• Hallo,


    heute erhielt ich die Auskunft, dass man mich nicht implantieren wird, da die Ärzte nicht glauben, dass ich die Reha psychisch bewerkstellige. Ob es noch ein Gespräch mit dem Neuroosychologen geben wird, konnte mir der Arzt nicht sagen. Bin geschockt und frustriert.

  • gibt es die möglichkeit, eine zweitmeinung einzuholen? gerade bei psychosachen ist die fehlerquote auf ärztlicher seite nicht gerade gering.

    hörbehindert seit Geburt, HG mit Anfang 20 (Phonak), seit ca. 3-4 Jahren massive Verschlechterung des Wortverständnisses, Okt. 2025 CI-Implantation (AB), EA Nov. 2025

  • das könntest Du doch machen. er wird Dir seine meinung sicherlich auch begründen können. das wäre ja durchaus hilfreich.

    hörbehindert seit Geburt, HG mit Anfang 20 (Phonak), seit ca. 3-4 Jahren massive Verschlechterung des Wortverständnisses, Okt. 2025 CI-Implantation (AB), EA Nov. 2025

  • Hallo Synni,

    Du bist einseitig ertaubt und die andere Seite ist noch normal hörend, richtig?

    Mir scheint, dass Du noch immer so verzweifelt bist, dass Du über Deine Verzweifelung die Klinik nicht überzeugt hast, dass Du die OP und das ganze Drumherum verpackst. Einseitig Ertaubte sind nun mal in einer anderen Lage als beidseits an Taubheit grenzende Schwerhörige. Die Reha ist bei SSD noch einmal herausfordernder, weil das guthörende Ohr sich nicht einfach so still legen lässt und dazu neigt das CI aus der Wahrnehmung rauszukicken. Daher braucht es Bei Euch mehr Disziplin im Hörtrainig, während bei den beiseits an Taubheit Grenzende das Hörniveau oft so unterirdisch niedrig ist, dass sich nach einer CI-Versorgung rasch motivierende Hörerfolge einstellen. Im Übrigen hat langjährig schlechtes Hören schon viele Leute richtig zermürbt, die blühen zumindest teilweise durch ein CI richtig auf. Und solche Leute werden auch massenwiese implantiert.

    Das CI läuft Dir nicht weg. Wenn Du etwas stabiler bist, dann wird man Dich sicherlich auch implantieren.

    Du könntest Dir auch eine Zweitmeinung einholen. Es hilft aber nichts, dass Du realistische Erwarrungen haben solltest, wenn Du in eine solche OP reingehst, sonst leidet die Psyche noch mehr.

  • Hatte gerade noch geschrieben, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass man jemanden deswegen ablehnt. Aber anscheinend wird das manchmal doch gemacht. Ich würde es auf jeden Fall mit dem Therapeuten besprechen, der kennt deine psychische Verfassung wahrscheinlich besser. Du solltest die Ablehnung aber nicht nur negativ sehen und deswegen verzweifeln. Vielleicht ist es ja wirklich so, dass momentan deine Psyche die größer Baustelle ist, an der du zuerst arbeiten solltest, und dann vielleicht in ein paar Monaten oder einem Jahr noch einmal die Sache mit dem CI angehen. Wenn du sicher bist, dass es eine Fehleinschätzung ist, dass du momentan ganz stabil bist, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, und du die CI-OP und Reha problemlos mental schaffen wirst, auch wenn es Komplikationen geben sollte, dann solltest du das auch mit dem Therapeuten besprechen. Vielleicht kann der noch mal mit der Klinik reden.

  • Also wenn Du das CI willst und Dich auch psychisch stabil für die Operation und Reha fühlst, dann besprich das noch einmal mit dem Therapeuten oder hole Dir eine Zweitmeinung ein. Auch ich gehe davon aus, dass die Ärzte kein unötiges Risiko eingehen wollten und Du dann vielleicht nur später operiert wirst. In diesem Fall ist es ganz gut, dass es nicht andersherum ist. Denn oft wird dann ärztlicherseits zum CI geraten. Aber man ist dann innerlich noch nicht soweit, weil man die Nachricht, dass man jetzt ein CI benötigt erst noch einmal verarbeiten muss und somit innerlich noch nicht hierfür bereit ist. Letztes scheint auf Dich nicht zuzutreffen.