Posts by Sheltie

    mein Hörgerät beginnt schon zu Pfeifen, wenn etwas in die Nähe des Ohres kommt,

    Hatte ich auch gehabt!

    Alles, was mit Hören der Umwelt zu tun gehabt hatte ging weg, wenn ich das Ohrpaßstück weiter reingeschoben habe, so daß wirklich alles dicht saß.

    Dumm nur, daß ich so schlechter, eigentlich sogar eher gar nichts gehört habe.

    Zog ich das Teil wieder etwas raus, war der Ton zum Hören klasse, aber die Pfeiferei fing wieder an, kaum daß etwas in der Nähe vom Ohr kam. Egal, ob Kaputze, Schal, meine Hand, ein Telefonhörer.......

    War richtig nervig!


    Kannte ich also echt gut!




    Das war dann auch mein letztes Hörgerät gewesen.

    Ein Kopfhörer wäre gerade im Bereich Musik hören, oder von mir aus mit einem Headset zu arbeiten, eine gute Lösung.

    Die meisten Geräte verfügen noch über die "T" Funktion und ich persönlich hoffe auch darauf, daß dies auch lange so erhalten bleiben wird!

    Ich mag es wirklich nicht mehr missen wollen!

    Ich genieße es nämlich, mal ganz spontan meine Geräte auf "T" stellen zu können, und eben schnell den Kopfhörer vom Bekannten an die Induktionsspulen halten zu können, nur weil er mir gerade einen bestimmten Song präsentieren will.

    Oder rasch auf diese Weise Telefonieren zu können. Diese Situation habe ich auf Arbeit sehr oft, wenn ich im Reinraum bin, und ein Kollege will rasch eine Auskunft haben.

    Oder....... oder ...... oder........



    Das hat damals auch schon mit einem CI und HG (welches nicht zur CI Firma gehört!) gut geklappt!



    Kopfhörer wären für mich auch keine Option, das drückt fürchterlich

    Ja, dem stimme ich zu!

    Gerade am Anfang, neue Ware, ist dies sehr, wirklich sehr unangenehm!

    Mit der Zeit tritt allerdings ein Gewöhnungseffekt ein, und das Druckgefühl verschwindet ganz.

    Ist ähnlich, wie das erste Mal eine Brille auf der Nase zu haben, oder ein HdG Gerät am Ohr. Da hat man ein komisches Gefühl auf der Nase und hinter den Ohren, wegen dem "Fremdkörper".

    Es verschwindet.

    Bzw. man "arbeitet" ja auch mit den Bügel vom Kopfhörer, so daß es (mit der Zeit wohl sowieso) etwas lockerer wird.


    Anfangs hilft es, nicht zu oft, nicht zu lange, aber in schönster Regelmäßigkeit den Kopfhörer zu tragen

    Langsam steigern.

    Man kann sich auch was am Kopf klemmen, so daß der Bügel etwas weggedrückt wird am Ohr.

    Möglichkeiten gibt es - gerade bei neuen Kopfhörern - genug, damit man damit weiter "arbeiten" kann.

    und mein Hörgerät pfeift außerdem.

    Also, mein HG hat früher nur Geräusche vor sich gegeben, wenn es nicht so richtig "dicht" gewesen war.

    Gerade im Sommer, wenn ja durch die Temperaturen das Material "arbeitet", oder auch durchs schwitzen alles "rausflutscht", ist es nicht mehr so dicht, oder sitzt genau da, wo es eigentlich sitzen sollte. Dann pfeift es natürlich, wenn was anderes drauf kommt.


    Mich würde es bloß reizen unterwegs Musik zu hören auf beide Seiten!

    Ich habe es so gerne mit Kopfhörer gelöst.



    Meine Freundin hat auch Med-EL.

    Sie hatte eine Tele-Schlingel in ihrem Set dabei gehabt. Keine Ahnung, ob es heute noch geläufig und im "Koffer" direkt mit dabei ist?

    Ich habe es bei mir mal getestet, obwohl ich komplett andere Systeme habe.

    Links HG von Phonak, rechts mein CI, beide Geräte auf "T" gestellt und dann die Musik über mp3-Player gehört.

    Es hat prima geklappt!

    Auch wenn es mir per Kopfhörer lieber gewesen war, weil mir der Klang von da einfach besser rüber kam.

