1 Jahr CI und weiterhin 🙂

  • Eine Stapesplastik kommt fĂĽr dich auf der Seite wahrscheinlich nicht in Frage? (Ich habe mich ja in ähnlicher Situation nie getraut, obwohl die Erfolgsquote in der Familie ganz gut war).

    Ich habe gestern auch festgestellt, dass die Lautstärke bei CI und HG sehr unterschiedlich ist bei Lärm (laute Musik beim Straßenfest). Beim HG reichen 2-3 Klicks und es ist angenehm, das CI habe ich so weit wie möglich runter gestellt und es war noch immer zu laut….

    Da ich bei der Stapesplastik OP rechts ertaubt bin, werde ich diesen Versuch links erst gar nicht machen. Auch die Ärzte raten davon ab.

    Spannend ;) Mit dem CI hab ich gar keine Lautstärkeprobleme. Ich laufe da völlig ohne Filter rum, arbeite mit schwerbeeinträchtigten Kindern, die viel und oft auch sehr laut lautieren und irgendwelche Geräusche machen, kann problemlos Rasentraktor fahren oder einer Orgel mit vollen Registern zuhören...

    Das CI empfinde ich nie als laut und höre aber auch leises sehr gut.

    Dagegen empfinde ich das HG derzeit als anstrengend, laut und unklar schwingend. Verstehen ist kaum möglich. Freue mich schon uf den nächsten Termin zum hoffentlich besseren einstellen.

    FĂĽr Musik ist es jedoch hilfreich :) denn da klappt es mit CI noch nicht. 8o

    Scheinbar mache ich nun in der Kombi von CI und neuem HG eine noch größere Hörreise ;). Mal sehen, wie lange diese Reise dauert :)

  • Mal eine Frage in die Runde. Bin grad ziemlich frustriert...

    Gestern wurde mir das Hörgerät Resound Nexia komplett neu eingestellt, da das Verstehen bisher gleich null war.

    Dabei wurde mir wiederum ein kleiner Draht ins Ohr gegeben mit dem Hörgerät zusammen und dann gemessen, wie es innen reagiert bei leiser , kauter,... und entsprechend eingestellt.

    Das Ergebnis war ganz anders als beim ersten Mal, aber der Klang ist in keinster Weise auszuhalten und ich verstehe wieder nichts.

    Für heute hab ich einfach entschieden, ohne Hörgerät rum zu laufen... daheim geht das ja ganz gut nur mit CI.

    Ich weiß, dass man sich an ein Hörgerät gewöhnen muss, das habe ich ja schon mehrfach durchlaufen, aber ich kann diesmal gar nichts an Geräuschen zuordnen, geschweige denn verstehen. Alles ist verbunden mit einem permanenten mitschwingendem Ton und breiig, unpräzise, ...

    Kann es vll sein, dass dieses Messverfahren - ich weiĂź leider nicht, wie man das nennt - bei Otosklerose nicht funktioniert???

  • Hast Du mal ein Hörgerät von einem komplett anderem Hersteller ausprobiert? Wenn ja, ist das Ergebnis dann ähnlich?

    Wenn nein, ich würde auch mal andere Hersteller testen wollen, auch wenn sie eben nicht mit dem CI kompatibel sind. Ich persönlich würde ohnehin nur Hörgeräte nehmen wollen, mit denen ich am Ende am besten hören kann. Aber das ist halt meine Meinung, und damit stehe ich wohl auch alleine da. Aber, was nutzt die beste Ehe, wenn die Verbindung nicht halt, was es verspricht?

    Ist einmal das Hörgerät da, womit Du am besten hören kannst, so kann man am Ende immer noch schauen, welche Lösungen für bestimmte Situationen es geben könnte.


    Andere Idee ansonsten noch: ist das Ohr soweit in Ordnung? Wurde dort noch mal ein aktueller Test gemacht? Nicht, daß es andere Gründe gibt, wieso es mit einem Hörgerät nicht mehr so gut klappen kann.

