Posts by BerLin71

    Musikhören geht mit CI auf jeden Fall. Wer das Gegenteil behauptet, hat entweder keine Ahnung oder, im Falle eines CI-Trägers, keine Geduld. Musik umfasst einen größeren Spektrum als Sprache. Was man am Ehesten vermissen wird, ist der Bass, da das CI in der Regel ab 100 Hz stimuliert. Das liegt daran, dass die Elektroden technisch bedingt nicht tief genug eingeschoben werden kann, denn die Hörnerven für tiefe Frequenzen liegen am Ende der Schnecke und dort ist die Krümmung am Stärksten und der Cochlea-Kanal sehr eng.


    Wie gut man den Bass hören kann, ist von Patient zu Patient verschieden.


    Herzliche Grüße,
    Bernd

    Oy wey! Das ist schon sehr heftig, Akkus in der Waschmaschine. Zumindest sind sie sauber. ;)

    Das kann mal passieren, ähnlich wie mit Taschentücher.


    Nun, da wirst du ausprobieren müssen, ob sie noch funktionieren. Bei Wasser kann ich eine Aussage machen, nur nicht mit der Waschlauge. Setze dich auf jeden Fall mit deinem Hörzentrum in Verbindung und frage, was hier zu tun ist!


    Die 170er Standartakkus (das sind die Großen) kosten je um die 180 € und amortisieren sich binnen einem Jahr. Dies zur Info!


    Herzliche Grüße,
    Bernd

    Hallo Karin,


    da bin ich gespannt, wie der Sachbearbeiter sich verhält.:D


    Ich hatte bereits das 2. Schreiben mit der letztmaligen Kostenübernahme des T-Mics erhalten (1x für links und 1x für rechts). Und weil sie so freundlich waren, dass ich sie bei Fragen telefonisch kontaktieren darf, habe ich wegen des umfangreichen Themas einen Brief an sie geschrieben. Vor zwei Wochen kam er bei der BEK an. Bis jetzt keine Antwort. Da ich sie um eine zeitnahe Beantwortung bat, werde ich sie im Oktober nochmals anklopfen. Bummeln gilt nicht!


    Meine Anfrage an die BEK ist nicht ohne:

    1. keine Erwähnung des deutlich besseren Sprachverständnisses im Störschall (steht auf der AB-Homepage, bis zu 44% besser).

    2a. Betrieb von T-Mic: aus deren Schreiben kriegt man den Eindruck, dass das T-Mic grundsätzlich zusammen mit Prozessormikrofonen betrieben wird.

    2b. "treffende Programmierung": dieses Argument stand bei mir unter heftigen Beschuss. Hier hatte ich gefragt, auf welcher Programmierebene eingegriffen werden muss, um dies zu ermöglichen, und dass der Techniker nur das einstellen kann, was der Hersteller für Programmfunktionen freigegeben hat (gilt für alle CI-Hersteller).

    3. warum sie den ganzen Disput auf dem Rücken der Patienten austragen und sich nicht mit dem Hersteller direkt vereinbaren.

    Bin gespannt, ob BEK sich wirklich mit der T-Mic-Geschichte auseinandersetzt, wie ich sie aufgefordert hatte. In mir haben sie jemanden, der zu diesem Thema die nötige Kompetenz hat.


    Mein Techniker hat mir gesagt, dass die Rechtsabteilung von AB an der Sache dran ist. Du kannst die Korrespondenz auch an AB weiterleiten, sie kümmern sich auch darum. Ich werde dies ab Mitte Oktober auch tun. So viel Zeit gebe ich der BEK noch.


    Grüße,
    Bernd

    Das Richtungshören ist ein Thema für sich. Wichtig ist, dass die Geräte von der Lautstärke her korrekt eingestellt ist (war bei mir bei der EA der Fall). Das kann man selbst testen, indem man einen Partner bittet, z.B. mit einem Kugelschreiber hinter dem CI-Träger steht und den Kuli klickend von rechts nach links oder umgekehrt bewegt. Meint man, der Kuli ist in der Mitte, gibt man die Aufforderung zum Stoppen. Befindet sich der Kuli wirklich in der Mitte, ist die Einstellung in Ordnung und das Richtungshören sollte keine große Probleme bereiten.