    Aber, es war machbar gewesen!


    Wenn beide Geräte also "T" Funktionen haben, wäre dies also schon zwei Möglichkeiten.

    Zumindest eine Option, zu testen, ob es auch klappt.

    Ganz einfach!


    Womit DU Dich am wohlsten fühlst, was perfekt klingt und Deinen Bedürfnissen am nächsten kommt!


    Dein Bauchgefühl sollte Dir bei dieser Entscheidung helfen!


    Immerhin wirst Du es nicht nur jetzt, sondern auch einige Jahre weiter tragen müssen!

    Also auch für die mögliche Änderungen in naher Zukunft mitdenken.

    Hallo, an alle die den MiniMic von Cochlear haben: Mich würde interessieren, wofür man den alles nutzen kann...?

    Danke.

    Man kan dies als FM Anlage nutzen.

    Also auf Seminaren dem Referenten zum Anbringen am Körper geben, und dann alles besser verstehen zu können, als ob er direkt neben einem spricht.



    Es hat einen Klinkenanschluß.

    Man kann also mp3-Player, TV, Handy, Tablet und alles mögliche an Sender, wenn sie einen Klinkenausgang haben, anschließen und ohne Störung Musik hören, Filme schauen, und so weiter.



    Es hat einen Anschluß für einen sogenannten Schuh von Phonak.

    Man kann es also an einer Phonak FM Anlage verbinden. Gute Möglichkeit, sollte jemand so ein Ding benutzen. Einfach nur Schuh drauf. Dann kann man sich "daran hängen" und der Redner muß sich nicht so viele (verschiedene) Geräte umhängen.



    Es gibt da auch eine "T" Position - aber diese Funktion habe ich bisher nicht ausprobiert.



    Das Minimic ist schon klasse!

    Ach herrje!

    Also nicht mehr am Gerät selbst. ?(



    Danke für die Auskunft!




    Weiterhin viel Spaß mit dem Kanso!

    Bisher klingt es ja nach einem ganz großen Erfolg für Dich!

    und ich irgendwie nicht einsehe, dass es ihn ein paar Kliniken weiter als Zubehör umsonst gibt.

    So, wie ich es verstanden habe, gibt dies nicht wirklich "umsonst" dabei.

    In der Regel zahlen die Krankenkassen das, und deshalb gibt es auch meist nur ein Zubehör.

    Wenn es "ab Werk" schon mit dabei ist, dann halt nur, weil es auch so von der Klinik mitbestellt wurde.

    Wenn andere Kliniken das nicht so machen, so heißt es nicht, daß es nichts "umsonst" mit dabei gibt. Man muß halt nur selbst bestellen, das ist dann alles.


    Wenn es diese Aktion für die EA noch gibt, und man es nur selbst bestellen muß, läuft es halt nur so ab, daß man zwar selbst mit Cochlear Family spricht, bzw. denen per Mail kommuniziert, und sich das Zubehör aussucht, dieses dann aber von Cochlear ganz normal mit der Krankenkasse abgerechnet wird. Sperrt sich die Krankenkasse dagegen, warum auch immer, so zahlt man selbst, oder man sucht sich einen anderen Weg.


    Wenn manche es "schaffen", daß sie mehre Geräte "umsonst" dazu bekommen haben, so sollte ihnen bewußt sein, daß die Krankenkasse das bezahlt und sich anscheinend nicht daran "gestört" hat, ein weiteres Zubehör zu übernehmen.

    Andere Kassen ziehen da nicht mit.

    Die werden ihre Gründe haben, egal, ob es für einen selbst sich schlecht anfühlt.

    Jede Klinik macht es halt anders.



    Ich weiß noch, daß andere, die ungefähr zur gleichen Zeit wie ich operiert wurden, testen durften, ob sie Kanso oder N6 haben wollten, oder Batterien oder Akkus nehmen wollen.


    Hatte dann bei meiner EA nachgefragt, war bei mir nicht möglich gewesen.

    Das macht halt jeder anders.

    Und alle werden ihre Gründe dafür haben.

    Ich habe mich auch bei family angemeldet und denen dann eine Mail geschrieben.


    Damals gab es allerdings auch eine Aktion von Cochlear. Keine Ahnung, ob die Aktion noch aktuell ist, und alle frisch Implantierten eines von den Geräten bekommen.

