Posts by Dani!

    Ich bin ehrlich gesagt alles andere als musikalisch (das mag an meiner seit Geburt an Taubheit grenzenden Schwerhörigkeit zusammenhängen),

    Das muss nicht zusammenhängen. Ich bin seit Geburt hochgradig SH (war aber nicht immer an Taubheit grenzend) und trotzdem musikalisch.

    Umso erfreulicher, dass es dir jetzt erst Recht gefällt! :)

    Anni, ich nehme an, auf der CI Seite hörst du das "gestreamt"?

    Ich habe noch kein CI und kann mir dadurch überhaupt nicht vorstellen, was man da hört bzw. hören müsste. Bei 10Hz denke ich aber, dass die Signalverarbeitung des Soundprozessors ja das Eingangssignal irgendwie zerlegen muss und meint, da ist ein Signal, dieses gibt es dann an das CI weiter. Ich bezweifle aber, dass im Kopf dieselbe Frequenz ankommt wie vom Frequenzgenerator ausgegeben. Andererseits, ausschließen kann ich es auch nicht. Laut Datenblättern der Soundprozessoren sind die Mikrofone der limitierende Faktor in der Frequenzbandbreite. Was die Signalverarbeitung tatsächlich kann bzw. wo die/deine Elektroden die Hörschnecke genau stimmulieren: keine Ahnung.


    Bei einem Tonaudiogramm steht bei mir ab und zu auch, dass ich bei 4kHz und 130dB was gehört hätte. Das bezweifle ich und gehe eher davon aus, dass ich stattdessen das Eigenrauschen des Verstärkers/Kopfhörers/Technik in den Tiefen gehört habe (die ich vergleichsweise gut höre). Einen hohen Ton habe ich jedenfalls schon lange nicht mehr wahrgenommen wo er sein müsste (jenseits des höchsten Tons am Klavier).

    Naja, was heißt schon "tief". Für mich ist das unterhalb von 500Hz (z.B. der gesprochene Vokal "A"). Die meisten Fernseher bekommen 100Hz kaum bis gar nicht ausgegeben (dafür mein Tinnitus :P). Das ist meines Wissens auch die Untergrenze der meisten CIs.

    Mit HGs höre ich gestreamt bis runter auf 15Hz, also ich nehme das in dieser Frequenz zumindest noch wahr. Nach der OP werde ich da höchstwahrscheinlich für immer drauf verzichten müssen :( Aber Verstehen von Sprache ist mir nunmal bei weitem wichtiger.

    Beim ersten Mal Lesen des Threads hat mir die Geschichte leicht Sorgen gemacht. Beim nochmaligen darüber Nachdenken bin ich draufgekommen: das kenne ich doch schon längst von meinen HGs!

    Wenn ich die Tagesschau per Stream verfolge, höre ich Linda Zervakis so als ob sie mir direkt ins Gesicht spricht. Nee, eigentlich sogar eher so, als ob sie direkt in meinem Kopf ist. Höre ich dagegen ausschließlich über die Lautsprecher des 3m entfernt stehenden Fernsehers über meine Mikrofone, klingt alles viel viel dünner. Insbesondere die Tiefen versagen dann bei mir kläglich. Aber auch die Höhen sind viel breiiger. Die Tagesschau ist die einzige Fernsehsendung, der ich auch ohne zu streamen einigermaßen folgen kann.

    Wenn ich streame, dann hört sich das bei einer anderen Sendung so an, als ob ich auf der Couch von Charlie Harper sitze. Ohne Funkverbindung sitze ich im Studio in den hintersten Zuschauerrängern, sprich: ich verstehe einfach nichts, egal wie laut ich den Fernseher oder seinen Equalizer stelle.


    Andererseits ist das technisch auch nachvollziehbar: eine direkte Audioquelle hat einen definierten, vergleichsweise engen Dynamikumfang. Man kann diesen komplett auf die CI-Map 1:1 abbilden. Die Dynamik wird maximal ausgenutzt unter Einsatz einer minimalen Kompression. Wohingegen das Hören über die Mikrofone einen deutlich größeren Dynamikumfang abdecken muss (zumindest muss mehr Spielraum verbleiben). D.h. das Eingangssignal (Sprache) muss stärker komprimiert werden, was zu einem dünneren, breiigeren Klang führt. Insbesondere scheint es mir, dass die Kleinstmikrofone am CI/HG sich schwer tun, Schalldrücke differenziert aufzunehmen, vor allem in den tiefen Tönen.

    Anni, du meinst wegen der Aussage, was Frau und Tochter da zu melden hätten? Ich fasse das von Marc als Spaß auf.