    Schwieriger wird es in halligen Räumen. DA ist Training nötig.

    Wer AB-CI hat, hat noch einen weiteren Vorteil: die Ohrmuscheln unterstützt das Richtungshören mit größerer Dynamik, so dass eine Unterscheidung zwischen vorne und hinten sehr erleichtert wird. Der Unterschied gegenüber Prozessormikrofonen ist enorm.

    Mich würde es nicht wundern, dass man mit den Ohrmuscheln räumliches Richtungshören verfügt, welches man erlernen kann. Also nicht nur einfach in einer Ebene, sondern auch in der Höhe.


    Grüße,
    Bernd

    Oh, je solche Leute sind mühsam. Hoffentlich ist dein Kollegium genug gross um solchen Dingen aus den Weg zu gehen.

    Und zum Kanso, ich höre also recht ordentlich mit dem "schlechten" CI. Es gibt so viele Leute welche keine Ahnung haben und meinen, das Ding sei dann schlechter weil es halt nicht so aussieht wie die herkömmlichen Cis.


    Mich nähme es langsam auch mal wunder wie ich mit einem HdO Gerät hören würde, ich musste mich direkt nach der OP für den Kanso der den N7 entscheiden. Oder ob man den Unterschied überhaupt merkt, hört?

    Diesen Unterschied werden nur Träger von Naida-Soundprozessoren beurteilen können. Das Naida verfügt über 4 Mikrofone: 2 Prozessormikrofone, das T-Mic 2 im Ohrmuschel und das Spulenmikrofon. Davon kann das Spulenmikrofon nur allein genutzt werden und das T-Mic kann je nach Wunsch gemeinsam mit den Prozessormikrofonen oder allein betrieben werden.


    Beim Spulenmikrofon muss ggf. die Lautstärke angehoben werden, da es mehr im Schallschatten liegt, sonst klingt es furchtbar und leise. Ein hörbar großer Unterschied.

    Dieses Problem hat man bei Kansos und Rondos mangels Vergleichsmöglichkeiten nicht. Von daher ist jede Diskussion pro und contra Kanso / Rondo müßig. Man muss nur im Hinterkopf behalten, dass die Programme nicht ohne weiteres auf andere Gerätetypen übertragen lassen, sondern fein angepasst werden müssen.


    Zu erwähnen ist noch, dass das Spulenmikrofon des Naidas nur ein Mikrofon hat, statt zwei wie bei Kanso und Rondo.

    Es ist in der Tat besser, die eigene Erwartung niedrig zu halten und gewisse Ziele weiter in die Zukunft zu setzen. Erst dann kann man umso mehr auf die kleinen Fortschritte freuen, die man macht. Ehe man es sich versieht, kommen die Ziele schneller als erwartet.

    Entscheidend ist, dass ein fröhliches Herz die Genesung fördert, und dass man sich nie unter Druck setzen lässt.


    Achte besonders auf kleine Anzeichen von zarten Erlebnissen, denn diese Erlebnisse zeigen, was man eines Tages können wird. Beispielsweise das Erfassen von Stimmen im Störschall auf größerer Entfernung (z.B. 3 m), die das künftige Potential erahnen lässt, eines Tages ohne Hilfsmittel im Störschall verstehen zu können.


    Grüße,
    Bernd

    Oticon ist außerdem nach Sonova die zweite Firma, die sowohl Hörgeräte als auch CIs anbietet. Sonova ist durch die Marken Phonak und Advanced Bionics vertreten und hat in bimodalen Lösungen einen Vorsprung.

    Bin gespannt, was sie für Lösungen anbieten werden.

    Hallo Rina,


    vieles wurde schon gesagt, und auch, daß man die Erwartung nicht zu hoch schrauben soll. Lieber Schritt für Schritt angehen. Erst ist das Hören angesagt: hört man was oder nicht? Wenn ja, was ist es?
    Das ist besonders dann wichtig, wenn man auf einer Seite noch nichts gehört hatte und man deswegen noch viele Fragezeichen hat. Die Reihenfolge sollte man beachten: Hören -> Klangunterscheidung -> Sprachverständnis. Wie lange die einzelnen Phasen dauern, ist bei jedem unterschiedlich.


