Posts by Andrea2002

    Hallo Ranu hattest Du denn Universalempfänger von Phonak? Ich konnte z.B. bei meinen Phonak Geräten zwischen Design integriert und Universalempfänger auswählen. Die Universalempfänger mit Audioschuh sahen aber nicht so nett aus, und machten das Hörgerät klobig. Immer vorausgesetzt, die Akustiker beraten einen vollständig. Ich hatte jetzt mit dem Marvel einen Abrechnung und konnte die Lizenz der neun Jahre Empfänger nicht auf dem Marvel übertragen. Der Rogerpen, aus der allerersten Serie benutze ich noch immer an der Glotze.

    Hallo Tommy


    ich sehe es wie Dani, mit 35% bist Du schon klarer CI Kandidat. Als Faustregel gilt, bei 30 % Einsilber und weniger ist man nicht mehr in der Lage auch bei optimalen Bedingungen ohne Mundbild oder technischen Hilfsmittel wie eine FM im Gespräch sicher zu verstehen. Da wird langsam auch das Telefon zu einer echten Hürde. Und mit 35% bist Du nicht weit von dieser Marke weg.


    Wenn Du wirklich ehrlich bist, wieviel verstehst Du in den Meetings? Entdeckst Du in den Protokollen hinterher noch Details, die Du nicht mitbekommen hast? Oder denkst Du im Meeting, das muss ich im Protokoll nachlesen? Versuchst Du krampfhaft wenigstens die grobe Richtung zu verstehen und puzzelst Du hinterher das Verstandene noch mal neu? Rufst Du hinterher andere Teilnehmer an und fragst nach Details?


    Zufriedenheit mit dem CI ist weit verbreitet. Ich will aber auch nicht verhehlen, dass ich CI Träger kenne, die trotzdem noch sehr mühsam verstehen. Das ist bei vielen auch erklärbar, besonders bei den über 40jährigen, die einfach zu spät versorgt werden konnten. Denn Resthörige mit gewissen Restsprachverstehen werden erst seit ca. 2000 mit einem CI versorgt und da hatten einige schon wichtige Jahre Hören verpasst. Es gibt aber auch einige sehr wenige, die haben gute Voraussetzungen und verstehen trotzdem schlecht. Aber auch die waren zufrieden.

    PS Ranu: mit den Universalempfänger von Phonak kann man auch das Hörgerät wechseln, ohne sich neue Empfänger zulegen zu müssen. Und die Sender braucht man eh nicht tauschen, es sei denn der zeitliche Abstand wird irgendwann zu groß. Es ist halt weniger komfortabel als designintegrierte Lösungen!

    Andererseits können wir nicht erwarten, dass Phonak alle auch alte Bluetoothstandards implementiert. Und dann ist da die Frage, ob die Handyhersteller sich an die Standards halten. Da haben gerade Huawei und Xiaomi nicht den besten Ruf.


    Es ist nicht nur in der Hörtechnik zunehmend unmöglich, unterschiedlich alte Geräte miteinander zu koppeln. Das kann man doof finden, ist aber einfach die Realität.


    Mirulix hat außerdem einen neuen Roger und da wird auch die neueste Firmware drauf sein, evtl. schon eine andere Firmware als bei seinem erster Roger.


    Miraculix, versuche doch mal mit einen anderen Handy die Kopplung.

    Hallo,


    ähm ein Handy von 2017 könnte man ja auch mal gegen etwas Moderneres ersetzen. Laufen da denn Deine Apps noch drauf?


    Ich habe meine Phonak Technik mit einem Billig-Samsung A20E gekoppelt. Das läuft tadellos und teuer was das Handy auch nicht, so um die 120 Euro, wenn ich mich recht erinnere.


    Hast Du MedEl, oder warum gehst Du über den Umweg Roger?


    Gruß
    Andrea

    Hallo Neffi,


    möchtest Du nicht von Rosi erfragen, wie sie gelernt hat mit dem Tinnitus zu leben, anstatt immer wieder zu wiederholen, dass Du so nicht leben kannst?


