Posts by antaea



    Danke und ja, Ich werde berichten!

    bestager: Ich setze mich da mit dem Telefonieren nicht unter Stress. Auf der Arbeit sollen sie sich erst mal darüber freuen, dass die Kommunikation mit mir nun inzwischen wesentlich besser klappt, auch wenn ich noch auf das Mundbild angewiesen bin. Kein Vergleich mit der Prä-CI-Zeit! :thumbup:


    Wie sagen wir Hessen immer: " Aaans nach em annern!"

    bestager:


    Ich telefoniere seit über 25 Jahren nicht mehr. Jetzt nach der Implantation möchte ich es mal zaghaft versuchen, zumindest im familiären Bereich zu telefonieren. Ich stehe da allerdings erst am Anfang und informiere mich zur Zeit.....
    Am Arbeitsplatz werde ich vorerst nicht telefonieren, weil ich da sicher auch nicht alles verstehen würde. Diesen Stress tue ich mir nicht an. Glücklicherweise läuft auch hier vieles per Mail und hilfsbereite Kollegen, die für mich gerne mal den Hörer in die Hand nehmen.

    Meine Frage gilt den Trägern eines Sonett von Med El: Wie telefoniert ihr übers Festnetz und wie mit dem Handy? Gibt es da Unterschiede? Gibt es spezielle Empfehlungen? Würde mich über Tips sehr freuen? :)

    In den letzten Tagen ist mir aufgefallen, dass immer weniger Geräüsche auf dem linken implantieren Ohr "ankommen"- direkt über Kabel ist es so wie immer- bin technisch nicht versiert- aber der Sonett hat ja zwei Mikrofone-können beide Mikrofone zugleich defekt werden? Abdeckung wechseln hat gar nichts gebessert.Irgendwelche Ratschläge was ich noch versuchen könnte? Werde natürlich auch Medel kontaktieren aber bin nicht sicher wie schnell die jetzt in der Urlaubszeit reagieren.
    Danke!


    Die Mikrofonabdeckung muss von Zeit zu Zeit ausgewechselt werden, weil sie verschmutzt. Vielleicht ist das der Grund, dass das CI leiser klingt. - Sorry, habe gerade gelesen, dass Du die Abdeckung schon ausgewechselt hast und dies nichts gebracht hat. Legst Du das CI nachts in die Trockenbox??? - Bei MedEl wird sich bestimmt jemand melden, kontaktiere die ruhig mal und berichte!

    Danke! Das Angebot, auf Akkus zu wechseln, habe ich schon bekommen - bin aber noch unsicher. Natürlich stört mich dieser wahnsinnige Verschleiß an Batterien, Akkus sind da netter. Allerdings war ich nach der EA erstmal völlig erschlagen vom großen Zubehörkoffer und wollte mit den Akkus und dem Akkuladegerät nicht NOCH mehr drauflegen. Da kann man für Urlaube ja bald einen Extra-Koffer nur fürs CI packen! ;) So wie ich das verstanden habe, kann ich aber später immer noch zum Akkubetrieb wechseln.



    Ich kann Dir versichern, der Bestand des Koffers dezimiert sich auf eine angenehme Menge. Du brauchst das keineswegs alles mitzuschleppen. Ist auch viel Verpackungsmaterial dabei. Was Du brauchst, kriegst Du in die kleine schwarze Mappe rein, die dabei ist. Einzig das Trockengerät musst Du noch in den Koffer stecken. Die große schwarze Tasche habe ich gerne genommen, wenn ich mein Kopfkissen mit in die Klinik nahm und als Schwimmbadtasche eignet sie sich sicher auch...... :D


    Ich kann das so nur unterschreiben! Auf jeden Fall angeben und immer mit offenen Karten spielen. Was den öffentlichen Dienst betrifft - die müssen schwerbehinderte Bewerber einladen, das stimmt. Ich halte es auch da nicht für falsch, die Schwerbehinderung anzugeben. Man muss noch nicht einmal angeben, was man hat, sondern nur, dass man was hat..... Ich habe es allerdings immer präzisiert. Auf diese Weise bin ich zu meinem Job beim öffentlichen Dienst gekommen bei einem AG, der viel für die Schwerbehinderten tut. Geködert hatte ich sie damals noch damit, dass das Arbeitsamt die ersten 3 Monate einen Anteil zu meinem Gehalt dazugibt, weil ich nach 11-jähriger Familienpause arbeitssuchend gemeldet war. Und das hat geklappt.


    In diesem Sinne - viel Glück!

    Bin wieder von der 2. Audio-Verbalen Therapie zurück und habe den vom Stationsarzt ausgefüllten Reha-Antrag in der Tasche. Es sind die Formulare der Krankenkasse Nr. 61 Teil A - D (Antrag auf medizinische Rehabilitation). Dieser Antrag muss vom Arzt ausgefüllt und von mir an die Krankenkasse geschickt werden.


    LG Annette

    Dein Techniker war so wie du ihn beschreibst bestimmt Herr S. - der ist absolut in Ordnung, er hat mir viele Tipps gegeben und aus seinen Erfahrungen erzählt - wir haben uns oft noch 20/30 Minuten unterhalten, wenn nicht gerade der/die Nächste schon auf der Matte stand. :D



    Genau, es war Herr S. Und ja, er ist sehr geduldig. Wir haben auch immer noch ein paar Takte geschwatzt, gerne auch über das warme Wetter, was er gar nicht mag. O-Ton Herr S.: "Maximal 25°C, mehr braucht man nicht...." 8)

    Hallo antaea,
    da hattest du ja keine Langeweile.
    Und welche von den vielen Formularen mussten nun ausgefüllt werden?
    Gruss Flocke



    Nein, langweilig war mir nicht. Abends bin ich direkt immer mal ne Stunde nach draußen geflüchtet, um die Ruhe zu genießen.