    Setze dir das Richtungshören noch vor dem Sprachverständnis, denn als einseitig Ertaubter wirst du vom Richtungshören sehr profitieren und gerade hier ist AB eine gute Wahl. Denn AB ist der einzige Hersteller, der das Ohrhakenmikrofon T-Mic2 anbietet (patentgeschützt) und dieses Mikrofon nutzt die von den Ohrmuscheln erzeugten größeren Dynamik beim Richtungshören, was eine differenzierte Richtungsbestimmung ermöglicht. Da kann kein Prozessormikrofon mithalten, selbst die von AB auch nicht. Das Thema "T-Mic 2 vs. Prozessormikrofon" ist ein altes Streitthema und nur AB-CI-Träger können den Unterschied feststellen.

    Hier muss jeder seinen eigenen Weg gehen. Lass dich deswegen von anderen Leute nicht von deiner Entscheidung abbringen. Sollte die linke Seite eines Tages versorgt werden, wirst du einige Zeit später Sprachverständnis haben, und wenn auch nur über links.


    Ich selbst hatte mich wegen T-Mic für AB entschieden, da ich mit dem Mikrofon ein sehr großes Potential sah (ich hatte mich sofort entschieden, als ich in den Prospekten das Bild mit dem T-Mic sah). Wie groß es wirklich ist, ahnte ich damals nicht.


    Herzliche Grüße,
    Bernd

    Hallo,


    der Hörrest ist so eine Sache für sich. Ist man auf allen Frequenzen hochgradig schwerhörig, kann man sich gleich davon verabschieden, denn kein Hörgerät wird ihn jemals ausgleichen können.

    Abgesehen davon, dass der Hörrest noch nach Jahren verloren gehen kann (so geschehen bei mir). Warum das trotz aller Vorsichtsmaßnahmen so ist, weiß niemand.



    Herzliche Grüß0e,
    Bernd

    Alle aktuellen Implantate sind für MRT-Untersuchungen bis zu 3,0 Tesla zugelassen!

    Bei Untersuchungen ab 1,5 Tesla muss der Magnet unter lokaler Betäubung operativ entfernt werden. Einzig beim Implantat von Med-El muss der Magnet nicht entfernt werden, da er frei beweglich ist und sich so ausrichtet, dass es vom MRT am wenigsten beeinflusst wird. Ein Druckverband ist immer Pflicht.


    Weiter werden die meisten MRT-Untersuchungen bis zu 1,5 Tesla durchgeführt. Noch höhere Flussdichten ermöglichen zwar detailreicheres Bild, doch der Mehraufwand lohnt sich nur in wenigen Fällen wie Prostata-Untersuchung.


    Ist das zu untersuchende Objekt im Bereich des Implantates, muss selbst der Med-El-Magnet entfernt werden, da er die Aufnahme stört (fremdes Magnetfeld).


    In deinem Fall, Caro, würde ich wie von Konrad empfohlen, erkundigen, mit welchen Flussdichten bei Krebsvorsorge gearbeitet wird.


    Herzliche Grüße,
    Bernd

    Hallo Caro,


    hinzugefügt sei, dass das Hören mit dem CI ganz was anderes ist als das Hören mit Hörgeräten. Das Hörgerät ist nichts anderes als ein Verstärker, das die Töne individuell lauter an das Trommelfell weiterleitet. Dort nehmen die Töne den normalen Weg zur Schnecke, wo die Haarzellen sitzen. Sind diese aber so stark geschädigt, verhilft nicht mal mehr das beste Hörgerät der Welt zum detaillierten Hören (man hört so, wie man Schemen oder Hell und Dunkel sieht, aber keine Details mehr).

    Das CI aber benötigt den Bereich zwischen Trommelfell und Haarzellen in der Schnecke nicht, sondern stimuliert den Hörnerv direkt. Die Töne werden hier NICHT verstärkt, sondern in elektrische Impulse umgewandelt und an entsprechenden Elektroden der Schnecke geleitet, die dann den Nerv stimulieren und so die Signale an das Gehirn weiterleiten, wo es zu einem Klangbild zusammengesetzt wird.

