• Moin in die Runde!

    Falls das jetzt endlich klappt mit meiner Vorstellung (glaube noch nicht dran...), bedanke ich mich erstmal ganz herzlich bei den hilfreichen Geistern*innen, die meinen Hilferuf gehört und mir Tipps gegeben haben! Vermutlich bin ich die Seniorin hier, und die mediale Welt ist mir immer noch reichlich fremd.

    Also, ich soll am 19.11. am rechten Ohr implantiert werden (links HG), und meine Gefühle dazu fahren immer noch Achterbahn - soll ich wirklich? Dieser Weg ohne Umkehr, das macht schon bange.

    Ich werde in Oldenburg operiert - hat da jemand Erfahrung? Da ich in einem Nachbarort wohne, ist das schon wegen der Nachsorge das Gescheiteste, denke ich. Momentan macht mir v.a. die OP selber ziemliche Sorgen. Mit 82 Jahren Vollnarkose ist ja auch kein Spaziergang. Und was ich z.B. gar nicht weiß: muß ich mit Schwindel? Gleichgewichtsstörungen? vorübergehend? dauerhaft? rechnen? Das wäre schlimm. Und wie höre ich eigentlich meine eigene Stimme? Daß es beim Musikhören unterschiedliche Erfahrungen gibt, habe ich schon gehört. Ich will natürlich unbedingt zu denen mit guten Erfahrungen gehören; es würde mir viel fehlen.

    Und so geht das Gedankenkarussell... Aber vielleicht kennt Ihr das auch.

    Danke erstmal!

    Singalong (Maxi&Moritz hatte ich auch irgendwo angegeben...???)

  • Singalong Hast du denn alle deine Bedenken, Ängste und Wünsche mit dem Operateur besprochen bzw. abgewogen? Davon könnte die Implantatsauswahl / Fabrikatsauswahl usw. abhängen.

    Trotzdem: Alles Gute für den 19.11.2025 !!

    rechts und links: AdvancedBionics (AB) Naída CI-M 90

  • Hallo

    Erstmal ein herzliches Willkommen hier im Forum. Das mit der Narkose wird schon zum Teil auch per lokaler Betäubung gemacht, das musst du aber mit der Klinik klären. Das mit dem Thema Schwindel ist bei jedem anders und das Thema wie ist das hören danach ist auch total unterschiedlich.


    Gruß Joachim (Saarland)

  • Moin singalong,

    ich wurde auch in Oldenburg implantiert und habe sehr gute Erfahrungen dort gemacht! Das Musikhören wird anders sein, allerdings wird ja ein CI nur dann eingesetzt, wenn man kaum mehr in der Lage ist, auf dem Ohr Musik wahrzunehmen. Ich habe ein normales Ohr und würde beim Musikhören nie meinen Prozessor ausstellen. Ja, es ist anders, halliger, eher blechern im Vergleich, aber immer noch viel besser als einohrig. Im Forum gibt es auch einige, die mit der Kombi Hörgerät und CI gute Erfahrungen gemacht haben.

    Viele Grüße aus dem Nordwesten,

    Soelba

    links: ehemals an Taubheit grenzend, OP am 10.1.23, EA am 26.1.23 mit Rondo 3

    rechts: normal hörend

  • Hallo Singalong!

    Herzlich willkommen im Forum. Bzgl. Narkose muss ich dir teilweise Recht geben. Zwar sind die heutigen Vollnarkosen für den Körper wesentlich verträglicher, als vor zwanzig, dreißig Jahren. Jede Vollnarkose hinterlässt aber Spuren im Körper. Einem jungen Menschen macht das nicht viel aus und der kompensiert das schnell wieder. Bei etwas älteren dauert es wesentlich länger. Die Implantation lässt sich aber recht gut in lokaler Betäubung machen. Das ist sehr Kreislaufverträglich und die Belastung für den Körper ist minimiert. Wenn man möchte kann man sich zur Sedierung etwas spritzen lassen. Das ist dann ein leichtes Beruhigungsmittel. Man schlummert dann ein bisschen so vor sich hin, ist aber jederzeit ansprechbar. Ähnlich wie bei einem Mittagsschlaf. Persönlich bin ich selber in lokaler Betäubung implantiert worden. Würde es jederzeit wieder machen. Eine Revisions OP ist ebenfalls in lokaler Betäubung gemacht worden.

    Wünsche Dir alles Gute.

