• Wie von der Moderation gewüncht, habe ich das Thema ausgelagert, zuletzt ging es um die kommende Rentenerhöhung um 4,24%.

    Habe das mal mit Excel durchgerechnet.
    Wenn ich mich nicht irgendwie vertan habe, hat man nach der Rentenerhöhung von 4,24% Brutto sogar 8,30 Euro monatlich Netto weniger Rente im Geldbeutel als mit der Rente 2025. Das wären ca. 1% Verlust.
    Denn Krankenversicherungsbeiträge gestiegen, Pflege gleich, Zusatzbeitrag stark gestiegen.
    Die Prozentwerte sind jeweils Durchschnittswerte 2025, 2026 und nur das, was man als KVdR Rentner selbst bezahlt.
    Man darf auch nicht, vergessen, dass wir dazu eine durchschnittliche Inflation von 2,7% haben, somit sinkt in Wahrheit die Kaufkraft der Rente.

    2025%Euro
    Rente Brutto 1000
    KvdR Durchschnittswerte
    Krankenversicherung7,373
    Pflegeversicherung4,242
    Zusatzbeitrag0,858,5
    Summe 123,5
    Rente Netto 876,5
    Rentenerhöhung4,2442,4
    2026
    Rente Brutto Neu 1042,4
    KvdR Durchschnittswerte
    Krankenversicherung8,7591,21
    Pflegeversicherung4,243,7808
    Zusatzbeitrag1,4515,1148
    Summe 150,1056
    Rente Netto 892,2944
    Inflation2,724,0919488
    Rente Netto Real 868,2024512
    Differenz in Euro bei 868,2 Euro NettoRente 2026 -8,29754879999985
    Differenz in Prozent Verlust 2026 -0,946668431260678
  • Zur letzten Frage von ci_joe , die 1000 Euro sind nicht meine Rente, sondern der Betrag, der zuerst von Mount Everestverwendet wurde, ist nur dazu, um die Rechnung zu veranschaulichen.
    So kann sich jeder seinen eigene Rente damit ausrechenen, was er, nun ja nicht mehr, sondern weniger, Kaufkraft nach der Erhöhung im Juli haben wird.

    ci_joe, nein Wohngeld oder Grundsicherung bekomme ich nicht. Meine Rente die höher als 1000 Euro ist, reicht mir bisher zum leben.

  • Immerhin hat es Merz laut Nachrichten gerade eben geschafft der unbeliebteste Regierungschef weltweit im eigenen Land zu sein.
    Das ist schon eine beachtliche Leistung, hat vor ihm noch kein Bundeskanzler geschafft laut Kommentator.

    Die Reform, bei der man zukünftig als gesetzlich krankenversicherter mehr zuzahlen muß, wird das Rentnereinkommen zusätzlich belasten.
    Zudem befürchte ich, das die Ärzte sich einiges einfallen lassen werden, um den drohenden Einkommensverlust beim Patienten privat einzukassieren.
    So wird es dazu kommen, das die ganzen Reformkosten letztendlich doch nur von den Versicherten getragen werden müssen.
    Am Montag hatte ich eine Sitzung beim Psychotherapeuten.
    Da haben wir über die Reform gsprochen.
    Er hat mir klar gemacht, das er wenn es so kommt, er wesentlich weniger pro gesetzlich versicherten Patienten bekommt.
    Er dann nur noch privatpatienten nehmen wird. Leisten kann er es sich, der ist immer ausgebucht bis unter die Decke.
    Der ist schon mein vierter Psychotherapeut seit ich Rentner bin und man muß monate lang jedes mal suchen wieder einen zu finden, der einen als geetzlich versicherten aufnimmt.
    Keine guten Aussichten für mich, wenn es nach der Langzeittherapie keine verlängerung mehr gibt.
    Weil auf diese Behandlungen schaut die DRV ganz genau bei einer eventuellen Überprüfung, aber was ist, wenn einen niemand mehr behandeln will?

    Hätte gerne von anderen Erwerbsminderungsrentnern hier im Forum gewußt, ob oder wie sie mit dem aufziehenden Problem umgehen werden?

  • Hallo Stuttgarter

    Eine gute Freundin von mir war im Februar auch in Reha (St Wendel ) die ist 63 und bezieht ebenfalls Erwerbsminderungsrente. Die Reha wurde von der Krankenkasse übernommen, allerdings er nach Widerspruch (VDK) und bisher kam in der Beziehung (EMR) nichts nach. Sollte da was kommen werde ich dir dann berichten.

    Gruß Joachim

  • Irgendwo hier habe ich gelesen das in einer Reha immer auch gleichzeitig ein Gutachten über die Leistungsfähigkeit gemacht wird und dieses für die Beurteilung der Erwerbsminderungsrente herangezogen wird. Man soll als Erwerbsminderungsrentner vorsichtig beim Thema Reha sein stand dort.