    Das CI übernimmt somit die Aufgabe des natürlichen Ohres, die ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen kann. Man verliert zwar das natürliche Ohr, hat aber im Allgemeinen eine gute Chance, mit dem elektronischen Ohr zu hören. Da die Signale für das Gehirn ungewohnt ist, muss es eben umlernen, was seine Zeit dauert. Ggf. muss das Gehirn bestimmte Töne neu erlernen, die es verlernt hat.


    In meisten Fällen hört man mit dem CI hinterher viel besser als je zuvor mit Hörgeräten. Dazu wächst auch das Sprachverständnis.


    Ich selbst hatte beispielsweise in den letzten 15 Jahren den Verkehrsfunk immer weniger mitbekommen und jetzt nach knapp 3 Jahren (und knapp 2 Jahren bilateral) kriege ich gefühlt mindestens 60% der Verkehrsmeldungen mit, mehr als je zuvor. Und es wird noch besser werden.



    Und noch was:

    solltest du noch am Hörrest klammern wollen, lass ihn los, denn der nützt dir nichts mehr (und brauchen tust du ihn auch nicht mehr).



    Herzliche Grüße,
    Bernd

    Nebenbei:

    heute hatte mein SP doch ein unfreiwilliges Bad gekriegt. Ich hatte ihn in das Aquacase gesteckt und ihn offenbar nicht richtig verschlossen, denn ich sah beim Tauchtest einen Schwall Wassern in die Box eindringen. Raus aus dem Schwimmbecken (Naturbad) und den Prozessor samt Box abgetrocknet. Die paar Sekunden im Wasser hat der Prozessor problemlos überstanden (IP57).


    Herzliche Grüße,
    Bernd

    Also, mit "wasserdicht" ist so eine Sache. Im Handbuch unter technische Daten bzw. Spezifikation sollte eine IP-Angabe drin stehen, wie zB. IP 57. Die erste Ziffer steht für den Schutz gegen Fremdkörper (hier 5 für Schutz gegen Staub), die zweite Ziffer gegen das Eindringen von Wasser (7 für Schutz gegen Eindringen von Wasser nach 30 min in 1 m Tiefe). Je höher die Zahl ist, umso besser der Schutz.


    Nun bezieht sich der Schutz allein auf den Soundprozessor. Mit Akku hat man einen besseren Schutzart als mit Batterien, welche mit Luftsauerstoff in Kontakt stehen müssen. In Belüftungsöffnungen dringt Wasser leichter ein und kann den Prozessor schnell lahmlegen. Dann gibt es noch die Spule samt Spulenkabel. Auch hier gab es Berichte über Ausfälle, weil die Kontakte nicht ausreichend gegen Feuchtigkeit geschützt waren (z.B. Cochlear N5, bei N6 war mit Designänderung der Spule das Problem beseitigt).


    In vielen Fällen kann das Ausfallproblem mit einer wasserdichten Hülle behoben werden. Ob die Krankenkasse da mitmachen, ist eine andere Frage.

    Für Träger von Naida CI von Advanced Bionics gibt es da nur die klobige Lösung, die aber dafür den besten mechanischen Schutz von allen Schutzbehältern bietet und wahrscheinlich mit dem höchsten Schutzart in der CI-Welt, IP68 (Feinstaub und wasserdicht), klassifiziert ist.



    Herzliche Grüße,
    Bernd

    Zum Hörrest gibt es einen Artikel in der Schnecke 100 auf Seite 10, 2. Spaltz oben. Dort äußerte Prof. Aschendorff von der Uni-Klinik Freiburg nach dem Verlust des Hörrestes bei vielen Patienten nach einem halben Jahr nach der Implantation, trotz hörresterhaltenden OP, wobei die Gründe völlig unbekannt sind: "Es ist alles viel komplexer, als wir uns das früher vorgestellt hatten."


    Bei mir scheinen die Hörreste nach einem bzw. zwei Jahren weg zu sein. Andererseits stört es mich nicht mehr, wenn ich wirklich keine Hörreste mehr habe, denn davon habe ich keine Vorteile mehr (wegen fehlender Klangschärfe würde ich auf die HG als Backup verzichten).


    Herzliche Grüße,
    Bernd

    Hallo Kerstin,


    das Meiste haben meine Vorrednern schon gesagt. Somit beschränke ich mich auf den technischen Aspekt.


