Hallo zusammen,
Ich möchte mich vorstellen:
Ich bin seit Herbst 2016 taub auf dem rechten Ohr. Seit Juni 2025 bin ich CI implantiert und habe ein Sonnet3 von MEDEL. Erstanpassung war am 23.7.2026 und seitdem bin ich in der Trainingsphase.
Der Auslöser für die Taubheit war eine Ruptur in der Fenstermembran. Warum? Eine starke Erkältung ist vorausgegangen und dann hat eventuell das Hochheben eines Bettes den Riss ausgelöst. Mir wurde schwindelig und ich wurde ins Krankenhaus gebracht, in die Helios Klinik in München-Pasing. Da war ich schon einmal 2013 mit einem Schwindelanfall und Verdacht auf Morbus Meniere, der sich aber dann nicht bestätigt hat. Von weiteren Schwindelattacken blieb ich verschont bis eben zu diesem Tag im Herbst 2016. Bis alles diagnostiziert war und das Loch wieder verschlossen wurde, ist die Flüssigkeit aus der Cochlea ausgelaufen und die Haarzellen sind alle abgestorben und haben sich auch nicht mehr regeneriert. Anfangs hatte ich noch Hoffnung, aber nach einem Jahr ohne Verbesserung habe ich mich mit der Taubheit abfinden müssen.
Schlimm war am Anfang vor allem der fehlende Gleichgewichtssinn. Das ganz normale Gehen war schwierig. Fahrradfahren - nicht daran zu denken. Und ich bin immer mit dem Fahrrad 17 km in die Arbeit gefahren. Ich habe alle Aktivitäten wieder zurückerobert, ich laufe regelmässig und auch Skifahren ist wieder möglich (das musste auch so sein, da meine Frau skiverrückt ist).
Ich habe immer mit dem Gedanken gespielt, ein CI implantieren zu lassen. Was hat mich so lange abgehalten? Die Tatsache, dass ich die Taubheit einigermassen kompensieren konnte und es kaum jemandem aufgefallen ist, dass ich nichts höre. Ich habe lange genug gewartet, bis die technischen Details für mich als Technik Freak einen Vorteil bringen. Die Vorstellung, mit dem CI direkt Musik hören und telefonieren zu können, hat mich einfach fasziniert. Und es war vor allem die Sorge, dass auch das gesunde Ohr sich eines Tages verabschieden könnte der Grund dafür nicht mehr weiter zu warten. Ich wollte einfach vorbauen, dass ich das CI Ohr mit dem noch gesunden Ohr trainieren kann und wollte vermeiden, dass ich eines Tages zwei CIs auf einen Schlag bekommen könnte.
Ich hatte genug Zeit die Vor- und Nachteile abzuwägen und bin sehr froh, dass ich die Entscheidung zum Implantat getroffen habe. Ich bin zwar noch weit weg von „normalem Hören“, aber ich kann gar nicht mehr verstehen, wie ich es ausgehalten habe, gar nichts zu hören. Leider hat sich der Wunsch mit dem Streamen nicht ganz so erfüllt wie ich es erwartet hatte.
Als Ingenieur kann ich mich nicht damit abfinden und habe das im Rahmen der Therapiestunden angesprochen. Eine Lösung seitens des CI Herstellers ist nicht in Sicht und so habe ich mich seit November 2026 mit dem Thema beschäftigt und habe eira entwickelt.
Ich mache das in meiner Freizeit, bin alleine und meine Frau muss sich ständig die Ergebnisse anhören. Sie hat von Technik wenig Ahnung hilft mir aber beim Verfassen der Texte und hat den Namen gefunden und auf ein Blatt Papier gekritzelt, so dass das Logo entstanden ist.
Eira ist ein walisischer, weiblicher Vorname und bedeutet „Schnee“
Eira ist ein Fluss in Norwegen
Eir ist die nordische Göttin der Heilkunde und Heilung, ist bekannt als eine der besten Heilerinnen
Die Verbindung des Vornamens „Eira“ mit nordischer Mythologie und Geografie passt zu dem Thema Stille und Taubheit. Schnee schluckt die Geräusche und verbreitet Stille. Der Fluss Eira steht für das Rauschen und Fliessen der Töne. Er steht auch für die Hintergrundgeräusche, die oft das Verstehen von Sprache erschweren.
Damit alle Hörgeschädigten beim Streamen und Telefonieren Sprache und Musik besser hören können muss eira weiterentwickelt werden.
Ich bin schon sehr weit gekommen, aber es gibt noch viel zu tun. Das schaffe ich nicht alleine!
Und deshalb soll eira als Open Source Projekt laufen (eira-cast.org)!
Viele Grüße
Stefan