Hallo ihr Lieben,
mit 18 Jahren fing alles an, mein 1. Hörsturz durch einen Silvesterböller direkt neben mir. Zweiter war dann ein halbes Jahr später und danach kamen unzählige weitere Hörstürze. Mit den Jahren kammen natürlich Tinitus hinzu. Das Ganze ging auch immer nur Einseitig (links). Vor ca. 7 Jahren dann begann sich plötzlich alles zu drehen, ich musste mich übergeben und dachte daran das ich was falschen gegegessen haben musste. Leider kamen diese Anfälle jetzt immer mal wieder, heftiger und länger. Mein schlimmster ging über 3 Tage und Nächte mit Drehschwindel, ich konnte nichts bei mir behalten und war ständig unter kaltem Schweiss. Hinzu kam dann die Panik. In diesem Anfall war ich das erste Mal im Krankenhaus. Durch die Gabe von Vomex i.v. holten sie mich aus dem Anfall heraus. Dann bekam ich alle zwei Tage so einen Anfall. Ich wurde dann irgendwann für die umliegenden Krankenhäuser gesperrt, sodass sie mich in eine HNO Fachklinik fahren mussten (St. Franziskus Hospital in Flensburg). Dort wurde ich das erste Mal so richtig auf den Kopf gestellt mit vielen Tests, MRT und so weiter. Diagnose: Morbus Meniere. Das ist nun schon 6 Jahre her. Man setzte mir ein Paukenröhrchen ein und ich hatte dann tatsächlich 1 Jahr Ruhe. Dann fing es wieder an aber nicht mehr so heftig wie zu Anfang. Es waren eher Schwindelattacken ohne Drehschwindel und ohne Übergeben. Es reicht wenn ich mich dann hinlege. Eine Kopfkühlmaske empfinde ich dann immer sehr angenehm weil es erstens den Kopf kühlt und zweitens meine Augen bedeckt sind und gekühlt werden, dazu nehme ich Vomex Tabletten und es muss ruhig sein. Meist schlafe ich dann recht schnell ein (die Vomex machen auch müde und der Anfall ist für mich sehr ermüdend). Seit dem lasse ich mir jedes Jahr, wenn das alte Röhrchen raus fällt, ein neues rein machen. Ich habe auch Hörgeräte aber ich finde diese eher unangenehm als hilfreich, ich kann schlecht Töne auf dem kranken Ohr ertragen (was paradox ist, da ich fast taub auf dem Ohr bin).
Zu all dem nehme ich natürlich Betahistin und Sertralin gegen die Angst. Es gibt Schübe über ca. 2-3 Wochen wo ich täglich mit Anfällen ringe und auch Zeiten, Monate wo ich gar nichts habe. Leider traue ich mich nicht mehr zu Auto zu fahren weil ich nie weiss wann ein Anfall kommt und soziale Kontakte sind seither auch sehr eingeschränkt weil ich mich zurück gezogen habe. Lärm und Stress sind für mich fast unerträglich und häufig ein Auslöser eines Anfalls.
Heute bin ich 52 Jahre alt und lebe nun ca. 10 Jahre damit. Ich wünsche mir das er bald ausbrennt auch wenn ich mein Gehört linksseitig verliere.
Liebe Grüße
Chopal