    Die Abwesenheit meines Tinnitus habe ich auch erst ungefähr 6-12 Monate nach der Erstanpassung festgestellt: Nach sechs Wochen war aber noch da. Bei mir hat es drei, vier Monate gedauert bis ich nicht mehr dauernd an Hören und CI gedacht habe. Solange war auch noch der Tinnitus präsent, mal mehr mal weniger schlimm. Der Tinnitus und überhaupt das Neue um das CI herum hat mich manchmal sehr aufgekratzt, einschließlich Schlafprobleme.


    Es ist ein Prozess, der bei optimalen Verlauf zur vollständigen Dekompensation führen kann (nicht muss).

    Arrangieren heißt für mich, dass man eben nicht mehr gequält wird, v.a. nicht permanent.


    Das CI ist eine Krücke. Ich verstehe Dich so, dass Du einseitig normalhörend bist, dann empfindest Du das Krückenhafte vermutlich sogar mehr als unsereiner, der beidseits taub ist. Denn bei Dir liegt vermutlich die Messlatte einfach höher.


    Wie auch immer. Mit CI hast Du die Chance reale Geräusche dem ungeliebten Tohuwabohu entgegen zu setzen. Du könntest auch beim Richtungsgehör profitieren. Der Tinnitus ist eine Wahrnehmungsproblem, was bearbeitbar ist, mit oder ohne CI. Das haben schon viele Leute geschafft, eigentlich alle, die ich kenne!

    Wieso ist das Leben mit einem arrangierte Tinnitus kein Leben????? Das heißt doch nichts anderen, dass die Tinnitus eben nicht das Leben beherrscht.

    Holla die Waldfee,


    die kruden Postings von ci_joe werden langsam wirklich unterhaltsam. Inzwischen habe ich durch Lebenserfahrung gemerkt, dass man Menschen im Charakter nicht ändern kann. Und daher sage ich immer zu meinen Mitarbeitern, wenn Sie genervt über bestimmter Bürger stöhnen: "Wenn wir die nicht hätten, hätten wir doch nur halb so viel zu erzählen und zu lachen."


    Wie auch Immer, Tommy, ist es Dein Thread, leider ein wenig abgerutscht. Wenn Du Fragen hast immer nur zu!!!!!


    Ich will außerdem ein bisschen Werbung machen. Im Juli ist in Hannover das berühmte HCIG-Sommerfest: Das ist DIE Gelegenheit, einen Haufen CI-Träger einschließlich deren ganzen Bandbreite im Outcome kennen zu lernen.

    Hallo NeffiNoelli,


    meinst Du nicht, dass Du Dir ausschließlich und ganz allein Dir selbst schadest???


    Statt aktiv die Situation zu verbessern, willst Du jetzt Dir die Kante gaben? Und schuld sind an Deiner Misere sind jetzt die Anderen, d.h. die Klink, die Hersteller und nun sogar die DCIG?


    Dein Ausweg ist nun die Kante geben, womöglich zukünftig regelmäßig? Denn der Tinnitus wird nach dem Rausch ganz sicher wieder kommen. Dann ist Dein zukünftiger Weg relativ klar vorgezeichnet und es ist kein guter Weg.


    Ich interpretiere Dein Posting mal so, dass Du in einer verzweifelten Ausnahmesituation bist. Meine Einschätzung nach wirst Du ohne Reha nicht aus diesem Loch herauskommen. Mein guter Rat, überlege es Dir noch einmal.

    Hallo,


    Ich hatte eine beidseitige progrediente Schwerhörigkeit seit Geburt. Ich war bereits bei Diagnose mit zwei Jahren an Taubheit grenzend. Wie ich feststellen musste, gibt es innerhalb der an Taubheit grenzenden Schwerhörigkeit aber noch gewichtige Unterschiede. Zum Zeitpunkt der OP hatte ich links eine etwas schlechtere Hörkurve als Du, auch mit 35 % Einsilber, rechts war ein so minimaler Hörrest, dass ich noch nicht mal gemerkt habe, wenn die Batterie im Hörgerät leer war.


