Posts by Andrea2002

    Nikita, wenn durch glückliche Umstände der Hörrest erhalten geblieben ist, ohne dass EAS die Absicht war lohnt es sich meiner Meinung nach durchaus, abzuklären, ob man zumindest übergangsweise das EAS nutzt. Bei AB müsste nur der Ohrhaken getauscht und eine Otoplastik angefertigt werden.

    AB und ich glaube auch die anderen CI Firmen haben Ingenieure, die die Klinikaudiologen in Problemfällen dazu holen können. Aber die Blöße wollen sich die Klinikmitarbeiter wohl nicht geben, zum Schaden der Patienten. Dass diese Möglichkeit besteht, hatte mir ein AB-Mitarbeiter auf einer Veranstaltung gesagt, sonst hätte ich mich vielleicht auch lange gequält.

    Hallo Mango, ich habe mir noch mal durchgelesen, was Du geschrieben hast.


    Bei Deiner Hörbiographie ( progrediente Schwerhörigkeit und bis zur OP Hörreste) hätte ich erwartet, dass Du mehr profitierst, auch nach relativ kurzer Tragezeit.


    Ich möchte Dich ermuntern, Dir eine Zweitmeinung einzuholen oder aber von Deiner jetzigen Audiologin zu verlangen, dass Sie zum nächsten Termin einen Techniker von AB dazu holt. Diesen Service bietet AB an.


    Ich war z.B. bei einem Ingenieur der MHH, der als gut galt. Ich hatte mit dem damals üblichen Prozessor nach mehr als 10 Jahren CI das Problem, dass bei bestimmten Geräuschen, z.B. das Knistern von Tüten, Stiche im Ohr hatte und manchmal das Auge zuckte. Dem Techniker fiel nichts ein als eine Elektrode nach der anderen zu deaktivieren. Nachdem die vierte Elektrode deaktiviert war, kam der Umstieg auf den Naida Prozessor. Das Stechen wurde zwar weniger, aber dafür hatte ich einen ständigen Doppelton. Der Ingenieure meinte daraufhin, auf alte Implantate passen keine neuen Prozessoren. Ich habe ein CII, dessen Design nicht viel anders als das der heutigen Implantate ist! Da hatte ich die Faxen dicke und habe verlangt, dass beim nächsten Termin jemand von AB dabei ist. Die Dame von AB hat in relativ kurzer Zeit beide Probleme identifiziert und gelöst.


    Der Doppelton kam daher, dass die automatische Pulsweite zu große Pulse erzeugt und zu viele Nervenfasern gereizt wurden. Die meisten hören den Unterschied nicht, manche aber schon. Mit kleineren und v.a. festen Pulsweite (auf Kosten der Akkulaufzeit) war der Doppelton weg. Außerdem hatte sie gesehen, dass seit Jahren niemand den T-Level überprüft hat. Die waren über die Jahre v.a. im Hochtonbereich abgesunken. Nachdem das justiert war, waren auch die Stromschläge weg und alle abgeschalteten Elektroden konnten wieder aktiviert werden. Der Ingenieur wurde immer kleinlauter, von wegen auf alte Implantate passt kein neuer Sprachprozessor. Eine Überspielen der neuen T-Level auf den Vorgängerprozessor Harmony war auch kein Problem und ergab einen fast identischen Höreindruck zum Naida. Dieser Ingenieur ist nun auch nicht mehr mein Ingenieur.


    Ich will damit sagen, manchmal kommen auch Ingenieure mit gutem Ruf nicht darauf, wo der Knackpunkt ist und da tut eine Zweitmeinung ganz gut, um den Knoten durchzuhauen.

    Chris, Du hast mich verstanden.


    Ich will kein Zusatzbefestigungsgedöns und zusätzliche Magneten im Überträger kommen mir auch nicht in die Tüte. Ich sollte vielleicht erläutern, dass mein Implantat ebenfalls dicht am Ohr sitzt und Prozessor und Überträger sich teilweise überlappen. Der damalige Operateur war Dr. Stöver und ich nehme es ihm schon ein wenig übel, dass er ganz offensichtlich nicht die schon damals vorhandene OP-Schablone benutzt hat. Wegen der schlechten Platzierung konnte ich den allerersten HDO von AB auch nicht tragen.


