Ich war in der nun vergangenen Woche bei meiner Erstanpassung. Besser: es waren effektiv nur 3 Tage. Angereist war ich Montagmittag und am DO schon gegen 11 h wieder unterwegs nach Hause.
Dreimal Anpassungen, zweimal kurze Hörtrainings, einmal Überprüfung des Verständnisses ohne und mit Störgeräusch sowie ohne und mit HG im anderen Ohr, um die Referenz für nächste Testungen zu haben, einmal Audiometrie und zu Anfang eine kurze Kontroll-Untersuchung beim HNO-Arzt.
Netto vielleicht, wenn es hoch kommt, knappe 7 h Aktivitäten. Der Rest warten und sich fragen, was man wohl mit all der Restzeit anfangen soll.
Ich fand den „Stundenplan“ etwas enttäuschend. Immerhin musste ich fast 500 km fahren (hin und zurück) und drei Übernachtungen im Hotel, Parkplatz und Verpflegung bezahlen.
Da war die Ausbeute doch etwas mager, fand ich.
Das aber nur am Rande.
Da ich nach der ersten Anpassung und deutlich kräftigeren Einstellung die Dynamik sehr vermisste, sich alles noch hohl und wie in eine Röhre gesprochen anhörte, wurde ein Teilbereich satter eingestellt.
Im ungestörten Zwiegespräch mit den Audiologen war das auch durchaus willkommen.
Allerdings hatte ich die Rechnung ohne Berücksichtigung veränderter Hörsituationen gemacht.
Zuhause zeigt sich die Sache nun nicht so gut.
Bei der Anpassung war ich in eher kleinen bis mittleren Räumen mit normal hohen Decken und Akustikplatten darunter.
Jetzt, in einem größeren und vor allem höheren und natürlich nicht schallgedämmten Raum wirkt sich die Einstellung ganz anders aus.
Fernseh-Hören geht fast gar nicht. Es hallt ohne Ende, die Tiefen brummen mir dabei über‘s CI-Gehör die Verständlichkeit weg.
Dass man während der Anpassung nicht mal verschiedene Hörsituationen ausprobieren und dann sofort nochmal nachjustieren konnte, empfinde ich als einen sehr wesentlichen Mangel.
Nun stehe ich da mit der doch noch nicht guten Einstellung und habe regulär erst in 3 Monaten den nächsten Termin.
Mal eben hin kann ich nicht. Da sind fast 500 km doch etwas zu viel.
Ich werde mich mal mit den Audiologen kurzschließen, ob ich hier vor Ort eine Korrektur-Sitzung wahrnehmen kann.
Soviel von meinem ersten Anpassung-Ausflug.
Ach, wen es interessiert:
Freiburger Zahlen verstehen: 100 %
Freiburger Einsilber: 70 %
Oldenburger Satztest (also verstehen im Störgeräusch): immerhin -1,2 dB.
Für einen gerade erst Implantierten CI-Hörsnfänger, sagte man mir, seinen das recht passable Werte.