Ein Mittelohrimplantat is kein Cochlea Implantat, klar. Ich frage trotzdem. Hat jemand damit Erfahrungen? Könnte sie eine Alternative sein? Falls ich kein CI bekomme?
Mittelohrimplantat
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Hm, das müssen die Ärzte viel besser beantworten können.
Gerade nach Untersuchungen.Da es hier eher ein CI Forum ist, weiß ich nicht, ob es auch User gibt, die ein Mittelohrimplantat haben und hier ihre Erfahrungen zum Thema schildern können. Eventuell gibt es eine Plattform genau für dieses Thema? Dann wäre man dort vielleicht deutlich besser aufgehoben?
Wieso glaubst Du, daß Du kein CI bekommen kannst?
Und wieso glaubst Du, daß ein Mittelohrimplantat die Lösung für Dich sein könnte? -
Hm, das müssen die Ärzte viel besser beantworten können.
Gerade nach Untersuchungen.Da es hier eher ein CI Forum ist, weiß ich nicht, ob es auch User gibt, die ein Mittelohrimplantat haben und hier ihre Erfahrungen zum Thema schildern können. Eventuell gibt es eine Plattform genau für dieses Thema? Dann wäre man dort vielleicht deutlich besser aufgehoben?
Wieso glaubst Du, daß Du kein CI bekommen kannst?
Und wieso glaubst Du, daß ein Mittelohrimplantat die Lösung für Dich sein könnte?Nach dem Hörtest meinte die Ärztin, ein CI würde wahrscheinlich nichts mehr bringen, weil ich an dem Ohr so lange so schlecht gehört habe. Die Hörtechniker schrieb, "Grundsätzlich zeigen Erfahrungen und auch fachliche Erkenntnisse, dass es schwieriger sein kann, sich an das „neue“ Hören mit einem Cochlea-Implantat zu gewöhnen, wenn über einen längeren Zeitraum kein ausreichendes Hören mehr möglich war"
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Nach dem Hörtest meinte die Ärztin, ein CI würde wahrscheinlich nichts mehr bringen, weil ich an dem Ohr so lange so schlecht gehört habe. Die Hörtechniker schrieb, "Grundsätzlich zeigen Erfahrungen und auch fachliche Erkenntnisse, dass es schwieriger sein kann, sich an das „neue“ Hören mit einem Cochlea-Implantat zu gewöhnen, wenn über einen längeren Zeitraum kein ausreichendes Hören mehr möglich war"
Prinzipiell setzt ein Mittelohrimplantat ein intaktes und voll funktionsfähiges Innenohr voraus. Mit dem Mittelohrimplantat wird ja „lediglich“ das Mittelohr (Hammer, Amboss und Steigbügel) überbrückt. Bei allem Respekt vor deiner HNO Ärztin, aber viele HNO Ärzte kennen nicht die Möglichkeiten eines CI. Für mich wäre ausschlaggebend ein CI Screening in einem CI Zentrum, ggf die berühmte „Zweitmeinung“ in einem anderen Zentrum.
Mit freundlichem Gruß
Thomas
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Ich habe auf meinem ersten CI‑Ohr (rechts) 5 Jahre lang nichts mehr gehört. Davor hatte ich etwa 30 Jahre ein Sprachverstehen von vielleicht 15 %. Jetzt habe ich 75 % Sprachverstehen. Auf der linken Seite ist das Ohr schon seit über 40 Jahren unbeschallt. Auch hier habe ich bereits 10 % Sprachverstehen. Jedoch ist das lernen mit dieser Seite sehr sehr anstrengend.
Alles ist möglich!
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Vielleicht möchten die Ärzte auch nur vermeiden, dass du mit unrealistischen Erwartungen an das CI herangehst.
Woher kommt die Idee mit dem Mittelohrimplantat? Hörst du besser, wenn beim Hörtest über diesen Knochenbügel Töne abgespielt werden? -
Ich war 12 Jahre taub auf dem Ohr und verstehe mittlerweile sehr gut. Allerdings musste ich auch viel Training investieren.
