Posts by Sanne2

    Danke Sheltie,

    ich habe nach den passenden Worten gesucht. Du hast sie gefunden.

    NeffieNoellie, du tust mir zwar sehr leid, aber ich befürchte mit deiner Einstellung wirst du dich mit dem Tinnitus weiter rum quälen müssen. Ich kann dir nur raten mal eine Psychotherapie zu versuchen, vielleicht kommst du dann aus deiner Opferrolle raus. Mehr mag ich dazu nicht sagen.

    Ich wünsche dir alles Gute und schaue mal wieder rein, wenn du bereit bist, Hilfe und Ratschläge anzunehmen.

    Nur mal so am Rande: Auch gut hörende Menschen nutzen unbewusst das Mundbild und keiner versteht jeden zu 100 %.

    Um im Alltag mein CI Ohr zu trainieren, muss ich allerdings auch ganz gezielt woanders hinschauen, da ich mein Leben lang vieles vom Mundbild abgesehen habe. Wenn die Masken nicht 10 dB dämpfen würden, wären sie perfekt fürs Hörtraining. Wenn ich aber einfach nur leben möchte und nicht hochkonzentriert aufs Verstehen ausgerichtet sein will, dann nehme ich nach wie vor das Mundbild gerne mit und Gebärdensprache ist und bleibt meine favorisierte Sprache, ich bin nur leider damit nicht aufgewachsen und wünsche mir da mehr Kontakte zum üben und reden.

    Hallo TommyG,

    du hast ja schon einige Antworten bekommen. Da du möglichst viele Erfahrungen haben möchtest, schreibe ich hier auch mal meinen Einruck und Einschätzung: Ich bin beidohrig von Geburt an progrient schwerhörig. War bis letztes Jahr mit Ultra Power Hörgeräten versorgt, hatte aber auf dem linken Ohr selbst mit HG kein Sprachverständnis mehr sondern ahnte eigentlich nur, das da jemand spricht oder irgend etwas kommt. Rechts sieht meine Hörkurve vom Linienverlauf wie deine aus, geht aber erst bei 85 dB los, mit Hörgerät komme ich bei guter, ruhiger Situation und Mundbild auf ca. 80 % Sprachverstehen. Ich hatte schon Jahre vorher CI-Empfehlung für beide Ohren, hatte mich aus Angst vor OP und zu hohen Erwartungen, die dann enttäuscht werden, geweigert. Nun, seit November letzten Jahres habe ich also links ein CI, das dazu kompatible Hörgerät rechts kommt dann noch. Seit vier Jahren nutze ich beruflich wie auch privat intensiv eine Roger Anlage mit zwei TableMic's und einem Roger Select. Vor CI nur mit dem rechten HG, jetzt mit beiden Hörsystemen. Die von dir beschriebenen Situationen kann ich nur mit dem Roger Select oder mit allen drei Mikrofonen halbwegs überstehen, wobei ich im Restaurant lieber mein Restaurantprogramm vom HG einschalte und das CI im Automatikprogramm unterstützt. In den anderen Situationen schalte ich die Mikrofone der Hörsysteme ganz ab und streame nur die FM-Anlage auf die Hörsysteme. In meinem Fall ist das Sprachverstehen des CI gewöhnungsbedürftig, aber nach ein paar Minuten rein hören besser als mit HG. Beide Systeme zusammen bringen im Alltag und Beruf (Schule, Kindergarten, aber nicht im Raum sondern draußen) ein Zugewinn und Erleichterung im Hörverstehen, jedes für sich allein ist einfach nur anstrengend. Ich bin zufrieden damit, dass ich die Vorteile von beiden Geräten nutzen kann und zuversichtlich, das es noch besser wird. Gleichzeitig ist mir aber immer wieder bewusst: Ich bin und bleibe hörgeschädigt und ohne entsprechende Zusatztechnik und Hörtaktik werde ich im Beruf nicht bestehen können. Hörtaktik heißt: Meine Gesprächspartner werden sich immer auf mich einstellen müssen, ich werde auch mit CI niemals gut hörend werden.

