Posts by BerLin71

    Hallo zusammen,

    das ist ein interessantes Thema, kein Zweifel!

    Doch einige Punkte stimmen so nicht ganz.

    Moin,

    das unkontrollierte abschalten birgt Probleme, wenn gerade Schreib-/Lesezugriffe auf Speichermedien stattfinden, und nur dann

    Der Prozessor unserer CI schreibt-/liest nirgendwo. Es gibt schlicht kein Speichermedium, wofür auch? Von daher gibt es da kein Risiko.

    Der Prozessor von AB z.B.kann nur abgeschaltet werden durch trennen der Stromversorgung. Ist absolut kein Thema. Die Firmware sorgt für einen störungsfreien Anlauf nach Spannungswiederkehr

    LG Konrad

    Eins vorweg: PC und SP sind tatsächlich zwei verschiedene Computern, die man nicht direkt miteinander vergleichen kann. Der größte Unterschied gibt es bei der mechanisch betriebenen Speichermedien wie Festplatten. Ausnahme: Solid-State-Disks sind Festplatten, die sich wie Arbeitsspeicher verhalten, nur behalten sie beim Abschalten ihre Informationen. Sie kommen ohne mechanischen Antrieb aus und sollten somit recht unempfindlich gegen sofortiges Abschalten sein. Probleme gibt es da nur, wenn der PC just beim Stromausfall was auf die Platte schreiben will. Da hat Konrad vollkommen Recht.

    Ein SP hat sehr wohl einen Speicher. Wo sonst kann man die Einstellungen bei der Anpassung ablegen? Dazu das SP-Betriebssystem (Firmware).

    Dieser Speicher wird ausschließlich ausgelesen, ausgenommen bei der Anpassung. Nur mit entsprechender Software kann man in diesem Speicher einschreiben und diese Software haben die Hersteller und autorisierte Techniker. Es gibt SP mit Aufzeichnungsfunktion, aber kann ich mangels Kenntnis über die SP-Architektur keine Aussage treffen. Entweder wird alles in einen Speicher oder auf zwei Speichern (eins für den SP und eins für die Aufzeichnung) gespeichert.

    So ein System ist generell unempfindlich gegen sofortiges Abschalten. Beim Einschalten greift der SP wie jeder PC auf die erste Speicheradresse zu und leitet so das Initialisierungsprozess, booten genannt, ein. Dieses Prinzip wird seit den 70er Jahren auf allen Computersystemen mit Festwertspeicher (ROM) angewandt.


    @Konrad:

    Auch das Naida läßt sich abschalten, ohne daß man ihn von der Stromquelle trennt. Dazu muß man die Programmwahltaste ca. 5 s gedrückt halten. Nach dem Loslassen geht der SP in den Ruhemodus, genau wie wenn er eine zeitlang abgelegt wird. Mit einem einfachen Druck auf die Taste wird er geweckt.


    Herzliche Grüße,
    Bernd

    Zum Richtungshören:

    in der CROS-Studie, in der ich teilnahm, wurde auch das Richtungshören mit einem CI getestet. Es funktioniert definitiv! Allerdings nur, wenn die Schallquelle auf der versorgten Seite ist, maximal jedoch auf der 1 Uhr oder 11 Uhr Position (12 Uhr ist vorne). Im Schattenbereich funktioniert das Richtungshören sehr schlecht bis nicht mehr. Ich sass vor 7 Lautsprecher, die von 9 Uhr über 12 Uhr bis 3 Uhr stundenweise (15° versetzt) platziert waren. Kam der Ton von der versorgten Seite, konnte ich die Position relativ gut bestimmen, auf der unversorgten Seite hörte ich zwar was, konnte dann aber anhand der Lautstärke nur raten.

    Das das Ergebnis dennoch ziemlich schlecht war, war dem Umstand geschuldet, dass die Töne jeweils aus einem der 7 Lautsprecher kamen. Eine Unterscheidung zwischen rechts und links ist nicht gegeben, auch nicht mit einem CROS-Gerät.

