Wer hat Erfahrung mit CI-Erstattung durch private KV

  • Hallo zusammen,


    als Beamter bin ich seit etlichen Jahren privat versichert - zum Glück war ich damals gesund und es gibt keine Ausschlüsse. Nach einer missglückten OP im Jahr 2007 bin ich links ertaubt, rechts fluktuierendes Gehör mit der Tendenz zum Totalausfall. Nun steht für den 11.02.09 meine CI-OP an. Die Beihilfestelle hat problemlos die Kostenübernahme zugesagt, überraschenderweise macht die ARAG Probleme. Erst wollten die die Kostenübernahme der Beihilfe - bekamen sie. Dann wollten sie einen ärztlichen Bericht - den sie ebenfalls kurzfristig bekamen. Nun wollten Sie einen Kostenvoranschlag - die Uni erstellte (völlig überrascht von diesem Ansinnen) einen Kostenvoranschlag mit dem DRG-Betrag. Den akzeptiert die ARAG nicht, weil er ja die privatärztlichen Leistungen nicht beinhaltet. Hierzu sagt die Uni (m.E. zurecht), dass diese nicht ausgewiesen werden können, da es ja davon abhängt, was alles passiert. Sie hätten auch noch nie für eine private KV einen Kostenvoranschlag erstellt.
    Nun ist nächste Woche die OP und ich bin keinen Schritt weiter - Hat jemand einen Tipp?
    Vielen Dank
    Michael

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    rechts seit 09/2007 HG von Oticon, epoq xw, seit 11/2016 Phonak Link UP
    links seit 03/2009 Advanced Bionics, Harmony, seit 11/2016 Naida Q90

  • Hallo Michael,


    stelle mal bitte Deine Frage in ein, dort sind mir 2 private KK-versicherte Personen die mittlerweile CI-Träger sind, bekannt. Ich weiss nicht ob diese Personen hier ebenso bzw. regelmässig mitlesen, daher die bitte mal "drüben" zu posten!


    Gruss Sandra

  • Hallo Michael,


    auch ich bin Beamtin und dadurch ebenfalls beihilfeberechtigt und privat krankenversichert. Vor einem Jahr bekam auch ich ein CI. Von meiner Beihilfestelle bekam ich relativ schnell und problemlos die Zustimmung zur Kostenübernahme. Doch meine private Krankenkasse, obwohl sie nur 30 Prozent übernehmen müssen, hat auch Probleme gemacht. Zuerst wollten Sie eine Begründung, warum die OP notwendig ist, als sie diese hatten, wollten Sie einen schriftlichen Krankheitsverlauf, als sie diesen hatten, wollten Sie sämtliche Hörteste der letzten zwanzig Jahre. Jedesmal, wenn wir die geforderten Unterlagen vorgelegt haben, ist Ihnen etwas Neues eingefallen. Alles in allem war es viel Schreiberei, Telefoniererei und Rennerei, aber letztendlich, haben Sie, kurz vor der Operation, der Kostenübernahme doch noch zugestimmt.
    Viel Glück bei Deinen Bemühungen
    Viele Grüße
    Beate

  • Hallo zusammen,


    die gute Nachricht erreichte mich 36 Stunden vor dem OP-Termin.


    Nachdem meine Frau die 5. Sachbearbeiterin am Telefon hatte, war auf einmal alles kein Problem mehr. Die Kollegin konnte gar nicht verstehen, wo zuvor das Problem gelegen hätte. Ein (bis dahin geforderter) Kostenvoranschlag sei gar nicht notwendig, da ich doch privat versichert sei (hört, hört!).


    Das hatte ich bis dahin auch gedacht. Schon merkwürdig, dass man eine private Krankenversicherung extra darauf hinweisen muss...


    Sei es drum - die Frage ist geklärt.


    Auch die Vertragsbedingungen hatten nichts hergegeben. Da sind Hilfsmittel und Prothesen (Brillen mit Kostenbegrenzung) enthalten. Krankenhaus und privatärztliche Abrechnung ohnehin.


    Trotzdem Danke für die Rückmeldungen


    Michael

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  • Interessant - in Kiel sagte man mir ausdrücklich, gar nicht die Versicherung zu fragen, die müsste es einfach schlucken. Und meine hat ohne Wimpernzucken die Rechnung bezahlt. Wahrscheinlich, weil ich sie vor vollendete Tasachen gestellt habe.
    Viel Erfolg!
    Ulrich

    Der Hasselaner heißt Ulrich und hat seit dem 18. Februar sein Harmony-CI von Advanced Bionics links, während er rechts seit eh und je ein HG trägt.

  • das war ja im Grunde auch das Ergebnis bei mir. Hätte ich nicht gefragt, hätte ich mir viel Unruhe erspart. Auf der anderen Seite durchschaut kein Mensch das Kleingedruckte in den Versicherungsbedingungen. Und sich hinterher streiten, wenn die Rechnung vom Krankenhaus nicht bezahlt wird, ist auch keine echte Alternative.

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