Posts by Joeni

    Hallo Florian,


    es is richtig gut, dass Du so ehrlich & offen mit Deinen Fragen umgehst.
    Bei mir hat es zehn Jahre gedauert, bis ich mich endlich dafür entscheiden konnte.


    Es ist tatsächlich sehr verschieden, wie Menschen nach der Implantation klarkommen. Im Normalfall ist das Ergebnis aber sehr positiv.


    Musik ist tatsächlich so eine Sache für sich. Die Frage dabei: Was erwartest Du davon? Musik wird ANDERS sein als vorher, das ist klar. Für mich war es ein Erfolgserlebnis, als ich mir sagen konnte, dass mir HipHop nicht mehr gefällt. Gefallen hat es mir noch nie - aber ich pflegte zu sagen: Je schlechter ich höre, desto weniger schlimm finde ich es. Und irgendwann kam der Moment nach der Implantation, wo mir auch die klassische Musik und der Jazz wieder mehr geben konnte. Das war eine große Freude.


    Auch aktiv Musik spielen geht mit CI. Viel besser als mit dem Restchengehör von davor auf jeden Fall.

    Hallo Christina,


    willkommen im Club der eingeschalteten Blechohren!
    Ich kann das mit dem Haarewaschen gut verstehen - das ist schrecklich juckig, sowas.
    Aber jetzt darfst ja wieder und wirst jedes Mal beim Haarewaschen dankbar sein, dass du es darfst ;-)
    Die Sache mit den Kuhglocken wird sich auch noch ergeben. Die Übung macht viel aus.

    Da ich in meinem sehr verständnisvollen Umfeld oft gefragt werde, wie man mir helfen könne, habe ich gestern mal darüber gebloggt. Vielleicht hilft das dem Einen oder Anderen hier, wenn es um dieselbe Frage geht.

    Hallo Magneto,

    Ich habe inzwischen nur ein Programm "für alles". Damit komme ich sowohl in Sprache als auch in Musik gut klar und das ist auch für mich sinnvoller, vor allem beim Anschauen von Filmen und Videos, die ja meist sowohl Sprache als auch Musik beinhalten. Ich will ja in beide Richtungen möglichst keine Abstriche machen.

    Das finde ich super, dass das bei Dir funktioniert. Ich habe mir auch schon überlegt, eines Tages das "Musikprogramm" zum Proggi für alles zu machen, aber bis dahin müssten noch einige Einstellungen vergehen. Mal schaun... Bei Filmen bin ich noch froh um das Sprachprogramm, weil sonst die Musik stark dominieren würde.

    Hallo scs,

    Du hast von Med-El ein spezielles Musikprogramm?


    Davon habe ich noch nie gehört, kann das der CI-Ing. einfach anhaken oder so, oder sind da die Medel Werte wir FS4 FS4p Maplaw
    und was es da sonst noch gibt speziell von Deinem Einsteller individuell für Dich zusammengestellt?

    Es gibt natürlich kein fix und fertiges Musikprogramm von Med-El. Es ist ein ganz normales Programm, das der Techniker unter anderem mit einem anderen Kompressionsverhältnis und mehr Tiefen und letztlich auch Höhen zusammengestellt hat. Ein Sprachprogramm "betrachtet" tiefe Töne als Störlärm.

    Ich habe mir gerade überlegt, wie ich mich damals vorbereitet habe. Meine Vorbereitung bestand zu etwa 80% aus dem Lesen von 100+ Erfahrungsberichten in Foren und auf Blogs. Dann etwa 10% aus Infos, die mir die Homepages der Hersteller gaben (hier kam die Entscheidung für MedEl). Dann wusste ich schon sehr viel über die OP, die Technik, die EA und das Hörenlernen. Und dann hatte ich noch ein paar wenige Fragen über den genauen Ablauf, die mir nur die einzelne Klinik geben konnte, da dies klinikabhängig sehr unterschiedlich gehandhabt wird. Mehr Fragen kamen dann nach der OP auf, die ich in Chat und Foren dann auch beantwortet bekam, so möglich.

    Hallo Antea, ich habe ca. acht Monate nach der ersten Implantation zum ersten Mal nach etwa sieben Jahren wieder ein Telefon in den Händen gehabt. Ich habe zig Methoden getestet, und ich persönlich finde es am einfachsten, das Telefon oder Handy direkt aufs Mikro des SPs zu legen (Hörer wird dann waagerecht gehalten). So habe ich inzwischen auch schon knapp stündige Telefonate gehabt.

    Hallo scs,

    super, das Osterlied ist aber anspruchsvoll zu hören, geht das bei EUch wie "Sahne" rein, oder ...

    Ich habe es mir mehrmals angehört, und mit dem "Musikprogramm" ist gleich beim ersten Mal sehr viel angekommen, aber jedes Mal entdeckt man noch mehr Details. Klar, es ist anspruchsvoll und verlangt volle Aufmerksamkeit. Aber ein echter Genuss, gerade auch wenn man von der klass. Musik herkommt, diese aber lange Zeit nicht mehr hören "kann", weil einfach zu wenig durchkommt.

