Posts by Franzi.85

    AnniB


    Hallo Anni,


    das ist ja cool:). Irgendwie findet man hier ja keine Erfahrungsberichte über die Uniklinik Essen und mein HNO-Arzt hat mich total verunsichert, weil er sauer war, dass ich Essen gewählt habe und nicht Bochum.


    Ja, beim Termin sagte mir die Krankenschwester, dass sie bald umziehen und es deswegen etwas chaotischer dort wäre. Bei Bagus habe ich ende Januar einen Termin.


    Liebe Grüße


    Franzi

    So, nun einmal zur Untersuchung in der Uniklinik Essen.


    Ich bin, trotzdem es an diesem Tag sehr voll war, sehr schnell drangekommen. Zuerst hatte ich mit einer Ärztin ein Gespräch. Sie stellte Fragen zur Hörbiograpie usw. Dann schaute sie nochmal in meine Ohren.


    Danach ging es zu einem Hörtest. Dieser wurde wirklich sehr gewissenhaft und mit Geduld durchgeführt. Danach musste ich noch etwa fünf Minuten warten, bis ich wieder zur Ärztin dran kam. Sie sagte mir dann, dass eine VBS bei mir nicht mehr ausreiche und sie bei mir eine kleinere Elektrode nehmen würden, die nicht ganz in die Schnecke reingeht, da ich die tiefen Töne ja noch sehr gut höre. Was mich etwas irritierte hat war, dass es wohl auf eine EAS hinauslaufen soll. Aber dann bräuchte ich ja wieder etwas in den Gehörgang. Die Ärztin verneinte das jedoch. EAS würde auch ohne Otoplastik oder dergleichen gehen. Ist das wirklich so?


    Dann kam eine Krankenschwester hinzu, die mir den weiteren Ablauf erklärte. Ich muss jetzt noch ein MRT vom Schädel organisieren. Die Klinik schickt mir noch einen weiteren Termin zu, für eine weitere Untersuchung und das Abschlussgespräch.


    Ich bekam sehr viele Infobroschüren von den verschiedenen CI-Herstellern mit.


    Die Uniklinik organisierte mir diese Woche auch schon drei Termine im CI-Centrum.


    Insgesamt habe ich einen positiven Eindruck von der Klinik.

    Hallo ihr lieben,


    ich melde mich mal wieder:). In letzter Zeit bin ich sowohl beruflich als auch privat ziemlich eingespannt und habe daher nicht die Zeit oder den Antrieb gehabt, hier zu schreiben. Jetzt ist auch schon etwas mehr passiert in Richtung CI. Ich war letzte Woche in der Uniklinik Essen. Davon berichte ich gleich noch.


    Aber erst einmal vielen Dank an euch, für eure Willkommensgrüße und Fragen. Ich habe mich sehr gefreut.


    Liebe Sheltie ,


    mit diesen Fragen habe ich mich in letzter Zeit ganz intensiv auseinander gesetzt. Vieles war mir vorher gar nicht so bewusst, weil ich sehr gut im Verdrängen bin.


    Hörst Du noch gut genug, so daß es für Dich befriedigend ist?


    Na ja, wenn ich mit meiner Familie zusammen bin, habe ich schon das Gefühl, dass ich noch genug höre. Sie können aber auch ganz anders Rücksicht auf mich nehmen und ich habe auch nicht so den Druck, alles verstehen zu müssen.


    Allerdings gibt es auch immer wieder Situationen wo ich was komplett anderes verstehe, was dann zu Missverständnissen führt. Im Umgang mit meiner Schwiegermutter ist das nicht immer leicht, weil sie meine Hörprobleme nicht wirklich begreifen kann und denkt, dass ich ihr einfach nicht zugehört habe. Das kommuniziert sie auch tatsächlich so: „Du hörst mir einfach nicht zu.“


    Im beruflichen Umfeld haben sich schon oft Mitarbeiter beschwert, dass es mit mir anstrengend sei. Zudem verstehe ich in Gruppengesprächen kaum was. Ich stehe dann meist nur still da, was mich ziemlich belastet. Ich kann auch selten spontane Ausrufe von anderen sofort verstehen, zum Beispiel, „huch, musst du mich so erschrecken.“ Oder wenn jemand etwas sagt, mit einem Lachen in der Stimme.


    Fühlst Du Dich schon lange vor dem Abend "abgenutzt", müde, angeschlagen?


    Definitiv. Ich habe das aber bisher nie im Zusammenhang mit meiner Schwerhörigkeit gebracht, sondern mit den allgemeinen Stress auf Arbeit und privat, also durch den Alltagsstress. Ich habe ja auch noch ein ganz besonderes Kind und muss Beruf und Pflege unter einem Hut bringen.


    Ziehst Du Dich freiwillig sehr aus der Gesellschaft zurück?


    Oh, keine Ahnung, Ich glaube ich bin auch unabhängig von meiner Schwerhörigkeit eher ein introvertierter Mensch. Grundsätzlich bin ich aber gerne unter Menschen. Jedoch bin ich letztens einer beruflichen Veranstaltung fern geblieben, weil ich Angst hatte, mich zu blamieren, weil ich nichts verstehen könnte. Meine Gehörgänge waren entzündet und stark angeschwollen, sodass ich keine Hörgeräte tragen konnte.


    Hast Du (noch) viele Freunde, mit denen Du immer zusammen bist?