    So was kann sich ja immer ändern.

    Fragen kostet nix!


    Aber ja, man muß sich selbst drum kümmern.

    Noch was dazu:

    Auch die Dauer der Rehabilitation schreckt mich ab, weil ich als Freiberufler selbst im besten Fall über einen längeren Zeitraum meine bisherige Lebensgrundlage verliere und vermutlich durch die Hartz-IV-Mühle gedreht werden würde.

    Bei mir ist die Reha (ich habe eine ambulante Reha gemacht, keine stationäre) stets nebenbei gelaufen, während ich ganz normal wieder zur Arbeit gegangen bin.

    Bei Dir wirst Du schauen müssen. Bietet die Klinik eine ampulante Reha an? Diese dauert ja so ca 2 Jahre mit ca 20 Rehastunden. Das war dann immer ein halber Tag, oder sogar ein kompletter Tag, wo ich auf der Arbeit gefehlt habe.


    Aber auch da ist jeder Mensch anders. Es kann ermüdent sein, Hören zu müssen.

    Das Verstehen kommt ja erst mit der Zeit.

    Wenn man Glück hat, ist es sofort da, nur der Klang ist dann noch komisch, was im Laufe der Zeit noch verbessert werden kann.

    Wenn man Pech hat, wartet man mit dem Verstehen deutlich länger.

    Und wir reden hierbei nur vom Sprachverstehen!



    Es kommt halt immer auf die Arbeit an, und was man dafür leisten muß.

    Oft hieß es, dass es sehr nach Computer klingt, andere nahmen nur bestimmte Instrumente

    Also, auch das empfindet jeder neue CI Träger anders!


    Es gibt ja so eine Seite, wo ein ganz bestimmter Satz gesprochen wird, im "CI Modus", eine andere Einstellung sollte aufzeigen, wie es klingen könnte, wenn ein Hörgeschädigter bestimmte Frequenzen nicht mehr hat. Das kam meinem Hören zum Ende hin echt nahe.

    Meine Kollegen hatten mich dann so :huh:angeschaut, und meinten, daß ich da noch was hören kann, was SIE so sagen.


    Und beim "CI Modus" hatten sie auch nicht so alles verstanden, ich sogar mehr, als sie :D

    Und sie hatten eine ungefähre Vorstellung davon gehabt, was für "Arbeit" mich nach der OP erwarten würde.



    Bei mir war es anfangs so gewesen, als ob jemand ständig fünf, sechs Töne auf einer Querflöte spielte. DAS war mein erstes Hören gewesen.

    Frauenschuhe, klack, klack, klack an mir vorbei. Links kam auch das Klack, klack, klack an, und rechts düdellidüddelidüddeli, und zwar im Takt vom Klack, aber eben immer diese fünf, sechs Töne, im gleichen Spiel.



    Später entwickelte sich daraus erst mein Hören.

    Es war auch alles "falsch", was Geräusche, Tonlage, die Stimmen betraf.

    Es wurde mit der Zeit halt besser!

    Bei mir war es eher roboterhaft gewesen, andere Menschen plagen sich eher mit einer Mickey Mouse Stimme ab - und wir reden von der gleichen Situation.


    Ich denke, dieses erste Hörempfinden hat auf jeden Fall was mit der eigenen Hörbiographie zu tun!

    Oder um es konkreter auszudrücken: Meine Befürchtung war, dass ich vertraute Musik nicht mehr erkenne oder irgendwelche akustischen Instrumente wie ein Computersynthesizer klingen. Auch wenn es nunmehr 20 Jahre her ist, dass mein Gehör sich zu verschlechtern begann und ich auch mit HG nicht mehr so differenziert höre, klingt eine Gitarre noch immer wie eine Gitarre und ein Klavier wie ein Klavier und Songs die ich schon ewig kenne, klingen im Großen und Ganzen noch immer so wie früher.

    Stell Dich auf jeden Fall darauf ein, daß es sich eher wie ein undefinierbarer Krach anhören wird!

    Ich nehme mich mal als Beispiel: Panflöte, oder sogar Trompete habe ich gut hören können, sogar direkt nach der EA (habe ich mal kurz angetestet). Das war eine Tonlage, die mir auch sehr gut behagte.

