Da die Frage zur Entscheidung welcher Hersteller hier öfters aufkommt. Gibt es unter den Usern jemanden, der/die zwei CI trägt und diese von unterschiedlichen Herstellern sind?
Zwei CI und von unterschiedlichen Herstellern?
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Vereinzelt gibt es Leute mit zwei Herstellern. Ich würde es persönlich aber nicht empfehlen. Keine Duofunktionen (ist eine Stärke von AB), zwei verschiedene Service Anlaufstellen. Steht bei Dir jetzt schon ein zweites CI im Raum?
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Ich saß gestern mit Freunden im Garten. Vier Leute quatschten durcheinander. Das war für mich früher die Hölle, denn ich konnte niemanden mehr folgen. Gestern aber verstand ich plötzlich ca. 80 % der Gespräche (früher vielleicht 10…). Ich habe gestern mein CI für 10 Sekunden ausgeschaltet und verstand wieder NICHTS!
Ich habe mein CI gerade mal 7 Wochen… mit diesen Ergebnissen! Da liebäugle ich tatsächlich schon mit dem 2. CI… -
Ja, aber warum von unterschiedlichen Herstellern? Machst du dir damit dein Leben nicht unnötig kompliziert? Ich stelle es mir genauso problematisch vor als wenn man versucht Geräte aus dem Apple- und Android-Universum miteinander zu verwenden. Gerade wenn man streamt und Zubehör verwendet stelle ich es mir unnötig kompliziert vor. Man kann auch nicht mal so eben Zubehör wie Akkus zwischen den Geräten austauschen und wiederverwenden.
Aber ich will die Idee nicht ganz verwerfen. Wenn man z.B. mit MED-EL besser Musik hört und mit Cochlear besser Sprache, könnte man so "das beste aus beiden Welten" haben, vielleicht kann das Gehirn die unterschiedlichen Klangcharakteristika sinnvoll vereinen, so dass sie sich ergänzen, anstatt eine Dissonanz zu erzeugen. Ist aber nur Spekulation. Oder wenn eine Firma plötzlich einen Innovationsschub gemacht hat, wo die andere nicht mehr mithalten kann. Das sehe ich aber momentan nicht, die sind alle ungefähr gleichauf.
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Ich dachte eher daran, dass diese Menschen eher Vergleiche anstellen können und vielleicht berichten wollen.
Wer sagt denn, dass mit MED-EL besser Musik und mit Cochlear besser Sprache verstanden wird? -
Ich dachte eher daran, dass diese Menschen eher Vergleiche anstellen können und vielleicht berichten wollen.
Wer sagt denn, dass mit MED-EL besser Musik und mit Cochlear besser Sprache verstanden wird?War in dem Zusammenhang rein hypothetisch gemeint - wenn es so wäre, dann könnte es vielleicht ein Grund sein, beides haben zu wollen.
Habe das aber in der Tat auch schon so gehört. Es hängt damit zusammen, dass MED-EL das Thema Musik tatsächlich sehr ernst nimmt und immer wieder herausstellt, dass für sie Musik sehr wichtig ist, nicht nur Sprachverständnis - siehe z.B. hier. Der Ansatz von MED-EL (weniger Elektroden, aber dafür längerer Elektrodenträger) soll angeblich für besonders "natürliches" Hören sorgt, das besser für Musik ist. Bei Cochlear liegt der Fokus, auch wenn man sich deren eigenes Marketing und Zusatzfeatures wie SmartSound anschaut, eher auf Sprachverständlichkeit.
Aber natürlich muss nicht immer stimmen, was Leute oder Marketing generell behaupten.
Es lässt sich auch sehr schwer überprüfen, weil ja niemand die Geräte im direkten Vergleich ausprobieren kann. Selbst wenn man unterschiedliche Hersteller auf den beiden Ohren hat, könnte es an anatomischen Unterschieden oder unterschiedlich langem Hörtraining liegen, dass man auf den beiden Seiten unterschiedlich hört. Deswegen gibt es auch so wenige Vergleichsstudien zu den verschiedenen Herstellern, und Kliniken können und wollen deswegen meist auch keine Herstellerempfehlung geben. -
Es lässt sich auch sehr schwer überprüfen, weil ja niemand die Geräte im direkten Vergleich ausprobieren kann. Selbst wenn man unterschiedliche Hersteller auf den beiden Ohren hat, könnte es an anatomischen Unterschieden oder unterschiedlich langem Hörtraining liegen, dass man auf den beiden Seiten unterschiedlich hört. Deswegen gibt es auch so wenige Vergleichsstudien zu den verschiedenen Herstellern, und Kliniken können und wollen deswegen meist auch keine Herstellerempfehlung geben.