    Nach einer weiteren Justierung (minimal bei allen Programmen, etwas mehr beim Musikprogramm) im Rahmen der kürzlichen Reha fühle ich mich stetig fähiger zum erneuten Musikgenuss. Damit möchte ich auch alle Leser ermutigen, immer mehr zu versuchen, um da auch noch mehr zu bekommen. Mit zunehmender Technik ist auch hier zunehmend mehr möglich.

    Abdeckung wechseln? Vermutlich zu selten. So etwa alle 5 Monate. Aber da mir die Fummelei echt nervig ist und ich den Unterschied (außer einmal relativ am Anfang nach der ersten EA) kaum wahrnehme, werde ich es wohl auch in Zukunft nicht viel öfter machen. Nur schade um die ungenutzten Abdeckungen, die sich dann sammeln ;-)

    Hallo Sheltie

    Auch hier haben wir ja einige User, die ja praktisch schon fast sofort nach der ersten OP die zweite haben machen lassen.
    Ihre Geschichten kann man hier ja so schön nachlesen!

    Ich bin ja auch so ein Kandidat ;-) Für mich war schon vor der ersten OP klar, dass ich möglichst schnell nacheinander beide OPs haben möchte. Das hängt mit meiner Hör-Bio zusammen. Ich bin guthörend aufgewachsen, bekam in der frühen Pubertät erste Hörprobleme und -geräte, und beide Ohren haben sich immer ungefähr gleich schnell und stark verschlechtert. Ich habe lange vor den OPs zurückgeschreckt, weil ich - wie alle Implantierten - vor der OP nicht genau wusste, was danach auf mich zukommt. 2014 wurde mir mit mehreren HG-Tests klar, dass man mit HGs nichts mehr machen kann. Anfang 2015 habe ich dann die VU gemacht und mich daraufhin zu beiden OPs entschlossen. Beide in einer OP wäre eine Möglichkeit gewesen, aber der eine Monat ganz ohne was zu hören, wäre mir zu hart gewesen. So habe ich mit fünf Monaten Abstand beide Seiten implantiert bekommen und bin sehr froh darüber, es genau so geplant und durchgeführt zu haben.

    Heute bin ich mal dazu gekommen, das neue Programm unter live-Bedingungen zu testen (beim Spielen in der Band). Erfolgserlebnis 1: Auch mit Musikprogramm höre ich die Bässe bis ganz in den Keller. Hier hatte ich bis vor Kurzem noch die Befürchtung, es könne evtl. mit einem nie getesteten Restgehör zusammenhängen. Fehlanzeige, die Bässe gehen tatsächlich in der neuen Einstellung auch bis runter. Erfolgserlebnis 2: Es klingt schon ordentlicher, die Bässe haben mehr "Wumms", wenn ihr wisst, was ich damit meine. Erfolgserlebnis 3: Irgendwie finde ich auch Sprache gar nicht so schlecht mit dem neuen Kompressionsverhältnis. Einschränkung: Es gibt noch viel zu tun. Ich habe noch viel zu lernen und testen. Werde wohl noch ein wenig mit dem Kompressionsverhältnis experimentieren. Vielleicht läuft es darauf hinaus, dass ich auch Sprachprogramme im lockereren Verhältnis besser finde. Mal schauen. Und um ganz ehrlich zu sein: Noch mehr "Wumms" darf auch noch sein ;-)

    Bei den Bässen fehlt mir der Körperschall, der einen Bass zum Bass macht und da es erst ab ca. 70 Hz losgeht, müssen wir da häufig in unsere Höreindrucks-Erinnerungskiste greifen, um die Bässe schmackhaft zu gestalten. Aber das wird mit der Zeit ...

    Genau da find ich etwas ganz erstaunlich. Bei meinem 5-Saiter geht es ja bei der tiefen H-Saite mit 31Hz los. Mir war schon sehr bald nach der EA (und nur mit "Sprach-Programmen") aufgefallen, dass ich tatsächlich so weit runter hören kann. Auch die Unterscheidung der Töne fällt mir in diesem Frequenzbereich relativ leicht - wenn ich allein spiele. Nun will ich mal das Ganze mit dem neuen Progrämmle testen. Melde mich dann irgendwann im neuen Jahr nochmal dazu.

    So, nun hab ich endlich mein Musikprogramm. Und muss sagen: Fürs Erste mal: Wow! So langsam kommt "Druck" in das Teil rein.


    Was haben wir gemacht? Die Kompressionsrate wurde geändert. Diese Kompression dient dazu, a. Störlärm auszublenden und b. zu verhindern, dass Lärm schmerzhaft wird. Ab einer bestimmten Lärmgrenze wird aller Lärm bzw. jedes Geräusch gedämpft, komprimiert. Deshalb klingt Musik dann auch häufig so fad. Seit heute früh ist in einem Programm diese Kompressionsrate geändert. Hinzu kommt ein deutliches Anheben der tieferen Elektroden. Und man staune und höre, was das für Welten ausmacht.


    Wie es auf Dauer damit sein wird, kann ich natürlich noch nicht sagen. Das Ganze muss natürlich auch noch im Live-Betrieb ausgiebig getestet werden. Bin mal gespannt, wie das CI mit diesem Programm auf den E-Bass reagiert. Und so weiter. Aber grad beim Youtube-durchstöbern hab ich fürs Erste mal das Gefühl, eine "Schallmauer" durchbrochen zu haben.