheit zu kämpfen, Stichwort Depression. Ich begann diesbezüglich mit einer Gesprächstherapie, um das Ganze psychisch besser zu verarbeiten. Meine Sorge und Ängste richten sich auf die Zukunft. Im Hinblick auf den Verfall meines Gehörs in den letzten 9 Jahren, werde ich vermutlich damit kalkulieren müssen, dass es in gar nicht all zu weiter Zukunft immer leiser um mich herum wird. Dies nicht beeinflussen zu können, dem quasi ausgeliefert zu sein und abwarten zu müssen, belastet mich schon sehr. Immerhin bin ich inzwischen so weit, dass ich ein CI nicht als Endstation oder "Katastrophe" ansehe, sondern als Lösung (auch wenn ich mir wünschen würde, dass die Medizin mit Hilfe KI einen bahnbrechenden Durchbruch im Bereich der Wiederherstellung von Haar-/Sinneszellen erzielt, bevor meine Ohren sich gänzlich verabschieden). So rückte das Thema CI also zunehmend in meinen Fokus und ich begann in diesem Forum zu stöbern und mich allgemein zu informieren und zu belesen (zb. das Buch "Ich höre dich" von Dr. Veronika Wolter, welches ich vor allem Personen empfehlen möchte, welche sich in einer ähnlichen Phase befinden wie ich es tue).

    Ich frage mich und somit möchte ich mich gerne auch bei Euch erkundigen, wann ist der "richtige" Moment für eine CI Versorgung, wann ist der Moment gekommen, wo man sagen sollte "Ich mache es"?

    Ich habe häufig gelesen, dass viele es bereuen, die OP und CI Versorgung nicht bereits früher in Angriff genommen und daher wertvolle Lebensqualität / Zeit verschenkt haben. Gefühlt komme ich (noch) gut genug durchs Leben, bis auf die obengannten Situation, weswegen ich sehr unsicher bin, was die "richtige" Entscheidung ist.

    Danke Euch für Euren Input und herzliche Grüße

    Joko