Posts by sanne

    Ein herzliches Willkommen auch von mir. Ich komme ebenfalls aus SH, bin Sonderschullehrerin und sowohl mit CI als auch mit einem Hörgerät versorgt. Die Verhaltensoriginalität der Schüler*innen kenne ich durchaus, allerdings arbeite ich an einer Förderschule, an der die Klassenstärke um einiges geringer ist als an der Regelschule.

    Durch eine zusätzliche fortschreitende Sehbehinderung bin ich seit diesem Schuljahr komplett in der Einzelförderung eingesetzt, wofür ich sehr dankbar bin.

    Das du im normalen Schulwahnsinn an deine Grenzen stößt ist absolut nachvollziehbar, und dass dich das in die Erschöpfung treibt nur logisch.

    LG sanne

    ich bin eine, die das "Vergnügen" hatte, dreimal eine Erstanpassung (EA) auf einem Ohr zu haben. Immer der gleiche Hersteller allerdings. Ich habe ab der 2. EA nicht von ganz vorne angefangen mit dem Hören lernen, allerdings etwas rückschrittig. Der Klang war jedes Mal etwas anders, vermutlich weil die Elektrode nie haargenau an die gleiche Stelle platziert werden kann. So viel zu meinen Erfahrungen. Ob ein anderer Hersteller ein völlig anderes Klangbild ergibt glaube ich jetzt nicht so recht, da das Prinzip ja bei allen Herstellern das gleiche ist.

    ...Ich rechne mit 8 Monate bis alles wieder normal ist. Es braucht sehr viel Logopädie und Übungen (über diverse Apps) wo ich selber machen kann...

    8 Monate ist eine sehr optimistische Einschätzung. Und das mit dem "wieder normal" ist ebenfalls sehr relativ.

    Interessant finde ich die Aussage, dass der Tinnitus verschwinden wird. Das kann man meiner Meinung nach gar nicht Vorhersagen.

    Ich wünsche dir viel Erfolg für die Operation und deine Hörreise.

    Ich weiß gar nicht, was ihr alle habt… für mich ist das ein Themenfilm, der die Gehörlosenkultur und ihr Streben nach Selbstbestimmung in den Mittelpunkt stellt… Ich fand da nichts kitschig, die Richterin fand ich sehr gut verkörpert von der Schauspielerin… und die Botschaft, dass unsere Gesellschaft für Vielfalt steht finde ich gut…sehr fand ich auch die filmische Darstellung von Stille/DGS und akustischer Welt..

    Ich persönlich empfand es als einen Film über eine Richterin, die den Tod ihres eigenen Kindes verarbeiten muss. Die CI-Geschichte war eher am Rande als im Mittelpunkt. Die vermeindliche Hilflosigkeit von gehörlosen Menschen in der hörenden Welt hatte für mich ebenfalls einen komischen Beigeschmack. Da war mir zu viel Opferrolle dabei.

    Aber man muss ja nicht alles gleich gut finden ;)

    Ich habe zwar noch nicht geantwortet kann aber vielleicht dennoch auf deine Frage antworten. Nach meiner Implantation und Erstanpassung war ich anfangs ziemlich häufig, etwa 1x die Woche, später in größeren Abständen zur ambulanten Reha und Einstellung im Krankenhaus. Dort hatten alle stets ein offenes Ohr für Schwierigkeiten, Gedanken und auch Sorgen. Zudem gab es eine CI-Gruppe, eine Selbsthilfegruppe, in der man sich austauschen konnte, Später kam das Gruppenhörtraining dazu, wo die CI-Träger ähnlich lange implantiert waren.

    Das alles zusammen hat mich gut durch die Anfangszeit getragen.

    Ich habe meinen Mitmenschen Hörbeispiele vorgespielt, die zwar nicht meinen persönlichen Höreindruck haargenau widerspiegelten, aber dennoch die Augen dafür öffnete, wie anders das Hören ist. So bekam ich auch von Nichtbetroffenen das nötige Verständnis, wenn man trotz der Technik "immer noch nicht" alles verstand.

    Man muss nicht zwangsläufig in emotionale Tiefphasen rutschen, wenn man auf sich achtet, auch mal eine Pause macht und nicht zu viel auf einmal erwartet.

    Ganz besonders wichtig: Vergleiche dich niemals mit anderen. Jeder geht seinen individuellen Weg. Und jeder hat mal einen schlechten Tag, aber nicht jeder gibt es zu ;)

    Ich finde es gut, das du NeffiNoelli die ganze Sache in Angriff nimmst mit der Reha. Das wird schon. Und es wird dir was bringen wenn du das willst, ganz bestimmt.

