Posts by Lucy

    In 10 Tagen habe ich die nächste Einstellung, dann spreche ich das Problem an.
    Sitzt dein Rondo tatsächlich bombenfest, auch unter der Mütze und beim Hantieren mit der?

    Ja, mit Rondo telefonieren stelle ich es mir auch etwas seltsam vor. In dem Rondo- Werbefilm telefoniert die Nutzerin ganz normal, also Telefon ans Ohr- nicht höher an Rondo- wie geht denn das bitte und was kommt wirklich bei ihr an??
    Telefonieren ist noch lange nicht drin bei mir, aber irgendwann, dann werde ich auch das mit Rondo versuchen und anschließend berichten.
    Ich habe wirklich gedacht, als durchaus eitle Frau, mit Brille, den genug langen Haaren, die Rondo sehr gut bedecken, würde ich voll auf Rondo abfahren.
    Tja, neben wein wenig eitel, bin ich auch schrecklich pragmatisch, das Gerät muss 1. sitzen und 2. funktionieren, wie ich es gerne hätte, dann darf es auch 3. "ästhetischer" wirken. Aber die Nr. 1 und 2 gehen bei mir nun mal vor der 3.

    Ich bin Ende September implantiert worden, und konnte deshalb dieses MED- EL- Werbeprogramm mit 2 Prozessoren, also Opus 2 und Rondo, nutzen. Zuerst wurde der Opus aktiviert, bei der 3. Einstellung der Rondo. Ich war sehr neugierig auf Rondo, auch, weil ich Brillenträgerin bin, und berufsbedingt mir öfters Mundschutz anlegen muss, also mit Gummi übers Ohr. Da ich davor ein HdO- Hörgerät getragen hatte, kannte ich die Fummelei, wenn so ein Mundschutz wieder runter sollte.
    Also sehr neugierig Rondo dran gemacht, und war dann doch sehr enttäuscht. Erstmal ist Rondo gut 2x schwerer als Opus 2 (mit XS- Batteriefach), was mir irgendwie eine Unwucht am Kopf verursacht. Liest sich vielleicht komisch, aber es ist so. Opus 2 merke ich so gut wie nicht- trotz immer noch zusätzlich Brillenbügel an dem Ohr.
    Dann fiel mir der Rondo paar Mal vom Kopf. Trotz 3er Magnet. Ich habe dann diese feine Leine mit Haarklemmchen gegen die Leine mit Klamottenklemme ausgetauscht, weil ich so nervös geworden war. Auf den Fußboden knallen lassen will ich das Teil auf keinen Fall.
    Die Position des Mikrofons ist mir sehr ungewohnt, da ist es bei Opus 2 irgendwie natürlicher. Seit ich anfange, mit CI zu hören, schnipse ich mir gerne mal rechts, mal links vor den Ohren, um das Gehör zu "kontrollieren" :thumbup: es ist mir doch sehr komisch, nicht mehr vor dem Ohr, sondern irgendwo drüber zu hören.
    Die Haare. Sie rascheln, und das nicht zu knapp. Ich trage so einen kurzen Bob, wo sie besonders gut fliegen- ich liebe es- unter den Haaren ist das Rascheln echt extrem bei mir.
    Dann diese Unsicherheit, es könnte mir bei jeder unbedachten Bewegung vom Kopf fallen. Irgendwie kann ich mich aber nicht den ganzen Tag darauf konzentrieren, ist es noch da, ist es schon ab.
    Mit Opus 2 ziehe ich mir ohne Probleme Pulli über den Kopf, Mütze auf und ab, das Ding sitzt bombenfest. Ich gehe mit den Fingern durch die Haare, ich kämme sie sogar nach, da natürlich mit einem kleinen Gedanken, da ist Spule und Kabel, da nicht zu dicht dran.
    Bei Rondo zog ich dabei schon an der Leine, klatsch, ab.
    Und Opus 2, den Mache ich morgens dran und im übernächsten Moment "vergesse" ich es. Es belastet mich nicht, ich habe keine Angst, das ich es verliere, das geht bei dem Ding wohl auch kaum?!
    Ich werde sicherlich noch öfters mein Glück mit Rondo versuchen, ich darf es ja behalten, aber mein Lieblingsprozessor ist nun mal Opus 2.
    Wenn ich jetzt Trampolin springen, Radtour machen, Sessellift fahren sollte, dann wäre ich viel entspannter, wenn mich Opus 2 dabei begleitet 8) weil ich mir dann sicher bin, ich komme mit ihm auch an.