    Vor Jahren waren meine drei Kinder auch noch sehr klein und laut. Ich hatte auf den HG's ein Extra Kinderprogramm, die hohen Töne wurden weg geregelt und die Frequenzen der Erwachsenensprache verstärkt. Wenn meine Kids mit mir reden wollten, haben sie sehr schnell gelernt, dass sie langsam, klar und deutlich, mit Zeichensprache und nicht so konfus reden dürfen, sonst versteht ihre Mama sie nicht. Sie sind im Kindergarten und Schule wegen ihrer guten Aussprache aufgefallen. Deine zwei Jungs sind noch sehr jung, ich denke auch gut hörende Menschen haben Probleme sie wirklich zu verstehen. Inzwischen habe ich schüchterne Pupertiere, höchst komplexe Mitteilungen im Flüsterton oder wütend mit zuknallenden Türen als Beigabe sind da ganz andere Herausforderungen, das geht scheinbar nur noch mit Ohm, Zeit, Gelassenheit und FM-Anlage.

    Letztendlich glaube ich, wenn ich nicht so lange gewartet hätte, dann würde mir das neue Hören nicht so schwer fallen und vor allen Dingen, hätte ich es beruflich leichter gehabt. Im Vergleich zum HG finde ich die Sprachverständlichkeit mit CI jetzt schon besser, obwohl ich noch nicht die optimale Einstellung gefunden habe. Und bei mir ist es eben auch so, dass das HG die hohen Töne runter moduliert, damit ich sie hören kann, während ich mit CI die hohen Töne tatsächlich höre.

    Ich wünsche dir eine gute Entscheidungsfindung und das mit der CI-Selbsthilfegruppe ist ne gute Sache, meine Meinung.

    Liebe Grüße

    welche zuverlässige technische Möglichkeiten gibt es denn, den Alarm der haushaltsüblichen Rauchmelder optisch anzuzeigen? Und ist diese Möglichkeit geeignet, Schlappohren zuverlässig aus den Tiefschlaf zu reißen?

    Moin Andrea,

    da ich für mich meine bereits genannte Lösung gefunden habe, bin ich in dem Thema nicht mehr up to date. Ich weiß, das die meisten Smartphones Geräuscherkennung anbieten, also Von dem IPhone weiß ich das bestimmt. Wie zuverlässig das ist, müsste man mal ausprobieren. Von Bellman gibt es eine Tischblitzlampe, die man wohl auf akustische Besonderheiten wie Rauchmelder oder Klingel programmieren kann, ist als Hilfsmittel eingetragen und demnach über Verordnung zu bekommen.

    Aber ja, wegen Rauchmelder sind wir im falschen Thread. Zu Vibrationsarmbanduhren: Ich hatte eine Zeit lang eine billige einfache Sportarmbanduhr mit Vibrationsalarm, war zuverlässig und wirksam, wobei ich seit der Kinder eh selten im Tiefschlaf bin, mich bekommt auch eine Mücke wach, die ich zwar nicht höre, aber irgendwie fühle. Vor den Kindern und ganz allein wohnend hatte ich eine Zeitschaltuhr und eine Steckerleiste, darin Radio auf volle Lautstärke, Kaffeemaschine (Abends vorbereitet) und Nachtischlampe (mein Kopf als Zielscheibe). Das funktionierte besser als das Vibrationskissen, welche regelmäßig an Morgen auf dem Boden Salto Mortale Einlagen hinlegte. Dieses System musste ich wegen Partner aufgeben und auch Blitzlampen kamen wegen ihm nicht in Frage, da er dann jedes Mal einen Nervenzusammenbruch bekam und sowieso nicht so früh wie ich aufstehen musste. Also hatten wir uns darauf geeinigt, das er mich bei akustischen Signalen warnt und ich dafür eine Vibrationsarmbanduhr zum Wecken nutze.

