Posts by one_ear

    Einohrhase Zur Zeit gibt es meines Wissens nach nur die Möglichkeit per T-Spule direkt Audio an das Neuro 2 zu übertragen. Das funktioniert soweit gut. Ich habe dafür die folgenden Geräte :

    * Das hear it media kit: Das ist so ein Gerät zum Umhängen mit dem man sich u.a. per Bluetooth verbinden kann.

    * Diese "Silhouette": Das ist ein schmaler Ohrhaken, den man per Kabel mit MP3 Player etc. verbinden kann.


    Der Oticon Streamer ist ja bereits länger angekündigt und soll noch mehr Möglichkeiten bieten. Die Übertragung wird dann wohl digital sein. Das wird die Übertragungsqualität vermutlich verbessern. Bei der analogen induktiven Übertragung Muss ja z.B. immer die Netzfrequenzen (50/60Hz) weg gefiltert werden und auch andere Geräte können potentiell Störungen verursachen. Ein Erscheinungsdatum ist mir noch nicht bekannt.


    Bereut habe ich meine Entscheidung bisher nicht. Ich finde das CI ist eine Bereicherung. Bzgl. des Richtungshörern hatte ich in letzter Zeit Subjektiv das Gefühl, dass es ein bisschen besser klappt.


    Die OP ist bei mir ohne Komplikationen verlaufen. Alle Elektroden funktionieren einwandfrei. Wie schwer die Elektrode für den Operateur zu handeln ist kann ich selber natürlich nicht bewerten. Oticon selber schreibt natürlich, dass ihr Implantat für "Für einfache und sichere Eingriffe entwickelt" wurde, aber wer würde das nicht schreiben. :D

    Ja es gab da mal eine App, aber anscheinend ist die jetzt nicht mehr im Play Store verfügbar:
    https://play.google.com/store/apps/details?id=de.dhz_hannover.hoertest


    (Für risikofreudige Menschen gibt es hier anscheinend noch die APK: https://apkpure.com/de/h%C3%B6…annover.hoertest/download )


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    Kennst du schon die Asklepios App, vielleicht hilft dir die ja:
    https://play.google.com/store/…ory.asklepioshoertraining


    Moin,


    meine Erfahrungen sind soweit gut. Da ich ja noch ein funktionierendes Ohr habe kann ich viel mit diesem ausgleichen. Trotzdem möchte ich das CI nicht missen. Ich finde es in meinem Alltag sehr hilfreich.


    Mit dem Neuro 2 bin ich zufrieden. Ich verwende den SP mit Akkus. Die kleinen halten tatsächlich etwa 14h. Damit komm ich persönlich sehr gut zurecht.


    Negativ war bei mir nur die Haltbarkeit des Spulenkabels:

    Das Kabel hat ja an den beiden Steckern so einen Silikon(?) Knickschutz. Der wird bei mir nach einiger Zeit (ca. 1 Jahr) brüchig. Das eigentliche Kabel funktioniert dann noch und ist auch noch super stabil. Das Problem ist Oticon bekannt. Mit einem Fragebogen wurde das Problem wohl eingegrenzt und in der Zukunft soll es wohl ein entsprechend verbessertes Kabel geben. Bis dahin werden die Kabel wohl einfach getauscht. Mein Kontakt mit Oticon war bisher immer sehr gut und schnell.


    Bei weiteren Fragen antworte ich gerne,

    one_ear

    Maho68 Was meinst damit, dass alles auf Englisch (und Französisch?) herausgegeben wird? Die Webseite https://www.oticonmedical.com/de ist doch vollständig in Deutsch verfügbar? Zu meinem Sprachprozessor habe ich auch alle Unterlagen und Anleitungen in Deutsch erhalten. Die findet man übrigens auch auf der Webseite. Zum Beispiel:

    Mein Link zu dem Geschmacksmuster gilt jetzt ja nur für den US-Amerikanischen Markt und ist ja auch eigentlich nicht für Endnutzer gedacht.

