Erfahrungen mit Reimplantation: Rückkehr von Restgehör?

  • Hallo zusammen,
    ich interessiere mich für Erfahrungen mit Cochlea-Implantaten und Reimplantationen.
    Gibt es Fälle, in denen ein Ohr nach Reimplantation, das vorher taub war, sein Restgehör teilweise oder vollständig zurückerhalten hat?
    Ich würde gerne wissen, wie realistisch das ist und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen.
    Danke für eure Erfahrungsberichte!

  • Ich habe keine Erfahrung mit Reimplantationen, erinnere mich nur an einen Vortrag auf der Fachtagung der DCIG in Stuttgart: Dort war die Aussage, dass eine Reimplatation auch bei Fortschritten der Technik keine besseren Ergebnisse bringt (bis auf natürlich die Verbesserung der schlechten Ergebnisse durch ein defektes Implantat o.ä.). Es würde also nichts bringen, ein funktionierendes Implantat auszutauschen, weil die Technik heute besser ist, wenn ich es richtig verstanden habe.
    Eine Implantation bedeutet in dem Bereich, in den die Elektro geschoben wird, ja oft auch ein Trauma.

    Insgesamt wären hier für mich aber die Fachleute diejenigen, die qualifizierte und über das Einzelschicksal hinausgehende Aussagen treffen können.

    einseitig ehemals an Taubheit grenzend, Implantation am 20.9.19, EA am 24.10.19, Nucleus 7 von Cochlear

    das andere Ohr ist normalhörend

    Edited once, last by AnniB (August 30, 2025 at 10:33 AM).

  • Wenn die Haarsinneszellen zerstört sind, dann werden diese durch eine (Re)Implantation nicht wieder geheilt oder nachwachsen.

    Wenn ein CI wegen audiotorischer Neuropathie implantiert wurde, dann liegt der Hördefekt ja hinter dem Innenohr und kann sich im Laufe der Zeit ändern / verbessern. Diese Fälle sind aber sehr selten und das Ohr in dem Sinne nicht taub.

    Kurz: wenn das Ohr aufgrund eines Innenohrschadens taub ist, dann ist diese Taubheit zum heutigen Zeitpunkt irreversibel, also dauerhaft. Vielleicht ändert sich das durch Gentechnik (Nachwachsen / Züchten von Innenohrzellen oder ähnliches)

  • Da bei einer Reimplantation der alte Elektrodenträger raus- und der neue reingeschoben wird oder der neue ‚über‘ den alten geschoben wird und tendenziell eher noch etwas zerstört wird bzw. bereits Zerstörtes aktuell nicht wieder hergestellt werden kann, halte ich das auch für Zweifelhaft.

    einseitig ehemals an Taubheit grenzend, Implantation am 20.9.19, EA am 24.10.19, Nucleus 7 von Cochlear

    das andere Ohr ist normalhörend

  • Hallo zusammen,
    ich interessiere mich für Erfahrungen mit Cochlea-Implantaten und Reimplantationen.
    Gibt es Fälle, in denen ein Ohr nach Reimplantation, das vorher taub war, sein Restgehör teilweise oder vollständig zurückerhalten hat?
    Ich würde gerne wissen, wie realistisch das ist und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen.
    Danke für eure Erfahrungsberichte!

    Würde ich als sehr sehr unwahrscheinlich bezeichenen...

    Hallo

    Das war bei mir so! Ich habe jetzt seit 7 Jahren ein eas und bin damit sehr zufrieden! Allerdings gibt es keine Garantie wie lange das es gut geht!

    aber nicht unmöglich...

  • Hallo

    Das war bei mir so! Ich habe jetzt seit 7 Jahren ein eas und bin damit sehr zufrieden! Allerdings gibt es keine Garantie wie lange das es gut geht!


    Gruß Joachim

    Hm, ci-joe: Du bist glaube nicht Reimplantiert d.h. demzufolge dass man das alte Implantat rausnimmt, weil irgendwas nicht funktioniert oder Probleme auftraten und dann neues Implantat erhält und hier muss man nicht das gleiche Fabrikat nehmen! Und mir sind nur Erstimplantierte bekannt die ein EAS bekamen und nicht in einer Reimplantion-OP!