    Implantiert wurde rechts. Links trage ich noch immer ein Hörgerät. Mit der Progredienz war es nach der OP auch vorbei. Evtl. haben mir auch die früheren analogen Hörgeräte das Gehör wegegepustet. Das erste digitale Hörgerät kam kurz nach der OP. Die Analogen waren um einiges lauter aber auch klarer als heutige Hörgeräte. Das Sprachverstehen ist mit CI um Welten besser als mit Hörgerät. Trotzdem wurde mir von einem zweiten CI abgeraten.


    Mit 35% Einsilber bist Du kein Grenzfall mehr, sondern hast ein klare Indikation für ein CI. Wenn Du obendrein ein schlechtere Seite hast würde ich vermutlich ein CI wagen. Und nach der OP dann ein neues Hörgerät. Es gibt da inzwischen sehr gute bimodale Lösungen.


    Gruß Andrea

    Hallo Tommy,


    Roger von Phonak ist deutlich besser als Mikrofone von Widex. Es inzwischen unterschiedliche Mikrofone von Roger. Für Meetings empfehle ich mehrere TableMic und dazu einen Select oder Roger On.


    Im Restaurant käme ich in Sechser Runde klar, wenn immer nur einer spricht. Bei sechs Personen werden dann aber schon gelegentlich zwei Gespräche an einem Tisch geführt und das ist natürlich Käse. Nervig und deutlich schwerer zu verstehen sind zwei in etwa gleich laute Stimmen. Ist da ein Lautheitsunterschied, z.B. wenn weit genug entfernten Nebentisch gesprochen wird, kann gut die Stimme an meinem Tisch rausfiltern.


    Mit dem CI darf meiner Erfahrung nach die sprechende Person etwas weiter weg sein als bei Hörgeräten.

    Hallo, Tommy,


    Onlinekonferenzen, bei denen die Anderen miese Mikrofone benutzen sind die Pest. Ich habe auch schon Leute, mit denen ich öfters skype, gebeten, Headsets zu benutzen. Und oh Wunder, die hatten auch alle eines in der Schublade. Wenn die Anderen Headsets benutzen, habe ich aber kaum noch Probleme mit dem Verstehen.


    Bei Onlinemeetings wo mehrere ein einziges Tischmikrofon benutzen, verstehe ich auch schlecht. Ich habe das auch erst einmal erlebt und danach dann doch darauf gedrungen, dass jeder ein eigenes Headset benutzt. Corona war sehr sehr hilfreich, vernünftige Headsets unter das Volk zu bringen.


    Größere berufliche Runden mache nur mit Roger Table Mics und dann geht es auch passabel. Hast Du denn Roger probiert oder etwas Anderes? Wann war denn Dein Versuch mit Zusatztechnik.


    Unterhalten beim Radfahren geht, wenn wir nebeneinander fahren und es halbwegs windstill ist.


    Im Restaurant kommt es stark drauf an. In einer Kneipe benutzte ich den Roger Select. In einem eher ruhigen Restaurant mit sanfter Musik verstehe ich in kleineren Runden gut. Die Runde darf halt nicht so groß werden, dass mehrere Gesprächsrunden entstehen. Hochzeiten in einem Saal sind akustisch auch für mich nicht zu bewältigen.


    Deine Kinder wirst Du mit CI höchstwahrscheinlich besser verstehen. Kinder haben hohe und dünne Stimmen und mit Deinem schlechten Hochtonbereich sind Deine Verstehprobleme zwangsläufig.


    Ich finde Kindergeschrei auch nur dann störend, wenn ich parallel etwas verstehen will. Ich habe bei Geschrei aber keine Schmerzen oder ähnliches. Es ist halt, dass ich manchmal wünschte, sie würden leiser spielen, damit wir Erwachsenen in Ruhe klönen können. Bei meinen Familientreffen sind es inzwischen fünf Kinder im Alter zwischen zwei und zehn Jahren, also ist es teilweise sehr laut, zumindest drinnen.


