Hörermüdung - Hörnerven

  • hallo in die runde,

    bei der vorbesprechung zur implantation vermutete der auch anwesenden akustiker auf grund der von mir geschilderten veränderungen des höreindrucks, in den vergangenen 2-3 jahren eine hörermüdung. auf meine frage, wie lange eine erholung dauern würde, sprach er von monaten.

    ich hatte diesen begriff zuvor noch nie gehört resp. gelesen und bin nicht auf die idee gekommen nachzufragen, ob dieser umstand nicht einfluss auf die entscheidung pro oder contra CI hat bzw. haben sollte.

    meine frage ist nun, ob nicht erst eine erholung von dieser ermüdung hätte erfolgen müssen, ehe auf einen ohnehin schon überlasteten nerv durch ein CI neue und andere impulse gegeben werden? was sagen die richtlinien und die erfahrungen dazu?

    hörbehindert seit Geburt, HG mit Anfang 20 (Phonak), seit ca. 3-4 Jahren massive Verschlechterung des Wortverständnisses, Okt. 2025 CI-Implantation (AB), EA Nov. 2025

  • Hörermüdung ist keine physische Überlastung deines Hörnervs, sondern eine geistige Überlastung deines Kopfes welche zur Erschöpfung führt, weil dein Kopf soviel arbeiten muss.

    Ein Ci wird dir wahrscheinlich helfen schneller wieder fit zu werden.

  • Hörermüdung ist keine physische Überlastung deines Hörnervs, sondern eine geistige Überlastung deines Kopfes welche zur Erschöpfung führt, weil dein Kopf soviel arbeiten muss.

    Ein Ci wird dir wahrscheinlich helfen schneller wieder fit zu werden.

    nein, der begriff wird mit zweierlei bedeutung verwendet. zum einen für die erschöpfung infolge der höranstrengung und zum anderen für für die ermüdung des hörnervs, die sich als immer leiser und undeutlicher werdender wahrnehmung äußert. der nerv macht sozusagen dicht. diesen effekt meinte ich - deshalb habe ich die überschrift genau so formuliert.

    zur zeit mache ich anraten des audiologen eine mehrwöchige hörpause, bin also ohne CI und mit verstöpselung des noch etwas hörenden ohrs unterwegs.

    hörbehindert seit Geburt, HG mit Anfang 20 (Phonak), seit ca. 3-4 Jahren massive Verschlechterung des Wortverständnisses, Okt. 2025 CI-Implantation (AB), EA Nov. 2025

  • es ist der akustiker der klinik. eine ähnliche empfehlung kam auch vom Rehazentrum. habe keinen HNO, der ahnung vom CI hat.

    es ist ein verdacht, mehr nicht.

    dieser vedacht ist für mich nachvollziehbar insofern, dass gleich am anfang des anpassungsprozesses der effekt auftrat, dass ich nach dem üben überhaupt nichts mehr verstanden habe, alles nur noch brei war. da sagte man mir ich hätte zu viel geübt. habe das dann reduziert von 1x15 min auf 3 oder 4x täglich 2 minuten. das ging etwas besser.

    insgesamt kam von anfang an nur gezischel vom CI. dann, anfang des jahres, wurden untere und mittlere töne angehoben. ich ging jedesmal aus der anpassung mit dem gefühl, das könnte jetzt klappen. nicht nur gezischel sondern ein ausgewogeneres klangbild. nach ca. 3-4 stunden war wieder nur gezischel, die mttleren frequenzen waren weg und kamen auch nicht wieder. das wiederholte sich etwa 3 oder 4 mal in den vergangenen 5 monaten.

    ich schließe daraus, dass bei mir die ermüdung des hörnervs frequenzabhängig ist. der nerv toleriert die mittleren frequenzen nicht, während er mit den höheren offenbar nicht solche probleme hat. ist für mich - als laie - auch nachvollziehbar, denn die UP-HG, unterstützt durch die Roger FM lösung von Phonak, haben vor allem den mittleren bereich belastet, den hohen frequenzbereich weniger, so dass der nerv da noch keine überlastungserscheinungen zeigt.

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    Edited once, last by Reisender (June 10, 2026 at 4:05 PM).

  • Wenn eine physiologisch bedingte Hörermüdung vorhanden ist, dann wohl aufgrund der Dauerbelastung durch das Tragen eines UP Hörgerätes und der damit verbundenen starken Dauerbeschallung um noch Sprachverstehen zu ermöglichen. Durch jahrelange sehr starke Lautstärken, können neben den Haarzellen auch die Spiralganglienzellen als Ausläufer des Hörnervs in Mitleidenschaft gezogen werden.