    Natürlich hat meine Familie ein Wörtchen mitzureden. Immerhin müssen sie sich das Teil den ganzen Tag oder abend ansehen, im Gegensatz zu mir.

    Richtig schönes weiß hätte mir auch gefallen, aber meine Frau war dagegen :(

    Alternativ hätte mir noch Ralles Weinrot zu meinen grauen Haaren gefallen. Da widersprach meine Tochter, dass ich dafür nicht oder kaum passende Kleidung hätte. ??? Muss man das heutzutage?

    Gegen antrazit bin ich selbst, da das Gerät gesehen werden soll. Nun steht ein schwarzes Sonnet 2 auf dem Bestellschein bei mir :)

    Guten Morgen allerseits!

    Letzte Nacht hatte ich die OP. Nach dem Aufwachen habe ich nur einen leichten Pieks hinter meinem rechten Ohr verspührt. Offenbar wurde ich mit Schmerzmitteln vollgepumpt. Da habe ich gleich mal das Ohr abgetastet und die Narbe nicht auf Anhieb gefunden. Den Chirurgen kann man echt weiterempfehlen!

    Bemerkenswert war auch der Erfolg des Restgehörerhalts: ich höre rechts immer noch dasselbe wie vor der OP wie links.

    Witzig war die Ausstattung des Aufwachraums: so richtig wohnlich. Mit der Zeit habe ich den ein oder anderen Gegenstand erkannt, den wir genau so auch zu Hause haben.

    Nachdem die Wirkung der Narkose nachgelassen hat, dämmerte es mir allmählich, dass ich nicht im Krankenzimmer liege, sondern bei mir zu Hause im Bett! Ich habe die OP bloß geträumt. ;(


    Ich wünsche euch trotzdem noch einen wunderschönen 2. Advent. <3<3

    LG Dominik

    Hallo Diana,

    herzlichen Glückwunsch zu deiner OP! Dieses ist durchaus ein - im wahrsten Sinne des Wortes - einschneidendes Erlebnis für deinen Körper. Die Übelkeit kann durchaus noch die Nachwirkung der OP sein. Ich nehme an, du nimmst noch Schmerzmittel? Die lindern zwar das Empfinden für den Schmerz, die Verletzung durch die OP muss der Körper dennoch noch verarbeiten.

    Übelkeit kann natürlich auch andere Ursachen haben. Ich nehme mal an, dass du nicht schwanger bist. Bei meinem letzten Gesundheitscheck hat mein Hausarzt beim Ultraschall auch scherzhaft festgestellt, dass ich das nicht wäre. ;)

    Oha, dann habe ich ja mit meinem Verein richtig Glück! Altersspanne von 23 bis open end, Mitvierziger bis Mitfünfziger (wie meinereiner) sind aber überdurchschnittlich oft anwesend. Das mit den geeigneten Räumlichkeiten ist allerdings so eine Sache. Immerhin soll es für die meisten angemessen erreichbar sein und eine Bewirtschaftung ist üblicherweise auch erwünscht. Aber anders als bei AnniB bemühen wir uns sehr wohl um den jeweiligen Neuen. Liegt aber vielleicht tatsächlich am Durchschnittsalter der Anwesenden.

    Zunächst einmal tut es mir Leid für deinen Werdegang.

    Also vergiss das mit der Behauptung der Wissenschaftler, dass beide Partner das hörbehinderungsgen in sich tragen müssen.

    Wegen meiner Hörbehinderung allein habe ich kein Problem mit der Weitervererbung. Mein Problem ist, dass ich noch eine zweite schwerwiegende Behinderung habe. Diese Kombination ist genetisch bedingt und wird nur dann *sicher* beim Nachwuchs zum Problem, wenn beide Partner dieselbe Kombination haben. Und da bin ich mir zu 100% sicher, dass ich das definitiv abgelehnt hätte - fast nichts zu hören und fast nichts zu sehen ist ein Umstand, den ich niemandem wissentlich aufbürden würde. In allen anderen Fällen weiß man es vorher einfach nicht - siehe meine Eltern: Beide von beiden Behinderungen verschont und trotzdem haben beide je denselben Gendefekt an mich gereicht.

    Das soll jetzt nicht als Lamentieren missverstanden werden. Ich wünsche es nur niemandem.

    Im Arztbrief steht:

    "Im Knochenleitungs-Sprachaudiogramm zeigt sich einen Einsilbenverständlichkeit von 50% bei 60dB und ein Zahlenverständnis von 50% bei 40dB.

    Damit besteht noch eine ausreichende Hörreserve auf diesem Ohr für ein Knochenleiterimplantat.