    Klavierspiel - was ich immer gerne gehört habe, so zwischendurch - oder gar Gitarrenmusik klang, ähm, nun ja <X||

    Andere Instrumente, manche "komisch", manche geht so, oder eben wie nach undefinierbarer Krach.


    Deswegen habe ich mich gerade anfangs immer mit sehr bekannten Stücken beholfen, und als Belohnung eben die Instrumente genommen, die schon direkt am CI gut anhörten!

    Aber ich habe auch immer Musik im Hintergrund laufen gelassen, auch, wenn es sich eher nach Krach angehört hatte.



    Gerade zu Anfang, wo mein Gehirn alles "Neue" mit diesem Gedudel belegt hatte, war dies zweitweise schon lustig gewesen. Zumindest habe ich das mit Humor genommen. Da kam zum Beispiel eine Stimme gut an, eventuell noch ein weiteres Instrument, und dann das "Neue", was mein Gehirn nicht genau definieren konnte, auch wenn es "gehört" hatte, wurde mit diesem Gedudel belegt, und Zack, klang alles recht - ähm - gewöhnungsbedürftig :D


    Aber das wurde mit der Zeit wirklich besser.

    Ich bin halt am Ball geblieben, und habe für mich selbst auch ganz gezielt mit Musik geübt!

    Wurdest du über die Möglichkeit aufgeklärt, dass Musik zum Problem werden könnte? Mein Eindruck ist so ein bisschen, dass zumindest bei der Erstberatung durch den HNO-Arzt als auch bei Erfahrungs- und Werbevideos das Sprachverständnis im Vordergrund steht.

    Man darf nicht vergessen, daß Sprachverstehen tatsächlich DAS Hauptziel mit dem CI ist! Es ist wichtiger, mit anderen Menschen reden zu können, und das geht nur über das Verstehen derjenigen.

    Deshalb ist Sprachverständnis im Vordergrund!

    Telefonieren ist ja schon eine Königsdisziplin, da kann man sich vorstellen, was dann die Musik erst bedeutet!


    Nicht jeder Hörgeschädigter hört viel Musik, oder liebt diese geradezu!

    Das darf man auch nicht vergessen!



    Interessant ist, früher habe ich zwar hören können, daß da Menschen singen, ich konnte auch hören, ob einer alleine, Mann oder Frau, oder sogar zu mehreren und so weiter. Für mich war Gesang aber ähnlich wie ein Instrument - nur eine weitere Melodie im Stück gewesen. Wollte ich verstehen, was sie singen, mußte ich mir erst mal den Text besorgen, dies beim Hören immer wieder mitlesen, und dann konnte ich es auch verstehen.

    Aktuell ist es so, daß ich komplett neue Lieder (gerade wenn sie auf Deutsch gesungen werden) sofort verstehen kann. Quasi ungefragt, und ich muß mich noch nicht einmal dabei anstrengen. Es kommt einfach an meinen Ohren ran, und findet sofort den Weg ins Gehirn.

    DAS war für mich zum Beispiel total neu! Und auch total ungewohnt ^^


    Klar, ich habe hier und da noch so meine Schwierigkeiten.

    Aber es ist trotzdem so, daß ich viel mehr mitbekomme, auch wenn ich es nicht hören, bzw. verstehen will 8o

    Sogar Rap - auf deutsch! - schnell gesungen klappt, selbst bei unbekannten Stücken.

    Hier und da schnappe ich sogar englische Wörter, manchmal auch komplette Sätze auf 8|, oder ich höre so Endungen von einem Wort, welches ich zwar wußte, was da kommen sollte, aber bisher noch nie so "sauber" gehört habe.


    Aber das ist bei mir auch ein bißchen Tagesform-abhänging!

    dass ich Instrumente nicht mehr erkenne oder diese nach Computer klingen, ich bestimmte Musikstile oder bekannte Songs nicht mehr identifizieren kann oder Musik wie undifferenzierter Krach klingt.

    Wie gesagt, stelle Dich lieber darauf ein!

    Ich hatte ganz am Anfang auch schon mal zu mir gesagt: "Kein Wunder, daß die CI Träger keine Musik mehr hören wollen!" und das klang wirklich recht besch.......eiden! :thumbdown:



    Da bist dann Du selbst gefragt!

