Posts by fermoll

    Gestern war ich zur 2 Jahresüberprüfung im Klinikum der RWTH. Der Professor meinte, dass die Möglichkeiten von CI und HG praktisch ausgereizt sind. Trotzdem versuche ich vor allem mit den in #27 genannten Mitteln die Klangqualität des Hörens über das CI noch zu verbessern. Das Training von Tonleitern, Intervallen, Akkorden u.a. soll die Gehörbildung auf der CI Seite verbessern. In der Klinik habe ich einen Jungen im Alter unseres jüngsten Enkels mit CI gesehen. Ich könnte mir vorstellen, dass eine intensive musikalische Früherziehung diesem Kind auch für das Hören lernen hilfreich wäre.

    Ich stehe dem großen Fluss sehr kritisch gegenüber und kaufe da nur im Notfall. Bei den Stadtbibliotheken kann man sicher Hörbuch und ebook bzw. Papierbuch parallel ausleihen.

    Das Hören mit dem CI ist ähnlich dem Hören von Neugeborenen. Es entwickelt sich nur langsam, vor allem, wenn man lange taub war. Man muss es nur intensiv füttern, also fleißig trainieren.

    Da ich recht gut ausgerüstet bin, würde ich das ebook auf meinem tablet lesen, das Hörbuch auf meinen PC laden, da ich da leichter CI und HG trennen kann. Die Papierausgabe ist natürlich auch möglich. Zum anderen müsste es auch möglich sein, beides auf den PC zu laden und nebeneinander laufen zu lassen (Multitasking).

    Seit ca. 2 Wochen trage ich nun die Kombination Nucleus 6 plus Lynx 3D5, davor 5 Wochen zur Probe. Hier ein erstes Fazit.

    1. Der wichtigste Grund für den Wechsel des HG war die Möglichkeit der Kopplung des CI und HG beim Telefonieren über den TelfonClip. Das ist für mich eine wesentliche Verbesserung der Lebenssituation. Ich kann telefonieren ohne allzustark vom Umweltlärm gestört zu werden. Vorher musste ich das Telefon immer laut stellen um einigermaßen verstehen zu können.
    2. TC und Tablet:
      Den TC habe ich zusätzlich zum Smartphone mit einem Tablet gekoppelt. Damit kann ich über das Tablet mit Hilfe der Smart 3D App Hörbücher, Webseiten u.ä. hören, jedoch mit der Einschränkung, dass ich zum einseitigen Hören CI o.HG ausschalten muss.
    3. Nutzung des AudioBeamers am PC:
      Das HG wird über den Telefonclip mit dem Beamer gekoppelt, das CI direkt. Mit Hilfer der Smart 3D App kann ich das HG vom Beamer trennen oder zuschalten. Das CI schalte ich SP an u. aus. Am PC habe ich mein Keyboard Yamaha PSR E 353 über Midi-UB angeschlossen.

    Zum Hörtraining, das ich im letzten Jahr wegen anderer Baustellen -Rücken OP und Star OP- venachlässigt habe, verwende ich überwiegend die Kombi 3, wegen der Schaltmöglichkeiten.

    1. Hörbücher:
      Über die Onleihe der Stadtbücherei, im Moment vorwiegend historische Romane : Tanja Kinkel, Das Lied der Nachtigall, im Moment mein Favorit, da es von einem weiblichen und männlichen Sprecher abwechselnd gesprochen wird. Ich kann da einen deutlichen Unterschied feststellen. Außerdem M.Zimmer Bradley, die Avalon Romane bzw. Sabine Ebert Blut und Silber.
    2. Musikhören:
      Dieses Thema ist für mich, der ich bis Anfang der 1990er Jahre normal gehört habe, von besonderer Bedeutung. Bei den Sitzungen beim Audiologen ist mir aufgefallen, dass bei der Funktionsprüfung des CI Töne unterschiedlicher Höhe verwendet wurden. Bei der Logopädin wurde das auch trainiert, wobei Fehler beim Nachsingen der Tonhöhe oder der Intervalle von 2 Tönen auftraten. Dazu habe ich eine Webseite gefunden, mit der ein solches Training möglich: Lehrklänge
      Diese Webseite ist für mich als ehemals Hörender und mit Musik Vertrauter sehr hilfreich, vor allem die Menupunkte Intervalle ,Akkorde Tonarten, Tonleitern und Gehörbildung. Hier kann ich das CI umfassend testen und trainieren. Auch für einen Normal Hörenden ist Gehörbildung sehr wichtig. Ich denke da an die musikalische Früherziehung unserer Enkelkinder.
    3. Einbindung meines Keyboards
      Dieser Punkt war nicht so einfach, den richtigen Treiber für das Keyboard (Yamaha PSR E 353) zu finden. Als Programme verwende ich Cadenzo und den Cadenzo Tutor, beide vom selben Autor. Damit kann ich auch den Tonumfang meines CI mit dem KB prüfen. Es umfasst den Bereich von fünf Oktaven.