    Ich glaube das aus eigener Erfahrung sofort!

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    Erstanpassung am 19.01.2026

  • Irgendwo hier habe ich gelesen das in einer Reha immer auch gleichzeitig ein Gutachten über die Leistungsfähigkeit gemacht wird und dieses für die Beurteilung der Erwerbsminderungsrente herangezogen wird. Man soll als Erwerbsminderungsrentner vorsichtig beim Thema Reha sein stand dort.

    Ich glaube das aus eigener Erfahrung sofort!

    Das stimmt!

    Nach einer (erfolglosen) Reha kann man bei entsprechender Beurteilung Erwerbsminderungsrentner werden.

    Umgekehrt kann es vor allem bei einer zeitlich befristeten Rente bei einer Reha aber auch der Fall, dass diese nach einer erfolgreichen Reha nicht mehr verlängert wird oder vorzeitig wegfällt. Man ist ja wieder hergestellt!

  • Ich habe mich vor vielen Jahren bei einer Umweltbehörde einer Wasserbehörde und den Stadtwerken bei uns als Schwerbehinderter auf eine Stelle beworben.
    Jeweils ausgeschriebene Stellen dessen Anforderungen genau auf meine Ausbildung passte.
    Ich war zu dem Zeitpunkt arbeitslos.
    Auch mit dem Schwerbehinderten-Vertrauensmann Kontakt aufgenommen.
    Alles so gemacht, wie man es machen soll als Schwerbehinderter.
    Irgendwann hat mir dann einer gesagt, ohne Beziehungen, beispielsweise die Eltern sollten da arbeiten oder im Verein sein oder Onkel, Bruder, Tante, hat man keine Chance genommen zu werden.
    Dann habe ich es aufgegeben und mich auf Anraten des Arbeitsamtes in der freien Wirtschaft beworben.
    Beziehungsweise auf die Stellen die mir von denen aufgezwungen wurden.
    Ich empfinde, es geht unglaublich ungerecht zu, weil ich dadurch, obwohl ich gut ausgebildet war, nur miserabel bezahlte Stellen zur Auswahl hatte, die mit meiner Ausbildung gar nichts mehr zu tun hatten.
    Man so dann Kollegen hat, die Behinderte im Arbeitsablauf nur als zusätzliche Last empfinden, die sie kompensieren müssen. Auch wenn es gar nicht so ist, aber besser und wichtiger fühlen sie sich dann und punkten beim Chef.
    Man Rücksichtnahme im Betrieb erzwingen muss, beispielsweise mit dem Integrationsamt und so immer mehr zum roten Tuch im Betrieb wird.

    Edited 4 times, last by Stuttgarter (May 2, 2026 at 10:11 AM).

  • Als Schwerbehinderter wird man leider recht schnell diskriminierd. Besonders auch hochgradig Hörbehinderte werden schnell in Richtung doof abgestempelt. Begehrte Stellen im öffentlichen Dienst werden auch hier auch oft nur mit Beziehungen vergeben.

    Ich persönlich habe miterlebt wie man unterschwellig regelrecht aus der Firma herausgeekelt wird. Man muss echt ein dickes Fell haben was ich leider nicht habe. Ich möchte echt nicht eine Behinderung gegen die andere ausspielen aber hochgradig Hörbehinderte Menschen gehören nun mal auch nicht gerade zu den „Vorzeigebehinderten“

    Ich bin froh das ich zumindest mit dem Arbeitsleben zurzeit nichts mehr zu tun habe.

    Ich glaube das wird mit der schlechten Wirtschaftslage alles noch viel schlimmer werden durch Verteilungskämpfe die heute schon da sind.

    Lg

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    Erstanpassung am 19.01.2026

  • Die Stellen im ÖD waren die letzten Jahre überhaupt nicht begehrt. Grund: Zum Teil sogar deutlich schlechtere Bezahlung als in der Privatwirtschaft. Wir hatten so einige Stellenausschreibungen ohne Ergebnis oder Leute nehmen müssen, die von der Ausbildung her nicht richtig passten.

    Die unterschiedlichen Behörden haben sich gegenseitig Leute weg kanabalisiert. Insbesondere Kommunen, die mit TV-ÖD im Bereich der Angestellten besser bezahlen als die Länder waren da erfolgreich.

    Das ändert sich aber gerade. Die Wirtschaftflaute macht den ÖD attraktiver. Problem, die Stellen im ÖD werden ganz nach Volkes Wille auch reduziert.

  • Also, hier waren hausmeisterstellen, Stadtwerke usw immer begehrt. Ich spreche also von Stellen wo handwerklich gearbeitet werden muss. Diese Stellen waren sehr oft begeht von Handwerkern die genau wussten das sie rechtzeitig vom Bau wegmussten denn bis 67 Jahre möchte das niemand mehr machen. Es gab immer viel mehr Bewerber als Stellen und was ich so hörte ging es meist irgendwie über Beziehungen.