    Eine akustische Triangulation ist erst mit zwei Mikrofonen möglich. Das dritte Mikrofon ermöglicht die Bestimmung der Höhe. Mehr Mikrofone liefern in der Regel keinen Mehrwert, außer im Aufwand. Dies ist das Prinzip der Trigonometrie und darauf basiert die Technik.

    Mit zwei Ohren kann man erkennen, woher der Schall kommt, und zwar an der Laufzeitdifferenz, wie ihr richtig beschreibt. Aber: das funktioniert nur in einem gewissen Frequenzbereich und dazu auch nur grob. Nehmen wir als Beispiel der Schall, der von links kommt. Liegt die Quelle im Bereich zwischen 7 Uhr und 11 Uhr, kann man aufgrund des Schallschattens durch den Kopf je nach Lautstärke oder Frequenz entweder nur leise oder gar nicht wahrnehmen (besonders bei tiefen Tönen wegen ihrer Wellenlänge) und damit wäre hier das Richtungshören nicht mehr gegeben. Dass eine Richtungsbestimmung dennoch möglich ist, liegt an der Ohrmuschel.

    Die Ohrmuschel bearbeitet den Ton bereits im Vorfeld, bevor er ans Trommelfell oder ans T-Mic gelangt. Der Ton wird in ihre Frequenzen und Laufzeiten sauber zerlegt weitergeleitet, im Prinzip ein Spektrumanalysator. Genau diesen Salat aus manipulierten und zerlegten Tönen kann das Gehirn entsprechend verarbeiten und die Richtung bestimmen und das trotz verschiedener Frequenzen (die Mechanik beeinflusst die Töne in jeweiligen Frequenzen unterschiedlich).

    Grob gesehen kann man das Ohr technisch wie gefolgt aufteilen:

    - Ohrmuschel: Multimikrofon (3 Mikrofone in einem), Spektrumanalysator

    - Hammer, Amboss, Steigbügel: Verstärkerstufe

    - Schnecke: Analog-Digital-Wandler (A/D-Wandler)

    Damit man mit Soundprozessoren und Hörgeräten wenigstens das Richtungshören hat, sind hier zwei Mikros nötig. Eines ist ein Omnidirektionalmikrofon und das andere ein Richtmikrofon (nach vorne gerichtet). Einzig die Fähigkeit eines Spektrumanalysator fällt weg, außer bei Trägern mit T-Mic und Im-Ohr-Hörgeräten, da sie technisch viel zu aufwendig ist.


    So langsam sollte man hier zum Thema des Threaderstellers zurückkommen. Wenn für Richtungshören Diskussionsbedarf besteht, sollte man dies in einen eigenen Beitrag ausgliedern.


    Herzliche Grüße,
    Bernd


    P.S.

    Anbei der Link zum Hören mit den Ohren:

    https://www.dasgehirn.info/wahrnehmen/hoe…all-zur-deutung

    Hallo Summer,

    meine Vorredner haben praktisch alles gesagt, so schreibe ich nur über das T-Mic.

    Über das T-Mic wird viel diskutiert und gestritten, ob die Vorteile wirklich so groß ist wie AB wirbt. Hier kann man nur auf Studien von AB zurückgreifen, denn die Erfahrungen der CI-Träger sind individuell.

    Bis heute ist mir persönlich kein AB-CI-Träger begegnet, der das T-Mic schlecht findet. Mich ausgenommen kann ich auf die Schnelle 9 Personen nennen (kleiner Kreis), von denen ich weiß, daß sie CI-Systeme von AB tragen. Alle benutzen das T-Mic. Das spricht bereits für sich.

    Für das Naida-Soundprozessor gibt es drei Betriebsmodis:

    1) nur Prozessormikrofone

    2) Prozessormikrofone + T-Mic

    3) nur T-Mic

    (das Spulenmikrofon kann nur allein betrieben werden und wird hier nicht mitgezählt)

    Die Prozessoren besitzen wie jedes Hinter-dem-Ohr-Gerät immer zwei Mikrofone, mit deren Hilfe durch unterschiedliche Schallaufzeiten die Richtung bestimmt werden kann. Eine Richtungsbestimmung mit einem Mikrofon ist technisch nicht möglich.

