Posts by Dani!

    Ich behaupte mal, dass dir die Reha nichts bringt. Ich hoffe aber schwer, dass ich unrecht habe.

    Ich schreibe das, damit wenigstens irgendeiner hier im Thread Recht behält. 😄😛


    Im Ernst: du musst noch sehr stark an deiner Psyche arbeiten. Aber ich bin mir sicher, dass die Leute in der Reha dir in diesem Punkt helfen können. Du musst allerdings auch wirklich mitmachen. Denn die Genesung funktioniert nur auf Basis medizinischer oder medikamentöser Behandlung in Kombination mit dem eigenen Willen etwas zu ändern und in Kombination mit einem gesunden Umfeld. Es reicht nicht, wenn nur andere etwas an dir tun.

    Ey, male nicht gleich alles so schwarz. Das Leben geht zur Not auch ohne Autofahren weiter. Glaub mir!

    Hallo Mel,


    ich versuche das mal Hörpsychologisch zu erklären:

    Beim Tragen eines Hörgeräts ist es so, dass man bei der Schallempfindungsstörung (klassische Innenohrschwerhörigkeit) eine höhere Hörschwelle hat als Normalhörende, d.h. etwas muss lauter sein, damit man es überhaupt wahrnimmt. Allerdings empfindet man darüber hinaus lautere Töne als so ziemlich genauso laut wie es Normalhörende mit(!) denselben Hörgeräten auch hören würden. Ist man hochgradig schwerhörig, wird dieses Ohr also einem permanenten Lärm ausgesetzt.

    Beim CI übertragen die Elektroden die Impulse direkt auf die Nervenbahnen. Der Bereich zwischen "gerade eben gehört" und "es ist laut" ist viel gleichmäßiger verteilt als es noch zu HG-Zeiten war (bei Innenhorschwerhörigkeit).


    Also: Ja, wenn du CI *und* HG trägst, ist es viel lauter als wenn du nur das CI trägst.

    Hinzu kommt: Mit 2 Ohren hörst du fast doppelt so laut wie mit nur 1 Ohr. Das ist bei Normalhörenden auch so. (Das lässt sich beim Hörtest nachmessen, dass man mit 2 Ohren 5-10dB leisere Töne hört).


    Schlussfolgerung ist das was Nikita auch schon schrieb: Es kommt nicht so sehr auf die empfundene Lautstärke an, sondern darauf dass du mit CI nun auch dann verstehst, auch wenn es für dich gefühlt (deutlich) leiser ist als mit HG. Lauter ist nicht unbedingt vorteilhaft beim CI, das kann auch genau nach hinten losgehen.


    Bedenke außerdem: Du hast dein CI noch nicht lange, gib deinem Ohr Zeit! Du willst aktuell zu schnell noch mehr Erfolg erreichen. Allerdings wird bei deinem steilen Anfangserfolg die Erfolgskurve schnell stark abflachen (oder ist es schon). Fordere nicht zu viel!

    Aber anders als Nikita ermuntere ich dich trotzdem dazu, auch im Alltag hin und wieder nur mit CI zu versuchen zu verstehen so wie du es eben auch getan hast. :)


    aber wenn jemand mit Abstand mit mir spricht höre ich die Stimme irgendwie nur im ci Ohr.

    Wenn das so ist, dann ist die Mikrofon-Empfindlichkeit deines CIs korrekt, also daran bitte nichts mehr ändern.


    Der Forward-Focus könnte daran scheitern, dass du ein Kanso hast, bei dem Bauartbedingt die Mikrofone nunmal etwas nach hinten versetzt sind.

    Oder bist Du mit Deinen Gedanken komplett beim Hund, beim Laub (Rascheln im Wind hören), oder was auch immer?

    Das ist bewußtes Ablenken.

    Das ist richtig. Aber leider leichter gesagt als getan, je lauter der Tinnitus ist.

    Ich hatte nur ein einziges Mal einen richtig kräftigen solchen. Das war nicht einfach ein Ton, sondern ein tiefes Brummen. Das war in den beiden Nächten unmittelbar nach der ersten OP, ein ohrenbetäubender Lärm. Glücklicherweise hat er sich die Tage danach schnell beruhigt.