    Daher würde ich das CI nicht als verfrüht ansehen, sondern eher als zu spät, wenn es schon zu physiologisch bedingter Hörermüdung gekommen ist. Dir steht es frei das CI vel und oft zu tragen oder weniger, um dem Hörnerv auch Ruhe zu gönnen.

    Eine wochenlange Hördeprivation wäre aus meiner Sicht auch keine gute Lösung, eher eine schrittweise Gewöhnung an das neue Hören. Grade auf den besonders lang hördeprivierten Frequenzbereichen.

  • Wenn eine physiologisch bedingte Hörermüdung vorhanden ist, dann wohl aufgrund der Dauerbelastung durch das Tragen eines UP Hörgerätes und der damit verbundenen starken Dauerbeschallung um noch Sprachverstehen zu ermöglichen. Durch jahrelange sehr starke Lautstärken, können neben den Haarzellen auch die Spiralganglienzellen als Ausläufer des Hörnervs in Mitleidenschaft gezogen werden.

    Rosi Das ist interessant Rosi. Das ich SSD bin und einseitig ein HG was auf fast Maximum steht, besteht laut Deinem (sehr nachvollziehbaren) Argumenten auch eine Möglichkeit der Beschädigung der Spiralganglienzellen. Ist eigentlich logisch, wenn man täglich dieser Lautstärke ausgesetzt ist, obwohl man es nicht so laut hört. Dann wäre der Umkehrschluss, lieber nicht so lange (Monate + Jahre) auf ein CI warten, wenn man SSD ist und ein HG - Power HG trägt. Bisher habe ich nur die Argumente gehört, möglichst immer ein (Power)HG zu tragen, damit mein Gehirn nicht verlernt mit den hörgeschädigten Ohr zu hören.

    Gruß Volker

    Reisender Sorry für den Quereinstieg von mir - ich drücke auf jeden Fall die Daumen das es bei Dir wieder aufwärst geht

    CI Kandidat

  • Bisher habe ich nur die Argumente gehört, möglichst immer ein (Power)HG zu tragen, damit mein Gehirn nicht verlernt mit den hörgeschädigten Ohr zu hören.

    Das war auch lange die gängige Meinung. Ich habe 23 Jahre kein Hörgerät mehr auf einem ertaubtem Ohr gehabt, welches nur noch Hörreste im Tieftonbereich lieferte. Nach 23 Jahren kam dann das 2. CI, mit dem ich innerhalb kürzester Zeit sehr gute Erfolge hatte. Ich denke wichtig ist, dass man das Gehör nicht zerschmettert, aber trotzdem für Höreindrücke sorgt. So bleibt die Hörbahn zumindest sporadisch aktiv.

    Edited once, last by Rosi: file:///C:/Users/Rosirot/Downloads/sdw_2015_11_S29.pdf (June 10, 2026 at 9:00 PM).

  • Wenn eine physiologisch bedingte Hörermüdung vorhanden ist, dann wohl aufgrund der Dauerbelastung durch das Tragen eines UP Hörgerätes und der damit verbundenen starken Dauerbeschallung um noch Sprachverstehen zu ermöglichen. Durch jahrelange sehr starke Lautstärken, können neben den Haarzellen auch die Spiralganglienzellen als Ausläufer des Hörnervs in Mitleidenschaft gezogen werden.

    Daher würde ich das CI nicht als verfrüht ansehen, sondern eher als zu spät, wenn es schon zu physiologisch bedingter Hörermüdung gekommen ist. Dir steht es frei das CI vel und oft zu tragen oder weniger, um dem Hörnerv auch Ruhe zu gönnen.

    Eine wochenlange Hördeprivation wäre aus meiner Sicht auch keine gute Lösung, eher eine schrittweise Gewöhnung an das neue Hören. Grade auf den besonders lang hördeprivierten Frequenzbereichen.

    danke Rosi, für die info zu den Spiralganglienzellen, die mir bislang völlig unbekannt war. <3 ich wusste zwar, dass HG unter bestimmten umständen, das gehör schädigen können, aber nicht konkret, an welcher stelle. mit Deiner info kann ich jetzt weitersuchen, um zu verstehen. was mir passiert ist - und ob man das hätte vermeiden können.