    Inzwischen bin ich wieder alleine und ich habe meinen Hörhund und das IPhone. Blitzlicht und vibrieren, kalte Schnauze bzw. Waschlappen im Gesicht oder auch das tiefe Bellen alarmieren mich wann immer ich es wünsche oder auch nicht. Ansonsten bin ich neugierig auf welche Lösungen andere hörgeschädigte Menschen kommen.

    Liebe Grüße

    Sanne

    Moin Andrea,

    mein Hund ist immer an meiner Seite, er wird der erste sein, der vor Angst zu mir kommt und mich weckt, so wie er es jeden Morgen um fünf vor dem Wecker macht. Außerdem gibt es noch andere technische Möglichkeiten, die zuverlässig optisch anzeigen, wenn der haushaltsübliche Rauchmelder Alarm schlägt, man muss manchmal nur um die Ecke denken. Jeder sollte die für ihn passende Lösung finden dürfen ohne hier schief angemacht zu werden. Dazu ist ein offener und freundlicher Austausch sehr hilfreich.

    Liebe Grüße

    Moin,

    die Frage vom Christian war ja, ob beim Streamen die Klangqualität beim Apple besser ist als beim Android.

    Ich finde diese Frage schwierig zu beantworten, weil erstens hören wir mit CI alle sehr unterschiedlich, was die einen als guten Sound empfinden, werfen die anderen als Schrott in den Müll und wollen ne andere Einstellung. Außerdem verwenden wohl nur wenige zwei Smartphone gleichzeitig, um den direkten Vergleich zu haben bzw. bleiben die meisten ihrem gewohnten Hersteller treu.

    Ich bin vor drei Jahren von Android auf Apple umgestiegen, weil ich ein ReSound HG Made for Apple bekommen hatte. Unter Einstellungen/Bedienungshilfen wurden meine Hörsystemen sofort gekoppelt ohne wenn und aber. Ich bräuchte keine Extraapp und es fühlt sich an, als ob die zwei tatsächlich eine Einheit bilden. Wobei ich sagen muss, das die Verbindung AB zu Apple stabiler ist. Zur Klangqualität kann ich nichts sagen, hatte noch nie zum Android gestreamt.

    Ich bin gespannt Antrag läuft schon drei Wochen bei der Krankenkasse. Ich hoffe es wird bewilligt, wenn nicht, gibt es schon einen Plan B den ich mit AB abgesprochen habe.

    Plan B klingt interessant, kannst du mir Details verraten? Und was habt ihr bei der KK als Begründung angegeben? Ich höre so gern den Regen auf meiner Jacke tröpfeln?

    Wie seit ihr denn ans AquaCase ran gekommen. Bei mir war es im StarterKit nicht enthalten. Muss aber bei Wind und Wetter, also auch wenn es Hunde und Katzen regnet, draußen arbeiten, da scheint mir das dann doch sinnvoll zu sein, da Kapuzen mich bei der Arbeit behindern.

    Mir wurde in der MHH Medel u cochlear vorgestellt .

    Warum AB und nicht Medel ,cochlear ?

    Wenn keine medizinische Begründung von der Klinik vorliegt bin ich mit den Empfehlungen und Vorstellungen der Klinik sehr mißtrauisch, weil ja auch immer wirtschaftliche Interesse dahinter stecken. Meine Chirurgin hatte mir letztes Jahr im Oktober aber auch gesagt, das AB Marvel zur Zeit einige Ausfälle hatte und die deshalb eine Zeit lang nicht angeboten haben, nun aber wieder im Programm, aber eben im Moment zu wenig Erfahrungswerte.

    Da ich grundsätzlich sehr risikofreudig bin, hatte ich mich aus bereits genannten Gründen trotzdem für AB entschieden. Ich vertraue darauf, das ich ein Glückskind bin und wie mir scheint habe ich ein voll funktionsfähiges Implantat erwischt. Bei den anderen Herstellern läuft auch immer mal was schief, von daher ist es eh Glücksache.