    Soweit ich aus anderen Beiträge las - hat "einfach ich" bereits ein CI und denkt aus was für Gründen über eine Reimplantation nach.
    Von daher denke ich wie Andrea und Azubi bereits erwähnte, dass dieser Gedanke unwahrscheinlich sein wird, dass das Restgehör plötzlich wieder kommen sollte.

  • Nach einer Reimplantation Restgehör wieder erhalten? Nach Stand der Medizin heute unmöglich.

    links: Opus 2XS, Flex28; OP 14/09/2012 MHH
    EA: 05/11/2012 erfolgreich

    seit 12/06/2020 Sonnet 2

    rechts: ab 01.04.2026 Implantat rechts

    seit 04/05/2026 Sonnet 3
    --------------------------------
    Offenbarung 21,4
    ...und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz...

    Jesaja 35, 4-6
    Sagt den verzagten Herzen: "Seid getrost ..." ...dann werden die Ohren der Tauben geöffnet werden...

  • Ich kann das irgendwie nicht richtig nachvollziehen. Soweit ich weiß, ist das Rest-Gehör doch dadurch gegeben, dass in Teilen die Sinneshärchen noch funktionieren. Wenn ich dieses Rest-Gehör also vor der Reimplantation nicht (mehr) habe, dann weil die Sinneshärchen zerstört / defekt sind. Und soweit ich weiß, können doch diese Härchen derzeit sich nicht einfach regenerieren. Kann es sein, dass CI-Joe nicht WIEDER ein Restgehör hat, sondern NOCH und dieses wird nun durch den ESA-Ansatz genutzt?

    einseitig ehemals an Taubheit grenzend, Implantation am 20.9.19, EA am 24.10.19, Nucleus 7 von Cochlear

    das andere Ohr ist normalhörend

    Edited once, last by AnniB (September 1, 2025 at 7:25 PM).

  • Hm, ci-joe: Du bist glaube nicht Reimplantiert d.h. demzufolge dass man das alte Implantat rausnimmt, weil irgendwas nicht funktioniert oder Probleme auftraten und dann neues Implantat erhält und hier muss man nicht das gleiche Fabrikat nehmen! Und mir sind nur Erstimplantierte bekannt die ein EAS bekamen und nicht in einer Reimplantion-OP!

    Soweit ich aus anderen Beiträge las - hat "einfach ich" bereits ein CI und denkt aus was für Gründen über eine Reimplantation nach.
    Von daher denke ich wie Andrea und Azubi bereits erwähnte, dass dieser Gedanke unwahrscheinlich sein wird, dass das Restgehör plötzlich wieder kommen sollte.

    Hallo Wallaby

    Theoretisch schon, man stelle sich vor jemand hat einen massiven Hochtonverlust und der tiefton Bereich ist normal! Beim ersten Mal bekommt der Patient eine kurze Elektrode tiefton Bereich noch Eas und 2ten ebenfalls eine kurze Elektrode! Eas könnte noch funktionieren!

    Theoretisch

    Gruß Joachim

  • einfachich Positiv gedacht, könnte es auch so sein, dass ein eingeführter Elektrodenträger die Haarzellen nicht unbedingt an allen Stellen zerstört, sondern schlichtweg nur plattdrückt. Wird der der Elektrodenträger entfernt, könnten sich vielleicht die nur plattgedrückten Haarzellen regenerieren und Restgehör zur Verfügung stellen. Da es aber um REIMPLANTATION geht, würde ja sofort wieder ein neuer Elektrodenträger in die Cochlea eingeführt. Dadurch wird es sehr unwahrscheinlich, dass die ehemals plattgedrückten Haarzellen sich regenerieren, weil der neue Elektrodenträger auch wieder plattdrückt und zerstört.

    Mein Fazit: Das Restgehör hat die größte Chance, nur nach einer EXPLANTATION ohne erneutes Einführen eines Elektrodenträgers, sich eventuell zu regenerieren.

    rechts und links: AdvancedBionics (AB) Naída CI-M 90

  • Hallo ChrisH

    1. Nein

    2. Deshalb habe ich auch vorher geschrieben, das die Frage Stellung total unklar ist! Taub, durch was taub? Und der Rest de Frage ist laut meiner Meinung total nebensächlich!

    Und sich an mir abzuarbeiten, die Frage Stellung nicht besser macht und zwar egal wer der Meinung ist, das wäre sinnvoll!

    Gruß Joachim

    Edited once, last by ci_joe (September 1, 2025 at 11:50 PM).