    Wird das Naida nur mit T-Mic betrieben, steht nur ein einziges Mikrofon zur Schallaufnahme zur Verfügung. Dass damit dennoch ein Richtungshören möglich ist, liegt am Ohrmuschel. Je nach dem, wie der Schall auf die Ohrmuschel trifft, wird der Schall mehr oder weniger verzerrt und die Schallaufzeiten entsprechend verzögert. Das Gehirn ist nach einer Lernphase in der Lage, anhand der Verzerrung und Verzögerung die Schallquelle zu lokalisieren.

    Durch die Ohrmuschel ist man in der Lage, im Raum zu hören. Damit ist gemeint, dass man die Schallquelle nicht nur vor sich, hinter sich oder seitwärts lokalisieren kann, sondern auch, ob sie über sich oder unter sich befindet. Das funktioniert mit Prozessormikrofonen im allgemeinen nicht, da hierfür technisch drei Mikrofone nötig wären, für jede Raumachse eins. Im Allgemeinen deshalb, solange das 2. Ohr den Schall nicht wahrnimmt.

    Die Ohrmuschel macht das T-Mic somit sehr mächtig. Die Vorteile liegen auf der Hand und das war auch der Grund meiner Entscheidung für AB.

    Seinen Nutzen liefert es vor allem im Störschall. Hier fällt das Ergebnis oft sehr deutlich aus.

    Ich persönlich habe die verschiedenen Modis ausprobiert und merke auch den Unterschied zwischen Prozessormikrofone und T-Mic. Mit letzerem höre ich differenzierter und runder.
    Je nach Hörbiographie besteht die Chance, dass man so gut wie kein Zubehör braucht, außer das Roger-System.

    Ein Problem sei hier nicht verschwiegen:

    das T-Mic bricht recht schnell bei unsachgemäßem Gebrauch oder falscher Bewegung, da es ein kunststoffummantelter Draht mit Mikrofon in Tropfenform am Ende ist. Bricht der Kunststoffmantel, muss das T-Mic ersetzt werden. Ist der Mantel angebrochen, kann man ihn mit einem Tropfen Kleber stabilisieren, bis Ersatz da ist (hatte ich noch nicht getestet).

    Lebensdauer eines T-Mics sollte meiner Einschätzung nach 1,5 bis 2 Jahre betragen.

    Soviel zum Vorteil des T-Mics.

    Wer ihn will, muss sich für AB entscheiden. Wem das nicht wichtig ist, hat freie Wahl.

    Herzliche Grüße,
    Bernd

    Hallo,

    für Med-El spricht, daß der Magnet des Implantates unter Verwendung eines Druckverbandes (obligatorisch bei MRT an CI-Träger) bis zu 3 Tesla drin bleiben kann. Bei allen anderen Implantate muß der Magnet operativ entfernt werden, wenn mehr als 1,5 Tesla benötigt werden. Nur bei älteren Implantaten ist der Magnet nicht entfernbar.

    Mittlerweile soll Advanced Bionics nachgezogen haben und soll einen Implantat anbieten, das wie dem von Med-El auch für MRT bis 3 Tesla ohne Entfernen des Magnetes zugelassen ist. Leider finde ich diesbezüglich keinen Artikel.

    Ist der zu untersuchenden Bereich nahe dem Implantat, muß der Magnet raus, um wenigstens ein brauchbares Bild zu erhalten. Andernfalls stört das Implantat die Untersuchung. Das Ergebnis ist der von Miriam erwähnte Schatten.

    Advanced Bionics ist außerdem der einzige CI-Hersteller, der das Ohrhakenmikrofon, das T-Mic, anbietet. Das Richtungshören ist mit dem T-Mic dank der Nutzung des Ohrmuschels um einiges differenzierter als mit Prozessormikrofonen. Schon deshalb lohnt es sich, darauf einen Blick zu werfen, ob es Einem zusagt.

    Gruß,
    Bernd

    Ganz sicher! Denn die Person spricht vom Clarion-Implantat.