    Ich bin seit Geburt stark schwerhörig. Ich habe vor dem CI nicht Musik gehört und mit CI höre ich auch nur ein Autofahren, eher in Richtung Schlager. Mit CI ist Musik viel detaillierter und schöner. Wobei ich dann auch unbedingt beidseits hören muss. Ich bin bimodal mit Hörgerät und CI versorgt. Das CI allein, ist hoch und metallisch, scharf, etwas seelenlos und klar. Das Hörgerät ist tief, warm aber allein ohne CI leider schlecht unterscheidbar und breiig. Zusammen ist es dann besser als je zuvor. Ich habe mit ca. 90 Einsilber auch ein überdurchschnittliches Verstehen.


    Gruß Andrea

    Hallo NeffiNoelli,


    ich bin ein wenig alarmiert und aus Dir spricht große Wut und Verzweiflung.


    Man kann mit Tinnitus leben lernen. es ist so, es gibt Millionen von Menschen die Tinnitus haben, manche auch sehr lauten Tinnitus. Ich würde versuchen eine Reha in St. Wendeln zu bekommen: denn da kann kann man täglich auch Einstellungen bekommen. Es gilt eine EInstellung zu finden, die ausreichend lautes und klares Hören bei minimalen Tinnitus beduetet.


    Ich selbst habe auch die Erfahrung gemacht, dass Tinnitus sehr vom Hörstress abhängt. Wenn ich tagelang eine Seminar besuche, einschließlich Absacker in der Hotelbar mit anderen Seminarteilnehmern (also 16-18 Stunden Kommunikation), dann beginnt der Tinnitus sich gegen Ende bemerkbar zu machen. Ich habe ihn dann auch nur auf dem Hörgeräteohr: Vor meinem CI war der Tinnitus auf dem ertaubten Ohr auch ziemlich belastend, der war irgendwann weg. Er wurde immer weniger und irgendwann stellte ich fest, dass ich ihn nicht mal dann hörte, wenn ich mich darauf konzentriere. Ich kann nicht sagen, wann der Tinnitus sich verabschiedet hat.


    Bald nach der CI-Versorgung wurde das Verstehen leichter: Das Hören realer Geräusche führte offenbar dazu, dass die ausgetretenen Tinnitus-Nervenbahnen durch andere Nervenbahnen ersetzt wurden. Ich wünsche Dir, dass DU gelassener wirst.


    Leider hat Sanne recht, Du musst mit dem Tinnitus und nicht dagegen leben. Und was Millionen von Menschen geschafft haben, schaffst Du auch.


    Liebe und mitfühlende Grüße

    Andrea

    Hallo,


    aktuell bist Du ein Grenzfall. Es geht noch irgendwie aber strengt an. Mit Ci wird Dir vielleicht das Gespräch in ruhiger Umgebung leichterfallen und vielleicht auch Onlinemeetings, da bei Dir der Hochtonbereich auch schon grottenschlecht ist. Alles andere wird wohl eine Herausforderung bleiben.


    Hast Du darüber nachgedacht, zusätzliche Hörtechnik für die Präsenzveranstaltungen einzusetzen? Z.B. Table Mics oder sonstige Roger Technik? Vielleicht probierst Du vor einer Entscheidung pro CI.


    Eine monatelang Krankschreibung ist meiner Meinung nach nicht unbedingt notwendig, wenn Dir und den Kollegen klar ist, dass Du direkt nach der OP kommunikativ eingeschränkt bist und Du auf höranstrengende Sachen verzichtest. Vielleicht merkt ihr dann auch, dass nicht jedes Meeting was bringt.


    Ich war damals nur zwei Wochen nach der OP und eine Woche zur Erstanpassung krank geschrieben. Ich habe zwischen OP und Erstanpassung gearbeitet, dann halt nur einseitig gehört und bin nicht ans Telefon gegangen, was auch vor der OP schon schwierig war.