Es gibt noch mehr Gründe, warum kaum ein echter Vergleich zwischen verschiedenen CIs und den dazugehörigen Prozessoren auf den zwei Ohren möglich ist.
Von unterschiedlichen Hörbiographien, generell unterschiedlich stark empfundenen (und messbaren) Hörstärken, unterschiedlichen Entwicklungen der Ohren, unterschiedlichen Hörschädigungen bis hin zu unterschiedlichen Implantaten und Prozessoren, bei gleichen Implantaten und Prozessoren ggf. unterschiedliche Lagen der Elektroden in den Innenohren, ggf. unterschiedliche Aktivierung/Deaktivierung einzelner Elektroden, unterschiedlich gute Einstellungen der Prozessoren aus verschiedensten Gründen usw.
Hinzu kommt im praktischen Alltag der Nachteil, dass das Zubehör bei zwei unterschiedlichen Herstellern nicht kompatibel ist. D.h. das Hantieren mit unterschiedlichen Batterieschuhen, Akkusätzen, Akkuladestationen, Fernbedienungen, Apps zu Steuerung und den Hilfsmitteln zum Telefonieren, Streamen und dem Verfolgen von Diskussionen.
Das alles zusammen kann leicht den eventuellen Vorteil von den CIs und Prozessoren unterschiedlicher Hersteller an den zwei Ohren eines Patienten aufzehren und so zum Nachteil werden.
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Da alle Hersteller ausgreifte Geräte vertreiben bei den Prozessoren, würde ich auf jeden Fall bei meinem jetzigen Hersteller bleiben. Eine Fernbedienung , eine APP usw. Alles doppelt brauch ich nicht...
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AmBr3tt probiere doch mal das Naida Link Hörgerät, das kann man sich notfalls zum Kassenpreis auch selbst kaufen. Dann wird es noch einmal besser, beidseitiges Telefonieren, noch mehr Vorteile bei Störlärm
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Ich habe gestern mein CI für 10 Sekunden ausgeschaltet und verstand wieder NICHTS!
War bei mir damals auch. Hörgerät auf der einen Seite und Soundprozessor auf der anderen Seite wurden sich schnell „spinnefeind“.
Andere kommen mit der Kombi von SP und HG gut klar.....Zwei CI’s von unterschiedlichen Herstellern ist schon sehr gewagt und mutig. Nee, lieber nicht. Habe sogar darauf bestanden, dass ich das gleiche CI-Modell vom gleichen Hersteller fürs rechte Ohr bekomme. O-Ton des Audiologen damals von der CI-Chirurgie: „Das wird knapp.“ Klappte doch noch; musste jedoch die ersten Jahre mit unterschiedlichen Generationen der SP's zurechtkommen. Die Audiologie in meinen CIC meinte zu mir, ich wäre der Erste, der die sehr feinen Unterschiede zwischen den direkten Generationen der SP’s bemerkte.
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War bei mir damals auch. Hörgerät auf der einen Seite und Soundprozessor auf der anderen Seite wurden sich schnell „spinnefeind“.
Andere kommen mit der Kombi von SP und HG gut klar.....Das ist bei mir ebenso gewesen. Mit dem Hörgerät auf der anderen Seite wollte ich nach ein paar Wochen nicht mehr auskommen müssen.
Bei einem Freund von mir hatte ich beobachten können, wie er einige Jahre mit verschiedenen Prozessorengenerationen lebte. Immerhin vom gleichen Hersteller, aber hier merkte man schon, dass es im Alltag nachteilig war. Heute hat er auch auf jeder Seite die gleichen Prozessoren.
Wer zwei CIs von verschiedenen Herstellern haben möchte, der wird nie die Option auf zwei gleiche Prozessoren haben. Dennoch gut, dass jede Person die freie Wahl hat.
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Früher gab es vereinzelte CI-Trägern die mit zweierlei Fabrikat versorgt wurden. Die musste man schon suchen - hier oder im anderen Forum gab mind. eine Person die zweierlei Fabrikat implantieren lies (glaube Sie schreibt inzwischen so gut wie nicht mehr mit).