    CI zu spät: man hat mir fast keins geben wollen, weil ich ja noch relativ gut hörte mit den HG. :rolleyes:

    schrittweise gewöhnung: das habe ich gut 4 monate lang versucht, mit dem effekt, dass die toleranz gegenüber dem input immer schlechter wurde. und, wie schon gesagt, eine anhebung der mittleren frequenzen hat leider keinen dauerhaften effekt. der hörnerv auf der CI-seite transportiert die nach wenigen stunden nicht mehr. zum schluss hat sich auf dem noch etwas hörenden ohr eine geräuschempfindlichkeit entwickelt, deren effekte mich dazu zwingen, es in lauterer umgebung zu verstöpseln.

    in der Reha sagten sie, so einen fall wie meinen hätten sie noch nie gehabt und die einzige idee von Reha und dem audiologen der klinik war halt, eine längere hörpause einzulegen. in der hoffnung, dass sich die hörnerven beider seiten erholen. diese hörpause mache ich jetzt. habe meine lange geplante reise nach Island angetreten und werde hier ein paar monate bleiben. der umgang mit menschen mit behinderung könnte nirgendwo besser sein als in den Nordländern. insofern fühle ich mich noch am besten aufgehoben (und mache eine reihe von sehr interessanten erfahrungen, die ich vielleicht an anderer stelle hier im forum mal beschreiben werde). ich verständige mich per smartphone, das das gesprochene transkribiert. das funktioniert ziemlich gut.

    hörbehindert seit Geburt, HG mit Anfang 20 (Phonak), seit ca. 3-4 Jahren massive Verschlechterung des Wortverständnisses, Okt. 2025 CI-Implantation (AB), EA Nov. 2025

  • …Ich denke wichtig ist, dass man das Gehör nicht zerschmettert, aber trotzdem für Höreindrücke sorgt. So bleibt die Hörbahn zumindest sporadisch aktiv.…

    das ist wohl die gratwanderung bei der hörtechnischen versorgung.

    gibt es messmethoden, mit denen man den zustand der spiralganglienzellen feststellen kann? idealerweise vor der implantation? X/

    hörbehindert seit Geburt, HG mit Anfang 20 (Phonak), seit ca. 3-4 Jahren massive Verschlechterung des Wortverständnisses, Okt. 2025 CI-Implantation (AB), EA Nov. 2025

  • Hallo, Wenn Du nur über eine FM verstehen konntest, kann ich die Aussage, Du hättest fast zu gut für ein CI gehört nicht verstehen.

    mit FM war es für mich mühelos möglich, mich über die reichweite der funksignals mit menschen zu verständigen, die ein FM- mikro trugen oder in reichweite der FM-tischmikros sprachen, ohne lippenlesen. das wurde in den letzten 2 bis 3 zwar schlechter, funktionierte aber immer noch gut. ohne die FM- technik, also nur mit den UP- HG, ging es nur face-to-face plus lippenlesen und wurde immer schwieriger bis unmöglich, was letztlich den anstoß gab, mich um ein CI zu bemühen. ich habe kaum soziale kontakte, mit denen ich mündlich interagiere, vielleicht habe ich daher den ernst der lage nicht erfasst.

    ich hatte mich in drei kliniken vorgestellt, eine sagte rundheraus, dass ich von den audiologischen messwerten her (noch) nicht in frage käme, eine sagte sofort zu und die dritte wunderte sich über die diskrepanz zwischen messung und tatsächlichem wortverständnis, gab dann aber ihr ok.

    ich hatte vor längerem mein audiogramm ja hier hochgeladen, und da kamen ähnliche kommentare, dass es doch noch ganz gut wäre - wenn ich mich recht erinnere.

    in der der ablehnenden klinik hatte der audiologe u.a. einen test durchgeführt, mit dem er durch steigende lautstärke einen bestimmten reflex, dessen bezeichnung ich nicht verstanden habe, auszulösen versuchte. ich musste den abbrechen, weil es für mich unerträglich laut wurde. danach konnte ich zwei tage lang auch mit FM so gut wie nichts mehr verstehen. ich habe das auch so zurückgemeldet. eigentlich hätten doch alle alarmglocken läuten müssen, aber es folgte nur ein schulterzucken.

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  • iin der der ablehnenden klinik hatte der audiologe u.a. einen test durchgeführt, mit dem er durch steigende lautstärke einen bestimmten reflex, dessen bezeichnung ich nicht verstanden habe, auszulösen versuchte. ich musste den abbrechen, weil es für mich unerträglich laut wurde. danach konnte ich zwei tage lang auch mit FM so gut wie nichts mehr verstehen. ich habe das auch so zurückgemeldet. eigentlich hätten doch alle alarmglocken läuten müssen, aber es folgte nur ein schulterzucken.

    Bei diesem Test ging es nicht darum Deine Unbehaglichkeitsschwelle also den Zeitpunkt ab wann ein Geräusch für Dich unangenehm laut wird, zu ermitteln?