Man darf alles nie verallgemeinern... leider machen das manche. Jeder geht seinen eigenen Weg. Wichtig ist, dass der Hörnerv intakt ist und das man es selbst will und bereit ist zu üben... ob im Alltag oder extra mit Hörtraining.
Ja, kann mich @ Stier60 nur anschließen. Hol dir am Besten eine Zweimeinung ein!
LG
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Nach dem Hörtest meinte die Ärztin,
Da wäre die Frage, wurde nur dieser Hörtest gemacht?
Oder noch viel mehr?Um überhaupt ein CI Kandidat werden zu können, braucht es einen funktionierenden Hörnerv!
Weißt Du, ob das überhaupt bei Dir überprüft wurde?
weil ich an dem Ohr so lange so schlecht gehört habe.
Nun, nach meinem Hörsturz habe ich 10 Jahre lang nichts auf meinem sonst eigentlich sehr guten HG (!) Ohr gehört. Trotzdem hat das mit dem CI bei mir funktioniert.
Wie gesagt, dazu braucht es einen funktionierenden Hörnerv!
Ich glaube nicht, daß dies mit einem simplen Hörtest getan ist.Was sehr wohl stimmen kann, ist, daß man länger braucht, damit man wieder mindestens genauso gut hören kann, wie vorher auch schon als Schwerhöriger gewohnt.
Wenn ein Hörnerv kaputt ist, dann wird - so fürchte ich - auch ein Mittelohrimplantat nichts bringen. Denn es wird ja nichts an das Gehirn weiter geleitet.
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Ich habe schon gedacht das der Nutzen vom CI oftmals auch von Ärzten, Akustikern usw eher neutral bis sogar eher negativ betrachtet wird. Selbst die Hersteller überbieten sich nicht mit vollmundigen Versprechungen was mich ein wenig wundert.
Ganz anders bei den Hörgeräten. Da werden die tollsten Erfolge versprochen. Man müsse nur dieses oder jenes Modell kaufen und kann besser hören als ein Luchs. Das ist auch bei vielen Menschen als Meinung angekommen das Schwerhörigkeit heute dank moderner Hörgeräte kein Problem mehr ist. Die Meinung haben aber zumeist nur normalhörende. -
Ganz anders bei den Hörgeräten. Da werden die tollsten Erfolge versprochen. Man müsse nur dieses oder jenes Modell kaufen und kann besser hören als ein Luchs. Das ist auch bei vielen Menschen als Meinung angekommen das Schwerhörigkeit heute dank moderner Hörgeräte kein Problem mehr ist. Die Meinung haben aber zumeist nur normalhörende.
Also ich habe persönlich schon häufiger die Erfahrung machen müssen, dass von Ärzten aber auch CI Herstellern mit einem CI die tollsten Erfolge versprochen worden sind.
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Ich habe auf meinem ersten CI‑Ohr (rechts) 5 Jahre lang nichts mehr gehört. Davor hatte ich etwa 30 Jahre ein Sprachverstehen von vielleicht 15 %. Jetzt habe ich 75 % Sprachverstehen. Auf der linken Seite ist das Ohr schon seit über 40 Jahren unbeschallt. Auch hier habe ich bereits 10 % Sprachverstehen. Jedoch ist das lernen mit dieser Seite sehr sehr anstrengend.
Mein CI Arzt sagte, dass ich seiner Erfahrung nach rechts vielleicht auf 75 % kommen könnte. Für die linke Seite wollte er jedoch keine Prognose abgeben. Das fand ich gut und ehrlich.