    Wie ich eben recherchiert habe, gibt es noch das Clarion C2 Implantat, welches 2001 eingeführt wurde. Ich frage die Person, ob sie das Clarion C2 hat oder nicht. Da muß man wirklich genau angeben, von welchen Implantaten man spricht, sonst sind Mißverständnisse vorprogrammiert. Ich wußte bis eben nicht, daß es verschiedene Clarion-Modelle gibt. Der Artikel, den du verlinkt hast (Danke dafür!), betrifft nur das Clarion C1 bzw. C1.2.


    Herzliche Grüße,
    Bernd

    Hallo Thumbsup,

    zufälligerweise kenne ich einen Patienten, mit dem ich auch im Kontakt stehe, mit einem Clarion- und einem HiRes-Implantat und diese Person trägt beidseitig Naida CI Q70. Eine Nutzung des Naidas mit einem Clarion-Implantat ist definitiv möglich, auch wenn der Prozessor nicht ausgereizt werden kann.

    Gibt es irgendwo einen Artikel, der deine Aussage belegt? Mich verwundert die Aussage sehr.


    Herzliche Grüße,
    Bernd

    Hallo Willibald,

    das Sprachverständnis ist eine besondere Herausforderung. Danach kommt Musik. Da du aber am implantierten Ohr fast 70 Jahren fast nichts gehört hast, muß man wirklich klein anfangen und geduldig herantasten, genau wie du richtig erkannt hast.

    Bis dahin genieße einfach die Töne im Spessart: Blätterrauschen, Vogelzwitschern, Wind, uvm., was bereits sehr viel ist. Und was das Sprechen betrifft, unterstützt das CI das Verstehen im Störschall (abhängig von der Stärke) in Verbindung mit dem Mundabsehen. Wichtig ist, daß du das Hören genießen kannst. Je mehr du genießt und freust, umso größer die Wahrscheinlichkeit weiterer Fortschritte.

    Ich bin gespannt auf deine Erlebnisse!

    Herzliche Grüße,
    Bernd

    Musikhören geht mit CI auf jeden Fall. Wer das Gegenteil behauptet, hat entweder keine Ahnung oder, im Falle eines CI-Trägers, keine Geduld. Musik umfasst einen größeren Spektrum als Sprache. Was man am Ehesten vermissen wird, ist der Bass, da das CI in der Regel ab 100 Hz stimuliert. Das liegt daran, dass die Elektroden technisch bedingt nicht tief genug eingeschoben werden kann, denn die Hörnerven für tiefe Frequenzen liegen am Ende der Schnecke und dort ist die Krümmung am Stärksten und der Cochlea-Kanal sehr eng.

    Wie gut man den Bass hören kann, ist von Patient zu Patient verschieden.

    Herzliche Grüße,
    Bernd

    Oy wey! Das ist schon sehr heftig, Akkus in der Waschmaschine. Zumindest sind sie sauber. ;)

    Das kann mal passieren, ähnlich wie mit Taschentücher.

    Nun, da wirst du ausprobieren müssen, ob sie noch funktionieren. Bei Wasser kann ich eine Aussage machen, nur nicht mit der Waschlauge. Setze dich auf jeden Fall mit deinem Hörzentrum in Verbindung und frage, was hier zu tun ist!

    Die 170er Standartakkus (das sind die Großen) kosten je um die 180 € und amortisieren sich binnen einem Jahr. Dies zur Info!

    Herzliche Grüße,
    Bernd

    Hallo Karin,

    da bin ich gespannt, wie der Sachbearbeiter sich verhält.:D

    Ich hatte bereits das 2. Schreiben mit der letztmaligen Kostenübernahme des T-Mics erhalten (1x für links und 1x für rechts). Und weil sie so freundlich waren, dass ich sie bei Fragen telefonisch kontaktieren darf, habe ich wegen des umfangreichen Themas einen Brief an sie geschrieben. Vor zwei Wochen kam er bei der BEK an. Bis jetzt keine Antwort. Da ich sie um eine zeitnahe Beantwortung bat, werde ich sie im Oktober nochmals anklopfen. Bummeln gilt nicht!