    Mit freundlichen Grüßen

    Thomas

    Links: MedEL: Implantat MI 1200 Synchrony 24mm - SP EAS Sonnet OP 01.06.18 EA 16.07.18 - MHH

    Rechts: MedEL: Implantat MI 1250 Synchrony 28mm - SP Sonnet 2 OP 17.09.19 EA 21.10.19 - MHH

    Rechts: Revisions OP Afterloading 11.11.2021 MHH

    Upgrade Sonnet 3 bds. 12.10.2025

  • Ganz vielen Dank für Eure Anteilnahme!

    Gut zu hören, daß Deine Erfahrungen in OL gut waren, Soelba. Ich hatte auch gute Beratungen, aber dennoch bleibt immer das Gefühl, ein Stück weit einfach vertrauen zu müssen. Je mehr man sich hineindenkt, umso mehr Fragen tauchen auf. Den Operator habe ich noch gar nicht kennengelernt, es wird der Chefarzt sein, der einen guten Ruf hat. Eine Woche vor der OP gibt's nochmal einen ganzen Tag mit allen möglichen Gesprächen und Abklärungen.

    Klar, und wie's einem nach der OP geht, ist total individuell, das habe ich dem Forum schon entnommen. Ich möchte es halt immer gerne genau wissen...

    Danke, und Grüße aus der Grünkohl-Stadt.

    Singalong

  • Hallo Singalong!

    Herzlich willkommen im Forum. Bzgl. Narkose muss ich dir teilweise Recht geben. Zwar sind die heutigen Vollnarkosen für den Körper wesentlich verträglicher, als vor zwanzig, dreißig Jahren. Jede Vollnarkose hinterlässt aber Spuren im Körper. Einem jungen Menschen macht das nicht viel aus und der kompensiert das schnell wieder. Bei etwas älteren dauert es wesentlich länger. Die Implantation lässt sich aber recht gut in lokaler Betäubung machen. Das ist sehr Kreislaufverträglich und die Belastung für den Körper ist minimiert. Wenn man möchte kann man sich zur Sedierung etwas spritzen lassen. Das ist dann ein leichtes Beruhigungsmittel. Man schlummert dann ein bisschen so vor sich hin, ist aber jederzeit ansprechbar. Ähnlich wie bei einem Mittagsschlaf. Persönlich bin ich selber in lokaler Betäubung implantiert worden. Würde es jederzeit wieder machen. Eine Revisions OP ist ebenfalls in lokaler Betäubung gemacht worden.

    Wünsche Dir alles Gute.

    Mit freundlichen Grüßen

    Thomas

    Danke für Deine Hinweis! Das werde ich auf jeden Fall ansprechen.

  • Hallo Singalong,

    Herzlich Willkommen hier und ich kann bestätigen, dass es ohne Vollnarkose möglich ist. Ich habe die OP ohne Vollnarkose und Sedierung gemacht. Man braucht Ruhe und Gelassenheit und einen Operateur, der gut auf einen achtet .

    Wenn man Meditation beherrscht, ist das auch hilfreich. Und mit Sedierung sicher angenehmer als ohne.

    Musik kann man durchaus wieder genießen, es dauert etwas, bis man sich dran gewöhnt hat. Aber mit etwas Übung und der Akzeptanz, dass es nicht ganz so klingt, wie gewohnt, geht es gut. Ich bin jedenfalls sehr zufrieden und was nicht passend klingt, wird von meinem Gehirn passend gemacht. Das ist eine erstaunliche Fähigkeit unseres Gehirns, finde ich.


    LG Alexsandra

    Bilateral versorgt mit AB.

  • Vielen Dank, Alexsandra! Das sind alles sehr hilfreiche Hinweise. Ich werde das auf jeden Fall ganz dringlich ins Gespräch bringen. Momentan steht die Sorge, das zu verlieren, was ich noch habe an körperlicher Unversehrtheit (und die Ungewißhei über das, was ich evtl. gewinne) mal wieder im Vordergrund...

  • Momentan steht die Sorge, das zu verlieren, was ich noch habe an körperlicher Unversehrtheit (und die Ungewißhei über das, was ich evtl. gewinne) mal wieder im Vordergrund...

    Ich habe ein paar Wochen vor der OP um ein Gespräch mit der Operateurin gebeten. Ihr habe ich meine Ängste geschildert. Sie sagte mir beim Verabschieden, dass sie gut auf mich aufpassen werde. Dieser Satz und dass ich sie kennengelernt habe, hat mir sehr geholfen.

    SSD |CI seit August 2024 | Med-El, HdO-Prozessor SONNET 3 | Elektrode SYNCHRONY 2 FLEX soft

    Im Juni 2023 links von einem Tag auf den anderen (ohne Erkrankung) ertaubt. Vorher normalhörend.

    Rechts normalhörend.