    Dennoch habe ich auch in den ersten beiden Nächten trotz des Lärms gut schlafen können, abgesehen von den Wundschmerzen: Ich hatte mir einfach vorgestellt, direkt neben mir läuft halt ein V8-Motor. Immerhin war das Geräusch stets konstant und hat sich nicht verändert. Tagsüber hat der Lärm im Krankenzimmer die Sprache auf dem Hörgerät auf dem anderen Ohr übertönt. Also habe ich mich nicht mit Unterhaltung, sondern meist mit Lesen im CI-Forum beschäftigt. Zu dem Zeitpunkt gab es noch genügend Beiträge, über die man sich maßlos aufregen konnte. Das lenkte ab.

    Schera

    Ich bezweifle, dass der Akku beim Rondo 3 kleiner ist als beim Sonnet. Denn beim Rondo ist der Akku fest verbaut, also nicht austauschbar. Damit spart man sich Platz für eine zweite Hülle, die bei einem austauschbaren Akku nunmal notwendig ist. Im übrigen würde ich den Akku beim Sonnet nicht kleiner, sondern größer machen. Aktuell ist hinter der Batterieabdeckung verdammt viel Luft.


    mir

    HdO beim CI kostet ca 9000-11000 Euro. Kanso oder Rondo 12000-14000 Euro. Du darfst nicht vergessen, dass SPs weitaus weniger produziert werden als Hörgeräte. Damit steigt dann der Fixkosten Anteil pro Gerät exorbitant an.

    Für den Fall, dass du ein Sound Prozessor verlierst oder unbeabsichtigt zerstörst, dafür kommt in der Regel die Krankenkasse auf. Passiert das öfters, kann die Krankenkasse dich durchaus in die Pflicht nehmen. Also sollte man besser sorgfältig mit diesen Geräten umgehen!

    Man kann ja alle 5 Jahre ein aktuelleren Sprachprozessor beantragen.

    Für welches Land gilt das? Wenn für Deutschland: Kannst du dazu eine Rechtsgrundlage liefern, die diesen Satz bestätigen?


    Ich mein, klar kannst du einen beantragen, aber ob du darauf Anspruch hast ist was anderes.

    Nächste Frage: Stört dich etwas an Sonnet "eins", dass du nach einem neuen Modell ausschaut hälst, obwohl du davon ausgehst, dass bei Med-EL ohnehin erst in 2 Jahren mit einem Nachfolgemodell des akutellen Prozessors zu rechnen ist?

    Eine Empfehlung für einen Helm kann man nicht geben. Jeder Kopf ist (leicht) anders geformt. Erst Recht ist die Stelle des Magneten bei jedem individuell. Es hilft nichts: man muss seinen Helm inklusive Rondo schon selbst durchtesten. Kann schon sein, dass man da 20 oder 30 Helme probiert. Oder es passt im schlimmsten Fall überhaupt keiner gut genug.


    Beim Rondo (und Kanso) ist die Suche allerdings noch ein bisschen schwieriger, weil du eine sehr dicke "Beule" an einer Stelle hast, die an sonst keinem gewöhnlichen Kopf vorkommt und normalerweise die Sturzfederung des Helms dort eng anliegt. Möglicherweise musst du dann einen Helm finden, bei dem die Fixierung am Kopf (ohne Rondo) ohne Druck auf den Magneten passt und an der Stelle des Rondo du das Styropor (oder was auch immer) ausschaben musst. Einfach wird das Aufsetzen des Helms ohne Verrutschen des Rondo ganz sicher nicht.


    Bei den Windgeräuschen vermute ich beim Rondo ein geringeres Problem als bei den typischen HdO-Geräten, da die Mikrofone beim Rondo normalerweise nicht direkt im Fahrtwind stehen.

    Seltsam. Bei Medel schaltet sich nichts um, wenn mittels MFi irgendein Audio Signal übertragen wird. Denn es gibt kein separates Bluetooth Programm. Der Ton wird einfach zum Umgebungston der Mikrofone hinzu addiert. Das kann lauter oder aber auch leiser sein als das Geräusch, das über die Mikrofone kommt.

    Biker , AB verwendet das normale Bluetooth. Dann hängt es auch vom Betriebssystem ab. Und zuletzt auch noch davon, was man bei Installation der Apps alles eingestellt hat oder hatte und es inzwischen vergessen hat, weil man wie z.B. ich grundsätzlich den lautlos Modus aktiv hat. Da gibt es keine alles erschlagende Lösung.