    Du wirst Dich vielleicht durchbeißen müssen, hast mit Rückschritten zu kämpfen, findest auf einmal Instrumente, die Du bisher noch nie so gerne gehört hattest, super toll, kannst dann aber auf einmal Deine Lieblingspassage vom Stück nicht mehr hören.

    Du wirst sehr viel Geduld haben müssen. Humor kann auch helfen!



    Auch wenn mir postive Kommentare wie deine Hoffnung machen, scheinen meine Ängste, dies mit dem CI zu verlieren, auch nicht völlig unbegründet zu sein...

    Deine Ängste sind auf jeden Fall NICHT unbegründet!

    Man kann nie vorher sagen, wie es bei einem weiter entwickeln wird, ob es besser, oder gar schlechter ist.

    Es ist durchaus im Bereich des Möglichen, daß Du sagen wirst, daß Du nie wieder Musk hören willst!


    Man muß sich auf jeden Fall bewußt machen, daß es harte Arbeit ist, sollte dies echt das Hauptziel sein!

    Meinst du? Ich für meinen Teile behaupte, dass sich das durchaus ändern kann.

    Ich bin zwar nicht repräsentativ, aber ein Beispiel, dass sich das Empfinden ändern kann: Vor den OPs konnte ich mit Schlagzeug kaum was anfangen. Heute zählt es zu meinen Lieblingsinstrumenten.


    Wenn ich ehrlich bin, fürchte ich, dass das Bewerten von Musik sich damit auch ändert. Ich zumindest würde Musik heute anders bewerten als noch zu Zeiten, wo ich hochgradig schwerhörig war und HGs trug.

    Ja, meine ich.


    Du hast mich in diesem Fall nämlich falsch verstanden! ;)

    Natürlich kann sich Musikgenuß ändern, wenn man mit einem CI hören muß. Bzw erst einmal lernen muß, damit klar zu kommen. Das streite ich auch nicht ab!

    Aber darum ging es mir bei dieser Aussage nicht! ;)


    Was ich da oben geschrieben habe:

    Im Prinzip ist es doch so: Du bewertest ja ohnehin nach Deinem eigenen Empfinden. Daran wird sich ja nichts ändern.

    Meine ich sogar wörtlich!

    Man empfindet ja was bei der Musik. Und DAS an sich wird sich nicht ändern, also, daß man was fühlt, was spürt, was gut findet, oder sogar total Schxxxx klingt, und so weiter

    Und genau darüber schreibt man ja.

    Und DARAN wird sich ja nichts ändern.

    Egal, ob man mit der Zeit immer schlechter hört und immer weniger Töne wahrnimmt, auch wenn es einem nicht bewußt ist, oder ob man nun neuerdings mit HGs Musik hören muß, oder gar mit einem CI.

    Es geht mir nicht um dem Vergleich, wieweit man früher besser (anders) gehört hat, als jetzt.

    Und wenn Sprachverstehen schon komplett weg ist, ist so ziemlich sicher, daß beim Klangbild der Instrumente auch schon eine Verschiebung statt gefunden haben muß! Auch, wenn es sich immer noch schön, wie früher und total natürlich an hört! ;)




    Kurz zusammengefaßt: man bewertet immer nach eigenem Empfinden.

    Ein anderer Mensch kann beim gleichen Stück komplett was anderes fühlen und würde dem Inhalt der Bewertung nicht zustimmen. ;)

    Und DARAN wird sich doch nichts ändern.



    Was ich aber definitiv nicht glaube ist, dass man mit CI genauso gut und erst Recht nicht besser hören und bewerten kann als ein Normal(!)hörender. Besser als HG-Träger ist jedoch durchaus drin.

    Hat auch niemand behauptet.

    Nur, wonach bewertet der Mensch? Nach persönlichem Empfinden. Bei Musik gibt es kein "richtig" oder "falsch". Es gibt nur die fertigen Stücke, die jeder hören kann, und da ist es egal ob Klassisch, Oper, Pop, Schlager, Rap, Metal und so weiter.

    Man hört es sich an, findet dies entweder Klasse und kann auch genau definieren, wieso es so toll ist, oder findet des nicht so gut gelungen und kann beschreiben woran es liegt.

    Und trotzdem kann ein anderer Mensch das gleiche Stück komplett anders bewerten. Beide haben dann für sich Recht!