    Ich habe seit November 2021 AB auf der linken Seite. Zuerst wollte ich Cochlear, da ich rechts ein ReSound HG trage und die beiden kompatibel sind. Nach einem ausführlichen Gespräch mit meinem Akustiker hatte ich mich aber dann doch für AB entschieden, da das entsprechende Phonak HG nicht nur kompatibel zu AB ist sondern auch noch dieselbe Plattform, nämlich Marvel, nutzt. Da ich gedenke noch so lang als möglich bimodal zu hören, erschien es mir als eine größere Chance beide Ohren anzugleichen und auf ein Niveau zu bringen, um tatsächlich in den Genuß von Stereohören zu kommen. Außerdem hat mich die unkomplizierte Konnektivität mit vielen Bluetoothaudioquellen ohne weitere Hilfsmittel überzeugt. Ich bin schon sehr lange auf direkte Übertragung angewiesen und dieses ständige rumstöpseln und Verbindung suchen und daran denken, das alles geladen und dabei und bevor Seminar beginnt alles einsatzbereit ist usw. hat mich in den letzten Jahren Übels angenervt und viel Kraft gekostet, mich in die unmöglichsten Situationen gebracht und mich isoliert. Seit dem ich mit dem ReSound nur noch beim Smartphone abheben muss oder einfach nur die Musik anstellen oder so, seitdem möchte ich das mit allen Audioquellen so haben. Die Verbindung allerdings vom IPhone zum ReSound steht auf sehr wackeligen Füßen, Musik hören während der Arbeit geht zum Beispiel nicht, weil andauernd die Verbindung aus welchen Gründen auch immer unterbrochen wird. Jetzt mit AB ist die Verbindung 100 % stabil, freue mich schon drauf, wenn ich mal soweit bin mit dem CI zu telefonieren, dann kann ich endlich weiter schaffen und trotzdem die zahlreichen Anfragen bearbeiten. Da brauche ich mir dann keine Sorgen mehr machen, das die Stimme mitten im Gespräch plötzlich weg ist. Ob es später tatsächlich mit dem Naida Link so gut klappt wie erhofft, wird sich wohl in ein paar Monaten finden, wenn das CI zur Selbstverständlichkeit geworden ist.

    Moin Silke,

    weiter oben habe ich gelesen, dass du eine Akustiker Meisterin gefunden hattest, die CI Einstellungen machen kann. Ich denke, du solltest tatsächlich Kontakt zu ihr aufnehmen.

    Neben meiner Nachsorge und der ambulanten Reha bin ich ebenfalls bei einem Akustiker, der Premiumpartner von AB ist, er ist auch Servicepartner meiner operierenden Klinik. Da er seine Kunden nicht einfach so automatisch zugeteilt bekommt sondern um sie werben muss, ist er stets um seine Kundschaft bemüht, bildet sich immer weiter fort und hält engen Kontakt zu den CI-Herstellern. Also er greift immer wieder noch während der Sitzung zum Telefon, wenn ein Problem auftaucht, welches er nicht lösen kann und sucht dann mit den Technikern der Hersteller nach Lösungen. Bei der operierenden Klinik habe ich immer den Eindruck: Sie müssen halt und wir machen das mal so wie wir das schon immer getan haben. Bei der ambulanten Reha war ich noch nicht beim Techniker, ist im nächsten Monat der erste Termin, bin gespannt wie die so drauf sind. Was ich einfach nur dir schreiben will ist, dass du neben der Nachsorge also durchaus die Möglichkeit hast dich noch an andere Experten zu wenden. Die Nachsorge selbst wird die Klinik wohl nicht aus der Hand geben, aber wenn die Akustikerin Servicepartner deines CI Herstellers ist, kann das parallel laufen, muss vorher nur mit allen genau abgesprochen werden. Meine Freundin ist auch diesen Weg gegangen und hat ne Top Einstellung bekommen.

    Vom Gefühl und meinem erleben her, muss ich fest stellen, das eine tägliche Einstellung eher kontraproduktiv ist, weil mein Ohr tatsächlich Zeit braucht, um sich rein zu hören.

