Posts by Dani!

    Hallo Toni,

    Verrätst du mir, wie du den Audiolink mit dem TV verkabelt hast? Würde mich auch sehr interressieren, ob der Ton per TV Lautsprecher auch für die mithörende Familie störend für dich ist.

    Ich bekomme meinen Sonnett 2 am 30. Bin schon gespannt...

    VG Sabine.

    Hallo Sabine,

    diese Problematik mit den TV Lautsprechern besteht mit allen Bluetooth "Headsets". Wichtig ist, dass der Anschluss zwischen TV und Audiolink-Basisstation vom Fernseher zeitverzögert ausgegeben werden kann. Denn die Übertragung über diese Verbindung gelangt schneller ans Ohr als der Schall über die TV-Lautsprecher. Das umso mehr je weiter du vom TV wegsitzt. Das ist nicht nur Theorie, sondern muss ich bei meinem System beachten, sonst höre ich doppelt - wenn auch nicht wie ein Echo, sondern wie ein hässlicher Hall. Ich habe das TV so eingestellt, dass es perfekt überlappt, wenn ich 3m weg sitze, weil da unsere Couch steht ;)

    SaSel

    So wie du deine Arbeit beschreibst kippt auch jeder Normalhörende irgendwann mal um, meist verbunden mit einem Hörsturz. Das ist leider unserer Leistungsgesellschaft geschuldet. Aber gut, dass du gezielt Pausen machst, das fehlt mir noch :(

    FelixKonrad

    Cochlear unterstützt MFi (als einziger CI Hersteller). Dazu hörst du deinen Gesprächspartner direkt über den Soundprozessor. Damit dich dein Gesprächspartner auch hört musst du in das Mikrofon des iPhones sprechen. D.h. das iPhone musst du trotzdem in der Hand halten oder vor dir auf den Tisch legen.

    Der Grund dürfte sein, dass die Bluetooth Audio-Übertragung vom SP oder Hörgerät in Richtung iPhone (oder anderem Gerät) stark an der kostbaren Batterie zerrt.

    Mal ein Update von mir:

    Heute hatte ich mein erstes Gespräch in München in der LMU. Ich war recht angetan davon, wie dort auf meine Seheinschränkung eingegangen wurde.

    Ich hatte das Gespräch mit einem HNO Arzt, Psychologin, die Audiogramme und auch ein Gespräch mit einem Hersteller. Der Professor selbst hatte das für mich kurzfristig in die Wege geleitet, obwohl es nicht vorgeplant war. Dafür bin ich den beteiligten Personen sehr dankbar.

    In 2 Monaten habe ich dann 4 Stationen für die VU (CT, MRT, ???, Nerventest). Glücklicherweise musste ich auch das nicht selbst organisieren. Das Abschlussgespräch dann eine Woche später. Nächste Woche erhalte ich hoffentlich einen voraussichtlichen OP Termin, für den Fall, dass bis dahin alles glatt läuft.

    Im Moment bin ich also sehr froh für die gemachten Tipps und meine Wahl des KHs.

    AnniB ,

    Und Du machst Dir Sorgen wegen den Narben...? Mensch, laß Dich doch nicht von asbach-uralten Fotos oder Videos beeindrucken...

    Um ehrlich zu sein: ich bin sehr froh darüber, dass AnniB mit all ihren Fragen nachbohrt. Ich nehme das meiste zwar einfach hin, weil die Alternative für mich schlechter wäre (akustisch nichts zu verstehen). Aber interessant sind die Fragen allemal. Und woher sollen wir Unbedarfte wissen, dass z.B. die Bilder veraltet sind oder nur selten so zutrifft, wenn man nichts gegenteiliges liest oder sieht?

    Biker

    Bist du mit deinen Forschungen schon weitergekommen?
    Ich habe mich gerade daran erinnert, dass ich ja mein iLoop nochmal probieren wollte. Meine derzeitigen HGs haben wohl eine bessere T-Spule als meine Vorgänger HGs, zumindest ist der Empfang besser. Auch das Telefonieren mit dem iLoop als Mikro funktioniert. Allerdings ist es halt kabelgebunden. Das Artone3 koppelt via Bluetooth.

    briglang 22

    Wie werden denn die 51 bzw. 55% ermittelt? Per Sprachtest wie beim normalen HNO? Mit bzw. ohne HG?

    Ich frage deshalb, weil ich bei meinem HNO mit HG auf 55% komme und sie mir deshalb dringend ein CI empfiehlt...

    Sind diese Hörreste bei dir noch so merkbst, SaSel ? Ich habe angeblich auch welche, aber sie sind im Tieftonbereich und sind für Sprache nicht nutzbar. Ich merke sie nur bei lauten Bässen.