    Natürlich hat ein bisher "normal-Hörgeschädigter" und erst recht ein Normalhörender es etwas schwieriger, mit dem CI neu hören zu lernen. Man muß da Arbeit rein stecken, voraus gesetzt natürlich es ist einem selbst auch wichtig!

    Da wird man üben müssen.

    Gerade, wenn man eine musikalische Vergangenheit hat, kann das eventuell sogar besser helfen.

    Und man kann immer nur bei sich selbst vergleichen! ;) Nie mit einem anderen Menschen!

    Und wenn man vorab zu einem bestimmten Stück eine Bewertung geschrieben hat, kann man sehr wohl für sich selbst vergleichen, ob es immer noch gut klingt, oder besch.....eiden, oder sogar anders mit den "neuen Tönen", vielleicht sogar besser, oder vielleicht ist zwar das Musikstück deutlich komplexer geworden, aber es gefällt einem selbst nicht mehr so gut.

    Alles ist möglich!


    Und trotzdem, man bewertet immer nach eigenem Empfinden! Genau DARAN wird sich nichts ändern!

    Hallo und Herzlich Willkommen hier im Forum!



    Zu Deinen Fragen:

    - Klingt die Musik (nach entsprechender Lern- und Gewöhnungsphase) wieder so, wie vor dem CI gewohnt oder gar besser, bzw. differenzierter?

    Das hängt auch ein bißchen hiervon

    da ich hochgradig hörgeschädigt bin,

    ab.



    Ich habe bisher die meiste Zeit meines Lebens als Schwerhöriger verbracht, auch wenn ich normalhörend geboren bin. Nur, an diese Phase meines Lebens kann ich mich nicht erinnern. Ich bin mit drei Jahren schwerhörig geworden, und habe ab da auch stets Hörgeräte getragen.


    Meine Familie ist sehr musikalisch, und ich war es auch schon von klein an auf gewesen. Habe immer schon gerne Musik gehört.

    Auch selbst Instrumente gespielt, nur just for fun!

    Und ja, ich konnte die Töne stets gut wahrnehmen.

    Habe auch gerne Kassetten (die gab es halt früher ;)) und später CDs gehört, egal ob so aus den Lautsprecherboxen, oder per Kopfhörer.



    Jetzt ist ja bei Dir die Frage, wieviel schon an Frequenzen "weg" sind. Auch wenn Musik weiterhin "normal" und gut klingt, so fehlt ja jetzt schon was! Das macht sich beim Sprachverstehen deutlich(er) bemerkbar, bei alles andere nicht so sehr. Aber auch da fehlen sie bereits!

    Und das wird sich dann beim neuen Hören per CI sehr wohl bemerkbar machen, weil sie so "plötzlich" wieder da sind, und deshalb sich auch manche Dinge ungewohnt anhören werden!


    Tatsache ist: es ist auf jeden Fall "Arbeit", wieder Musik hören zu können. Es wird auf jeden Fall - gerade am Anfang - total komisch, wenn nicht sogar ungewohnt klingen!

    Aber ja, es ist machbar!


    Ich bin inzwischen beidseitig operiert, und kann die Musik wieder total genießen, wie früher. Jetzt sogar einen Ticken besser! Konnte ich früher zwar schon Stereo hören, so war meine linke HG Seite stets schwächer gewesen, als die rechte. Jetzt, mit den CIs, ist das nicht mehr so krass! Jetzt sind beide Ohren praktsich gleich stark, und das macht sich bei mir nun deutlicher bemerkbar!

    Und ich genieße dies total! :love:

    - Wenn nicht, wie würdet ihr die Unterschiede beschreiben?

    Hm,

    mir ist - seitdem es mit dem CI Hören deutlich besser klappt, als noch zur Reha Zeiten - aufgefallen, daß sich manche Stücke etwas anders, so total "ungewohnt" anhörten. Aber das ist nicht gleichzusetzen mit "schlecht"! Es klang einfach nur etwas anders, als ich es in Erinnerung gehabt hatte.

    Ich habe mir diese Passagen immer wieder angehört und in meinem Gedächtnis herumgekramt, versucht zu vergleichen.

    Ich bin zum folgenden Ergebnis gekommen: Ich habe damals schon so manche Frequenzen nicht mehr gehört. Die sind mit dem CI wieder da und hörbar. Darum klingt es anders als in meiner Erinnerung, weil eben nur die damals für mich hörbaren Töne gehört und abgespeichert wurden. Was ich nicht hören konnte, war ja nicht "vorhanden" gewesen, und konnte auch nicht abgespeichert werden.