    Meine Anfrage an die BEK ist nicht ohne:

    1. keine Erwähnung des deutlich besseren Sprachverständnisses im Störschall (steht auf der AB-Homepage, bis zu 44% besser).

    2a. Betrieb von T-Mic: aus deren Schreiben kriegt man den Eindruck, dass das T-Mic grundsätzlich zusammen mit Prozessormikrofonen betrieben wird.

    2b. "treffende Programmierung": dieses Argument stand bei mir unter heftigen Beschuss. Hier hatte ich gefragt, auf welcher Programmierebene eingegriffen werden muss, um dies zu ermöglichen, und dass der Techniker nur das einstellen kann, was der Hersteller für Programmfunktionen freigegeben hat (gilt für alle CI-Hersteller).

    3. warum sie den ganzen Disput auf dem Rücken der Patienten austragen und sich nicht mit dem Hersteller direkt vereinbaren.

    Bin gespannt, ob BEK sich wirklich mit der T-Mic-Geschichte auseinandersetzt, wie ich sie aufgefordert hatte. In mir haben sie jemanden, der zu diesem Thema die nötige Kompetenz hat.

    Mein Techniker hat mir gesagt, dass die Rechtsabteilung von AB an der Sache dran ist. Du kannst die Korrespondenz auch an AB weiterleiten, sie kümmern sich auch darum. Ich werde dies ab Mitte Oktober auch tun. So viel Zeit gebe ich der BEK noch.

    Grüße,
    Bernd

    Das Richtungshören ist ein Thema für sich. Wichtig ist, dass die Geräte von der Lautstärke her korrekt eingestellt ist (war bei mir bei der EA der Fall). Das kann man selbst testen, indem man einen Partner bittet, z.B. mit einem Kugelschreiber hinter dem CI-Träger steht und den Kuli klickend von rechts nach links oder umgekehrt bewegt. Meint man, der Kuli ist in der Mitte, gibt man die Aufforderung zum Stoppen. Befindet sich der Kuli wirklich in der Mitte, ist die Einstellung in Ordnung und das Richtungshören sollte keine große Probleme bereiten.

    Schwieriger wird es in halligen Räumen. DA ist Training nötig.

    Wer AB-CI hat, hat noch einen weiteren Vorteil: die Ohrmuscheln unterstützt das Richtungshören mit größerer Dynamik, so dass eine Unterscheidung zwischen vorne und hinten sehr erleichtert wird. Der Unterschied gegenüber Prozessormikrofonen ist enorm.

    Mich würde es nicht wundern, dass man mit den Ohrmuscheln räumliches Richtungshören verfügt, welches man erlernen kann. Also nicht nur einfach in einer Ebene, sondern auch in der Höhe.

    Grüße,
    Bernd

    Oh, je solche Leute sind mühsam. Hoffentlich ist dein Kollegium genug gross um solchen Dingen aus den Weg zu gehen.

    Und zum Kanso, ich höre also recht ordentlich mit dem "schlechten" CI. Es gibt so viele Leute welche keine Ahnung haben und meinen, das Ding sei dann schlechter weil es halt nicht so aussieht wie die herkömmlichen Cis.

    Mich nähme es langsam auch mal wunder wie ich mit einem HdO Gerät hören würde, ich musste mich direkt nach der OP für den Kanso der den N7 entscheiden. Oder ob man den Unterschied überhaupt merkt, hört?

    Diesen Unterschied werden nur Träger von Naida-Soundprozessoren beurteilen können. Das Naida verfügt über 4 Mikrofone: 2 Prozessormikrofone, das T-Mic 2 im Ohrmuschel und das Spulenmikrofon. Davon kann das Spulenmikrofon nur allein genutzt werden und das T-Mic kann je nach Wunsch gemeinsam mit den Prozessormikrofonen oder allein betrieben werden.

    Beim Spulenmikrofon muss ggf. die Lautstärke angehoben werden, da es mehr im Schallschatten liegt, sonst klingt es furchtbar und leise. Ein hörbar großer Unterschied.

