• Hallo zusammen,


    ich möchte kurz von meiner Hörreise berichten. Am 14.11.25 hatte ich mein erste CI bekommen. Die Fortschritte waren so überragend, dass ich nach 6 Wochen die Erstanpassung im DHZ in der Medzinischen Hochschule in Hannover hatte und diese verkürzt wurde. Der Pädaudiologe hat aufgrund meiner Erfahrungen direkt einen Hörtest gemacht und konnte im Training mit mir schon Quatsch Wörter testen. Es hat einen Heiden Spaß gemacht. Die Freude trübte nur, der „Hörverlust“ links. Es war kein wirklicher Hörverlust. Audiogramm normal. Nur das dass Einsilbenverständnis von 70%auf 50% gefallen ist. Ich verstand rechts auch deutlich weniger. Musste immer meinen Kopf drehen… die Erstanpassungswoche wurde auf 3 Tage verkürzt und das zweite CI zur Planung freigegeben.

    Die zweite Operation war nun am 19.02.26. am 20.02.26 die Erstaktivierung. Es ist diesmal wie Mickey Mouse wie viele bei der Erstaktivierung beschreiben.

    Ich freue mich auf da hören mit beiden CI‘s.

    Anschlussreha hat leider nicht geklappt, da die gewünschte Rehaklinik mit modularem Aufbau (CIC Wilhelm Hirte in Hannover) leider bis zum Sommer pausiert.

    Nun warte ich bis zum Sommer, hoffe dass sie wieder starten und stelle dann den Antrag auf Reha in dieser Klinik. Hoffe es klappt dann.

    Andere Kliniken kommen mit zwei kleine Kindern gerade nicht in Frage.

    Das hören klappt immer besser. Nur das Richtungshören funktioniert gerade garnicht. 🙈 Hoffe es kommt schnell wieder. Bin für Tipps dankbar.
    Wenn man ein Kind auf dem Spielplatz schreit kann ich nicht feststellen ob es meins ist und aus welcher Richtung es schreit. 🙈😩

    Mit der erst operierten Seite höre ich zu mindest raus ob es mein Kind ist raus. Mit beiden keine Chance. Das wird. 🙂

    Die Erstanpassungswoche ist Ende März.

    Viele Grüße

  • Alles Gute für deine weitere Hörreise!

    Verstehe ich das richtig, du hast den SP direkt nach der OP mitbekommen? Finde ich ja spannend. Bei mir wurden die Elektroden vor der Entlassung nur getestet. Den SP habe ich das erst vier Wochen später bei der Erstanpassung bekommen.

    Auf dem Spielplatz kenne ich es auch nur so, dass sich bei einem lauten „Mama“-Ruf mehrere Mamas suchend umgucken. Ganz unabhängig vom Hörvermögen 😃

  • Laut Deinem Bericht fährt also nicht nur das Uniklinikum Frankfurt das Konzept mit einer Anbschluss Reha direkt nach der CI OP. Denn Frankfurt schickt die Patienten häufig nach der OP zur anschließenden Reha nach Bad Nauheim. Im Jahr 2023 wurde das noch im Rahmen einer Studie in Zusammenarbeit der Klinik in Frankfurt, Bad Nauheim und der Rentenversicherung so durchgeführt. Ziel war es herauszufinden, ob eine Anschlußreha direkt nach der OP bessere und schnellere Ergebnisse erbringt als eine ambulante Reha über den Zeitraum von zwei Jahren. Laut der Aussage von Dr. Zeh beim CI Sympoium 2023 in Bad Nauheim wurde dies nur mit Frankfurt sowie Wiesbaden und Bad Nauheim bisher so praktzuiert und er hoffe weitere Kliniken ziehen nach.

  • Laut Deinem Bericht fährt also nicht nur das Uniklinikum Frankfurt das Konzept mit einer Anbschluss Reha direkt nach der CI OP. Denn Frankfurt schickt die Patienten häufig nach der OP zur anschließenden Reha nach Bad Nauheim. Im Jahr 2023 wurde das noch im Rahmen einer Studie in Zusammenarbeit der Klinik in Frankfurt, Bad Nauheim und der Rentenversicherung so durchgeführt. Ziel war es herauszufinden, ob eine Anschlußreha direkt nach der OP bessere und schnellere Ergebnisse erbringt als eine ambulante Reha über den Zeitraum von zwei Jahren. Laut der Aussage von Dr. Zeh beim CI Sympoium 2023 in Bad Nauheim wurde dies nur mit Frankfurt sowie Wiesbaden und Bad Nauheim bisher so praktzuiert und er hoffe weitere Kliniken ziehen nach.