    Puh, ist das der Ernst des Arztes oder ist das in Österreich gesetzlich so vorgeschrieben?

    Ich habe mit HGs dieselben Werte und empfinde, dass ich praktisch gar nichts verstehe. Also alles andere als ausreichend.

    Die "tatsächliche Nutzung der Bluetooth-Funktion" besteht bereits dann, wenn die beiden gekoppelten Bluetooth-Geräte wissen, dass der jeweils andere in Reichweite ist - ohne Nutzdatenübertragung. Ich schrieb dazu schon, dass dieser Zustand bereits 10-15% der Batteriekapazität (beim HG (beim CI mit seiner deutlich höheren Kapazität weiß ich das nicht)) aufbraucht (z.B. permanente Kopplung mit dem Smartphone). MFi umgeht das ja gerade mit seinem proprietären Protokoll. Und auch die TV-Station umgeht das, denn diese sendet einfach, ohne zu wissen, ob es einen Empfänger gibt. Das ist beim klassischen Bluetooth-Protokoll nicht vorgesehen. Erst Bluetooth-LE unterstützt das. Letzteres aber nicht als Audio-Stream. Daher gibt es eben die proprietären Protokolle MFi und seit kurzem ASHA. Von wegen Standard, also derzeit eben noch nicht.


    Und ja natürlich wünsche ich mir das vom Herzen, dass ich auch auf diese dämlichen Zusatzgeräte verzichten könnte. Praktikabel ist das aber derzeit nicht (außer mit MFi bei Cochlear).

    TV-Station:

    Wenn man den Ton vom Fernseher per standard-Bluetooth (direkt oder indirekt) zum HG oder CI überträgt, dann ist das nur dann praktikabel, wenn der Ton über die normalen Lautsprecher vom Fernseher oder Heimkinoanlage abgeschaltet ist. Andernfalls gibt es hefftigen Hall bzw. als HG- oder einseitig CI-Träger unerträgliche Dopplungen. Bluetooth ist i.d.R. hoffnungslos zu langsam (Zeitversatz bis zu 300ms/0,3s, schwankend). Die proprietären Protokolle der Hörhilfenhersteller sind da um Größenordnungen schneller bzw. übertragen instantan. So schnell, dass ich das bei meinem ComPilot (Phonak) sogar verzögern muss.


    Bzgl. Stromverbrauch: Ich komme aus der HG-Welt, daher habe ich das ein wenig überbewertet. Beim HG kostet das dauerhafte Aufrechterhalten der klassischen Bluetooth-Verbindung (ohne jegliche Audio-Übertragung) etwa 10-15% der vorhandenen Batterie-Kapazität. Beim CI wird weit mehr Strom für die Spule benötigt, daher ist der Anteil vom Bluetooth in Relation dazu bei weitem nicht so hoch, aber dennoch nennenswert. Die eigentliche Audio-Übertragung über klassisches Bluetooth zerrt nochmals am Stromhaushalt. Mit MFi (Apple) bzw. ASHA (Google, GnResound/Cochlear) wird der Strombedarf zumindest bei der Audioübertragung stark reduziert.


    Sonovia (Phonak) probiert es ja noch mit Standard-Bluetooth. Bei dauerhafter Audio-Übertragung reduziert sich die Batterielaufzeit (beim HG) derzeit um 30-40%. Ich finde, das ist heftig und zeigt, dass ASHA (Google) längst überfällig ist.

    Nikita,

    das ist ja gerade MadameMims Problem. Die Klinik hat ihr das beste vom Himmel versprochen und kann es nicht einhalten. Wenn man das vorher nicht wusste, kann man mit dem Gewinn des Wissens nach Vollendung der Tatsachen schon in ein sehr tiefes Loch fallen. Ich kann MadameMim in diesem Punkt sehr gut verstehen. Denn sie schrieb auch, dass sie womöglich auf die OP verzichtet hätte, hätte sie das Ergebnis vorher gewusst.

    Wobei ich bezweifle, dass das Ergebnis ganz ohne CI auf Dauer besser gewesen wäre. MadameMim muss nun tiefer anfangen als geplant. Spontan hätte ich aus dem Bauch heraus behauptet, dass man an diesem Punkt vorübergehend Pause einlegt und erst wieder in einem oder zwei Monaten weitermacht, wenn man wieder bereit ist, sich darauf einzulassen. Dass die Elektrode richtig sitzen muss, ist dann Voraussetzung. Und so wie ich MadameMim verstanden habe, wurde das bereits mehrfach geprüft. Eine stationäre Reha wurde doch auch schon beantragt?