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Mount Everest das kann ich so aber nicht bestätigen, ich war auf dem linken Ohr über 20 Jahre taub, die Prognosen waren deshalb sehr… vorsichtig, ich müsse damit rechnen, dass das Resultat nach der langen Zeit nicht mehr so gut ausfallen würde. Das war für mich Ansporn und die ersten Monate waren dann auch wirklich sehr anstrengend aber es hat sich gelohnt. Ein knappes Jahr später war mein Sprachverstehen dann bei 85% und 95% was alle ziemlich überrascht hat, auch mich! 😉
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Mount Everest das kann ich so aber nicht bestätigen, ich war auf dem linken Ohr über 20 Jahre taub, die Prognosen waren deshalb sehr… vorsichtig, ich müsse damit rechnen, dass das Resultat nach der langen Zeit nicht mehr so gut ausfallen würde. Das war für mich Ansporn und die ersten Monate waren dann auch wirklich sehr anstrengend aber es hat sich gelohnt. Ein knappes Jahr später war mein Sprachverstehen dann bei 85% und 95% was alle ziemlich überrascht hat, auch mich! 😉
@ Tinja Jo,
Gut, dass es bei Dir anders war. Auf einem Vortrag zum CI ist leider nur dargestellt worden welche Erfolge mit dem CI möglich sind. Ein HNO Arzt bei dem ich nur zum Reinigen der Ohren war, sagte zu mir, er hätte bisher nur gute Ergebisse bzgl. der Implantation erzielt und sah in mir einen deutlichen CI Kandidaten. Negative Erfahrungen kenne er gar nicht. Dabei weiß ich von einem Kollegen, bei dem eben nicht alles glatt gelaufen ist in dem Krankenhaus, in dem dieser Arzt implemnentiert hatte. Noch einmal ich habe nichts gegen das CI. Ich mag es nur nicht wenn zu schnell pauschale Aussagen getätigt werden, anstatt individuel hinzuschauen und eine Prognosse passend auf die jeweilige Person zu machen.
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Da wäre die Frage, wurde nur dieser Hörtest gemacht?
Oder noch viel mehr?Um überhaupt ein CI Kandidat werden zu können, braucht es einen funktionierenden Hörnerv!
Weißt Du, ob das überhaupt bei Dir überprüft wurde?
Nun, nach meinem Hörsturz habe ich 10 Jahre lang nichts auf meinem sonst eigentlich sehr guten HG (!) Ohr gehört. Trotzdem hat das mit dem CI bei mir funktioniert.
Wie gesagt, dazu braucht es einen funktionierenden Hörnerv!
Ich glaube nicht, daß dies mit einem simplen Hörtest getan ist.Ja, sie hat nur einen Hörtest gemacht. CT und MRT kommen noch. Der Hörnerv funktioniert schon -- ich höre nicht viel, aber schon etwas rechts. Nachdem alle Test gemacht werden, wird das CI Team der Klinik die Ergebnisse gemeinsam besprechen
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Ein Mittelohrimplantat kommt nur in Frage, wenn der Grund der Schwerhörigkeit überwiegend im Mittelohr oder in einer Gehörgangatresie liegt.
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Normalerweise wäre ja ein Mittelohrimplantat die Lösung, wenn die Cochlea noch ausreichend funktionsfähig wäre. Das würde ja im Rahmen der Diagnostik abgeklärt und vorrangig befürwortet, falls möglich.
Da dies anscheinend noch kein Thema war, halte ich es für unwahrscheinlich dass das in Frage kommt.
Ich wurde nach 23 Jahren Taubheit auf meinem 2. Ohr implantiert. Innerhalb der 1. Woche habe ich damit ein gutes Sprachverstehen erlangt. Das lag auch an den schon gemachten Erfahrungen mit dem 1. CI auf dem anderen Ohr, aber die so lange dauernde Taubheit des 2. Ohres stand dem nicht entgegen. Ich finde es gut wenn Ärzte eher denfensiv beraten um keine zu überhöhten Erwartungen zu wecken. Das ist halt ein schmaler Grad zwischen realistischer Prognose und entmutigenden Aussagen. Wichtig ist denke ich nicht zu schnell und zu viel zu erwarten, Verbesserungen sind aber auch nach längerer Taubheitsdauer sehr wahrscheinlich.