• Guten Tag allerseits!

    Mein Name ist Peter und ich komme aus Belgien. Da ich in meinem Heimatland in den wenigen Foren nicht so viele Informationen gefunden habe wie hier, habe ich mich in den letzten Wochen intensiv mit Erfahrungsberichten über CI beschäftigt. Ich bin 54 Jahre alt und hatte bis zu meinem 40. Lebensjahr ein ziemlich normales Gehör. Seit meinem 45. Lebensjahr trage ich Hörgeräte, aber seit etwa drei Jahren hatte ich zunehmend Schwierigkeiten, Sprache zu verstehen. Anfang Oktober wurde beschlossen, mich auf der rechten Seite für ein CI zu entscheiden. Die Wahl fiel auf Med-El mit einem Syncrony 2, FlexSoft und Sonnet 3 Prozessor. Am 23. Oktober wurde ich implantiert, wobei ich auch mein Resthörvermögen auf der rechten Seite verlor. Letzte Woche, am 12. November, folgte nach einer Zeit der Unsicherheit und Zweifel die Aktivierung.

    Obwohl in den ersten Minuten alles sehr seltsam klang, konnte ich am Ende der Sitzung die Wörter und Sätze deutlich verstehen, selbst wenn der Audiologe ein Blatt vor den Mund hielt! Auf Wunsch des Audiologen habe ich in der vergangenen Woche nur mein CI getragen, also kein Hörgerät, um mich so gut wie möglich auf den Klang des SP zu konzentrieren und damit umzugehen. Obwohl es zweifellos noch viel Raum für Verbesserungen gibt, kann ich bereits jetzt sagen, dass meine Sprachverständlichkeit besser ist als zuvor: Ich bin so glücklich!!!

    Morgen folgt eine erste Anpassung, und es gibt viel zu besprechen: Alles klingt viel tiefer als normal, Stimmen sind zu leise, oft dumpf und roboterhaft. Trotzdem bin ich sehr begeistert und spüre, dass mit meinem CI wieder vieles möglich wird.

    Die meisten hier im Forum wissen nur zu gut, welche dramatischen Auswirkungen ein Hörverlust auf das Leben hat: Nach und nach verschwindet ein großer Teil des sozialen Lebens, Hobbys, ja sogar ein Teil der Identität verblasst.

    Aus diesem Grund möchte ich abschließend mit diesem positiven Erfahrungsbericht den Menschen, die derzeit aufgrund ihres Hörvermögens in Isolation, Unsicherheit oder Zweifel leben, Mut machen und ihnen mitteilen, dass ein CI zumindest eine Chance bietet, hier eine erhebliche Verbesserung zu erzielen.

    Mit freundlichen Grüßen aus Belgien, Peter.

  • Hallo Peter,

    willkommen bei uns "Blechohren"! :) Ich nenne sie so wegen der Implantatgehäuse aus Metall- einer Titan-Legierung ...

    Obwohl es zweifellos noch viel Raum für Verbesserungen gibt, kann ich bereits jetzt sagen, dass meine Sprachverständlichkeit besser ist als zuvor: Ich bin so glücklich!!!

    Das sollte auch wichtigste Ziel sein.

    Morgen folgt eine erste Anpassung, und es gibt viel zu besprechen: Alles klingt viel tiefer als normal, Stimmen sind zu leise, oft dumpf und roboterhaft. Trotzdem bin ich sehr begeistert und spüre, dass mit meinem CI wieder vieles möglich wird.

    Das wird mit den folgenden Anpassungen immer besser ...

    Mich interessiert ferner, wo Du in Belgien lebst und in welcher Klinik hat man das Blechohr "eingebaut"?

    Ich wünsche Dir eine spannende und erfolgreiche Reise durch Welt der Geräusche und Sprache!

  • Hallo Jochen, Vielen Dank für die aufschlussreiche Antwort: Ab sofort bin ich also ein „Blechohr“ ^^ :thumbup: Ich wohne in Arendonk, in der Nähe von Turnhout, in der Provinz Antwerpen, Flandern. Die Implantation erfolgte im Universitätsklinikum Edegem in Antwerpen. Viele Grüße, Peter.

  • Hallo Peter,

    das ist ja interessant. Ich war mal einen Tag lang in Antwerpen auf der Durchreise nach Zeebrügge, um mit der Nacxhtfähre nach Dover zu fahren; weiter Richtung London ... Ist schon lange her - nächstes Jahr 40 Jahre ...