    Schönen Gruß
    Sheltie

    schon als Kind Hörgeräteträger, bis zum Hörsturz 2005
    rechts: CI422(SRA), N6, Okt 2015; seit 2024 N8

    links: CI522, N6, Nov 2017

    Meine Story: Das Sheltie hat nun auch ein eOhr

  • Ein Hörgerät eines anderen Herstellers habe ich jetzt nicht ausprobiert... ich habe den Akustiker gewechselt, fahre dafĂĽr extra nach Wien, weil gefĂĽhlt jeder mir sagte, es wäre vom Klang her zum CI passender und besser ein kompatibles Gerät zu haben. Bisher habe ich nur Hörgeräte von Phonak gehabt. Die klangen immer präzise und klar, auch wenn die Einstellungen am Anfang noch nicht optimal waren.

    Danke für deine klaren Worte. Eigentlich bestätigt sich mir damit genau das, was ich derzeit in Frage stelle... muss ich ein kompatibles Hörgerät nehmen? Vll sollte ich einfach bei dem Akustiker in der Nähe bleiben, bei dem ich total zufrieden bin.

    Ehrlicher Weise muss ich zugeben, dass die Tonhöhe von Resound HG und CI echt toll zusammenpassen. Das war beim bisherigen Hörgerät nicht... und das hatte ich mir, da ich Geige spiele, gewünscht...

    aber wenn dann das Sprachverstehen nicht besser wird bringt es das ja auch nicht...

    Ich werde morgen mal versuchen in Wien anzurufen und ihm die Problematik schildern. Vll finden wir eine gute Lösung... wenn nicht, kann ich immer noch zurück zu meinem bisherigen Akustiker gehen.

    Da ich ohne irgendwelche technische Hilfsmittel gut klar komme, ist diesbzgl. die Kompatibilität nicht so wichtig, denke ich.

    Bzgl deiner Frage: Ja, ich hatte vor der Hörgerätverordnung eine genauere Ohruntersuchung. Die Otosklerose ist schon recht fortgeschritten, aber mir wurde gesagt, es könnte wahrscheinlich mit einem neuen Hörgerät noch etwas erreicht werden... wenn nicht, könnte man das CI immer noch angehen.

    Ich werde weiter berichten.

    LG

  • Schade, dass es noch nicht gut klappt mit dem neuen HG.

    Dabei wurde mir wiederum ein kleiner Draht ins Ohr gegeben mit dem Hörgerät zusammen und dann gemessen, wie es innen reagiert bei leiser , kauter,... und entsprechend eingestellt.

    Das ist eine in situ- Messung. Es wird quasi die Ausgabe der Lautstärke in deinem Ohr gemessen. Damit sollte man das HG besser anpassen können, als wenn man ein Audiogramm nimmt, das mit Kopfhörern erstellt wurde.
    Das ist ein HdO Gerät mit einem externen Hörer? Hast du eine Otoplastik? Reicht die Verstärkung grundsätzlich für deinen Hörverlust aus?

    Ein Problem bei der Otosklerose ist ja oft der kleine dynamische Bereich, wo es laut genug aber nicht zu laut ist

    Ehrlicher Weise muss ich zugeben, dass die Tonhöhe von Resound HG und CI echt toll zusammenpassen. Das war beim bisherigen Hörgerät nicht... und das hatte ich mir, da ich Geige spiele, gewünscht...

    Dass die Tonhöhen so unterschiedlich sind bei den verschiedenen HG verwundert mich. Hast du einen starken Hochtonverlust und eine Frequenzverschiebung?

  • Schade, dass es noch nicht gut klappt mit dem neuen HG.

    Das ist eine in situ- Messung. Es wird quasi die Ausgabe der Lautstärke in deinem Ohr gemessen. Damit sollte man das HG besser anpassen können, als wenn man ein Audiogramm nimmt, das mit Kopfhörern erstellt wurde.
    Das ist ein HdO Gerät mit einem externen Hörer? Hast du eine Otoplastik? Reicht die Verstärkung grundsätzlich für deinen Hörverlust aus?

    Ein Problem bei der Otosklerose ist ja oft der kleine dynamische Bereich, wo es laut genug aber nicht zu laut ist

    Dass die Tonhöhen so unterschiedlich sind bei den verschiedenen HG verwundert mich. Hast du einen starken Hochtonverlust und eine Frequenzverschiebung?

    Danke für die Erklärung und den Namen. :):thumbup:

    Ja, ich habe ein HdO mit Otoplastik, die weiter in den Hörgang rein geht als vorher.