    Ja, genau. Die MHH hat jetzt erst vor kurzem umgestellt. Im Januar war noch alles mit Erstanpassungswoche und jetzt sollen eigentlich alle direkt nach Bad Münder für 3 Wochen.

    Edited once, last by Joy2303 (March 17, 2026 at 11:54 AM).

  • Alles Gute weiterhin!

    Die Frage der frühen Aktivierung des Implantats... Goldstandard ist vier Wochen nach der OP die Ersatzanpassung zu machen.

    Das wird wohl auch so bleiben, auch wenn es einige Kliniken gibt die des anders machen.

    Vorteil für den Patienten ist, er/sie geht nicht taub aus dem Krankenhaus.

    Niemand aber kann die Wundheilung nach der OP beschleunigen. Schwellungen sind da. Die Elektroden müssen erst einwachsen. Die Impedanzen verändern sich dabei ständig.

    Eine wirkliche Anpassung des Prozessors ist direkt nach der OP deshalb kaum machbar.

  • Songbird

    Vielen Dank für deine Zusammenfassung. Ich hatte mich schon gewundert, ob dies der neue Trend ist und meine Klinik noch hinterher hängt. Ich hatte meine erste OP am 31.10. und Erstanpassung war am 1.12.

    Vorher hätte ich gar nicht den Prozessor auf meine Narbe setzen wollen.

    Für meine zweite OP suche ich jetzt den (für mich) passenden Termin mit dem Wissen / Erfahrung, dass ich dann erst in vier Wochen später mit dem Hören rechnen kann. Den Abstand zwischen OP und EA habe ich gebraucht und begrüßt.

    Die andere Vorgehensweise hat mich hier beim Lesen im Forum irritiert. Wo sind denn da Vorteile? Wer würde es aufgrund seiner Erfahrung wieder so machen wollen (vorausgesetzt, man hätte die Wahl)?

    „Guten Tag, ich möchte gerne für morgen ein Brot von gestern vorbestellen.“

    Horst Evers

  • Den Abstand zwischen OP und EA habe ich gebraucht und begrüßt.

    Ich auch. Alleine die Vorstellung direkt auf die frische Wunde den Magneten des Prozessors zu setzen ist mir ein Grusel. Die Wunde war geschwollen und ich habe die erste Woche einen festen Verband getragen Tag und Nacht. Und bei mir war nach der OP alles in Ordnung, die Wunde ist prima verheilt und ich hatte keine Schmerzen.

    Das hört man von vielen Patienten ganz anders. Schmerzen und Schwindel. Was man in dieser Situation mit dem Prozessesor soll verstehe ich nach meiner Erfahrung nicht.

    Aber Jeder ist anders.

    Die andere Vorgehensweise hat mich hier beim Lesen im Forum irritiert. Wo sind denn da Vorteile?

    Wie ich schon geschrieben habe. Es kann psychisch ein Vorteil sein nicht vier Wochen lang komplett taub auf dem operierten Ohr zu sein. Aber aber aber...s.o.

    Ich vermute aber es geht in erster Linie um Vorteile der Klinik.;)

    Höherer Durchlauf, mehr Patienten, mehr Geld, höhere Effektivität.:)

  • Hi, hier mal ein Link zu einem Artikel von MedEL zu diesem Thema. Interessant, fand ich

    Was spricht für eine frühe Aktivierung des Cochlea-Implantats? - MED-EL Professionals Blog
    Erfahren Sie, wie sich die frühe Aktivierung eines Cochlea-Implantats auf Sicherheit, Hörresultat, Rehabilitation u.v.m. auswirkt.
    blog.medel.pro

    „Guten Tag, ich möchte gerne für morgen ein Brot von gestern vorbestellen.“

    Horst Evers

  • Hi, hier mal ein Link zu einem Artikel von MedEL zu diesem Thema. Interessant, fand ich

    https://blog.medel.pro/de/chirurgie/f…0a-83f1080a0300

    Wow, interessant! Sieht danach aus dass es in Zukunft die Standard Variante sein wird.