  • nein. es ging um einen reflex. Stapedius vielleicht?

    hörbehindert seit Geburt, HG mit Anfang 20 (Phonak), seit ca. 3-4 Jahren massive Verschlechterung des Wortverständnisses, Okt. 2025 CI-Implantation (AB), EA Nov. 2025

    Edited once, last by Reisender (June 11, 2026 at 1:58 PM).

  • mit FM war es für mich mühelos möglich

    Also, ich als Laie, denke mir auch, wenn das Verstehen nur noch mit so einer Hilfe klappt, egal ob mühelos, oder auch da schon mit leichten Problemen, daß dies quasi schon ein sehr deutliches Zeichen ist, daß das Ende der Fahnenstange erreicht wurde.
    Das müßte auch der normale Test im Raum, wo man (sinnlose) Wörter nachplappern muß, oder von mir auch auch nur Einsilbern, zeigen, daß es damit bergab gegangen ist.

    Klar, als Schwerhöriger, bekommt man ohnehin nicht immer alles mit, man muß nachfragen, oder sogar vom Mund ablesen - aber es sollte trotzdem auf diesem Weg und ohne diesen "Hilfen" einigermaßen möglich sein, etwas zu verstehen. Auch wenn es nicht mühelos ist!
    Klar, mit der Zeit wird dies immer schlimmer, also für einen hochgradig Schwerhörigen.


    nur mit den UP- HG, ging es nur face-to-face plus lippenlesen und wurde immer schwieriger bis unmöglich

    Ich glaube, die Verwendung von diese Art an Hilfsmitteln ist nicht nur ein Segen. Tatsächlich kann es auch zeitgleich ein gewaltiger Fluch sein!
    Wie ich das meine?

    Nun, wenn das Hören mit der FM Anlage für einen selbst einfacher, ja das Verstehen regelrecht mühelos ist, dann neigt man dazu, es nur noch zu benutzen. Auf diese Weise "verlernt" man auch das "normale Hören" - also Hören mit den Geräten über den Ohren unter Alltagsbedingungen. Hinzu kommt ja auch noch, daß man die Hilfsmitteln seperat lauter / leiser einstellen kann. Meist neigt man als Schwerhöriger ohnehin dazu, etwas lauter, zumindest so laut wie gefühlt nötig einstellen zu müssen, daß man gut und ohne Probleme alles verstehen kann.
    Und genau das ist dann unser Fluch! Wir kriegen doch manchmal gar nicht mehr mit, daß es möglicherweise etwas zu laut sein könnte. Eigentlich ist auch hierbei noch der Tinnitus eine prima Warnung, daß dem so sein könnte, oder wenn man abends ins Bett geht, immer noch so ein Brummen gepaart mit Wattegefühl am Kopf hat.
    Wer zu oft auf Hilfsmitteln zurückgreift, ist kaum noch in der Lage, alles noch unter "Normalbedinungen" zu hören, bzw. verlernt das wieder. Und wenn man die Hilfsmitteln auch noch etwas lauter einstellt, dann kann es nur noch mit den HGs die Haarzellen zum Umknicken bringen, oder gar die Hörnerven überreizen. Letzteres kann auch mit CI noch möglich sein.

    Deshalb würde ich diese Hilfsmitteln zwar in bestimmten Situationen nutzen wollen (dafür sind sie ja auch gedacht und nicht ohne Grund vorhanden), allerdings auch mal schauen, daß man es sich nicht zu laut einstellt. Zwischendurch sogar mal ganz bewußt runter dreht und auf diese Weise lauscht - ist auch eine Form von Hörübung!
    Oder auch nicht zu oft und zu lange nutzt. Also auch mal Tage nimmt, wo man nichts so wichtiges zum Hören hat, dann schon mal darauf verzichten und mehr wieder "auf normalen Wege" hört, was in unseren Fall schlicht und einfach bedeutet, auch nur mal mit Hörgerät und/oder mit CI hört. Ja, man hört dann wieder schlechter, versteht unter Umständen kaum was, aber man hört dann wieder mit dem normal üblichen "Luftwiderstand" und damit verbundenen "Störfaktoren".

