Servus aus Österreich

  • Hallo alle miteinander!

    Ich bin der Herbert, 47 Jahre jung und höre schon mein ganzes Leben lang schlecht. Bisher bin ich mit Hörgeräten und teilweise auch ohne ganz gut durchs Leben gekommen. Die letzten Jahre habe ich leider zusätzlich einen kleinen Hörverlust erlitten und muss mir mittlerweile eingestehen, dass ich nun nicht mehr so gut durchs Leben komme. Daher habe ich mich für ein Cochlea Implantat entschieden. Im Oktober ist es soweit und ich freue mich schon sehr darauf.

    Jetzt tauchen natürlich immer mehr Fragen auf. Für mich die wichtigste Frage momentan betrifft die Arbeit. Ich arbeite als Schlosser. Das heißt ich bin in einer sehr staubigen, lauten Umgebung. Auch schweiße ich sehr viel. Da entstehen Magnetfelder und hohe Ströme. Wenn ich mein Handy offen liegen lassen würde wäre es innerhalb kürzester Zeit kaputt. Man sieht am Lautsprecher (Magnet) abends die Stahlspäne stehen.

    Hat da jemand Erfahrung, was ich den Geräten zumuten kann und was nicht?

    Liebe Grüße

    Herbert

  • Hallo Herbert,

    herzlich willkommen hier im Forum. Leider habe ich nicht viel Ahnung was deine Frage betrifft. Ich würde mal bei den Herstellern direkt anfragen. Vermutlich musst du dann sehr oft die Filter am CI wechseln.

    Wenn du aus Österreich kommst, kennst du viellleicht schon die: https://www.oecig.at/

    Alles Gute für deinen Weg u. deine OP.

    Liebe Grüsse Uta

  • würde wäre es innerhalb kürzester Zeit kaputt. Man sieht am Lautsprecher (Magnet) abends die Stahlspäne stehen.

    Bei Magnetfeldern würde ich vorsichtig sein

    https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/766

    https://assets.cochlear.com/api/public/content/28f0e22719bd4d3ebb9fa6717b65f1b6?v=6a79fc8b

    aber auch mit Hitze, Staub usw.
    Bitte informiere Dich vorab bzgl. Arbeitsschutz bzw. Alternativ beim Arbeiten das CI ablegen und in eine Schutzhülle legen. Natürlich mit entsprechenden Arbeitschutz wie 2-Sinne Prinzip usw.

    rechts seit Kindheit gehörlos

    links seit Sept.20 gehörlos und seit Okt.20 ein Blechohr mit Nucleus 7 Cochlear

    Implantiert in der Uniklinik Freiburg / Prof.Dr. Aschendorff

  • Hallo Herbert, willkommen!

    In der Reha wurde ich vor starken Magnetfeldern gewarnt. Unter anderem können sie den Prozessor beschädigen.

    Noch mehr Sorge hätte ich wegen des magnetischen Implantats.

    Das Beste wird sein, die Hersteller zu fragen. Das dürfte über das Allgemeinwissen von Audiologen und CI Trägern hinausgehen.

    Med-El Sonnet 3 seit November 2025, bisher einseitig. Anderes Ohr mit minimal Restgehör im Tieftonbereich, kein Hörgerät.

  • Bergbert Vielleicht helfen dir die Schutzklassenangaben bzw. Klassifikationen deiner Arbeitsgeräte weiter. Ohne Kenntnisse der unmittelbaren "Belastung", sei es durch Späne, Hitze, Magnetfelder, Spannungen, ...), würde ich keine verbindliche Aussage treffen wollen. Vielleicht gibt es hier im Forum einen aktiven Schlosser/Schweißer, der dir ein paar subjektive Infos geben kann.

    rechts und links: AdvancedBionics (AB) Naída CI-M 90

  • Herzlich Willkommen hier.
    Wegen deiner „Magnetischen Tätigkeiten“ würde ich auch raten, den Hersteller zu kontaktieren und vielleicht jemand von deiner Arbeitsstelle, der irgendwelche Messwerte bestimmen kann.
    Gegen Schmutz und Späne könnte man noch eine Silikonhülle wie das Waterwear tragen, aber ständig elektrische Felder sind ja nochmal etwas anderes. Sowohl für den Sprachprozessor als auch für das Implantat an sich.
    In der Reha habe ich die Geschichte von einem Patienten gehört, der eine altmodische Stehlampe nicht mehr gut nutzen konnte, weil er in der Nähe immer merkwürdige Geräusche hatte…

  • Hallo!
    Danke für eure Antworten. Operiert werde ich in Wels (Oberösterreich). Scheint mir eine ganz gute Klinik zu sein.
    Oktober ist für mich in Ordnung. Ich hab jetzt selber eh schon viel zu lange gewartet da kommts auf die paar Monate auch nicht mehr an.

    Eine Frage noch zur Reha. Wieviel Zeit muss ich da die ersten Wochen/Monate in etwa rechnen. Macht es Sinn in der Firma die Stunden zu reduzieren. Bei mir wird während der Arbeit kaum geredet. Also auch kein Hörtraining 9 Stunden am Tag.

    Danke

    Herbert

  • Hallo Herbert,

    das kommt ganz auf das Angebot deiner Klinik an. Wie sieht das Reha-Konzept aus? Es ist ja besser jeden Tag ein wenig zu üben (plus minus 20 Minuten) als lange Zeit am Stück. Aus meiner Sicht geht das neben einem Vollzeitjob gut.

    Ich hatte in den ersten 4 Wochen nach der Erstanpassung mit Wiedereingliederung begonnen, weil in meiner Arbeit ich den ganzen Tag zuhöre. Habe dann nur 4 h am Tag in Woche 1-2 und 6 h am Tag in Woche 3-4 gearbeitet u. dann wieder voll.

    Aus meiner Sicht brauchst du nicht reduzieren. Eher dann dir Zeit nehmen für einen stationäre Reha.

    Viele Grüße von Uta

  • Bei AB gibt es eine AquaCase geschlossene Hülle mit Akku dran die könntest du dann für die Arbeit mit den Prozessoren hinter dir auf dem Rücken tragen oder Ähnliches weiter weg vom Geschehen. Es gibt unterschiedliche Längen vom Kabel her.
    Das sollte dann gehen nur die Frage in wie weit, das Magnetfeld alles andere stören würde.
    Alles Gute für dich.