    Interessanterweise erwähnt Demant (Dachgesellschaft zu Oticon) in ihrer letzten Präsentation für Investoren, dass es bzgl. ihrer CI Sparte in Europa und insbesondere Deutschland einen breiten Fortschritt gibt. Daher denke ich, dass Oticon sich schon auf dem deutschen Markt platzieren will. Diese Präsentationen für Investoren sind auf Englisch, aber sie sind ja wieder eigentlich nicht für die Endnutzer gedacht. Meines Wissens nach machen andere Firmen das ähnlich. Die Investoren Präsentation von Cochlear ist ja auch nur auf Englisch.


    Audi Raumschiff finde ich gut :D. Beam me up, Scotty! 🚀

    Mir ist noch aufgefallen, dass eine Platine jetzt mit "OPUS4 CPU" beschriftet ist (anstatt von "OPUS3 CPU" beim Vorgänger). Könnte also sein, dass diese CPU erst ASM 3.0 erlaubt, aber das sind von meiner Stelle nur wilde Spekulationen.

    Unter Marketing Aspekten könnte ich mir jedoch auch vorstellen, dass die modernere Soundverarbeitung gar nicht für ältere Versionen erwünscht sind. Ich hoffe aber sehr, dass ich mich irre.

    Spannend! Die meisten Hersteller beantragen ja "Short-Term Confidentiality" damit die fcc Dokumente nicht vor der offiziellen Produktvorstellung veröffentlicht werden, aber so ist es natürlich umso interessanter. Anscheinend hat auch Medel jetzt Bluetooth. Mal schauen was man noch alles in den Dokumenten entdecken kann!

    Der Vergleich zum Smartphone ist gut. Die haben gerne einen 3000mAh Akku (oder auch größer). Das ist ja einfach Mal um mehr als den Faktor 10 größer.

    Die wirklichen Stromfresser sind sowieso alles was Wärme aus Strom erzeugt (elektrische Heizung, Kochfeld, Backofen, Wasserkocher, Mikrowelle etc.). Auch Glühlampen (und sogar die modernen LED Leuchtmittel) haben eine höhere Leistung als so ein Ladegerät.

    Die von woase erwähnte Hochrechnung hat mich neugierig gemacht. Daher habe ich eine eigene Überschlagsrechnung gemacht (alle Werte nach oben abgeschätzt).


    Den Akkuverbrauch können wir mit einem 200mAh Akku pro Tag abschätzen (das ist deutlich mehr als ich nutze). Nehmen wir mal an, dass der Akku mit einem Linearregler geladen wird, der mit 5V versorgt wird. Damit brauchen wir für eine Ladung ungefähr 200mAh * 5V = 1Wh Energie.


    Jetzt nehmen wir noch an, dass das der Wirkungsgrad durch das Steckernetzteil, etc. nur 70% ist. Damit brauchen wir 1Wh / 0,7 = 1,4Wh Energie pro Tag.


    Auf ein Jahr ergibt das 1,4Wh * 365 = 511Wh = 0,5 kWh.


    Mit einem Strompreis von 0,30€/kWh folgt 0,5 kWh * 0,30€/kWh = 0,15€ (pro Jahr!).


    Dazu kommt noch der Standby Verbrauch. Laut EU Verordnung müssen das weniger als 0,5W sein (vermutlich aber weniger). Auf ein Jahr sind das 0,5W*365*24h = 4380Wh = 4,4 kWh also 4,4kWh * 0,30€/kWh = 1,32€.


    Ich hoffe ich habe jetzt keinen Fehler in der Rechnung gemacht (sonst bitte Bescheid geben!), aber damit kämen wir bei meiner sehr pessimistischen Abschätzung auf etwa 1,5€ Betriebskosten pro Jahr.


    Bei dem Wert würde ich mir die Anschaffung eines Strommessgerätes stark überlegen, aber nach der ganzen Rechnung will ich jetzt fast ein Messgerät an die Ladestation hängen und schauen wie viel ich tatsächlich verbrauche. ^^

    Soweit ich weis wird aktuell bei allen Herstellern ein Knochenbett gefräst. Aufgrund der Fixierung mit Schrauben ist das Knochenbett bei Oticon wohl theoretisch nicht notwendig. Praktisch hat man anscheinend bessere Erfahrungen mit einem weniger tiefen Knochenbett gemacht.