    Oder, ich habe mal zur Hochzeitsfeier meiner Tante ein Stück spielen müssen. Ich kannte es nicht. Die Melodie spielen lernen ist ja einfach, und mein frührerer Lehrer hatte mir da noch bei geholfen. Aber ich habe mir das Stück mal von meiner Freundin ausgeliehen, weil ich wissen wollte, wie das im Original klingt, und mich gewundert, daß ich immer so eine Melodie spielen muß, die ich im Stück definitiv nicht hören konnte! ?(

    Ich wußte ja, an welche Stellen die kommen mußte. Doch, egal, wie sehr ich mich auch angestrengt hatte, da war praktisch nix gewesen! Dachte schon, es ist halt so im Notenheft "dazugedichtet" worden. Hätte ja sein können.

    Jetzt, Jahre später, kam das Stück mal wieder im Radio. Ich habe sofort wieder an diese Melodie denken müssen, die ich ja immer spielen mußte, aber im Stück selbst ja noch nie gehört hatte.

    Was soll ich sagen? JETZT habe ich diese Melodie doch tatsächlich gehört! Es war die ganze Zeit schon da. Halt eben nur leise, ganz zaghaft. 8|

    Kein Wunder, daß ich dies zur meiner reinen HG Zeit schon nicht mehr gehört hatte! Und das in einer Phase, wo ich dachte, ich käme mit den HGs noch so prima klar! :huh:


    Darum freue ich mich jetzt umso mehr! Ich kann Musik wieder genießen und freue mich praktisch täglich darauf, WAS ich noch so alles "neu" heraushören kann!



    - Glaubt ihr, Musik für normal Hörende beschreiben und bewerten zu können oder sind die Unterschiede so groß, dass es quasi zwei verschiedene Klangwelten sind?

    Schwer zu sagen!

    Jeder Mensch hört ja auch die Musik anders! Damit meine ich nicht schlecht, gar "falsch", oder so, sondern, wie man das Ganze ja generell aufnimmt.

    Ich merke es jetzt immer noch! Bei Gesprächen mit normalhörenden Menschen.


    Im Prinzip ist es doch so: Du bewertest ja ohnehin nach Deinem eigenen Empfinden. Daran wird sich ja nichts ändern.




    Mein Vorschlag: Du kennst bestimmt sehr, sehr viele Stücke, und weißt, wie Du diese findest, was Du bisher so gehört hast, und wie es klingen "müßte".

    Hör einfach genau DIESE Stücke immer wieder. Viele Wiederholungen werden ja leider nicht ausbleiben. Ist auch prima Hörtraining! ;)

    Dann wirst Du schon selbst merken, ob da noch was "fehlt", wie es sehr es für Dich "anders" klingt (und damit meine ich nicht die Anfangszeit, wo es sich wirklich komplett doof anhören wird!) und ob sogar noch was "neu" hinzugekommen ist, was Du schon jetzt eventuell nicht mehr hören kannst?


    Eigentlich sind Deine alte Beschreibungen prima Einstieg für Dich selbst, im Training, für das "neue" Musikhören! :)


    - Wie lange hat es nach der OP gedauert, bis Musik wieder gut und auch vertraut klang?

    Hm, ich war auf meiner rechten Seite 10 Jahre lang taub, bevor ich da meinen CI bekommen habe. Es hat dort dann auch eine Weile gedauert.

    Manche Instrumente haben ganz schnell total gut und ja sogar natürlich angehört, und andere Instrumenten hätten auch "Schrott" gewesen sein können. Keine Ahnung, ob da die persönliche Musikvorlieben dabei auch eine Rolle spielen, welche Instrumente schneller wieder natürlich anhören, und bei welchen man mehr Arbeit rein stecken muß. :/

    Je nach dem, wie es nach der EA und in den nächsten Wochen danach klingt, würde ich mein Training auch entsprechend anpassen. Also wirklich mit ganz einfachen Dingen, und sehr, sehr gut vertrauten Stücken üben wollen.


    Ich würde sagen, es hat bei mir so ein Jahr, plus-minus, gedauert, und ich merke sogar heute noch, daß sich da immer noch was tut! Im positiven Sinne!