Ich selbst bin über 18 Jahren bilateral versorgt. Hatte vor 2. CI implantation überlegt wie es ist wenn man andere Fabrikat auf andere Seite versorgen lässt. Das hatte ich nach kurzer Zeit schnell verworfen, da ich nicht wollte, dass mit zweierlei CI-Service und Ersatzteile hantieren wollte.
Die ich kenne die zweierlei Hersteller haben/hatten, sind inzwischen durch reimplantation auf einen Fabrikat gelangt. Implantat selbst kann dennoch vom gleichen Hersteller unterschiedlich sein. Selbst beim gleichen Hersteller mit unterschiedliche Implantate gab auch eine Zeit, dass wenn neue Prozessor auf dem Markt kam, dann erstmal nur für das aktuellere Implantat zugelassen wurde. Altimplantat haben andere "Struktur" und musste anderes eingestellt werden. Den Prozessor für Altimplantat kam mit einige Monaten zeitversetzt, da andere Programmierung war. Bei meinem jetztigen Prozessor - trotz unterschiedliche Implantate - konnte ich diesmal erstmalig zeitgleich beidseitig upgraden lassen.
Heutzutage als wie vor 20 Jahren entscheiden die Unilaterale CI-Träger schneller zu 2. CI als damals und da würde ich schon aus konnektivitätsgründen beim gleichen Hersteller bleiben.
Ich kann nicht urteilen wieviel Prozent der CI-Träger heutzutage mit zweierlei Fabrikat versorgt sind - denke das wird nicht viele sein.
Auch sollte man bedenken, wenn man zweierlei Implantat hat, kann es auch sein (damals war definitiv so) dass man obwohl neuere Implantat MRT-Fähig ist, dennoch wegen des anderen bzw. altimplantat kein MRT machen kann bzw. mit mehr aufwand durchführern kann oder für entsprechende Implantat nur bestimmte Tesla erlaubt sind.
Ich hatte letztes Jahr durch andere Gesundheitliche umstände das Problem, da man mir sagte MRT wäre besser, aber ich wies darauf hin, dass bei mir nicht so einfach ging, da ich immer noch zweierlei Implantat (trotz gleichen Hersteller) habe. Ich hatte es versucht ob selbst auch CI-Kliniken bei mir MRT machen könnte, das erwies sich alles anderes als einfach. Hab dann sein gelassen, da ich die Sorge hatte falls nicht klappt und Probleme auftreten dann eine weitere "Baustelle" einhandele. Das konnte ich zu dem Zeitpunkt mir nicht leisten und war froh, dass auch ohne MRT und mit "normale" CT dennoch klappte.
Bzgl. MRT auch bei gleiche Implantat kann heutzutage dennoch bei div. Radiologe zu Schwierigkeiten kommen, da die niedergelassene Radiologen die Verantwortung nicht auf sich nehmen falls was passieren sollte.Das nur mal als Gedanke wie dann ist wenn man erst recht mit zweierlei Hersteller sich versorgen lässt!
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Da die Frage zur Entscheidung welcher Hersteller hier öfters aufkommt. Gibt es unter den Usern jemanden, der/die zwei CI trägt und diese von unterschiedlichen Herstellern sind?
Hallo,
melde mich seit längerer Zeit wieder mal. Ich habe mich links für Med-El entschieden und wurde im Januar 2025 implantiert. Rechts habe ich ein AB-Implantat seit Mai 2019. Meine Entscheidung hatte triftige Gründe und der Entscheidungsprozess zog sich über einige Monate hin und ich habe dazu 4 Kliniken befragt und sehr viel hier im Forum gelesen und auch medizinische Berichte studiert. Letztlich muss jeder zu seiner eigenen Entscheidung finden. Meine Gründe sind ausführlich in meinen Threads nachzulesen.