    Schlechter bezahlt sind diese Stellen aber wie die Betroffenen selber sagen auch bedeutend stressfreiher.

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    Erstanpassung am 19.01.2026

  • Das zeigt doch einmal mehr, dass es den ÖD nicht gibt. Bei Hausmeisterstellen kann ich nicht sagen, ob die begehrt unter den Handwerker sind. Generell dürfte der Prozentsatz der Handwerker unter den Beschäftigten des ÖD gering sein, und unter den Beamten noch geringer sein.

  • Als Schwerbehinderter Babyboomern musste man kämpfen, überhaupt einen Arbeitsplatz zu bekommen, die nicht behinderte Konkurrenz war groß, das kann man sich heute wahrscheinlich nicht vorstellen.
    Jetzt Fachkräftemangel, körperlich will sowieso keiner mehr von den jungen Leuten arbeiten, nur irgendwas im Büro am PC.
    Das heißt noch lange nicht, das freie Stellen an Schwerbehinderten ohne Beziehungen oder Netzwerk vergeben werden.
    Auch wenn es immer so vollmundig bei den Anzeigen heißt, das Schwerbehinderte bevorzugt würden, das stimmt einfach nicht.

  • Als Schwerbehinderter Babyboomern musste man kämpfen, überhaupt einen Arbeitsplatz zu bekommen, die nicht behinderte Konkurrenz war groß, das kann man sich heute wahrscheinlich nicht vorstellen.
    Jetzt Fachkräftemangel, körperlich will sowieso keiner mehr von den jungen Leuten arbeiten, nur irgendwas im Büro am PC.
    Das heißt noch lange nicht, das freie Stellen an Schwerbehinderten ohne Beziehungen oder Netzwerk vergeben werden.
    Auch wenn es immer so vollmundig bei den Anzeigen heißt, das Schwerbehinderte bevorzugt würden, das stimmt einfach nicht.

    Hallo Stuttgarter

    Schwerbehinderte haben es generell schwer auf dem Arbeitsmarkt, das lässt sich schon aus den offiziellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit raus lesen.

    Gruß Joachim

  • Na ich habe mir Schwerbehinderung drei Mal einen neuen Job gefunden, ohne Vitamin B. Beim Start meiner beruflichen Karriere 2001 war es aber auch ziemlich schwer, einen Job zu finden. Ich hatte Glück, sofort nach Studienende einen Job zu finden. Nicht behinderte Kommilitonen haben ein Jahr gesucht und manche haben als Quereinsteiger ins Lehramt gewechselt.

  • Genau, Qualifikation zieht deutlich mehr als Vitamin B.

    Die Konkurrenz spielt natürlich auch eine Rolle. Wenn man sich gegen 100 Andere durchsetzen muss, ist es natürlich schwerer, als wenn man der einzige geeignete Bewerber ist.

  • Hier gehts u.a. um Rente.
    Man kommt aus dem Staunen kaum noch raus:
    Nach der GKV wird jetzt auch die Rentenversicherung um Milliarden erleichtert:

    (S+) Vier Milliarden Euro für die Rentenkasse sollen wegfallen - Experte spricht von "Diebstahl"
    Dem Finanzminister fehlt viel Geld, deshalb sollen vier Milliarden Euro für die Rentenversicherung wegfallen. Den Preis dürften die Versicherten zahlen. Ein…
    www.spiegel.de

    Die Koalition ist anscheinend angetreten, um den Weg für die Rechten zu ebnen, die haben inzwichen 5% Abstand zur CDU.
    Jetzt wollen sie auch noch die Steuer reformieren, da wette ich drum, dass sie das Ehegattensplitting abschaffen werden.
    Wenn die Koalition zerbricht, gibts Neuwahlen und garantiert eine absolute Mehrheit rechts.
    Also nicht mehr viel Zeit zu gehen für uns.
    Meine Regelaltersrente in 3 Jahren kann ich auch von Asien aus über die Botschaft beantragen, kein Problem.
    Hoffentlich ist bis dahin überhaupt noch was in dem Topf drin?

    Gruss
    leo

  • Klar, er hat sich auch zuletzt schon mal beim Bankenverband um einen Aufsichtsratsposten für nach der Kanzlerschaft beworben.
    Indem der BlackRockKanzler die Zersötrung der staatlichen Rente angekündigt hat und den Herrschaften auf dem silbernen Tablett liefert.

    Gruss
    leo

  • Klar, er hat sich auch zuletzt schon mal beim Bankenverband um einen Aufsichtsratsposten für nach der Kanzlerschaft beworben.
    Indem der BlackRockKanzler die Zersötrung der staatlichen Rente angekündigt hat und den Herrschaften auf dem silbernen Tablett liefert.

    Hallo Leo

    Ganz genau so!

    Gruß Joachim