    Ich benutze zum Hören von Hörbüchern ein Samsung Tablet (Android). Teilweise habe ich diese von meinem PC auf das Tablet kopiert. Außerdem benutze ich die Onleihe App der Stadtbiblotheken. Damit kann ich Hörbücher lesen. Wenn du auf deinem IPad midi Dateien abspielen kannst, ist es möglich sich Dateien aus dem Internet herunterzuladen, möglichst einfache Melodien, und diese zu hören.


    Ergänzung: Interessante Seiten:

    1. Lehrklänge
      Auf der Seite kann man Tonleitern, Akkorde u.ä. hören. Es dient dazu, das CI und vor allem das Gehirn zu trainieren. Ich halte das für besser als z.B. Sprache, weil es sich um reine Töne handelt, wie sie z.B der Audiologe bei der Kontrolle der Elektroden des CI verwendet..
    2. Midi Seite
      Hier findet man eine Reihe von Liedern, die allgemein bekannt sind. Besser wären allerdings Lieder die nur die Melodie ohne Begleitung beinhalten.

    Es handelt sich um Internet Seiten, die man mit einem Browser laden kann.

    Vor einigen Wochen hatte ich einen Termin im Klinikum Aachen bei dem Audiologen. Dabei wurden die Elektroden des CI auf Funktion geprüft. Es wurden reine Töne in unterschiedlicher Höhe gesendet. Genau das schwebt mir auch vor. Deshalb habe ich mir eine Musiksoftware zugelegt, die genau das macht. Vorher hatte ich mir auf Anraten der Logopädin ein Keyboard zugelegt , aber es nicht geschafft, dieses über USB an den Rechner anzubinden. Das halte ich für besser als das Keyboard im Raum zu hören. Über den Rechner und den Audiobeamer kann ich die beschallte Seite auswählen, bei mir CI oder HG oder beides. Den Anreiz für mich bildete die Tatsache, dass ich vor meiner Schwerhörigkeit vierzig Jahre in Chören gesungen habe, aber kein Instrument beherrsche. Vielleicht gelingt es mir ja noch, auf dem Keyboard zu spielen. Ich habe vor so vorzugehen, wie ich es bei den Enkeln in der musikalischen Früherziehung erlebt habe, nämlich Töne, dann Rythmus, dann Tonleitern, Intervalle, Akkorde und schließlich Harmonien zu hören. Meinen Hörfortschritt teste ich an Sequenzen aus dem Weihnachtsoratorium und zwar die Parts des Evangelisten, einem hohen Tenor, untermalt von Basso Continuo - Orgel und tiefe Streicher. Tiefe Stimmen machen mir mehr Probleme. Das WO habe ich gewählt, da ich es mehrfach mitgesungen und gut in Erinnerung habe. Ebenso besitze ich eine Sammlung von Midi-Dateien, Kinder- und Volkslieder, die ich aus dem Internet heruntergeladen habe. Die sind recht einfach strukturiert, so dass das CI sie bewältigen kann und sie lassen sich mit beliebigen Instrumenten abspielen.

    Was die Hörbücher anbelangt, benutze ich die Onleihe unserer Stadtbücherei, die eine ganzer Reihe von Hörbüchern abietet. Man kann sie auch auf CD ausleihen.