Meine Erfahrungen möchte ich kurz mit Euch teilen: Im Februar 2025 wurde mein Med-El Implantat eingeschaltet. Ich habe es also 5 Monate in Betrieb. Am Anfang war der Klang SEHR deutlich re und li zu unterscheiden. Beispiel: ich gehe eine Treppe hoch...li (Med-El) PLONG tiefer BASS, re (AB) PLING hoher Ton. Links war total tief, ich hatte enorme Bässe - und war fast skeptisch, ob das was wird. Durch diese tiefen Töne links hörte sich dann seltsamerweise manches "langsamer" an als rechts, wo alles recht hoch und piepsig war. Dadurch war mein Gehirn wohl erstmal etwas gefordert - ich war abends fix und foxy - trug aber das neue CI doch gerne und auch lange und genoss es beidseitig wieder angebunden zu sein. Schon nach 2 Monaten hatte sich mein Gehirn wohl an die beiden CIs gewöhnt, zumindest soweit, dass es recht gut "harmonierte". Nach ca. 3-4 Monaten merkte ich dann, dass das li CI immer mehr die Führung übernimmt. Heute ist es so, dass sie zwar immer noch gut und harmonisch zusammen arbeiten...wenn ich z.B. das linke zuerst anlege höre ich tiefer und nachdem das rechte sitzt, gibt es einen leichten "pling"-Effekt und dann passt es. Was allerdings jetzt ganz deutlich wird: in Gesprächen, vor allem in schwierigen Hörsituationen, mit Hintergrundgeräuschen oder im Restaurant drehe ich mein li Ohr dem Gesprächspartner zu. Mit dem linken verstehe ich nun DEUTLICH besser als mit rechts. Dazu muss man aber auch sagen, dass ich natürlich nicht weiß, wie es rechts wäre. wenn alle 16 Elektroden des AB-Implantats funktionieren würden. Es sind bei mir 6 abgeschaltet, 10 funktionieren (noch). Der Elektrodenträger ist zu ca. 1/3 aus der Cochlea herausgewandert.
Im Moment empfinde ich es (noch) nicht als Nachteil, dass ich 2 verschiedene Hersteller im Kopf habe - eher immer noch als bedauerlich, was mir da passiert ist mit rechts. Denn es steht wohl irgendwann eine Re-Implantation re an, auf die ich mich aber - solange es medizinisch nicht nötig ist und der Elektrodenträger nicht undicht wird (zu dieser gehört mein Implantat leider) - auch schon gut vorbereiten möchte. Deshalb fange ich an, Eure Erfahrungen dazu zu lesen um dann in den Gesprächen mit den Ärzten mit so viel Wissen wie möglich gewappnet zu sein und meine Fragen zu stellen. Re-Implantationen bergen eben doch ein gewisses weiteres Risiko als eine völlig unangetastete Cochlea. Das hat man mir auch schon in der Klinik gesagt - aber dennoch seien die Ergebnisse meistens gut. Aber dieses Jahr nicht mehr und nächstes bestimmt nicht sofort. Frühestens Ende nächsten Jahres wäre ich dazu EVENTUELL bereit. Ich will ja auch noch sehen, wie es mit dem neuen Implantat noch weiter geht.
Möchte aber noch abschließend sagen: wäre ich mit dem ersten Implantat zufrieden gewesen, hätte ich definitiv nicht gewechselt. Also nicht um Unterschiede mal eben so auszutesten.
Wer bestimmte Fragen hat: her damit! Ich bin froh über den Erfahrungsaustausch hier - hat mir schon sehr viel geholfen und so gebe ich meine Erfahrungen auch gerne weiter... -
Ich werde wohl bei einem Hersteller bleiben, da ich nicht alles doppelt haben will. 2 Apps, 2 Fernbedienungen, 2 Abbos für Batterien usw.
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Schon nach 2 Monaten hatte sich mein Gehirn wohl an die beiden CIs gewöhnt, zumindest soweit, dass es recht gut "harmonierte". Nach ca. 3-4 Monaten merkte ich dann, dass das li CI immer mehr die Führung übernimmt. Heute ist es so, dass sie zwar immer noch gut und harmonisch zusammen arbeiten...wenn ich z.B. das linke zuerst anlege höre ich tiefer und nachdem das rechte sitzt, gibt es einen leichten "pling"-Effekt und dann passt es. Was allerdings jetzt ganz deutlich wird: in Gesprächen, vor allem in schwierigen Hörsituationen, mit Hintergrundgeräuschen oder im Restaurant drehe ich mein li Ohr dem Gesprächspartner zu. Mit dem linken verstehe ich nun DEUTLICH besser als mit rechts. Dazu muss man aber auch sagen, dass ich natürlich nicht weiß, wie es rechts wäre. wenn alle 16 Elektroden des AB-Implantats funktionieren würden. Es sind bei mir 6 abgeschaltet, 10 funktionieren (noch). Der Elektrodenträger ist zu ca. 1/3 aus der Cochlea herausgewandert.