    Das Hörgerät müsste eigentlich vom Umfang für mich perfekt passen... aber irgendwie klappt da kein zwischendrin... entweder zu laut und verstehe nichts, oder zu leise und verstehe nichts... hm... liegt wohl tatsächlich an der Otosklerose... Aber ich geb noch nicht auf ;) Der Hör-Ruhetag heute hat dem Ohr und mir gut getan. :D

    Der Tonhöhenunterschied liegt an beidem: mein letztes HG wurde minimal Klang-Tonhöhen verschoben, da ich so besser verstanden habe, und auf dem CI Ohr höre ich immer ne kleine Spur zu hoch und dann pendelt sich das ein. Meine Musiktherapeutin musste da schon öfter schmunzeln, weil sie meinte, ich würde so feine Tonnuancen mit dem CI erkennen, dass wäre unglaublich. Einige würden das gar nicht bemerken ^^

    Am kommenden Mittwoch hätte ich den ersten Termin, wo die Elektrodenhöhen bei gemeinsamen Termin mit Audiologin von Cochlear und Musiktherapeutin anhand von live Instrumenten angepasst werden sollen. Auf den Termin warte und freue ich mich jetzt schon drei Monate und hoffe sehr, dass ich dann wenigstens ein passables Gegenohr habe...

    Einen schönen Abend!

    Edited once, last by Ichtys (May 14, 2026 at 8:16 PM).

  • Und noch etwas schönes:

    Ich war heute ĂĽberrascht, wie gut ich nur mit dem CI durch den Tag kam, mit Hl. Messe in der Kirche und Gesang, bei einer Unterhaltung zu 10. beim Essen...

    Auf Dauer will ich nicht mehr einseitig hörend sein, aber mir wurde mal wieder bewusst, wie gut es mit dem CI klappt!

    Einfach wunderbar! :D

  • Ja, ich habe ein HdO mit Otoplastik, die weiter in den Hörgang rein geht als vorher.

    Vielleicht kann man da an der Form noch etwas optimieren. Durch die Otosklerose gibt es manchmal Effekte, wenn der Schall über den Schädelknochen am Gehörgang weitergeleitet wird. In die alte Otoplastik passt der neue Hörer wahrscheinlich nicht hinein? Der neue Akustiker weiß Bescheid über deine Otosklerose?

  • Leider hatte der Akustiker heute zu.

    Ich denke, dass der alte Hörer da nicht rein passt, aber ich werde auch das dann beim Akustiker ansprechen.

    Gute Frage, ob ihm das wirklich bewusst ist, war zu Beginn bei einem anderen Akustiker, ser sich aber anders orientiert hat... auch das werde ich Montag nochmal klar kommunizieren . 👍

  • Hier ein Update:

    Ich war gestern über eine Std beim Akustiker zur Hörgerät Einstellung. Er hat sich wirklich viel Mühe gegeben, wir haben verschiedene Möglichkeiten ausprobiert und wieder korrigiert.

    Das Ergebnis ist schon erstaunlich. Ich kann etwas verstehen, auch wenn die Sprache nicht ganz klar klingt - mit CI ist es deutlich klarer - aber dafĂĽr, dass ja mein Hauptproblem bei den Sprachfrequenzen liegt, ist es schon recht gut.

    Aldo ich bin total begeistert, dass es jetzt völlig anders und annehmbar klingt.

    Morgen wird das CI und Hörgerät miteinander verbunden und mit der Einstellung der Frequenzhöhen des CI begonnen, weil die noch nicht passen.

    Also, es bleibt abzuwarten wie das wird, aber ich freue mich darauf.

  • Hier im Thread war es mal Thema, dass das CI bei sehr lautem zu laut ist. Da ich auf der Arbeit oft mit sehr lauten Kindern zu tun habe und mich das mit CI noch nie störte, habe ich meinen Logopäden im Krankenhaus gefragt, wie das sein kann, dass mich lautes gar nicht stört.

    Er antwortete mir, dass er - nachdem er erfuhr, wo ich arbeite - bei mir im CI eine Einstellung aktiviert hat: Sehr lautes wird leiser gemacht und sehr leises lauter. ^^

    Vll ein Tipp fĂĽr den ein oder anderen :)

    Schönen Sonntag