    Fibi

    Es geht für den Sohn darum, Audio-Daten zu finden, die ihn interessieren. Wenn er z.B. gerne liest, gilt es Literatur in Form von Hörbüchern zu finden und die dann elektronisch so zu handhaben, dass sie nur auf dem CI ankommen. Die Möglichkeiten des N7 sind da wohl wesentlich einfacher als die mit meinem N6.

    Dazu meine neuesten Erkenntnisse mit CI, HG, Audio-Beamer und Telefon Clip:

    1. Mein Audio-Beamer ist an den Audio-Ausgang meines Rechners angeschlossen. Der Clip ist mit dem Smartphone gekoppelt. Das CI empfängt die Daten direkt über den Beamer, das HG über Beamer und Clip. Der Clip wird in diesem Fall direkt über die App gesteuert, z.B. an- und abgeschaltet. Den N6 schalte ich direkt mit dem oberen Knopf (Anschalten: lange drücken, Abschalten kurz drücken). Diese Anordnung ermöglicht es mir, alleine über das CI oder das HG zu hören, bzw. über beide. Das kann man sehr gut zum Üben und Vergleichen anwenden.
    2. Telefon Clip: Der Clip hat bei meiner Konfiguration verschiedenen Funktionen:

      Zum einen dient er dem Telefonieren. Zusammen mit dem Resound HG bin ich nun in der Lage, mit dem Handy Telefongespräche in einer guten Hörbarkeit mit beiden Ohren zu führen. Da wir eine Fritz Box benutzen, kann ich mit der Fritz Fon-App auch Festnetzgespräche annehmen.Leider ist bei der App. ein Weiterleiten des Gesprächs auf andere Apparate ist nicht möglich. Der Clip ist in diesem Fall eine echte Verbesserung meiner Situation.

      Zum anderen habe ich den Clip über Bluetooth mit einem Tablet gekoppelt, auf dem ich Zeitung lese oder Tagesschau.de sehe. Die Tonqualität der VideoClips ist sehr ordentlich. Auch die Hörbücher, die ich aufgespielt habe oder über die Onleihe der Stadtbücherei herunterlade, lassen sich sehr gut hören. Schwieriger als beim Beamer ist es jedoch, die Ohren einzeln anzusprechen, um z.B. das Ci zu trainieren. Das geht beim Beamer besser,doch ist dieser an das Stromnetz angewiesen, während ich beim Tablet vom Netz unabhängig bin. Der T-Clip muss alle sechs Stunden aufgeladen werden.

    Die direkte Anbindung an das I- oder Smartphone beim N7 + HG ist da natürlich komfortabler.

    Hallo Summer

    Auch ich will meine Erfahrungen mit dem CI und dem Musikgenuss beisteuern.

    Bis Anfang der 1990er Jahre konnte ich normal hören und habe vierzig Jahre in Chören gesungen, incl. großer Oratorien. Als die Schwerhörigkeit anfing, habe ich auch wegen Problemen mit dem Kehlkopf das Singen aufgegeben. In den letzten Jahren vor der EA konnte ich keine Musik mehr hören. Nach der Implatation habe ich mit Hörbüchern angefangen, da das CI ja vorwiegend im Bereich der Sprache arbeitet. Als aber die Logopäden der RWTH Aachen ein Keyboard in die Behandlung einbrachten, habe ich ein solches angeschafft ,obwohl ich nicht spielen kann, und mein CI bzw. das Ohr über den Audio Beamer mit Klängen traktiert und zwar einseitig. Auch spiele ich häufiger Teile des Weihnachtsoratoriums vor, das ich selbst mitgesungen habe. Die Qualität schätze ich danach ab, was ich vom WO verstehen kann. Das sind im Moment vor allem die Stücke des Evangelisten - hoher Tenor plus Basso Continuo - die ich verstehen kann. Weniger die Instrumentalstücke. Bevor ich das Resound Hörgerät bekam hatte ich den CI und den HG Audio Beamer mit meinem Rechner gekoppelt. Damit war das Hören von Musik verbessert. Seit einiger Zeit kann ich auch wieder Fernsehen. Dort benutze ich eine Dolby Surround Anlage. Musik war aber grenzwertig. Die Anschaffung des Resound HG, das mit dem CI gekoppelt werden kann, hat die Situation verbessert. Das Hören von größeren Orchestern ist aber nach wie vor problematisch.