    Und noch eine Idee: Wenn du an einem lauten Arbeitsplatz bist, vielleicht hilft es da ein Extraprogramm nur für diesen Arbeitsplatz zu kreieren? Hatte ich damals mit meinen HG so. Ich musste meinem Arbeitgeber beweisen, dass ich leise Drohrufe der Zootiere höre, was dann aber im Alltag mit den Kindern zu Hause zu laut gewesen wäre, also hatte ich ein Arbeits- und ein Kinderprogramm auf meinem HG, das kann man mit CI sicherlich auch machen.

    Moin,

    hierzu mal meine Erfahrung: Seit November 21 habe ich nun links CI von AB und rechts noch mein altes ReSound HG, also nicht kompatibel die beiden. Fahre damit aber gut was das Hörtraining anbelangt (streame sehr viel vom Smartphone). Ich muss mich hier immer bewusst entscheiden, ob ich CI trainieren will oder mal wieder vergleichen möchte wie sich das für mich gewohnt anhört oder auch zum abschätzen in wie weit ich schon ein Zugewinn im Verstehen habe, was der Unterschied zwischen akustisch und elektronisch hören ist.

    Was ich auch sehr gerne mache, so wie meine normal hörenden Kids auch, CI hört Hörbuch und HG bleibt störungsfrei mit der Umgebung verbunden ( die Kids stecken sich hierfür nur ein InEar ein). So trainiere ich meinen Kopf im Störgeräusch immer noch Sprache zu verstehen, das ist nämlich Sache des Hörzentrums, das zu Filtern, was wichtig ist.

    Die Technik macht zwar manchmal was sie will und ist da etwas verwirrt, mal streamt es die Sprachnachricht auf CI, mal nimmt weder das eine noch das andere Gerät die Navianweisung an, mal klingelt es in beiden Ohren, mal höre ich das Nachrichten ankommen mal nicht. Das liegt daran, das ich auf dem Smartphone unterschiedlichste Einstellungen vornehmen kann. Das ReSound ist grundsätzlich als Sannes Hörsystem verbunden, das CI läuft unter Bluetooth ( und hier zwei Verbindungen einmal mit der App und einmal automatisch mit allen Medien-Audio).

    Kurz gesagt, ich empfinde es als eine gute Strategie, dem CI noch gut ein halbes Jahr Zeit zu geben sich allein in die Welt hinein zu hören und dem gewohnten HG Ohr noch die Hauptarbeit zu überlassen. Jetzt erst fange ich Schritt für Schritt an das HG immer wieder abzuschalten und dem CI die Führung zu übergeben, das ist mit nicht kompatiblen Geräten einfacher.

    Für mich kommt nur noch eine Partnerin in Frage, die selbst wie ich eingeschränkt ist. Und das obwohl ich bis vor kurzem ausschließlich unter Normalhörenden unterwegs war und trotz hochgradiger Schwerhörigkeit auf eine Regelschule ging.

    Ich denke, das wird tatsächlich der bessere Weg sein.

    Wenn die Zeit reif ist, werde ich mir Gedanken darüber machen. Im Moment bin ich mit Spitzohren und Schlappohren befreundet und beide sind mir gleich lieb. Wir haben alle unsere Macken und verstehen und akzeptieren die der anderen. In einer Beziehung ist das noch einmal was anderes. Seitdem ich allein lebe, fühle ich mich freier und nicht mehr so bevormundet. Ich kann mich nicht mehr hinter meiner Hörschädigung verstecken sondern muss trotzdem alles geregelt bekommen und ich schaffe das auch. Von daher kann ich der Trennung auch viel positives abgewinnen. Ich bin daran gewachsen und unabhängig geworden.

    Lieber Schattentänzer,

    das hat mich sehr berührt. Ich wünsche euch beiden viel Glück und wunderschöne gehörlose Momente.


