Beiträge von Einohrig

    gut, dann hab ich’s falsch verstanden, ich dachte es wären Injektionen direkt in die Schnecke- also in das Innenohr gemeint- die gibt es glaube ich nicht. Ins Mittelohr ein versteifendes Cortisin zu installieren bringt sicher kein zu hohes Infektionsrisiko da das Mittelohr ja ohnehin mit den Rachenschleimhäuten verbunden ist und sich gegen Keime relativ gut wehren kann. Ruhigen Weihnachtstag wünsche ich :)

    Das Cortison wurde bei mir auch in das Mittelohr eingebracht- ohne Erfolg- ich denke aber nicht, dass man durch das Fenster durch auch in das Innenohr Cortison einbringt- da wäre die Infektionsgefahr wohl zu groß, und der Verlust an Endolymphe aus dem Innenohr ist wahrscheinlich auch nicht ohne.. was ich aber gehört habe ist, dass man nun neue Cortisonlösungen kennt, die im Mittelohr länger verweilen, und dadurch besser in das Innenohr hinein wirken sollen.

    Ich denke so knapp nach der OP ist Richtunghören noch zu schwierig, bei mir geht es jetzt nach zwei Jahren schon viel besser. Parallel dazu gewöhne ich mich auch immer besser an meine Defizite. Es braucht oft mehr Geduld als vorrätig..

    Nikita : Ich übe sicher zu wenig- ich habe ein paar Alltagssituationen bei denen das normalhörende Ohr abgelenkt ist, und ich das CI herausfordere ( Drucker auf der guten- Gesprächspartner auf Ci, oder Autoradio auf der guten- offenes Fenster mit Passantengeräuschen auf CI) aber das ersetzt kein regelmäßiges Training. Ich bin da zu inkonsequent im Kampf gegen die Müdigkeit- aber Deine Zeilen motivieren mich.

    War jetzt doch länger offline, und freue mich über diesen Thread bin vor drei Jahren mit 47 plötzlich links ertaubt- zuvor nie Probleme, seit zwei Jahren mit Med-el Sonnet versorgt.Keine Reha- nur sporadisch Logopädie und Nacheinstellungen.Ich finde das hören mit CI noch immer abenteuerlich schräg, würde es aber nicht missen wollen- vor allem wegen des dreidimensionalen Hörgewinns, und weil ich doch ein sehr gutes Sprachverständnis habe- das kommt aber nur zur Geltung wenn ich direkt über die Spule höre. Sonst leitet das normalhörende. Was bei mir seltsam ist: das Hirn registriert den VI Input leicht zeitverzögert- die Verzögerung schrumpft wenn die Signalintensität gesteigert wird, aber ein wenig bleibt. Ich denke erst in 10 Jahren werden wir wissen welche Hörerfolge bei SSD möglich sind. Dann wird es genügend Patientenanwalt mit Langzeiterfahrung geben.

    Herzlich Willkommen, auch ich gehöre zu den Weihnachtsausfällen, bei mir war es 2015- September 2016 wurde implantiert. Das war für mich die richtige Entscheidung, da das Hören wieder dreidimensional ist aber- ich kann in großen Gruppen ohne CI fast besser als mit hören, Musik mit CI klingt interessant, anders, schräg und ich finde das recht spannend. Gerade als SSD Patient hat man -glaube ich -eine fläche Lernkurve die aber auf hohem Niveau beginnt, da das Hirn gut verarbeitet. Ich wünsche alles Gute, und eine komplikationslose OP ( ich wurde an einem Mittwoch operiert, und könnten Montags darauf wieder arbeiten). Ich habe Akkus gewählt, da die für SSD weniger Problematisch sind (wenn sie leer sind hört man ja einseitig weiter)

    Diese Löcher habe ich auch, ist glaube ich normal- aber lieber nicht zuviel dort drücken- wenn ich da drücke höre ich einen sehr hohen Ton, wahrscheinlich weil bei mir nur die hohen Frequenzen der Hörschnecke intakt sind, und ich dann die Sonde ein ganz kleinwenig unter Spannung auf dem ersten Wegstück setze- da diese Sonden sich nicht zuviel bewegen sollen habe ich den Auftrag bekommen nie so zu drücken, dass ich dieses Geräusch auslöse.

    Nikita, was mich wirklich interessiert- höre nur ich auf dem CI Ohr leicht verzögert? Sobald das gute Ohr auch nur die geringste Chance bekommt mitzumischen ist es immer schneller- ich kann nur mit Kabel ehrlich üben. In Österreich gibt es auch keine Reha, ich war ein paar mal bei einer Logopädin, aber das hat nicht viel gebracht, da dort nicht direkt über das Kabel geübt wurde.

    Eine Freundin hat ihr Kind ( angeboren SsD) wenn ich mich recht erinnere noch vor dem 4. Geburtstag implantieren lassen- das Kind ist sehr klug, eine ausgezeichnete Schülerin und sie trägt ihr CI oft, kann damit besser dem Unterricht folgen, und empfindet es wohl als brauchbare Hörergänzung, -wenn die Batterie leer ist vergisst sie es aber auch, und verlegt es- sie ist ja nicht darauf angewiesen, und dann muss gesucht werden. Für Eltern ist es sicher noch ein Stück aufwendiger, sich auf ein CI einzulassen, es braucht noch ein bisschen mehr an Konsequenz, damit es ein erfolgreiches Unternehmen wird.