    Wie schon gesagt wurde stellt der lautlos Modus nur die Lautsprecher des Handys ab, nicht aber die der verbundenen Bluetooth "Kopfhörer".

    Tipp: deaktiviere sämtliche Systemklänge und Benachrichtigungstöne deines Handys. Die stören ohnehin auch dann, wenn man nicht mit den CIs mit dem Handy gekoppelt ist. Die anderen Fahrgäste danken es dir.

    Wenn man beim OLSA bestenfals das erste und letzte Wort von jeweils 5 Wörtern versteht, dann bleibt man mit maximal 40% Erkennung stets unter 50%. Der Test ist damit nicht verwertbar.

    Der Test spiegelt niemals die Realität wider, sondern ist lediglich eine relative Größe, um Fortschritte zu erkennen oder Anhaltspunkte zum Gesamterfolg zu haben.


    Normalhörende erreichen hiermit ein SNR von etwa -9dB. Dieser Wert dient als Anhaltspunkt. Wenn CI Träger ca 0dB erreichen ist das schon gut. Wenn der Wert "50%" überhaupt nicht erreicht wird, kann gar keine Aussage darüber gemacht werden.

    Einfach normal weiterleben. Es ergibt sich im Alltag und das Gehirn wird trainiert und das Hören natürlicher und besser. So ist das bei mir.


    Gruß

    Das funktioniert bei dir und mir, weil wir beidohrig schwerhörig sind.

    AnniB hingegen muss gezielt trainieren, weil sie auf dem Gegenohr guthörend ist. Da macht das Gehirn mit dem Input vom CI nichts automatisch.

    analog zur Bildauflösung eines Flachbildschirms gegenüber einem Röhrenbildschirm. Letzterer wäre bei Ultra-HD abartig groß, schwerund teuer geworden.

    Das ist ein schlechtes Beispiel. Mein Röhrenbildschirm für den PC hat schon vor der Jahrtausendwende eine Auflösung über 2k gehabt und war damit schon HDTV-fähig, zumindest von der Auflösung her. Größer und schwerer als der normale 80cm-Fernseher (=32") war das nicht. Die Auflösung war allein von der Lochmaske abhängig.


    Aber darum ging es hier doch gar nicht. Es geht meines Erachtens nur darum, dass die Simulationen der elektrischen Stimulation der heutigen CIs mit Absicht viel schlechter dargestellt werden als sie sind, mit dem Ziel unterschwellig behaupten zu können, dass das "Lichthören" viel besser sein wird. Es wird in den Simulationen so getan als ob man mit dem herkömmlichen CI in der Lage ist, nur bis zu 22 unterschiedliche Töne hören zu können. Wäre das wirklcih so, dann klingt das dann natürlich grausam. Tatsächlich ist man auch heute schon in der Lage, mit dem elektrischen CI Frequenzunterschiede von 5Hz erkennen zu können. Normalhörende schaffen im Tieftonbereich eine Unterscheidung von Frequenzen von 2Hz Abstand.

    Zitat aus deinem Zitat:

    "Faustregel". Zu Deutsch: kann, muss aber nicht.


    Ranu, du willst mir und mawa jetzt doch nicht ernsthaft unterstellen, ich hätte meine CIs unberechtigterweise implantiert? Kann es sein, dass ich einfach weitaus mehr Mut zur Lücke beim Verstehen habe als du und ich nur deshalb der Ansicht bin, dass ich mit HG telefonieren konnte?


    Nochmal extra für dich: Telefonieren können ist NICHT das einzige Entscheidungskriterium, da das eine rein subjektive Einschätzung ist.

    Telefonieren können ist halt nicht das einzige Kriterium für oder gegen ein CI.


    Gegenfrage Andrea: kommst du ohne CI und dafür nur mit HG auf dem anderen Ohr in Alltagssituationen aus? Auch wenn das Gegenüber eine Maske trägt?

    Nur weil es für mich die leichteste Übung war, war es doch noch lange nicht leicht! Warum muss man mir auch das Wort im Mund umdrehen?

    Akustisch zu kommunizieren war für mich mit Hörgerätin fast allen anderen Situationen halt noch schwerer, mitunter unmöglich.