    In einem anderen Thread hast du ein Foto hochgeladen, in dem ersichtlich ist, dass du bei 250 Hz erst ab 65dB und bei 500Hz (hier beginnen erst die Vokale) erst ab 85dB hörst. Daher würde ich auch als Laie behaupten, dass es für das Sprachverstehen nicht nutzbar ist.

    Ich bin nicht SaSel aber mein Hörverlust ist nur 20dB@250Hz und 35dB@500Hz. Erst bei 750Hz geht es bei mir auf 65dB runter. 1kHz bis 2kHz ist nur noch ein kleiner Rest über 80dB und kaum Dynamikreserve vorhanden, den ich unbedingt mit CI versorgen möchte. Darunter soll es wenn es nach mir geht das Gehör erhalten bleiben, also ich möchte nach Möglichkeit per EAS versorgt werden. Ohne HG kann ich mit viel Mühe und unter guten Bedingungen noch etwas verstehen.

    Mit dem iLoop sollte es möglich sein, da es ein integriertes Mikrofon hat. Ich habe es für meine damaligen HGs gekauft, die ich wiederum schnell durch HGs mit Bluetooth Anbindung ersetzt habe.

    Das iLoop habe ich noch und müsste es mit meinen aktuellen HGs ausprobieren, wenn ich wieder aus dem Urlaub nächstes WE zurück bin. Die Idee finde ich gut, um in der Übergangszeit mit 1 HG und 1 CI beide zu versorgen.

    Ich denke aber, dass die iHooks (Ohrhaken statt Schlinge) eine bessere und stabilere Verbindung bereitstellen.

    Es gibt noch eine Möglichkeit: man kann bei Quarks beim WDR5 um das Manuskript bitten. Ich habe es bekommen, darf es aber nicht veröffentlichen. Also wen es wirklich interessiert...

    Wenn ich bereits CI versorgt wäre, hätte ich zumindest kein interesse.

    Verliert man ein Augenlicht, ist das Verständnis gleich da, dass man damit sicher erst einmal zu kämpfen haben wird,

    ich will niemanden ins Gewissen reden, aber kommentieren muss ich das doch:

    Denn ich verliere allmählich aber sicher die Fähigkeit des Sehens. Meine Frau weiß das, aber ihr fällt es schwer, dies zu akzeptieren. Sie kann meine zukünftigen Probleme nachvollziehen, aber ein Verständnis fehlt doch. Denn für sie bedeutet es in Zukunft Mehraufwand. Sie hat schon öfters damit gehadert, mich zu verlassen. Ich selbst komme mit meiner Situation gut zurecht und habe das auch nie zum Thema gemacht. Trotzdem wollen die gesunden Partner und Freunde nicht 24/7 Pflegepersonal spielen.

    Meine Frau ist da kein Einzelfall. Im Gegenteil, fast alle Partner an meinem Stammtisch für Betroffene ergeht es so. Man will die doch einschneidende Veränderung im Leben nicht wahrhaben und flüchtet als Partner oder Freund, weil man selbst davon ja nicht betroffen ist, so hart es auch klingt. Der eigene Wandel ist auch für die engsten Mitmenschen sehr schwer zu ertragen, das dürfen wir nicht vergessen!


    Anders ist es, wenn Probleme schon immer bestehen, wie in meinem Fall hochgradige Schwerhörigkeit. Das ist für mein Umfeld absolut kein Thema, sie kennen mich ja nicht anders. (Gut, CI wird jetzt auch neu hinzukommen, das sehe ich aber noch nicht kritisch, auch wenn es anfangs schwer werden wird).

    Zwischenfrage: SSD == Single-Sided-Deafness? (Einseitige Taubheit?)

    Zur Praxis kann ich dir keine Antwort geben. Aber zur Technik:

    Es hilft nichts, jeder Hersteller hat seine Vor- und Nachteile. Jeder muss sich für seinen besten Kompromiss entscheiden. Schlimmer noch: was der eine Hersteller heute als Alleinstellungsmerkmal anbietet, kann in 5 Jahren von jedem bereitgestellt werden. Allein das Elektrodenarray ist quasi fix und damit ist man vom Hersteller auf ewig abhängig.

    Cochlear ist der einzige, der MFi unterstützt ("Made For iPhone"). D.h. ohne Zusatzgerät klappt das Streamen nur, wenn du auch ein iPhone hast. Mit Android geht das nicht.

    Wenn ich es richtig gelesen haben, dann wird für Med-el's Sonnet 2 "ab August 2019" ?( eine App für iPhone und Android existieren, mit der man Einstellungen ohne weiteres Zusatzgerät (Fernbedienung) ändern kann.

    Bei AB schwärmen viele vom T-Mic, da man damit z.B. ein Telefon oder Kopfhörer ganz normal ans Ohr halten kann. Ob das bei dir in Frage kommt, keine Ahnung.