    Den Reha-Antrag habe ich gerade vor mir liegen, ich mache ihn versandfertig, dann geht er zur Krankenkasse. An Formularen wären da die Vordrucke 61 Teil A, B, C, D (Verordnung von medizinischer Rehabilitation) für die Krankenkasse, die der Stationsarzt ausgefüllt hat. Die Krankenkasse entscheidet nun, wer die Kosten trägt und dann geht es wohl weiter mit Formularen.......


    LG Annette

    Wie versprochen - 4 Wochen nach meiner Erstanpassung, hier nun der Bericht über meine 2. Audio-Verbale Therapie. Pünktlich um 8.30 h stand ich im Mainzer Uniklinikum auf der Matte. Anmeldung und Einzug ins Zimmer. Ich bekomme eine ziemlich junge Zimmernachbarin (18 Jahre), der ein operativer Eingriff bevorsteht. Die Mutter ist ziemlich ängstlich, die Tochter - noch - relativ cool.


    Zunächst muss ich zum Hörtest: im Freiburger 40% Sprachverständnis, 70% bei den Zahlen. - Nächste Station CI-Anpassung. Ich mag das nicht so, obwohl der Techniker sehr geduldig ist und ich selbst ebenfalls versuche, mein Bestes zu geben. 12 x höchste Konzentration, um die Frequenzen gut einzustellen. Am Ende der Woche wird er mir bestätigen, dass ich sehr gut mitgearbeitet habe und ihm das die Sache erleichtert. :) Nun denn.....


    Nach dem Mittagessen zur Logopädie. Wir kennen uns ja schon. Nach meinem kurzen Bericht, wie es mir in den beiden Arbeitswochen nach der Erstanpassung ergangen ist, übe ich mit der Logopädin mit dem Audio Log. Mein Problem sind die Zischlaute und finalen Konsonanten.


    Dies ist für die ganze Woche mein festes Programm: 8.05 h Hörtest
    9.00 h CI-Anpassung beim Techniker
    11.00 h Logopädie, außerdem selbständiges Üben mit AudioLog von 14.00 h - 15.00 h


    Die Logopädin, die auch Musiktherapeutin ist, macht auch viele musikalische Übungen mit mir. Sie spielt mir Lieder vor und ich soll erkennen: Wann setzt der Gesang ein? Mann oder Frau? Rhythmus der Drums..... Außerdem schlägt sie Töne auf dem Klavier an (d. h. es ist ein spezielles PC-Programm), zunächst große Schritte (Oktave), die dann immer kleiner werden bis hin zum Halbtonschritt. Ich soll erkennen, ob die Töne gleich oder nicht gleich sind. Klappt bei größeren Tonabständen immer mal wieder, bei Halbtonschritten fällt es mir schwerer. :S


    Nachdem der Hörtest am Dienstag schlechter ausgefallen ist (30% ;( ), hat mir der Techniker das CI lauter gestellt. Am Freitag hatte ich dann im Freiburger 50% Sprachverstehen, das ist für meine Verhältnisse super. Von der Logopädin bekomme ich viele Tips, was ich üben soll sowie Links von Internetseiten. Es sind immer wieder sehr konstruktive Gespräche.


    Meine Zimmernachbarin ist inzwischen an der Nasenscheidewand operiert und leidet sehr. Sie ist kaum in der Lage aufzustehen, zu reden, zu essen und zu trinken und irritiert damit so ziemlich alle. Keiner kann sich erklären, was los ist. Man schiebt es auf die Hitze und darauf, dass sie zu wenig Flüssigkeit zu sich nimmt. Zu allem Unglück hyperventiliert sie 2x ganz ordentlich und hält alle ziemlich auf Trab. An die geplante Entlassung nach 2 Tagen ist nicht zu denken....


    Ein besonderes Schmankerl hielt der Stationsarzt für mich bereit: Am 2. Tag meines Aufenthalts kommt er zu mir ins Zimmer und fragt, ob ich denn nicht Lust und Zeit hätte, seinen Studenten meine Hörbiographie zu erzählen und dann Fragen der Studenten zu beantworten. Nun ja, was sollte ich machen. Ich habe natürlich zugesagt. So begann mein unaufhaltsamer Aufstieg als Gastdozentin :D : An drei Tagen je 2 "Vorlesungen" von je ca. 20 Min. Länge, vor jeweils ca. 7-9 Studenten. Sie waren allesamt begeistert, sehr interessiert und aufgeschlossen und sehr nett. Mir hat das richtig Spaß gemacht!


    Am Freitag dann letzter Hörtest, Einstellung und Logopädie, so dass ich dann um 11.00 h nach einer anstrengenden Woche mit einem ausgefüllten Reha-Antrag ins wohlverdiente Wochenende starte. Zur nächsten CI-Einstellung muss ich dann wieder im Oktober.


    Nun bin ich gespannt, ob ich die Reha bekomme......


    LG Annette