Schön, dass es zumindest dann links gut funktioniert. Die unterschiedlichen Tonhöhen sind plausibel. Die Elektroden von AB reichen ja schon normalerweise nicht so tief in die Cochlea, und wenn sie dann noch rausgerutscht ist, dann ist der Unterschied natürlich noch größer. Dein ungewolltes Experiment zeigt mal wieder ganz gut, dass Gehirnhälften relativ autonom arbeiten und das Gehirn das in beiden Hälften gehörte trotzdem einigermaßen harmonisch zusammenfügen kann.
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Die unterschiedlichen Tonhöhen sind plausibel. Die Elektroden von AB reichen ja schon normalerweise nicht so tief in die Cochlea, und wenn sie dann noch rausgerutscht ist, dann ist der Unterschied natürlich noch größer.
Die Begründung ist etwas anders. Liegt in erster Linie an den Sprachprozessoren. Das Frequenzband(Frequenzübertragung) bei AB ist von 225 - 8.500 Herz, das Frequenzband von Med-El ist von 70 - 8.500 Herz.
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Die Begründung ist etwas anders. Liegt in erster Linie an den Sprachprozessoren. Das Frequenzband(Frequenzübertragung) bei AB ist von 225 - 8.500 Herz, das Frequenzband von Med-El ist von 70 - 8.500 Herz.
Ja, aber unterstützen die Soundprozessoren von MED-EL die niedrigen Frequenzen nicht gerade deswegen, weil sie die längeren Elektroden haben, mit denen die dafür zuständigen Stellen der Cochlea überhaupt erst erreicht werden? Für die ganz hohen Frequenzen bräuchte man sehr schnelle Prozessoren, die entsprechend mehr Strom brauchen, daher die Beschränkung bis 8500 Hz bei beiden Herstellern. Zumindest verstehe ich es so, aber korrigiert mich gerne.
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Was vielleicht auch noch interessant ist: aufgrund meiner beruflichen Situation und in Absprache mit der Klinik hatte ich sehr wenige Einstellungen. Ich wollte es riskieren viel selbst zu üben und wenn es nach 6-12 Monaten nicht klappt, hätte ich halt eine stationäre Reha beantragt. Ich hatte das deshalb so entschieden, weil ich meine berufliche Situation nicht vollständig umkrempeln wollte.
Es hat mit tatsächlich gezeigt, dass wirklich ein grosser Teil Gehirnsache ist. Ich habe z. B. mittels re-di app und medel telefontraining immer wieder versucht herauszufinden welche Buchstaben bzw Worte(teile) ich schlechter verstehe und welche keinerlei Probleme machen.
Allerdings würde ich das nicht für jemanden empfehlen, der/die noch keine Erfahrung mit einem CI hat.
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In der Grundeinstellung wird die erste Elektrode mit der Frequenz 70 belegt und die 12. Elektrode mit 8.500 Herz. Die restlichen Frequenzen werden gleichmäßig verteilt. Habe links eine 24mm Elektrode und rechts 28 mm. Wenn ich mit einem Soundgenerator zum Beispiel 70 Hertz vorspielen lasse, hört sich das auf der rechten Seite wesentlicher basslastiger (tiefer) an als auf der linken Seite. Die Unterschiede (Klangbild) bei den folgenden (aufsteigenden) Elektroden werden geringer. Die Frequenzen der 10-12ten Elektroden klingen bei mir praktisch gleich. Hoffe es ist so nachvollziehbar.
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Ja, aber unterstützen die Soundprozessoren von MED-EL die niedrigen Frequenzen nicht gerade deswegen, weil sie die längeren Elektroden haben, mit denen die dafür zuständigen Stellen der Cochlea überhaupt erst erreicht werden?
Nein.
Es ist zwar sehr hilfreich, wenn die Frequenzen an der richtige Stelle in der Cochlea präsentiert werden - zumindest für Ohren, die schon mal gehört haben. Zwingend notwendig ist das aber nicht. Das Gehirn kann auch darauf trainiert werden, dass tiefe Frequenzen an einer viel höheren Stelle in der Cochlea präsentiert werden und man als CI Träger es genauso tief empfindet. Dauert aber Monate oder Jahre, bis das Gehirn darauf "programmiert" ist.
Es ist hingegen eine mathematische Herausforderung, niedrige Frequenzen genau zu ermitteln, ohne wertvolle Zeit zu verlieren. 100 Hz braucht für eine volle Schwingung 10ms, 50Hz schon 20ms - viel zu lang, um das bei der weiteren Verarbeitung noch zu berücksichtigen.
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