    Wie ich gelesen habe, kannst du tiefe Frequenzen noch hören.

    Vielleicht sind dann Elektro-Akustische Implantate, z.B. von Cochlear oder MedEl für dich eine Lösung. Chirurgisch dürfte das m.E. kein Problem sein, da in diesem Fall die Elektrode nur in den vorderen Teil der Schnecke eingeführt wird, der für die hohen Töne verantwortlich ist.

    Ich weiss trotz Enkelin in dem Alter nicht genau, was Teenies so lesen. Aber ich finde in der Onleihe meiner Stadtbibliothek eine Reihe von Hörbüchern auch für Jugendliche. Zum anderen könnte man das CI über den Audio Beamer mit dem Fernsehen oder Radio koppeln. Dann wird das Hören auf das CI beschränkt.

    Ich betreibe an meinem N6 seit zwei Jahren vier große Akkus ohne Probleme. Die wechsle ich jeden Morgen. Allerdings schalte ich das CI aus, wenn ich schlafe. Deshalb kann ich kaum Aussagen zur Lebensdauer einer Ladung machen. Wenn ich das Wechseln mal vergessen habe, quittiert das CI meist gegen Abend seinen Dienst.

    Beim normal Hörenden wird das Richtungshören durch den Laufzeitunterschied des Schalls zu beiden Ohren bewirkt. In der frühkindlichen Entwicklungsphase wird diese Fähigkeit verfeinert. Nach der Implatntation muss diese Fähigkeit genau so neu gelernt werden, wie das Sprachverstehen. Das Gehirn muss sich auf die neue Situation einstellen. Ich hatte schon in der Zeit vor der Implatation damit Schwierigkeiten, da die Hörfähigkeit auf beiden Ohren unterschiedlich war.

    Fibi

    Welchen SP benutzt dein Sohn. Wenn es ein N7 ist, ist die Verbindung mit dem Resound HG optimal. Beide Geräte werden zusammen mit einem IPhone gesteuert und können so optimal aufeinander abgestimmt werden. Beim N6 bei mir ist es etwas umständlicher. Es geht über den Telefonclip beim Telfonieren. Die Verwendung des Audiobeamer ist schwieriger. Das HG wird über den Clip mit dem Beamer gekoppelt und kann mit einer APP auf dem Handy gesteuert werden, das Ci wird direkt an den Beamer gekoppelt. Wenn die Lautstärke geändert werden muss, ist die Fernbedienung notwendig.

    Da die Erstanpassung noch nicht lange her ist, einen Rat an den Sohn. Intensives Üben mit Hörbüchern bei ausgeschaltetem HG, am besten mit dem Beamer. Wenn ein Musikinstrument zur Verfügung steht, auch damit. Ich nutze z.B. ein Keyboard, das mit dem Beamer gekoppelt ist. Die Qualität des Hörens über das Ci lässt sich sehr gut mit einfachen Melodien abschätzen, am besten mit einer Solostimme.

    Die Nutzung eines Hörgerätes auf der OP-Seite ist nur sinnvoll, wenn ein Resthörvermögen vorliegt und das System nicht wie bei mir komplett ausgeschaltet wird (Cochleosacculotomie), weil das Gleichgewichtssystem Theater macht.

    Es gibt die Möglichkeit des hybriden Hörsystems bei Patienten, bei denen das hochfrequente Hören ausgefallen ist. Ich nehme aber an, dass das bei dir nicht der Fall ist.

