Posts by Corinna

    @ Hallo Wolfram, hallo Rosemarie: werde mich mal vorsichtig mit dem "ägyptischen" Forenmitglied in Verbindung setzen und einmalig anfragen, ob sie mit mir korrespondieren möchte. Keine Angst Forenstalking liegt mir fern. ;)


    @ Liebe Maryanne, danke für deine Hinweise und Empfehlungen. Ich bin gerade in Deutschland und werde die OP und Ersteinschaltung/Justierung auch nach Möglichkeit hier ausführen lassen, sofern ich das zeitnah von einer Krankenkasse finanziert bekomme.


    Ich war vor meinem Auslandsaufenthalt im als Angestellte im öffentlichen Dienst gesetzlich pflichtversichert, bei der TK. Diese Versicherung habe ich jedoch dann im Hinblick auf eine Vermeidung einer Doppelversicherung vor mehr als einem Jahr gekündigt.


    Ich möchte aufgrund des sozialen Umfeldes, das mir gerade durch den Hoerverlust sehr wichtig ist, nicht aus Kairo weg. Die emotionale Isolation, die durch Eintritt der Taubheit erlebe, ist schon schwer genug zu ertragen. Ich möchte nicht noch, das eine reale soziale Isolation hinzukommt. Eine klinische Depression wäre vermutlich eher kontraproduktiv.


    CI als Protese (aka Körperersatzstueck) im Gegensatz zum medizinischen Hilfsmittel? Ich bin ein wenig verwirrt: Umfasst der Begriff des Hilfsmittels im Sinne des HM-Verzeichnisses der GKV nicht auch Prothesen? Falls CI nicht Hilfsmittel sind wäre das ziemlich günstig, da die Axa explizit Hilfsmittel ausschließt, aber keine Prothesen.


    Warum ist eine Versorgung mit CI in Ägypten nicht möglich? Auch dort gibt es Menschen mit CI. Ich vestehe ja die Vorbehalte in Bezug auf die OP, aber Justierungen technischer Art...? Tut mir Leid ich bin ein sehr skeptischer Mensch, der gern alles hinterfragt und anzweifelt... .Dies soll nicht heißen, dass ich guten Rat ablehne, ich möchte nur gerne wissen worauf er sich gründet.

    @ Hallo Rosemarie, Hallo Norbert!
    Vielen Dank für die schnellen und sehr netten Reaktion - ihr könnt euch nicht vorstellen, was mir das in diesen recht harten Tagen bedeutet! :) @ Rosemarie: Du erinnerst dich nicht ztufällig an den Namen des Forenmitglieds in Kairo? Wäre interessant zu wissen wer die OP bei ihrem Stiefkind durchgeführt hat und zu welchem techniker sie gehen.


    Rechtsbeistand:
    Rechtsbeistand mittel oder langfristig brauche Ich als Juristin weniger. Muss mich halt einlesen. Da ich in spätestens 3 Wochen zurück nach Ägypten will, muss ich vorerst "nur" eine Lösung für den weiteren Versicherungschutz im Ausland (und die restlichen tage in D) finden.


    Linkes Ohr:


    fast vollständig ertaubt - kein nennenswertes Resthörvermögen. Daher empfehlen dt. und ägyptische HNO-Ärzte ein Cochlear-Implantat zunächst linksseitig - wo nach einhelliger Ansicht nichts mehr gross kaputt zu machen ist. Das einzige was ich im Moment noch im Alltag wahrnehmen kann ist Türenknallen meines Mitbewohners und Feuerwerksböller. Ich höre z.B. keine Gewehrschüsse oder Ähnliches - selbst aus geringer Entfernung - mehr.


    Erfahungen mit Diagnostik/HNO/ CI-Wissen in Ägypten:


    Interessanter Weise war das Wissen um Cochlear-Implantate bei den von mir besuchten HNO-Ärzten/Hörakustikern recht gut. Ein Hörakustiker im Ain Shams-Viertel (kein Ausländer/Oberschichtsviertel) zeigte mir sogar ein CI-Implantat (mit den Worten: "Fliegen Sie am besten noch diese Woche nach Deutschland für die OP") Ich habe auch nach Empfehnungen meines behandelnden Ägyptischen HNO-Arztes einen Chirurgen gefunden, der nach eigenen Angaben Cochlear-Implanta schon etliche Male eingesetzt hat. Eine ägyptische Bekannte erzählte mir, dass bei ihrer seit dem 9. Monat schwerhörigen Schwester (sie ging auf eine Gehörlosenschule, spricht mit Gehörlosenakzent, hat aber Hörgerät mit Resthörvermögen) routinemäßig ein CI erörtert wurde, Ärzte und Eltern sich bei der zwischenZeitlich 16-jährigen bis dato aber aufgrund des Resthörvermögens und des Umstandes, dass die Hörschädigung vor dem Spracherwerb eintrat, gegen ein CI entschieden. Es ist also offenbar gar nicht so selten in Ägypten. Wobei mir die ägypten HNO-Ärzte alle dringlichst zu einer OP in Deutschland rieten, da dies in Deutschland - bei besseren hygienischen Bedingungen - ein "Routineeingriff" sei. Die Justierungen des CI können dann aber in Ägypten durchgeführt werden. Techniker sind rar, aber im Großraum Kairo, wo ich lebe, vorhanden. Viele HNO-Ärzte besuchen regelmäßig Fortbildungen in Deutschland, den USA etc. Ein HNO-Arzt bestand darauf seine am Vorabend von einer Fortbildung aus Würzburg zurückgekehrte Tochter (angestellte HNO-Ärztin in der väterlichen Praxis) an, damit sie mir auf Deutsch die Testergebnisse erläutern konnte.
    Da ich nach Drängen meiner Eltern die indentischen Tests auch in Deutschland (im Bundeswehrkrankenhaus Ulm, ca. 50 CI-Implantationen pro Jahr) habe durchführen lassen, kann ich ganz gut den technischen Stand vergleichen: die technischen Geräte in den privaten Labors waren in Ägypten deutlich neueren Datums - Auf die Erstellung eines MRT-Scans musste ich nur eine halbe Stunde warten - keine 3 Tage wie in Ulm.