    Das ist ja interessant, vor allem, wenn das Tinnitus- Ohr taubes Ohr ist. Ich habe seit 3 Jahren ununterbrochen das Geräusch im Ohr. Es ist unheimlich schwierig, die Frequenz, den Ton selber, zu beschreiben und nachzumachen, dann zu treffen.
    Die Diskussion hatte ich gestern, bei der Tinnitus- Diagnostik.
    Ich qualifiziere mich wohl für CI, also so lange werde ich wohl warten müssen, bis ich Tinnitus angehen kann.

    Hallo allen hier :)
    Heute bekam ich die Empfehlung für ein CI. Ich habe massenweise Untersuchungen über mich ergehen lassen, der Rest folgt in paar Wochen. Und dann, wenn alle Voraussetzungen stimmen- bekomme ich den OP- Termin.
    Ich bin seit knapp 4 Jahren komplett taub auf dem rechten Ohr. Die Vorgeschichte ist Otosklerose, diagnostiziert 1995. Ein Jahr später folgte die Operation- Stapesplastik. Die Prothese hielt knapp 5 Jahre, dann wurden Hörgeräte nötig, auf beide Ohren, da das linke Ohr auch die Krankheit hatte. Ein paar Jahre ging es sehr gut, ich habe gedacht, mit den Hörgeräten werde ich alt, ich war hochzufrieden mit der Versorgung, und dem Hören damit. Dann leider ein Hörsturz nach dem anderen. 2007 mußte das Linke Ohr auch operiert werden, Stapesplastik, wie rechts. Noch in der Klinik, erlitt ich einen Hörsturz rechts, von dem ich mich nicht wieder richtig erholt habe. Ein anderes, stärkeres Hörgerät rechts brachte etwas Gehör wieder, das linke, frischoperierte Ohr, hörte wieder gut und bräuchte kein Hörgerät. Leider dauerte es keine 2 Jahre, und das rechte Ohr verabschiedete sich in die ewige Stille- wenn man vom Tinnitus absieht :wink:
    Der örtliche HNO- Arzt meint, mit einem hörenden Ohr kann man prima leben und zurecht kommen. Kann man nicht :( ich weiß etwas darüber. Mit nur einem Ohr hören, das ist problematisch, anstrengend, macht krank, körperlich wie seelisch. Während meiner letzten Reha (orthopädisch) wurde ich auf meine Schiefhaltung und somit "vergebliche Liebesmüh'" bei der Physiotherapie angesprochen. Nicht nur deshalb fing ich an, mich über Wiedererlangen des Gehörs im rechten Ohr zu informieren. "Sie denken doch nicht etwa an ein CI?!" - fragte mein HNO- Arzt entsetzt. Doch, genau das tue ich. Ich bekam die Überweisung in die Uniklinik, und lat dem Chefarzt, bringe ich die besten Voraussetzungen für ein CI mit. Ich bin Mitte 40, berufstätig im sozialen Beruf, weiß, was ich will, bin robust und gebe anscheinend nicht auf, was ich mir vornehme (in Hinsicht auf die nicht gerade leichte Zeit nach der OP), ferner leide ich körperlich und seelisch unter dem geminderten Gehör.
    In paar Wochen sind noch etliche Untersuchungen fällig, dann entscheidet es sich, wann und ob OP. Mein Hörnerv ist aber intakt, Schnecke scheint auch so, wird noch nachgeprüft, irgendeine spezielle Untersuchung mit Elektrode durch Stich im Trommelfell.
    Und da dachte ich, schaust dich etwas im Netz um, und so bin ich hier gelandet. Ich erhoffe mir hier viel Hilfe und Antworten auf sicherlich viele Fragen zur OP und der Zeit danach... darf ich auf euch zählen? :)