    Inwiefern die Größe des Knochenbettes jetzt Einfluss auf die OP Risiken hat oder bei späteren Kopfverletzungen problematisch wird kann ich nicht bewerten. Vielleicht hat die Klinik dazu ja eine Meinung.

    Vielleicht eine blöde Frage, aber wie oft (und warum) steckt ihr das Kabel zwischen SP und Spule an/ab?:/

    Außer bei defekt sehe ich bisher keinen Grund das Kabel abzustecken.

    Die Belastung durch die vielen Höhrstürze und Schwindel kann ich mir gar nicht vorstellen, ich kann da nur alles gute wünschen!

    Die Auswahl des Herstellers für das Implantat kann dir vermutlich niemand wirklich abnehmen. Die Erfolge hängen immer sehr von der jeweiligen Vorgeschichte ab und niemand kann einfach verschiedene Implantate testen. Daher kauft man zwangsläufig ein wenig die Katze im Sack. Das gute ist aber, dass alle Hersteller gute Hörerfolge ermöglichen.

    Man kann sich natürlich die technischen Daten anschauen (https://weakearsingermany.blog…03/ci-vergleich-2017.html bietet z.B. eine Übersicht), aber man kann nicht direkt von einer hohen Elektrodenanzahl oder Pulsrate auf ein besseres Sprachverständnis schließen. Da spielen viel mehr Faktoren rein.

    Etwas besser kann man vielleicht die Audioprozessoren vergleichen. Da gibt es durchaus Unterschiede was die Größe, Akku, Farbe, Konnektivität, etc. angeht. Dazu kann man sich diese Geräte anschauen und abschätzen ob man damit gut zurecht kommt.

    Moin,


    deine Frage bzgl. der elektrostatischen Entladung (ESD) ist anscheinend interessanter als ich zuerst gedacht hatte. Ich hatte angenommen, dass es unter der Haut gar nicht dazu kommen kann. Aber dabei habe ich die Spule nicht bedacht:

    A major design objective is to ensure that the receiver-stimulator can last the patient’s lifetime. Since most electronic failures occur at the interconnections, the decoding of the transmitted signal and generation of the current pulse is preferably performed by a single chip. External discrete components should also be minimized. The components should be very conservatively rated and protected from electrostatic discharge (ESD). It is important to note that ESD damage can occur even within the human body via discharge into the external coil of the inductive link

    Das wird den Herstellern bekannt sein und daher werden diese passende Bauteile für das Implantat ausgewählt haben. Daher würde ich mir keine Sorgen über die elektrostatische Entladung machen.


    Interessanter Weise hat Cochlear sich ein spezielles Verfahren patentieren lassen, dass einen ESD Schutz anscheinend ausschließlich im SP umsetzt (https://patents.google.com/patent/US5584870A/en).


    Erfahrungen mit ausgefallenen Elektroden habe ich selber zum Glück nicht. Daher kann dazu nichts sagen.


    Gruß,

    one_ear

    Das Problem mit Störgeräuschen hatte ich nach der ersten Einstellung auch. Das lag allerdings an einer falschen Einstellung. Man hatte vergessen den unteren IDR (input dynamic range) Threshold für das T-Spule Programm hochzusetzen.

    Dieser Wert entspricht den kleinsten Level des Eingangsdynamikbereichs, der eine Simulation auf T-Level verursacht. Bei zu kleinem Threshold stellt der Soundprozessor bei leisem Signal von der Tele Spüle halt fest, dass es leiser ist und ändert die Signalkompression, sodass auch das Hintergrundrauschen durchkommt.

    Die Einstellung gab es aber auch schon beim Neuro One. Warum der untere IDR Threshold nicht automatisch für die T-SPULE hochgesetzt wird versteh ich allerdings nicht.

    Moin,


    ich bin soweit mit dem Neuro 2 glücklich.