    Ich hatte noch das Glück, daß meine linke HG Seite gut als "Gegenpart" und "Trainingsohr" für die CI Seite funktioniert hat!

    Zwei Jahre später habe ich auch meine linke Seite operieren lassen, weil das Sprachverstehen so plötzlich weg war. Da hatte es mit dem Musik hören viel schneller geklappt!

    Herzlich Willkommen hier im Forum!



    Das mit Deinem Restgehör tut mir leid!

    Mich wundert es schon ein wenig, daß in dieser Richtung von den Ärzten nicht (richtig?) aufgeklärt wurde.


    Die Idee dahinter ist natürlich schön und gut, und es wäre sogar toll, wenn es prima klappen könnte.

    Wie es in der Praxis so aussieht, weiß ich nicht - es fühlt sich halt nur so an, als ob es nicht so viele erfolgreiche Geschichten zu dieser Sache zu geben scheint.

    Aber dazu sollten operierende Kliniken (viel) mehr wissen. Sie bekommen sicherlich die Ergebnisse ihrer OP, also die anstehende Reha und wie es dem Patienten geht, ob es mit dem Erhalt des Restgehör auch alles so geklappt hat, wie geplant, gesagt. Immerhin mußte ich als Patient in meinem CI Zentrum immer wieder so Fragebogen ausfüllen. Ich gehe mal davon aus, daß es an anderen Stellen ebenfalls so gemacht wird, denn sie wollen ja auch die Daten für sich haben.




    Was Dein Hören mit dem CI betrifft - so ist dies sicherlich noch viel zu "frisch".

    Da habe ich einfach die Hoffnung, daß noch sehr viel Luft nach oben vorhanden ist, und noch so einiges vom Gehirn und von den Zauberhänden der Techniker geleistet werden kann, bis es sich endlich mal annähernd zufriedenstellend anfühlt.

    Da drücke ich Dir einfach die Daumen, daß es noch besser wird!



    Bei mir wurde nicht so operiert, daß auf jeden Fall Restgehör erhalten bleiben soll, denn da war ohnehin kaum was vorhanden, womit man weiter arbeiten könnte. Also wurde direkt alles "richtig" gemacht, für eine normale CI Versorgung.

    Natürlich ist diese plötzliche Taubheit, wo man früher sogar ohne normale Hörgeräte wenigstens noch etwas hören konnte, eine ziemlich große Umstellung. Ein Verlust, welches erst einmal zu verarbeiten gilt, auch wenn man vorher schon wußte, daß dies eintritt.

    Bitte zögere nicht, Hilfe von professionellen Stellen anzunehmen, damit Dir bei der Verarbeitung geholfen werden kann.

    Ich stelle es mir sehr bitter vor, zumal es ja anders versprochen wurde.



    Im Frühsommer 2020 empfahl mir meine Akustikerin, über ein CI bzw. ein EAS nachzudenken.

    Darf ich mal fragen, warum dies empfohlen wurde?

    Gab es eine so große Verschlechterung?

    Hast Du dies auch selbst im Alltag gemerkt? Oder kam Dir alles weiterhin noch normal, und somit gut vor?

    Soweit ich weiß, sollte das CI das allerletzte Mittel sein, wenn wirklich alles andere nicht mehr hilft.

    Solange ein HG hilft, und der Patient auch das Gefühl hat, daß es alles super ist (egal wie sein Umfeld dies empfinden mag), so sollte man diese Möglichkeit auch bis zu Ende ausschöpfen.

    Denn, wie Du es ja schon selbst schriebst, es kommen immer weitere, neue und sogar bessere Geräte auf dem Markt, die einem Menschen helfen.



    Ich drücke Dir die Daumen, daß es mit Deiner Hörreise (positiver) weiter geht!

    Leute, könnt Ihr Euren persönlichen Krieg nicht einmal außen vor lassen? X(


    Das Hören und Hörempfinden ist immer individuell! Genauso wie die Technik und wie die verbauten Teile im Ohr, am Hörnerv liegen, wie sie ihre "Arbeit" verrichten.

    Rest liegt dann am Menschen selbst!


    Wenn man, trotz CI, Musik (wieder) genießen kann, so ist das für den Träger doch toll!

    Kann man dann nicht einfach so akzeptieren, wie der Betroffene alles selbst so wahrnimmt?