    Einer der größten Hürden ist der Zweifel, ob ein CI tatsächlich besser ist als ein Hörgerät. Um dies beantworten zu können, muss man die Funktionsweise beider Geräte ansehen. Sie sind einerseits gleich (Tonempfang und -bearbeitung) und doch anders (Tonweiterleitung). Ein Hörgerät verstärkt nur die Töne und leitet sie an das Trommelfell weiter. Von dort aus geht es den natürlichen Gang. Die Töne werden im Ohr nochmals verstärkt (Hammer bis Steigbügel) und nach Tonlage erkannt und weitergeleitet (Schnecke bzw. Cochlea). Genau in der Schnecke liegt das Problem aller Hörgeräte: die Haarzellen sind für die Tonerkennung und -weiterleitung zuständig. Sind diese geschädigt, werden die Töne schlechter erkannt. Das geht soweit, daß das Gehirn die Töne nicht mehr richtig zuordnen kann. Es weiß, daß was ankommt, kann sie aber nicht mehr unterscheiden. Das ist so, wie wenn man durch eine Milchglasscheibe guckt: man sieht hell und dunkel, sowie Konturen, aber keine Details mehr und auf die kommt es an.


    Mit dem CI werden die Töne durch Umgehung von Ohrmuschel bis zu den Haarzellen (bei Advanced Bionics wird der Ohrmuschel zum Hören aktiv genutzt) direkt an den Hörnerv weitergeleitet (ein Bypass), mit dessen Töne das Gehirn viel mehr anfangen kann. Es hört dann mit einer Schärfe, wie man sie als Hörgeräteträger nicht (mehr) kannte. Allerdings ist ein komplettes Neulernen des Hörens nötig, das aber richtig lohnt.



    Herzliche Grüße,

    Bernd

    Das dauert noch eine ganze Weile. Darauf zu warten lohnt sich nicht. Wie Magneto schon sagte, dauert es noch einige Jahre. Ich gehe von mindestens 10 Jahre aus.


    Es gibt noch ein weiteres Problem: das Bindegewebe, welches um das Implantat bilden kann. Während elektrische Felder dieses Gewebe durchdringen können, geht es mit dem Licht schlecht. Ist die Transmission zu schlecht, hört man nichts mehr, obwohl das Implantat einwandfrei funktioniert. Da kann kein Techniker mehr helfen, sondern evtl. eine Reimplantation.


    Die Transmission ist ein Maß, wieviel Licht durch ein Werkstoff noch dringt.


    Das optische Implantat müßte bei schlechter werdende Transmission immer mehr aufgedreht werden, damit das letzte Lichtteilchen den sensibilisierten Nerv stimulieren kann.


    Gruß,

    Bernd

    Definiere hochauflösend! 7 Tesla ermöglichen ein schärferes definierteres Bild als 3 Tesla. Kommt insgesamt aber noch wenig zur Anwendung, wird aber angesichts der sehr guten Qualität wohl die Zukunft sein. 1,5 Tesla lässt MRT Bilder wirklich weichgezeichnet aussehen ... und wäre bei Hirntumoren wie Glioblastome ein echtes Problem.

    7 T (Tesla) bei MRT wird aussließlich zu Forschungszwecke verwendet. Garantiert in keiner Klinik, denn das ist extrem viel. Im Vergleich: die stärksten Dauermagnete kommen auf um die 1,5 Tesla (handelsüblicher Hufeisenmagnet hat etwa 0,1 T). Versuche mal so einen Dauermagneten abzuziehen...

    Um Flußdichten dieser Größenordnung zu erzeugen, verwendet man in der Regel Supraleiter und die müssen für die Supraleitfähigkeit tiefgekühlt werden. Da muss neben MRT auch noch eine Kühlanlage bereitstehen und das wäre für Kliniken viel zu teuer.

    Selbst die Magnete des Kernfusionsexperimentalreaktor in Greifswald arbeitet mit nur 3 T.


    In den Kliniken verwendet man gewöhnlich Flußdichten von 0,7 T, 1,5 T und 3 T als Standard. Bei vielen bildgebenden Untersuchungen werden 0,7 T oder 1,5 T verwendet. 3 T selten, zB bei Prostatauntersuchungen.


    Für Physikfreaks:

    1 T = 1 N / (A * m) = 1 kg / (A * s²)