    Im Liegen wird das Gewicht des SP dann so verlagert, dass mir langsam alles vom Kopf rutscht.

    Hallo,


    die Schallaufnahme könnte über ein Mikrofon hinterm Trommelfell laufen. Oder aber man dockt einen Schwingungssensor an Trommelfell oder einem der Gehörknöchelchen an. Es gab da vor ein paar Jahren ein vollimplantierbares Hörgerät bei dem der Schall durch Andocken am Steigbügel aufgenommen wurde. (Auch dieses vollimplantierbare Hg mit dem Namen Esteem hat sich nicht durchgesetzt.)


    Es gibt aber etliche CI Träger, die kein intaktes Mittelohr haben, an dem man etwas andocken könnte. Mikrofone altern, im Körper eingebettet wahrscheinlich noch schneller als an Frischluft.

    Hallo, da mir kurze Haare nicht stehen, sieht man mein CI unter meiner Wuschelmähne so und so nicht. Wenn ein vollimplantierbares CI ausgereift ist, würde ich es nehmen. Es ist doch toll endlich im Wasser nicht schlechter zu hören als sonst auch, oder aber im Bett liegen zu können, ohne dass das der SP vom Kopf fällt oder sonstwie drückt.


    Ich glaube was Akkus angeht, ist man einer Lösung näher als man so denkt. Es gibt mittlerweile langlebige Akkus, die 10 Jahre halten und ein vollimplantierbares CI bräuchte wesentlich weniger Strom als heutige SP.


    Voraussetzung wäre für mich aber, dass man es mit Fernbedienung ausschalten können muss. Ich glaube nicht, dass ich mich gewöhnen könnte, immer hören zu müssen. Ich bin seit Geburt an Taubheit grenzend schwerhörig und brauche Erholungspausen vom Hören

    Hallo ReCI, ich konnte vor dem CI mit Zusatztechnik noch mühsam mit einigen aus dem Familien- und Freundeskreis telefonieren, aber nicht mit Fremden. Ich habe aus der Zeit auch noch immer ein Unbehagen, wenn es klingelt und ich kenne die Nummer nicht. Aber ich überwinde mich und es klappt auch mit Fremden. Ich kann verstehen, wenn man sich ohne Telefon einrichtet

    Hallo danke für die Charts, leider sind die y-Achsen nicht bezeichnet. Aber es scheint mir, dass die absoluten gemeldeten Ausfälle dargestellt sind. Es gibt aber auch CSR Rates= Cumulative survival Rates, die bezeichnet, dass nach x Jahren noch y Prozent der Implantate funktionieren.


    Wobei es immer Datenlücken gibt, beispielsweise wenn ein CI Träger stirbt, funktioniert das CI auch nicht mehr, bleibt in der Statistik vermutlich aber noch "lebendig".

    Hallo mir sind Wechsler einfach in jede Richtung bekannt. Mir sind sogar Menschen bekannt, die links und rechts verschiedene Fabrikate tragen, weil z.B beim zweiten CI eine andere Firma genommenen haben. In einem Fall hat die Klinik es verbockt und beim zweiten CI ein falsches Fabrikat gesetzt, was erst bei der Erstanpassung rauskam. Dieser Patient war natürlich nicht zufrieden. Er konnte zwar mit beiden CIs recht gut hören, war aber sauer, dass er Cochlears Wirelesszubehör nur auf einer Seite nutzen konnte. Eine andere Bekannte hatte AB, die zweite Seite auch AB, dieses ist schon nach kurzer Zeit defekt gewesen, worauf hin sie auf der zweiten Seite Cochlear bekam. Mit dem kam sie aus nie vollständig geklärten Gründen auch nicht klar, so dass sie nach drei Jahren rumdoktorn nun wieder mit AB reimplantiert wurde.

