ich möchte hier eine Beobachtung schildern, die ich persönlich gemacht habe und die dem einen oder anderen vielleicht hilft sein Erlebnis einzuordnen:
Ich trage mein CI etwas über ein Jahr (anderes Ohr das passende Gegenstück als HG). Wie hier auch viele berichten, ist das Hören damit ein Auf und ein Ab.
Ich habe quasi immer Tinnitus, hört sich an wie in einer Maschinenhalle…
Vor ca. 2 Monaten hatte ich das Gefühl „Yeaaah!“ jetzt ist das Teil richtig gut eingestellt, ich kann den Gesprächen rundum gut folgen. 3 Wochen später zurück auf Null und ich hörte quasi alles breiig und plärrig, wie ein kaputter Lautsprecher.
Und dann beobachtete ich etwas zufällig: ich saß abends mit einer Freundin draußen an einer Straße in einem Restaurant. Verkehr, rundum Gequake der anderen Gäste und wir beide mussten auch recht laut reden… War schon sehr viel Input auf die Ohren. Es hörte sich weiterhin alles etwas breiig an… Zur späteren Stunde saßen wir dann noch bei mir auf der Terrasse und tranken ein Glas Wein. Plötzlich war mein Tinnitus sehr, sehr leise. Von jetzt auf gleich. Und dann hörte ich alles plötzlich wieder glasklar. Kein Brei, kein Geplärre.
Heißt für mich, dass das breiige Hören gar nicht mit dem CI zu tun hat, sondern mit meiner persönlichen Anatomie und meinem Tinnitus. Ist der Kollege da, dann nicht nur als Krach im Ohr, sondern verzerrt die ankommende Geräusche. Ist er sehr leise, dann kommt alles „richtig“ an.
Jetzt gerade während ich es schreibe, habe ich einen recht leisen Tinnitus und Geräusche sind klar und deutlich. Jetzt muss ich nur noch rausfinden, wie ich meinen persönlichen Tinnitus down bekomme.