    Schönen Gruß
    Sheltie

    schon als Kind Hörgeräteträger, bis zum Hörsturz 2005
    rechts: CI422(SRA), N6, Okt 2015; seit 2024 N8

    links: CI522, N6, Nov 2017

    Meine Story: Das Sheltie hat nun auch ein eOhr

  • beim normalen test im raum hilft es sehr, wenn man einen guten wortschatz hat, gut kombinieren kann und, nicht zuletzt, diese tests schon in und auswendig kennt. hilft bei einsilbern nicht, schon klar.

    an der lautstärke habe ich nie was geändert, es wurden halt nur alle 4 bis 6 jahre die HG gegen neuere versionen getauscht. tinnitus hatte ich nur sehr selten, ein leises morsen. das mich weder im alltag, noch beim schlafen beeinträchtigt hat. ganz anders jetzt, lauter tinnitus, lautes morsen, ähnlich schmiedehämmerchen, durch das ich schon des öfteren mitten in der nacht wachgeworden bin oder erst gar nicht eingeschlafen bin. komischerweise hängt dieser tinnitus weniger vom input ab, sondern sehr viel stärker davon, ob mich irgendwas stresst. das ist neu. und sehr lästig.

    aber insgesamt hast Du recht. ich hatte sogar mal beim hörgerätegeschäft nachgefragt, ob die verwendete konstellation nicht auch schäden hervorrufen kann. das wurde energisch verneint. klar, man will ja verkaufen.

    es ist nun wie es ist. werde ja sehen bzw. hören, ob sich durch die hörpause was verändert hat. das Rehazentrum hat mir für die reise und das wiederbenutzen der hörtechnik 3 programme in den prozessor gebastelt, von ganz leise bis etwas lauter. in ca. 1 woche fange ich damit an.

    hörbehindert seit Geburt, HG mit Anfang 20 (Phonak), seit ca. 3-4 Jahren massive Verschlechterung des Wortverständnisses, Okt. 2025 CI-Implantation (AB), EA Nov. 2025

  • beim normalen test im raum hilft es sehr, wenn man einen guten wortschatz hat, gut kombinieren kann und, nicht zuletzt, diese tests schon in und auswendig kennt. hilft bei einsilbern nicht, schon klar.

    Ich finde, daß genau DIES ein sehr, sehr großer Fehler ist!

    Man kann gerne im Alltag kombinieren, was da gesprochen wurde. Sollte man auch, wenn man was nicht richtig verstanden hat und sowieso ungerne nachfragt.
    Aber bei einem Hörtest würde ich ganz genau wahrheitsgemäß sagen, das ich da gerade etwas NICHT verstanden habe! Warum auch immer, ist ja erst einmal egal! Aber, daß da ein Wort, mehrere Wörter aus einem Satz nicht verstanden wurde!

    Es ist eben keine Hilfe, wenn man diese Tests sogar "auswendig" kann.
    Das erklärt nämlich auch, wieso Dein Audiogram so "gut" ausgefallen ist, obwohl dem eigentlich nicht so gewesen war. Es bringt Dir nämlich gar nichts, wenn Du da Meßwerte "verfälscht", nur weil Du gut im Raten bist. Du willst doch, daß Dir wegen der Hörbehinderung geholfen werden kann. Das mag zwar hart klingen, aber im Grunde genommen ist es schon so.
    Es ist schließlich kein Wettbewerb, wie gut man immer noch richtig alles erraten kann, obwohl kaum was verstanden wurde ;)

    Schönen Gruß
    Sheltie

    schon als Kind Hörgeräteträger, bis zum Hörsturz 2005
    rechts: CI422(SRA), N6, Okt 2015; seit 2024 N8

    links: CI522, N6, Nov 2017

    Meine Story: Das Sheltie hat nun auch ein eOhr

  • Hallo Reisender

    Ich definierte das Thema Hörermüdung immer so " wenn dein Akku nur noch z.b 80% Ladeleistung hat und dann kann man auch nur noch 80 % abrufen!" Und ist es bei den meisten Leuten mit Hörermüdung. Das ist normal und damit müssen wir mit leben.

    Gruß Joachim

  • komischerweise hängt dieser tinnitus weniger vom input ab, sondern sehr viel stärker davon, ob mich irgendwas stresst.

    Nur mal als Rückmeldung, ich habe zwar nur geringen Tinnitus, der aber ist sehr klar streßabhängig und kennt da mehrere Stufen und Tonvarationen, je nachdem, wie sehr ich gestreßt bin. Geringste Stufe ist null, dann gleichmäßiges Rauschen, dann lauteres Rauschen bis hin zu einem Dröhnen, dann Klingeln, dann Vogelgezwitscher. Wenn der Streß nachläßt, geht es in gleicher Anordnung rückwärts. Auf dem CI Ohr ist es mit der OP verschwunden, auf dem schwerhörigen anderen Ohr ist es noch da.

    Med-El Sonnet 3 seit November 2025, bisher einseitig. Anderes Ohr mit minimal Restgehör im Tieftonbereich, kein Hörgerät.

    Edited once, last by MartinV (June 11, 2026 at 8:38 PM).