    Hallo Norbert, leider hat MedEl aber die neue Hülle noch immer nicht. AB hat seid sieben oder acht Jahren den Compiloten. Seid fünf bis sechs Jahren gibt es für bimodal Versorgte das Naida Link HG. Dass man beim Telefonieren ohne weiteres Zusatzgeräte einfach den Hörer an ein Ohr hält und auf das HG oder CI des Gegenohr übertragen wird, gibt es m.W. bei keinem weiteren Hersteller. Gerade diese Konnektivität am Telefon möchte ich nicht missen.


    Cochlear erlaubt zumindest mit den Minimic auch das parallele Ansprechen eines Hörgerätes , wobei m.W. aber HG und CI nicht untereinander synchronisiert werden. Und was hat MedEl?

    Nach, das muss AnniB selbst entscheiden, ob sie AB noch einmal vertraut. Ich hätte Verständnis, wenn sie wechseln wollen würde. Mir sind verschiedene Leute bekannt, die gewechselt haben, teilweise nach vielen Jahren mit dem CI. Die meisten waren mit dem Ergebnis zufrieden.

    Ich glaube sehr wohl, dass es bessere und schlechtere CIs gibt!!!! Vor ein paar Jahren war beispielsweise jedem Insider bekannt, dass von den damaligen drei großen Herstellern ein Hersteller beim Verstehen von Sprache im Störgeräusch im Durchschnitt signifikant schlechter abgeschnitten hat als die anderen beiden. Auch zwischen den beiden besseren Hersteller gab es Unterschiede, diese waren aber statistisch nicht signifikant. Das Design der Implantate hat sich seitdem im Übrigen bei allen drei nicht wesentlich verändert, wenn man mal von dem Einbau MRT tauglicher Magnetlagerungen absieht. Damals gingen Graphiken mit gelben, roter und blauen Balken aber ohne Firmenbezeichnung rum, die Farben entsprechen aber den Logofarben der damaligen großen drei.


    Bei den Strategien und Prozessoren hat es inzwischen deutliche Änderungen gegeben, deshalb kann ich nicht genau sagen, wie Vergleichsmessungen heute ausfielen. Ich finde es im Übrigen ein Unding, dass solche vergleichende Untersuchungen nicht gelegentlich gemacht werden. Bzw. wenn sie doch gemacht werden, wird es nicht publiziert!


    Meiner Ansicht nach, ohne lobzuhuddeln wird AB demnächst das beste Produkt am Markt haben. Der Fehler in der Implantatfertigung ist hoffentlich(!!!!!) behoben. Das T Mic ist eindeutig besser als jede andere Mikrofonplatzierung. Das findet jeder AB Träger in Windeseile heraus, wenn er andere Mikrofone im Prozessor oder auch das Mikrofon im Überträger aktiviert. Ich finde es für die Ci Träger der anderen Firmen schade, dass sie kein T Mic haben können. Single Units sind einfach ein Irrweg!!!! iIch kenne genügend Leute, deren zweiter Prozessor aus gutem Grund dann doch der HDO war. Meiner Meinung nach hat MedEl ein sehr gutes Implantat und scheint auch gute Strategien zu haben. In der Konnektivität sind die aber meilenweit hinterher. Man merkt, dass sie keinen Kooperationspartner aus der HG Branche haben. Da wiederum kann AB gut punkten, ganz extrem bei bimodal versorgten. Der neue Marvelprozessor wird diesbezüglich nochmals Verbesserungen bringen.


    Zurück von vollimplantierbaren CI, da ist wohl bei dem Thema Konnektivität auch wohl nichts zu holen.

    Hallo Dani,


    vor Jahren hat Cochlear auch schon vollimplantierbare CIs getestet. An diesen Implantaten konnte man aber trotzdem auch einen externen SP andocken. Soweit ich weiß hatten die Probanden Probleme mit den Körperschall, sie konnten z. B. das eigene Blut strömen hören, so dass sie im Alltag doch den externen SP getragen haben. Man hörte oder las abgesehen von der Anfangszeit nie wieder etwas von diesem Projekt.