    Ich glaub bei mir ist es etwas anderes, da ich meine Roboterstimme durch alle Einstellungen behalten habe. Mein CI Ohr ist mit der Roboterstimme etwas zeitverzögert zu meinem normalhörenden Ohr. Ich habe mittlerweile das Gefühl, dass das nicht bei allen so ist. Diese langsame Stimme ist robotrig, blechern, monoton, laut. Dann habe ich jetzt seit ca. 5 Monaten auch eine etwas frühere, wesentlich natürlicher klingende Schallwahrnehmung, die ist aber nur dann wahrnehmbar, wenn ich direkt auf der Spüle höre. Im Alltag wird sie vom guten Ohr und vom lauten, langsamen CI- Geräusch zugedeckt- die Hoffnung ist, dass irgendwann das Hirn merkt, dass es sich an diesem leisen naturnahen Klängen „festhalten“ sollte.

    Ich hoffe, dass mein Hirn irgenwann die Roboterstimme ausblendet, aber ich denke, wenn überhaupt wird es lange dauern, was ich mir nicht vorstellen kann ist, dass ich irgenwann eine stärkere Signalintensität vertragen könnte.

    Ich kenne das, ich habe die Roboterstimme laut, ohrnahe, etwas verspätet, und eindeutig im Vordergrund- und dann verborgen, weiter weg, in Echtzeit und leise die „natürliche“ Version- höre ich aber nur wenn ich mit der Spule direkt trainiere. Höre sehr gut auf dem anderen Ohr. Kann das CI leider nicht lauter stellen um die natürlichen Töne besser zu hören, da sonst der Roboter zu laut wird.

    Ich kann das gute Ohr auch nur mit weißem Rauschen komplett vertäuben- und da tut mir dieses Ohr dann immer etwas leid. Also lass ich es- allerdings hat sich bei mir in den letzten 16 Monaten seit der Anpassung leider keine Dynamik auf dem versorgten Ohr eingestellt. Ich könnte sofort blecherne Stimmen hören, und über die Spule Sprache verstehen wenn sie langsamer gesprochen wurde. Das CI ist einfach langsamer, also hört im Alltag immer das gute Ohr zuerst. Ich habe mit meiner HNO-ÄRZTEN -Ärztin gesprochen und die meint, dass ich kein Einzelfall bin.

    Es ist immer wieder schwierig als CI-Träger herauszufinden welche medizinischen Prozeduren beziehungsweise Freizeitaktivitäten man meiden soll, und welche erlaubt sind. Ich habe auch das Gefühl das hier manchmal etwas willkürlich alles verboten wird was eventuell schädlich sein könnte. Nützlich finde ich diese britische Seite https://www.cmft.nhs.uk/media/1238562/bcig.pdf - hier wurde zuletzt 2014 eine gute Text für alle CI-Marken erstellt.

    In der neueren Version werden diese Ratschläge nun für alle Firmen extra aufgelistet.

    Meist wird man dann auf die Homepage des Produzenten verlinkt http://www.bcig.org.uk/safety/

    Entspannend finde ich vor allem, dass hier auf das Thema Ultraschall beziehungsweise Zahnarzt eingegangen wird.

    Bei mir läuft das Training auch suboptimal. Wenn das gute Ohr mithört "übernimmt" es ständig die Hörarbeit, um das gute Ohr zu vertäuben genügt aber im Alltag kein Gehörschutz - also könnte ich nur direkt über die Spüle üben; aber da bekomme ich immer recht rasch das Gefühl, dass dies den Hörnerv überfordert- ich lass das CI Ohr jetzt einfach im Alltag mitlaufen.

    In den letzten Tagen ist mir aufgefallen, dass immer weniger Geräüsche auf dem linken implantieren Ohr "ankommen"- direkt über Kabel ist es so wie immer- bin technisch nicht versiert- aber der Sonett hat ja zwei Mikrofone-können beide Mikrofone zugleich defekt werden? Abdeckung wechseln hat gar nichts gebessert.Irgendwelche Ratschläge was ich noch versuchen könnte? Werde natürlich auch Medel kontaktieren aber bin nicht sicher wie schnell die jetzt in der Urlaubszeit reagieren.
    Danke!

    Bei mir war nach der plötzlichen Ertaubung durch den Hörsturz nur im Hochtonbereich noch ein Rest vorhanden, den hätte ich aber nie für die Kommunikation verwenden können. Im Gegensatz zu Alex hatte ich überhaupt keinen Tinitus. Ich glaube nicht, dass das durch ein spätes Ertauben immer losgetreten wird. Nach der Implantation war der Hörrest circa 10 dB leiser und das ist er bis heute geblieben. Bei mir ist das aber auch angenehm weil der Hörrest bei sehr lauten Gesellschafts-Unterhaltungen ein diffuses lautes Brandungs-Geräusch verursacht hat - so habe ich dann in Menschenmengen noch weniger verstanden.
    Ich glaube aber, dass ich sehr heikel wäre, wenn mein Resthören ist es mir noch ermöglicht hätte am Abend mit meinem Mann zu kommunizieren. Ich glaube in deinem Fall ist es sehr sehr wichtig das noch einmal mit dem Operateur zu besprechen.

    Die Dauer der Krankschreibung ist sicher immer eine Frage der individuellen Konstellation. Ich wurde an einem Mittwoch implantiert und konnte am Montag darauf wieder arbeiten- weil ich auf dem anderen Ohr gut höre, Glück hatte das alles glatt ging, ich ein rücksichtsvolles Umfeld in meiner Arbeit habe und mir die Zeitvorgaben einteilen konnte- wenn einige Faktoren nicht passen kann es sicher auch leicht zu einem wochenlangen Krankenstand kommen - wichtig ist sicher schon im Vorfeld abzuklären wie einem die Arbeitsstätte nach der Operation beim Wiederanfang unterstützen kann.