    Obwohl meine Klinik auf neuestem Stand der Technik ist inclusive OP Roboter etc wird dort bisher nicht frühzeitig aktiviert. Im Oktober bekomme ich dort mein zweites CI und werde Gelegenheit haben mit den Ärzten zu reden. Bin gespannt.

    Bei mir war es so, dass die Wunde nach der OP ein wenig genässt und geblutet hat und ich hatte die ersten Tage und Nächte einen Druckverband um den Kopf. Früh war das immer bissel Blut drin.

    Wir gesagt die Wunde war auch stark geschwollen. Ich hätte da keinen Magnet drauf haben wollen.

  • Durch die frühe Aktivierung bei mir und das tragen, hat sich nicht so viel Bindegewebe in der Cochlear gebildet und die Impedanzen sind echt gut.
    Die könnten hoch gehen, wenn ich es wieder weniger tragen würde.

    Man muss es wirklich vom individuellen befinden abhängig machen. Ich war froh schon zu hören. Es gibt auch Personen die können sich den Prozessor nicht direkt einstellen lassen (Hörnerv empfindlich, alles zu laut, etc.). Die Personen bekommen den Sprachprozessor mit und haben dann nur ein Sing Sang der Stimmen ohne Verständnis von Wörtern. War bei meiner Bettnachbarin letztes Jahr der Fall. Sie war froh im Januar dann bei der Erstanpassung doch etwas zu hören. Erst CI bei ihr erkennt sie nur Nebengeräusche keine Sprache (war wohl zu lange taub).
    Sie hatte echt Angst, dass sie nichts mehr verstehen wird und diese Frustration über Wochen muss echt hart sein.

  • Die Frage der frühen Aktivierung des Implantats... Goldstandard ist vier Wochen nach der OP die Ersatzanpassung zu machen.

    Das wird wohl auch so bleiben, auch wenn es einige Kliniken gibt die des anders machen.

    Wow, interessant! Sieht danach aus dass es in Zukunft die Standard Variante sein wird.

    Songbird
    So einfach ist das eben alles nicht.

    Die AHB ist als eine Ergänzung zu den in den Leitlinien und im Weißbuch beschriebenen Abläufen gedacht, um Patienten schneller wieder ins Arbeitsleben zu bringen. Voraussetzung dafür ist aber nicht nur eine erfolgreiche OP und Erstaktivierung. Unter anderem sind Heilungsverlauf und erste Ergebnisse aus der Erstaktivierung entscheidend, ob eine AHB durchgeführt werden kann.

    Derzeit scheint die AHB für CI-Patienten die Erstanpassungskonzepte etlicher Kliniken durcheinander zu wirbeln. Die Krankenkassen versuchen gerade über diese Neuerung ihre Kosten zu senken bzw. auf andere Kostenträger abzuwälzen.

    Die DGHNO hat in diesem Zusammenhang ein Positionspapier herausgegeben:
    https://cdn.hno.org/media/PDF/kollegen/SN__AHBnachCI_02-10-25.pdf

  • Die DGHNO hat in diesem Zusammenhang ein Positionspapier herausgegeben:

    Es wäre sinnvoll uns einzuweihen wenn Du da Infos hast anstatt einen Link zu posten, bei dem mir schwindelig wird. Es wäre schön wenn Du das kurz zusammen fassen könntest, ein wenig erklären.

    Ich hatte vermutet und das hier auch geschrieben dass es vor allem um Einsparungen für die Kliniken und damit die Kassen geht bei der frühen Aktivierung. Ich habe auch meine eigenen Erfahrungen und meine Zweifel beschrieben.

    Dass es Für und Wider, Pro und Kontra gibt, das ist eh klar.

    Nach meiner persönlichen Kenntnis zB betrifft minimalinvasive OP zZ allein Med El Patienten. Med El verwendet dafür einen OP Roboter. Ich weiß weder von AB, noch von cochlear von einer solchen Technologie wie sie bei med El genutzt wird mit Otoplan und dem Roboterarm für die OP.

    Ich beschäftige mich aber auch nicht mit deren Technologie und könnte da deshalb irren.