Liebes Mitglied der DCIG, Liebe Nutzer des DCIG Forums
in einem Schreiben vom 20. September 2006 hatte die DCIG Ihnen ein Rundschreiben gesendet, in dem wir uns für die Teilnahme an einer Umfrage engagierten. Dieses Anschreiben hat zu Irritationen und Unmut geführt. Die an uns herangetragenen unterschiedlichsten Rückmeldungen einiger unserer Mitglieder nehmen wir sehr ernst. Wir werden daher hiermit versuchen unsere Beweggründe darzulegen und hoffen, so Klärung zu schaffen.
Es ist ein Qualitätsmerkmal von Studien, dass der Urheber den Befragten nicht bekannt ist. Dies ist eine wissenschaftlich anerkannte Vorgehensweise in der Marktforschung, um die Beeinflussung der Antworten zu minimieren. Daher haben wir mit dem Urheber der Studie Stillschweigen darüber vereinbart. Aus Gründen der Professionalität und um uns für zukünftige Projekte nicht zu diskreditieren, halten wir uns an diese Vereinbarung, zumal der Auftraggeber zwischenzeitlich an anderer Stelle bekannt geworden ist.
Die DCIG war bereits an der Vorbereitungsphase der Studie beteiligt. Dadurch konnten wir uns überzeugen, dass die Studie direkt oder indirekt dem Interesse unserer Mitglieder und anderen CI-Trägern dient, da - wie in der Vergangenheit schon von uns erreicht - Weiterentwicklungen einer Firma auch stets Verbesserungen bei den anderen CI- Anbietern nach sich zogen (z.B. Telefonspule). Hätten wir diesen Nutzen für Weiterentwicklungen von Cochlea Implantaten im Sinne der CI-Träger in der Vorbereitungsphase nicht erkannt, hätten wir das Projekt nicht unterstützt.
Wir weisen ganz besonders darauf hin, dass von unserer Seite keinerlei Weitergabe von Adressen oder Daten stattgefunden hat. Die Regelungen zum Datenschutz in Bezug auf die teilnehmenden Personen wurden zu Beginn ganz konkret im Sinne aller teilnehmenden CI-Träger festgelegt. Der Auftraggeber erhält keinerlei persönliche Daten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Die als unklar empfundenen Formulierungen in unserem Anschreiben bedauern wir und werden künftig zur Vermeidung solcher Irritationen auf eindeutigere Formulierungen besonderen Wert legen. Nach wie vor ist es uns wichtig, jede Firma, sofern es gewünscht wird, bei den Möglichkeiten der Weiterentwicklungen der CIs zu unterstützen. Weiterentwicklungen kommen den heutigen und künftigen CI-Trägern zugute. Es ist ein klares Anliegen der DCIG für ihre Mitglieder Entwicklungen im Bereich der Cochlea Implantation aktiv mitzugestalten.
Abschließend möchten wir bemerken, dass durch die Umfrage erzielte Basisergebnisse nach Auswertung der Studie der DCIG zur Verfügung gestellt werden.
Wir danken allen, die sich mit Ihrer Kritik und Meinung an uns gewendet und uns damit für künftige Projekte sensibler gemacht haben.
Deutsche Cochlear Implant Gesellschaft,
Tanja Ringhut, Franz Hermann, Ute Jung, Michael Schwaninger