    Auf eine Reaktion des Ärztlichen Dienstes der Deutschen Botschaft (Allgemeinarzt - Praxis befindet sich keine 5 Minuten zu Fuss von meiner Wohnung) musste ich übrigens 4 Tage warten. Ich hatte ihn per Email um Empfehlung eines Facharztes HNO gebeten, nachdem ich feststellte, dass ich kaum mehr etwas auf meinem linken Ohr hörte. Ich ging am folgenden Morgen gleich zu einem sehr kompetenten (nach Einschätzunger der Kollegen vom Bundeswehrkrankenhaus) Arztes in der Nähe. Als der Ärztliche Dienst der Botschaft sich - zunächst telefonisch !- meldete, hörte ich schon nichts mehr.

    Hallo - Da ich neu auf diesem Form bin eine kurze Darstellung meiner Geschichte. Ich bin dieses Jahr im Alter von 37 innerhalb von 1 Woche fast vollständig ertaubt (Komplikation infolge einer Virusinfektion/vermutlich Mumps). Es ist nur noch ein residuales Resthörvermögen im Tieftonbereich allenfalls 5 % im rechten Ohr vorhanden. Ich bin Juristin und arbeite im Moment - sehr eingeschränkt - als "Volonteer" für eine ägyptische NGO im Bereich Fundraising. Bis zu meiner Erkrankung war ich ein sehr auditiver Mensch mit einem überdurchschnittlichen Gehör. Eine sofortige medikamentöse Behandlung war erfolglos. Ein CI hat bei mir als bis vor kurzem noch hörendem Menschen sehr gute Erfolgsaussichten.
    Nun zu meinem versicherungstechnischen Problem: Ich habe vor meiner Erkrankung für meinen Auflandsaufenthalt, der ursprünglich nur ein Jahr dauern und dem Erwerb der arabischen Sprache dienen sollte, eine private Reisekrankenversicherung bei der AXA abgeschlossen. Hilfsmittel und Rehabilitation werden nach den AVB-R (den allgemeinen Versicherungsbedingungen) nicht ersetzt. Der Versicherungszeitraum endete am 31.12.2013. Am 20.12.2013 verlängerte ich die Versicherung online auf den maximal möglichen Zeitraum bis zum 31.08.2014. Dieser Zeitraum wurde mir auch durch Zusendung der Police bestätigt. Die Versicherung ist über den Stand der Erkrankung informiert, da ich Hörtests, Rerchnungen für MRT-Scans, Diagnosen/Stellungnahmen der Ärzte Zwecks Kostenerstattung sofort einreichte. Am 27.12.2013 forderte ich meine Versicherung auf, mir zu bestätigen, dass sie die Kosten für die CI-Operation noch während des mitversicherten 4-wöchigen Heimaturlaubes in Deutschland tragen würde. Heute am 08.01. teilte mir die Versicherung telefonisch mit (Gespräch wurde von meinem Vater für mich geführt), dass die Verlängerung des Versicherungszeitraumes abgelehnt würde. Daher übernähme die Versicherung nun "nach Beendigung der Reise" keine Kosten mehr. Bei dem CI handele sich es um ein Hilfsmittel, daher könne die OP übernommen werden, aber nicht das Implantat selbst. Kosten hätten allenfalls bei Operationstermin im Mai als "Notfall" übernommen werden können etc. pp. Kurz: Ich werde mich mit der Axa also vermutlich allenfalls gerichtlich einigen können. Unabhängig davon stehe ich jetzt nach - Ansicht der Axa zumindest - ohne Krankenversicherungsschutz da.


    Grundsätzlich ist mir bekannt, dass ich in die gesetzliche Krankenversicherung zurückkehren kann, wenn ich in Deutschland ALG I, ALG II bez. Sozialgeld beziehe oder eine versicherungspflichtige Arbeit aufnehme.


    Ich möchte jedoch in jedem Fall nach Ägypten zurückkehren. Zum einem um meine Sprachkenntnisse zu vervollständigen, zum anderen verfüge ich dort über einen umfangreichen Freundes- und Bekanntenkreis, der mich sehr unterstützt. Mein soziales Umfeld in Deutschland geht sehr schlecht mit meiner Ertaubung um. Zudem hätte ich nach einer erfolgreichen CI-OP recht gute Job-Aussichten als europäische 4-sprachige Juristin in Ägypten.


    Eine ägyptische Krankenversicherung kommt aus diversen Gründen (u.a. meinem ausländerrechtlichen Status dort) momentan nicht in Frage.


    Hat irgendjemand Erfahrungen mit freiwilliger Versicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung mit Auslandszusatzversicherung, oder mit einer privaten Auslandskrankenversicherung? Ich befürchte, dass ich keinen privaten Versicherungsschutz bekomme, der auch die anstehende OP/Reha-Kosten trägt.