    Ich habe erstmal überlegt, ob ich deine Frage beantworten mag. Warum nicht?
    Ich bin noch immer mit einem guthörenden Mann verheiratet, wir haben drei Kinder und leben nun aber seit über fünf Jahren getrennt. Er hat sich in eine guthörende Frau verliebt, wollte mit ihr zusammen leben, weil man mit ihr besser lachen kann zum Beispiel. Dabei bin ich keineswegs humorfrei sondern habe eben eine andere Art aufgrund meines Hörvermögen. Was soll’s, mit der anderen ist er auch nicht glücklich geworden, jetzt leben wir beide eben allein. Und das ist wohl auch erstmal gut so, habe genug mit den drei Kindern am Hut, die diese Trennung noch nicht wirklich verdaut haben.


    Herzliche Grüße an euch zwei

    Moin,

    nun ist schon wieder ziemlich viel Zeit vergangen. Inzwischen war ich des öfteren bei meinem CI-Akustiker mit erstmal einer Einstellung und einem anderen Problem (Roger Freischaltung, ist ne Geschichte für sich). Die Einstellung war fast schon Punktlandung. Das Hören allein mit CI ist zwar immer noch dumpf und künstlich/blechern aber es ist wesentlich angenehmer, ich kann besser die Sprache diskriminieren und das CI unterstützt mein HG nun, Masken sind für mich inzwischen kein Hindernis mehr, zumindest bei denjenigen, die eine klare und deutliche Aussprache haben.

    Kurz darauf war ich bei der ersten Nachsorge mit umfangreichen Hörtest. Einstellen mussten sie nicht viel, hat der Akustiker wirklich gut hinbekommen. Testergebnis: 100% Zahlen CI, 70% HG, Einsilber CI 55% HG dagegen 25%, Olsa nur CI 91%. Das ist eindeutig ein Zugewinn und das macht sich inzwischen in meinem Leben auch bemerkbar, ich bin mutiger geworden und häufiger nur mit CI unterwegs, höre Hörbücher, Podcast, Nachrichten aufs CI gestreamt und entdecke weiterhin meine bekannten Musikstücke, die mir aber noch keinen richtigen Genuß bringen.


    Ambulante Reha und Logopädie ( hier vor Ort) haben nun auch begonnen und teilweise macht es richtig Spaß zu hören und zu verstehen. Sogar den Fernseher on Air und in Englisch habe ich teilweise schon verstanden. Nur schnell gesprochene Sprache ist fast ein Ding der Unmöglichkeit, meine Mädels beim Erzählen und rumalbern 🤪. Also ich denke, ich bin auf dem richtigen Weg.


    Das war jetzt mal kurz der Zwischenstand auf meiner Hörreise. Ich bin gespannt wie es weiter geht.

    Moin SaSel,

    es gibt die Möglichkeit, eine Arbeitsassistenz beim IfD zu beantragen. Wenn du deinen Job noch zu über fünfzig Prozent selbst erledigen kannst, aber aufgrund einer Einschränkung eben nicht mehr zu 100 %, wie zum Beispiel Protokoll führen, dann wird aufgrund eines Fragebogens errechnet zu wieviel Prozent du Unterstützung brauchst und dafür jemand dir zur Seite gestellt werden muss (kann auch Kollege sein). Dessen Gehaltanteil für die Zeit, wo dieser Assistenz dir hilft, wird vom IfD finanziert.

    So ist es bei mir. Nicht aufgrund meines Hörvermögen sondern weil ich die in meinem Beruf übliche körperliche Leistung nicht mehr schaffe. Das übernimmt mein Kollege, dessen Arbeitsstunden dafür aufgestockt wurde (von Teilzeit auf Vollzeit), für alle eine WinWin-Situation.

    Moin SaSel,


    das ist eine wirklich sehr spezielle Frage und die Antwort ist nicht so einfach, denn es kommt auch darauf an in welchem Bundesland das Kond lebt.

    Ich kann nur empfehlen sich an eine Sonderpädagogischen Beratungsstelle des jeweiligen Bundeslandes zu wenden oder sich auf der Seite http://www.fr%c3%bchf%c3%b6rderstellen.de umzuschauen. Es gibt unterschiedliche Wege, die zum Ziel führen.

    Alles Gute für den Jungen und liebe Grüße

    Sanne