    Dieses Problem hat man bei Kansos und Rondos mangels Vergleichsmöglichkeiten nicht. Von daher ist jede Diskussion pro und contra Kanso / Rondo müßig. Man muss nur im Hinterkopf behalten, dass die Programme nicht ohne weiteres auf andere Gerätetypen übertragen lassen, sondern fein angepasst werden müssen.

    Zu erwähnen ist noch, dass das Spulenmikrofon des Naidas nur ein Mikrofon hat, statt zwei wie bei Kanso und Rondo.

    Es ist in der Tat besser, die eigene Erwartung niedrig zu halten und gewisse Ziele weiter in die Zukunft zu setzen. Erst dann kann man umso mehr auf die kleinen Fortschritte freuen, die man macht. Ehe man es sich versieht, kommen die Ziele schneller als erwartet.

    Entscheidend ist, dass ein fröhliches Herz die Genesung fördert, und dass man sich nie unter Druck setzen lässt.

    Achte besonders auf kleine Anzeichen von zarten Erlebnissen, denn diese Erlebnisse zeigen, was man eines Tages können wird. Beispielsweise das Erfassen von Stimmen im Störschall auf größerer Entfernung (z.B. 3 m), die das künftige Potential erahnen lässt, eines Tages ohne Hilfsmittel im Störschall verstehen zu können.

    Grüße,
    Bernd

    Oticon ist außerdem nach Sonova die zweite Firma, die sowohl Hörgeräte als auch CIs anbietet. Sonova ist durch die Marken Phonak und Advanced Bionics vertreten und hat in bimodalen Lösungen einen Vorsprung.

    Bin gespannt, was sie für Lösungen anbieten werden.

    Hallo Rina,


    vieles wurde schon gesagt, und auch, daß man die Erwartung nicht zu hoch schrauben soll. Lieber Schritt für Schritt angehen. Erst ist das Hören angesagt: hört man was oder nicht? Wenn ja, was ist es?
    Das ist besonders dann wichtig, wenn man auf einer Seite noch nichts gehört hatte und man deswegen noch viele Fragezeichen hat. Die Reihenfolge sollte man beachten: Hören -> Klangunterscheidung -> Sprachverständnis. Wie lange die einzelnen Phasen dauern, ist bei jedem unterschiedlich.

    Setze dir das Richtungshören noch vor dem Sprachverständnis, denn als einseitig Ertaubter wirst du vom Richtungshören sehr profitieren und gerade hier ist AB eine gute Wahl. Denn AB ist der einzige Hersteller, der das Ohrhakenmikrofon T-Mic2 anbietet (patentgeschützt) und dieses Mikrofon nutzt die von den Ohrmuscheln erzeugten größeren Dynamik beim Richtungshören, was eine differenzierte Richtungsbestimmung ermöglicht. Da kann kein Prozessormikrofon mithalten, selbst die von AB auch nicht. Das Thema "T-Mic 2 vs. Prozessormikrofon" ist ein altes Streitthema und nur AB-CI-Träger können den Unterschied feststellen.

    Hier muss jeder seinen eigenen Weg gehen. Lass dich deswegen von anderen Leute nicht von deiner Entscheidung abbringen. Sollte die linke Seite eines Tages versorgt werden, wirst du einige Zeit später Sprachverständnis haben, und wenn auch nur über links.

    Ich selbst hatte mich wegen T-Mic für AB entschieden, da ich mit dem Mikrofon ein sehr großes Potential sah (ich hatte mich sofort entschieden, als ich in den Prospekten das Bild mit dem T-Mic sah). Wie groß es wirklich ist, ahnte ich damals nicht.

    Herzliche Grüße,
    Bernd

    Hallo,

    der Hörrest ist so eine Sache für sich. Ist man auf allen Frequenzen hochgradig schwerhörig, kann man sich gleich davon verabschieden, denn kein Hörgerät wird ihn jemals ausgleichen können.

    Abgesehen davon, dass der Hörrest noch nach Jahren verloren gehen kann (so geschehen bei mir). Warum das trotz aller Vorsichtsmaßnahmen so ist, weiß niemand.


    Herzliche Grüß0e,
    Bernd