    Da deine andere Ohr-Seite ja auch heftig ist und wohl mit HG versorgt wird, würde ich den CI-Hersteller an deiner Stelle vom Hersteller des HGs abhängig machen, also Phonak/AB oder Resound/Cochlear wenn ich mich nicht irre.

    Es geht bei dir demnach nur um das linke Ohr, das mit CI versorgt werden soll?

    Der beste Wert - 65dB bei 250Hz - hilft dir nichts beim Sprachverstehen, denn das fängt erst um die 500Hz für Vokale an. Und mir scheint, dass ein BAHA dir auch nichts hilft, da du da auch schon bei oder über 60dB liegst.

    Aber wie du aus der Dissertation liest, gewöhnen sich alle das Hören über das Mittelohr ab, die einen vergleichbar starken Hörvelust wie du haben.

    Die Internetseite vom Hörzentrum spricht bei EAS auch von Hybrid und von speziellen Elektroden/spezieller Operationsmethode. Ich bin deshalb davon ausgegangen, dass EAS /Hybridversorgung/Restgehörerhaltend usw. alles das gleiche meint - tut mir leid, falls ich als Neuling großen Mist erzählt habe.

    Wenn du diese Aussage aufgrund meines vorherigen Beitrags getan hast, dann tut es mir leid, dass ich mich falsch ausgedrückt habe. Denn du hast keinen Mist erzählt, das was du geschrieben hast ist vollkommen richtig.

    Oha, du bist Experte 😃👍

    Schön wär's. Ich bin Anfänger und du bist schon Schüler, so wie es unter unseren Nicks steht ;)

    Immerhin hatte ich schon die falsche Vorstellung, was mit hörerhaltend gemeint war.

    10dB (=2/3 des Schalldrucks kommen weniger am Hörnerv an) klingt erstmal recht viel. Andererseits nimmt so ein Elektrodenstab auch vergleichsweise viel Platz in der Cochlear für die Schallausbreitung weg.

    Ich bin kein Experte, ich habe nur mein erstes Beratungsgespräch noch in so weiter Entfernung, dass ich es kaum erwarten kann. Bis dahin sauge ich jede Information auf. Immerhin bietet dieses Forum gerade in den Archiven viel lesenswerten Stoff. Sind ja auch schon fast 65000 Posts.

    Gibt es hier im Forum Mitglieder, bei denen die EAV funktionierte?

    Die MHH möchte dies bei mir auch machen.

    Ich frage mich natürlich, warum trotz der in der Studie dargelegten schlechten Erfolgsaussichten weiterhin die Hybridversorgung angestrebt wird...

    Terry, ich nehme an, du meinst EAS (=elektro akustische Stimulation)?


    Jedesmal wenn von flexibler Elektrode gesprochen wird, bin ich bisher davon ausgegangen, dass der Vorteil darin liegt, dass es eine atraumatische Operation erleichtert. Abgesehen von den tiefen Frequenzen (500Hz) wurde auch in der von Anni verlinkten Studie "nur" ein Verlust von etwa 10dB ermittelt. Bei 500Hz wurde ein Verlust von im Mittel 27dB (+/- 21dB) festgestellt (Tabelle 6, Seite 35).

    Allerdings waren das ausnahmslos die Elektrode FLEX28 von Med-El, die zum Zeitpunkt des Studienstarts auch sehr neu war. D.h. auch die "erfahrenen" Operateure in München müssen damit erst mal zurecht kommen. Übrigens müsste laut Standardabweichung in der Studie gerade mal 1 Person bei 500Hz einen Hörverlust unter 60dB prä-OP gehabt haben. D.h. so viel war da bei den allermeisten ohnehin nicht mehr zu verlieren.


    Speziell zu Flex28 gibt es hier schon einen kurzen Thread:

    MedEl Flex 28mm


    Bisher habe ich bei "Resthörerhaltend" immer an EAS gedacht. Die Flex28 ist laut der o.g. Studie nicht für EAS gedacht (Kapitel 1.5.3, Seite 21), sondern dafür werden noch kürzere Elektroden (24 oder 20mm) verwendet.

    Ansonsten hat die Studie schon fast einen Werbecharakter für den einen Hersteller, was mich nicht stört. Denn ich plane unabhängig davon aktuell für genau diesen Hersteller und in dieser Klink. ;)


    Ich selbst hoffe, bis 500Hz oder gar 750Hz resthörerhaltend operiert werden zu können. Ab 1kHz liege ich sowieso schon über 80dB.

    Im übrigen finde ich die Studie schon deshalb interessant, da im ersten Kapitel mundgerecht aufbereitet wird, was bei einer Voruntersuchung und OP gemacht wird.