Aller guten Dinge sind 3. Das Konzert von 2023 und 2024 habe ich nun erneut live besucht. Diesmal hat es mit einem in 2025 angepassten "Laute-Musik"-Programm gepasst.
ich habe stattdessen versucht, die Gesamt Lautstärke zu reduzieren.
Das ist eins der notwendigen Bausteine. Ist die Grundlautstärke im Mapping niedrig, steht dann deutlich mehr Dynamik für laute Geräusche zur Verfügung, so dass es nicht mehr oder zumindest weniger übersteuert.
Der zweite Baustein ist das Kompressionsverhältnis. Standardmäßig ist bei Medel "1:3" eingestellt. Mein Audiologe hat auf meinen Wunsch hin ein Programm eingerichtet, das das Kompressions-Verhältnis auf 1:2 setzt und nur diese eine Abweichung vom Alltags-Programm enthält.
Der gehörte Effekt ist der, dass die lauten tiefen Bässe nicht mehr alles maskieren, sondern dass auch immer noch Mitten und Höhen gut gehört werden können, die einen nicht ganz so heftigen Schalldruck haben. Oder anders gesagt: es ist der Eindruck entstanden, dass die Tiefen und Höhen sich nicht mehr gegenseitig im Dynamikumfang beeinflussen, sondern zunehmend unabhängig voneinander agieren, je weniger (auf welche Weise auch immer) komprimiert wird.
Perfekt ist das natürlich trotzdem nicht (verglichen mit einem gesunden Ohr), den Band-Leader habe ich bei seinen Ansagen trotzdem nicht verstanden - früher mit Hörgeräten allerdings auch nicht. Aber es ist ein weitaus besseres Erlebnis des Gesamtspektrums als ich es jemals zuvor hatte.