    Ja, mir hat die Reha in vielerlei Hinsicht geholfen. Ich persönlich habe viel Hören im Störlärm geübt, es gab Einzelstunden aber auch Gruppenhörstunden, daneben Vorträge, psychologische Gespräche und eben auch geführter Erfahrungsaustausch. Es ist eine intensive aber lehrreiche Zeit,

    Und das hilft bzw bessert die individuelle Hörsituation? Kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Vor allem auch wegen dem Sport. Hat für mich doch nichts mit dem Hören zu tun. Hörtraning mache ich jeden Tag selber, höre mir nur mit CI Dokus an. Auch was das Nachjustieren betrifft kann ich mir nicht vorstellen das das großartig was bewirkt.

    Immer noch skeptisch in allem ...?

    Eine stationäre Reha holt dich aus dem Alltag heraus, du hast Gleichgesinnte zum Austausch, du kannst dich auf deine Ohren konzentrieren und zum Ausgleich Sport, Spaziergänge oder einfach nichts machen. Gruppengespräche finden mit entsprechender Technik statt (für mich eine Erleuchtung, wie entspannt man Hören und Diskutieren kann), du kannst deine Sorgen und Nöte loswerden. Oft haben Ärzte und Therapeuten selber ein CI oder Hörgeräte so dass du auf Verständis stößt. Du lernst den Umgang mit deinem Tinnitus, kannst Entspannungstechniken kennen lernen und ausprobieren und und und...

    Und Nachjustieren kann durchaus helfen. Ja, man muss sich mich sich und seiner Situation auseinandersetzen, das kann unter Umständen unbequem sein.

    Aber letztendlich bringt es einen voran.


    Ist das alles nichts?


    Aber bleib nur skeptisch, kein Problem ...

    Hallo Bumbitom ,


    willkommen im Club der Cholesteatomgeplagten ;)

    Ich bin gerade reimplantiert nachdem sich ein Cholesteatom bei mir gebildet hat nach langer Zeit.

    Fragen werden hier im Forum gerne beantwortet.


    Gruß sanne

    Heute hatte ich arge Probleme, die leisesten Töne bei der CI-Einstellung vom Tinnitus zu trennen. Ich habe mich darauf konzentriert, den pulsierenden Ton anstelle des durchgehenden ähnlich klingenden Tinnitus zu hören.

    War glatt schon eine Portion zusätzliches Hörtraining :D

    Ich finde nur, dass das Hören bzw. Verstehen mit Streamen einfacher ist. Ich höre viel verschiedene Podcasts zum Üben. Nur über den Lautsprecher ist es um einiges schwieriger. Das ist beim Fernsehen genau so, direkt in die Ohren ist es gut zu verstehen, unter "Realbedingungen" weitaus schwieriger.

    Um tatsächlich den Alltag nur mit dem CI-Ohr zu trainieren, versuche ich das Hörgerät aus zu stellen, lasse es im Ohr um nur über das CI zu hören. Das reicht bei mir zum Vertäuben" aus.

    Wenn beim Hörtest ein Ohr vertäubt wird horstdu ein Rauschen, damit du nur mit dem anderen Ohr hörst. Dieses Rauschen kannst du im Netz YouTube, was auch immer finden auf dein gesundes Ohr packen und mit dem anderen, also CI-Ohr wenn möglich ohne zu streamen, hören. Es gibt doch die Kopfhörer, die man sich einzeln ins Ohr proppeln kann ;). Dann ist das Ohr gezwungen zu Hören und zu Üben.

    Hallo Anni,

    bezüglich Reha als Lehrer*in habe ich die Information bekommen, dass die Hälfte der Rehazeit in den Ferien stattfinden muss. Man müsste also nicht unbedingt die Sommerferien dafür nehmen sondern z.B. die Herbstferien. Wenn geht, die letzte Hälfte, damit man auch bei einer Verlängerung der Reha wenigstes noch freie Zeit hatte ;). So gilt es zumindest für Schleswig-Holstein.

    In der Reha wird einem in der Regel empfohlen, den Tag über nur über das CI zu hören, in deinem Fall müsstest du deingutes Ohr mit einem weißen Rauschen vertäuben. Vielleicht hast du ja zu Hause auch zwischendurch die Gelegenheit, das zu machen um dein CI-Ohr zum alleinigen Hören zu bewegen.

    LG sanne

    Bei mir klingen Vögel mit dem CI nach wie vor wie Kinderrasseln, sobald ich bewusst darauf achte, wie ich sie höre. Ansonsten höre ich mit dem HG-Ohr die Vögel wie Vogel, das CI-Ohr wird vom Gehirn irgendwie passend dazu gebastelt.

    ci_joe es geht hier um ein Zusatzmikrofon, ich glaube da helfen deine Ausführungen nicht so recht weiter ;)

    Muggel hat schon recht, man muss in den Argumenten schon die konkrete Begründung der Ablehnung mit einbeziehen.