Latenz zwischen CI und HG

  • Hallo Zusammen,

    mich interessiert euer Erfahrungsschatz. Seit gestern ist das CI nun in einer gewissen Lautstärke eingestellt, dass ich bei ausgeschaltetem HG durchaus einige Wörter im normalen Gespräch verstehen konnte. Ich bin sehr happy mit diesem Fortschritt.

    Am Abend habe ich zu Hause gemerkt, dass bei einzelnen knackigen Tönen eine Latenz hörbar ist. Ich hab mir dann z.B. ein Metronom geschnappt und kann die Töne klar auseinander halten. Zuerst rechts (HG) dann links (CI). Der Versatz ist sehr deutlich.

    Jetzt habe ich aber auch extra ein Cochlear CI, da ich auch der anderen Seite ein Resound Quattro habe. Sprich die sollten kompatibel genau dieses Problem entgegenwirken. Dachte ich.

    Der Akkustiker meinte heute Morgen nach Rücksprache mit weiteren Kollegen, dass das eigentlich nicht sein kann. Und wenn eine Latenz da wäre, dann wäre das CI schneller. Man vermutet, dass ich ein Klangspektrum auf dem HG zuerst wahr nehme und ein anderes Klangspektrum auf der CI Seite.

    Für mich ist das gerade nicht nachvollziehbar und erklärbar. Gerade bei Nutzung eines Metronom ist das „Klack“ relativ klar sauber kurz prägnant und ich höre statt einem Klack eben zwei hintereinander. Einen sehr tiefen im HG und einen sehr hohen im CI

    Hatte das jemand schonmal? Hat jemand eine Idee, wie ich das noch weiter für mich testen kann?


    Grüße
    David


    links: Cochlear CI1022 01.10.2025, N8; EA: 04.11.2025
    rechts: HG ReSound EQ998 DWT

  • Hallo David. Normalerweise sollte das CI tatsächlich schneller sein, zumindest wenn du das eingebaute Mic des CI verwendest. Es könnte sein, dass bei dieser Kombo tatsächlich ein Latenz-Ausgleich gemacht wird, der aber über sein Ziel hinausschießt, d.h. dem CI zu viel Verzögerung hinzufügt. Vielleicht ist ein Standard-Wert für die Verzögerung hinterlegt, der aber bei dir nicht genau passt?

  • Ein guter Hinweis, den ich nicht erwähnte: Diese Wahrnehmung und Tests habe ich jeweils ohne Zusatzhilfen und ohne direktes Streaming gemacht. Also die jeweiligen Mikros des HGs und CIs verwendet.
    Wenn ich Streame kann ich das nicht so deutlich oder gar nicht ausmachen. Das liegt primär daran, dass das HG noch sehr dominant ist.


    links: Cochlear CI1022 01.10.2025, N8; EA: 04.11.2025
    rechts: HG ReSound EQ998 DWT

  • Wenn ich Streame kann ich das nicht so deutlich oder gar nicht ausmachen. Das liegt primär daran, dass das HG noch sehr dominant ist.

    Du müsstest dazu ja auch percussive Töne streamen, was Du sicherlich nicht getan hast.

    Evtl ist es Dein Gehirn, welches solche percussive Geräusche vom noch neuen (?) CI mit einer Latenz verarbeitet.

    Das gibt sich erst mit der Zeit, wie andere Misstöne auch.

    Ansonsten wäre das ein technisches Problem des Prozessors. Technisch ist das CI schneller. Deswegen stellen die Techniker das CI bissel mit Latenz ein, wenn auf den anderen Ohr ein HG getragen wird.

    Bei Dir aber sollten CI und HG ha native zusammenarbeiten.

    Würde noch abwarten wenn Du erst bei dabei bist mit CI. Anderenfalls wäre es definitiv ein technischer Bug.

  • Ich wollte hier noch einmal ein Feedback geben. Gestern hatte ich erneute CI Anpassung. So richtig verstehe ich es noch nicht und muss es für den Moment hinnehmen. Der Akkustiker hat die Tonkurve leicht angepasst und ich konnte die Doppelung nicht mehr wahrnehmen. Tatsächlich ist es wohl eher ein unterschiedliches Hören eines Tonspektrum, als eine Latenz an sich.


    links: Cochlear CI1022 01.10.2025, N8; EA: 04.11.2025
    rechts: HG ReSound EQ998 DWT