    Nein. Ich habe nur wenige Freunde, mit denen ich über WhatsApp kommuniziere. Der Kontakt zu neuen Bekanntschaften, die fast ausschließlich Sprachnachrichten senden, bricht leider schnell ab, weil ich es anstrengend finde, sie zu verstehen. Oft muss ich meinen Mann zur Hilfe holen.


    Kannst Du ohne Hilfsmittel, wie Hörgeräte was hören?

    Und wenn ja, ausreichend gut? Oder bekommst Du sogar schon mit Geräten nicht mehr so viel im Alltag mit?


    Ja, ich höre was und ich finde, dass es sehr viel ist. Nur habe ich in vielen Situationen Schwierigkeiten mit dem Verstehen. Ich muss mich sehr stark konzentrieren und fühle mich immer gestresst, wenn mein Chef oder meine Kollegen mit mir sprechen. Das ist jedoch auch so, wenn ich meine Hörgeräte trage. Manchmal ist es mit Hörgeräten noch anstrengender.


    Ich kann Fernsehen meistens nur mit Untertitel schauen, Ausnahme sind Nachrichten. Selbst mit Hörgeräten verstehe ich Fernsehen nur minimal besser.


    Es kamen auch immer wieder Situationen vor, wo ich dachte, ich habe viel mitbekommen aber in Anschluss stellte sich heraus, dass mir viele Informationen entgangen sind.


    Fühlst Du Dich eher ausgeschlossen?


    Da muss ich sofort mit Ja antworten. Wobei es auch immer vom Umfeld abhängt. Beruflich fühle ich mich mehr ausgeschlossen, als privat.


    Ich möchte unbedingt etwas an der Situation ändern, weil ich wegen der Probleme schon Selbstmordgedanken hatte.


    Ich habe zur Zeit die Hörgeräte Phonak Sky V50-P. Das sollen ja schon Power-Hörgeräte sein. Die Naidas sollen zu stark für mich sein, sagte mein Hörgeräateakustiker. Das größte Problem ist bei mir jedoch, dass ich die Hörgeräte oft nicht tragen kann, da ich Gehörgangsentzündungen habe. Oft habe ich dann ein Salbenbändchen in einem Ohr, wodurch ich dann noch schlechter höre.


    Kennt das eigentlich noch jemand, dass manche Menschen die Hörprobleme so runterspielen wenn man versucht zu erklären, wie es einem damit geht? Wenn ich versuche zu erklären, was bei mir so ankommt bzw. hörmäßig angekommen ist, sagen manche, „Ach, so ist das ist bei mir auch oft.“ oder „So geht es doch vielen.“ oder „Ich höre manche Kunden am Telefon auch so schlecht, das liegt an der Telefonleitung.“

    Hallo ihr Lieben,


    ich lese schon seit Tagen ganz interessiert eure Beiträge und bin sehr froh, dass ich auf dieses Forum gestoßen bin.


    Nun möchte ich mich kurz vorstellen und kurz schildern, warum ich mich hier angemeldet habe.


    Mein Name ist Franzi und ich bin 35 Jahre alt. Ich bin seit Geburt an schwerhörig. Ab meinem zweiten Lebensjahr bekam ich Hörgeräte.


    Seit 2004 habe ich regelmäßig Gehörgangsentzündungen, die immer häufiger auftreten. Zeitweise kann ich meine Hörgeräte gar nicht tragen. Das ist besonders schlimm auf der Arbeit, denn ich habe mit Publikumsverkehr zu tun. Zuletzt trug ich die Hörgeräte vor drei Monaten, da die Gehörgangsenzündung zur Zeit sehr hartnäckig ist. Der Arzt sagte, dass das Ekzem nicht mehr wegginge.


    Aus diesem Grund habe ich mich über Implantate informiert. Der HNO-Arzt empfahl mir, mich in einer HNO-Klinik vorzustellen. Außerdem meinte er, dass eine Soundbridge bei meiner Hörkuve wohl nicht mehr in Frage käme.


    Letzte Woche war ich in einem Medel Service Care Center und habe mich beraten lassen. Der Berater meinte, dass eine Soundbridge bei mir an der höchsten Belastungsgrenze wäre, bzw. grenzwertig. Ein EAS wäre geeigneter, jedoch hätte ich ja dann wieder eine Otoplastik im Ohr. Deswegen empfahl er ein CI, auch im Hinblick darauf, dass sich meine Hörkurve ja noch verschlechtern könnte.


    Das hat mich ziemlich geschockt. Bin ich wirklich schon CI Kandidatin?


    Meine Werte sind:


    10 dB bis 0,5 kHz

    Dann fällt die Kurve ab. Ab 1,0 kHz fällt es bis auf 65 dB ab.

    Bei 6 kHz geht es noch weiter runter auf 90 dB

    Bei 8 kHz liege ich bei ca. 85 dB.


    Hoffe das kann man so verstehen. Ich kenne mich nicht so gut aus mit Hörkuven. Beide Seiten sind so ziemlich identisch.


    Diagnose vom HNO-Arzt lautet: Schallempfindungsschwerhörigkeit beidseitig Massiver Abfall ab 1000 HZ.


    Die Hörkurve ist schon etwas älter.


    Ich muss dazu noch sagen, dass ich mit den Hörgeräten nicht so glücklich bin. Zwar helfen sie mir schon etwas, jedoch habe ich beruflich immer noch Probleme.