    Jetzt habe ich fast zwei Jahre Erfahrung mit dem Nucleus 6 und war eigentlich sehr zufrieden mit dem Hören, mit Ausnahme des Telefonierens und des Musik hörens. Die Betreuung durch die HNO-Klinik der RWTH Aachen fand ich sehr gut, obwohl ich sie wegen anderer Baustellen - Grauer Star-OPund Rücken-OP - in 2017 vernachlässigt habe. Im Frühjahr hat mich die HNO-Abteilung aber auf die Zusammenarbeit zwischen Resound und Cochlear aufmerksam gemacht. Nun trage ich seit September ein HG Lynx 3D 5 von Resound im rechten Ohr und einen Telefonclip auf der Brust. Seitdem kann ich mit dem Handy mit einer guten Sprachqualität telefonieren. Vorher war es nur mit Lautstellung des Telefons möglich. Da ich eine Fritzbox benutze, kann ich auch Anrufe aus dem Festnetz mit dem Handy entgegennehmen. Das funktioniert wie eine Freisprechanlage und ist auch im auto zu benutzen. Leider habe ich kein Nucleus 7, das direkt über eine App mit Iphone zu nutzen ist, da CI und HG zusammen gesteuert werden. Ich benötige den Telefon Clip, auch für die Nutzung des Audio Beamers. Das ist ein wenig umständlich, aber im Ergebnis hervorragend. Ich kann wieder Musik hören, wenn auch nicht in der Qualität vor der Schwerhörigkeit. Man muss immer bedenken, die Technik ist nur ein eingeschränkter Behelf. Meine Lebensqualität in bezug auf das Hören hat sich seit September wieder sehr verbessert.

    Jetzt trage ich mein CI seit 5 Monaten und finde es an der Zeit, meine Erfahrungen mit dem CI und der Betreuung durch das Klinikum Aachen weiterzugeben.
    Zuerst zum CI. Meine Lebensqualität hat sich durch das CI entscheidend verbessert. Ich bin in der Lage, mich auch in lauterer Umgebung zu unterhalten, wenn der Partner in der Nähe ist. Im CI sind mittlerweile vier unterschiedliche Programme freigeschaltet, so dass ich auf verschiedene Situationen umschalten kann. Zusammen mit dem Fernsehadapter bin ich in der Lage, an meinem Rechner nur mit dem CI Nachrichten zu hören. Mit Reportagen in lautem Umfeld habe ich noch Probleme.
    Mit der Betreuung durch durch die HNO-Klinik bin ich sehr zufrieden. Bis Weihnachten hatte ich alle vier Wochen einen Termin, Einstellung durch den Audiologen, Training mit Logopäden, Hörtest in der Ambulanz und jedes 2.Mal Untersuchung durch den Prof.Am Freitag war ich mal wieder in Aachen, da ich im Januar verreist war und einen Termin wegen Erkrankung absagen musste. Jetzt wird die Betreuung im zweimonatigen Rhytmus fortgesetzt. Ich muss jedoch anmerken, dass ich Privatpatient bin.
    Es bieibt allerdings auch noch ein Problem mit dem CI, nämlich im Zusammenspiel mit dem Hörgerät im rechten Ohr. Das bedeutet,immer zwei Fernbedieungen auf der Brust baumeln zu haben, vor allem aber Probleme beim telefonieren. Das geht im Moment nur, wenn das Tel. lautgeschaltet ist oder über BT nur mit dem Hörgerät.Deshalb steht der Wechsel des HG im Raum. Cochlear kooperiert mit der Fa. Resound GN . Deshalb empfiehlt der Prof., probeweise ein HG dieser Fa. auszuprobieren, auch wenn die Beihilfe sich im Moment noch nicht an den Kosten beteiligt.

    Ich habe eine weitere Woche mit dem CI hinter mir und bin positiv überrascht. Zusammen mit dem HG kann ich mich recht gut verständigen, auch in extremen Situationen, z.B. auf dem Markt. Auch in kleinen Gruppen geht es mittlerweile, auch wenn ich das Programm Café noch nicht getestet habe. Nachrichten auf Tagesschau.de als Video kann ich mühelos verfolgen, wenn ich die Umwelt ausschalten kann(TV-Adapter mit ausgeschaltetem HG)- Beim Spielen der Tonleiter auf dem Keyboard merke ich jedoch, dass die Tonhöhen in einigen Bereichen noch nicht richtig übertragen werden. Ich schalte dann das HG über den TV-Adapter hinzu, spiele ein wenig. Wenn ich danach das HG abschalte, höre ich eine Zeit lang die Töne genauer. Ich könnte mir vorstellen, dass da Übung zu einer Verbesserung führt. Zum Üben verwende ich auch Midi Dateien von Kinderliedern, die ich kenne. Hilfreich könnte dabei ein Programm wie Ludwig sein. Da kann man die Geschwindigkeit verändern