    Mittlerweile habe ich auch Akkus (2x klein + 2x groß). Am Anfang dachte ich, dass die Werbeaussage "ein Arbeitstag" für den kleinen Akku bestimmt nur unter optimalen Bedingungen gilt. Tatsächlich hält der kleine Akku etwa 14,5h. Damit nutze ich fast ausschließlich die kleinen Akkus, da ich üblicherweise nach der Arbeit zuhause vorbeischaue. Dazu finde ich die Akkus auch deutlich komfortabler als die Batterien. Die Ladestation funktioniert auch gut und lässt sich dank dem USB Anschluss auch über eine Powerbank o.ä. laden.


    Für die Bedienung hat der Neuro 2 nur noch zwei Taster. Die können sowohl die Lautstärke, als auch für den Programmwechsel verwendet werden (abhängig von der Konfiguration). Ich selber fast nicht daran ein, außer um die Telespule zu verwenden. Ein kurzes tippen ändert die Lautstärke, ein langes das Programm. Den langen Tastendruck bekomm ich nach anfänglicher Eingewöhnung gut hin.


    Gegenüber dem Neuro One finde ich die Hinweistöne bedeutend besser. Man kann nun sehr schnell zwischen den Programmen wechseln. Vorher musste man immer "ewig" warten bis der Neuro One mit seinen Hinweistönen fertig war. Auch den Akku- bzw. den Batteriewarnton finde ich besser, da dieser bedeutend schneller und kürzer ist. Beim Neuro One war der sehr lang bzw. langsam und hat einen für die Zeit von der Welt "abgeschnittenen".


    Den Streamer habe ich noch nicht und verwende entsprechend die Telespule. Da werde ich Mal bei der nächsten Gelegenheit nach dem Stand Fragen.


    Von Sprachverstehen kann ich mich vermutlich nicht beschweren. Die 80% sind wohl gut, aber kein Vergleich zu meinem guten Ohr ;). Ich habe demnächst einen Nachsorgetermin. Bin gespannt wie das Ergebnis dann ist.


    Zu der Frage was meine Entscheidung beeinflusst hat kann ich vermutlich keine tolle Antwort geben. Ob das System von Oticon jetzt besser oder schlechter als andere Systeme idt? Das kann ich schwer bewerten. Man kann die verschiedenen Systeme ja nicht probetagen. Ich persönlich habe die Hoffnung, dass das neuentwickelte Zti Implantat möglichst "zukunftssicher" ist. Da bin ich ja für die nächsten Jahrzehnte dran gebunden.

    scs ich persönlich kann mit nicht vorstellen wie man von den Fotos auf die Produktionskosten, geschweige denn auf die Gesamtkosten schließen kann. Auch über "viel" oder "wenig" drin kann man im Zeitalter von hochintegrierten Schaltungen und Software wenig Aussagen machen=OSpätestens wenn da ein ASIC drin steckt, ist es quasi unmöglich.


    Grundsätzlich bin ich mit sicher, dass die Sprachprozessoren sehr bedeutend über ihren Herstellungskosten verkauft werden (wie auch bei vielen anderen Medizinprodukten).


    Dem gegenüber stehen natürlich Kosten für Entwicklung, Forschung, Zulassung, Werbung etc. Im Vergleich zu einen iPhone ist dann natürlich noch der Absatzmarkt kleiner und die Zulassungskriterien bedeutend komplexer. Trotzdem verfolgen die Hersteller ohne Frage ein kommerzielles Interesse, dass natürlich ebenfalls den Preis erheblich bestimmt.:rolleyes:

    die Fotos sind vllt.recht nett, jedoch sind die bzgl.Aussagekraft ohne weitere Information äußerst nichtssagend. Niemand kann daraus irgendwelche Eigenschaft ableiten. Das ist seitens der Hersteller auch nicht gewünscht.

    Ja ohne Schaltplan und Details zu den Chips kann man keine Eigenschaften ableiten. Auf den Fotos kann man ja nicht mal wirklich die Chipbeschriftungen lesen. Dazu ist ja auch vieles mehr eine Soft- als Hardwarefrage.


    Alles was ich auf Anhieb erkennen konnte war die Telespule, Knöpfe sowie Verbinder und der bereits erwähnte Trend zu Flex PCBs. Die Fotos helfen nicht wirklich beim Verständnis der Technik, aber ich fand es ganz nett mal den internen Aufbau zu sehen.;)