    Die Ermüdungserscheinungen habe ich schon ohne CI mit beidseitigem HG und vor allem in der Zeit empfunden, wo das linke Ohr taub geworden war. Als Biologe vermute ich, dass da Hörzentrum überlastet war. Ich brauche schon seit vielen Jahren den Mittagschlaf, um dann wieder fit zu sein. Das ist aber bei Schülern nicht anders. Nach sechs Stunden Unterricht sind die platt. Wenn wir die Familie zu Besuch haben ( 7 Enkel), muss ich mich nach ca. 2 Stunden zurückziehen, die HG abschalten und die Augen zu machen. Auf das CI bezogen besteht die Frage, inwieweit der SP das Corti Organ mit seiner Filterwirkung ersetzen kann. Dazu dienen auch die Programme, die man einstellen kann. Es bleibt aber eine mehr oder weniger unzulängliche Prothese. Für mich bleibt die Frage, inwieweit man durch gezieltes Training das Hörzentrum optimal auf die neuen Bedingungen einstellen kann. Das reizt mich als Biologe und ich habe ja auch die Zeit dazu.

    Etwas mehr als eine Woche nach der Erstanpassung hatte ich gestern meinen 2. Termin beim Audiologen, der Logopädin und dem Hörtest. Hier konnte ich berichten, dass ich in der Lage bin, nur mit dem CI Hörbücher ohne Probleme zu bewältigen, die Tonleiter auf dem Keyboard zu hören und Gwapräche mit einem direkten Gegenüber zu führen. Der Audiologen war sehr überrascht und meinte, das wäre vielen Patienten erst nach ca. einem halben Jahr möglich. Deshalb hat er nach einer neuerlichen Anpassung de SP zwei weitere Hörprogramme freigeschaltet. Neben dem Scan- (Raushunterdrückung) und dem normalen Programm das Café- und das Musikprogramm. Bei der Logopädin ging es ähnlich. Sie führte einen Test Wetterbericht durch mit längeren Sätzen, die ich durchweg wiedergeben konnte. Dann war das Keyboard an der Reihe. Die Probleme, zwei eine Sekunde auseinander liegende Töne zu unterscheiden, waren im mittleren Tonbereich nach wie vor vorhanden. Da werde ich zu Hause weiter dran arbeiten. Vielleicht kann ich ja mit 72 noch Keyboard spielen lernen. Auch das Problem der Ermüdung wurde deutlich angesprochen,mit der Maßgabe, mich nicht zu übernehmen und nicht die Lust zu verlieren. Auch der Hörtest war wohl recht vielversprechend.
    Die nächste Anpassung erfolgt in drei Wochen.


    Nachtrag:
    Die Übungen mache ich meist mit dem über den TV-Adapter verbundenen CI. Manchmal schalte ich das HG dazu. Bei Unterhaltungen benutze ich meist CI u. HG, verändere aber häufiger die Bedingungen. Es bleiben nach wie vor die Probleme des Hörens in akustisch schwierigen (hallenden) Räumen.

    Quote

    Aber egal welcher Input anliegt: langsam angehen lassen und bei
    Anzeichen von Ermüdung runterschalten und ggf. auch mal eine Pause
    einlegen, bis sich das Gehirn so allmählich eingeschwungen hat.

    Die Sache mit der Ermüdung ist ein ganz wichtiger Gesichtspunkt, den auch die Fachleute in Aachen angesprochen haben. Dabei geht es auch um den Hörnerv selbst. Der war lange Zeit ohne Beschäftigung und wird jetzt wieder gereizt. Man vergisst sehr leicht, dass die Nervenfunktion einen großen Teil der Energie verbraucht, die man in form von Nahrung zuführt. Es könnte sein, dass die geringere Funktion des mittleren Tonbereichs, wie in den letzten Beiträgen beschrieben, auf Ermüdung zurückzuführen ist. Ich hatte da einige Stunden Hörbuch hinter mir. Das werde ich überprüfen, wenn ich das Keyboard habe. Vielleicht war auch der Schwindel auf Ermüdung zurückzuführen. Der Körper wehrt sich selbst.