Viele Fragen nach Erstvorstellung

  • Die Anmerkung auf den Einwand die Studie X besagt, das du irgendwelche Studien als Einwand verwendest ohne Nachweis. Ich habe nur aufmerksam gemacht dass es bestimmt auch andere Studien gibt die wo das Gegenteil behaupten. Mich nervt Zeit Corona den ständigen verweist auf irgendwelche Studien um schlau dar zu Stehen.


    Und gerade weil du ohne zu wissen einfach behauptet dass es „bestimmt auch andere Studien gibt“ ist es nicht in Ordnung so zu formulieren. Hier sollte dir klar sein, dass eine oder andere User nach dem Beleg fragt

  • Und gerade weil du ohne zu wissen einfach behauptet dass es „bestimmt auch andere Studien gibt“ ist es nicht in Ordnung so zu formulieren. Hier sollte dir klar sein, dass eine oder andere User nach dem Beleg fragt

    Ich war nicht der erste der sich auf eine Studie berufen hat, sondern Muggel. Und das war nur eine Antwort darauf und das er auch kein Beleg gebracht hat was für eine Studie.



    Gruß Joachim

  • Nur mal so am Rande: Auch gut hörende Menschen nutzen unbewusst das Mundbild und keiner versteht jeden zu 100 %.


    Um im Alltag mein CI Ohr zu trainieren, muss ich allerdings auch ganz gezielt woanders hinschauen, da ich mein Leben lang vieles vom Mundbild abgesehen habe. Wenn die Masken nicht 10 dB dämpfen würden, wären sie perfekt fürs Hörtraining. Wenn ich aber einfach nur leben möchte und nicht hochkonzentriert aufs Verstehen ausgerichtet sein will, dann nehme ich nach wie vor das Mundbild gerne mit und Gebärdensprache ist und bleibt meine favorisierte Sprache, ich bin nur leider damit nicht aufgewachsen und wünsche mir da mehr Kontakte zum üben und reden.

    Hallo Sanne2 zur Anfangszeit mit CI hab ich meinen Kids gesagt sie sollen mal ohne Gebärdensprache mit mir kommunizieren damit ich mich aufs hören/verstehen konzentiere zum lernen aber ich bin froh mich mit ihnen auch in Gebärdensprache unterhalten zu können und ja das Mundbild wird immer wichtig bleiben in vielen Situationen.

    Lieben Gruß Silke

  • Holla die Waldfee,


    die kruden Postings von ci_joe werden langsam wirklich unterhaltsam. Inzwischen habe ich durch Lebenserfahrung gemerkt, dass man Menschen im Charakter nicht ändern kann. Und daher sage ich immer zu meinen Mitarbeitern, wenn Sie genervt über bestimmter Bürger stöhnen: "Wenn wir die nicht hätten, hätten wir doch nur halb so viel zu erzählen und zu lachen."


    Wie auch Immer, Tommy, ist es Dein Thread, leider ein wenig abgerutscht. Wenn Du Fragen hast immer nur zu!!!!!


    Ich will außerdem ein bisschen Werbung machen. Im Juli ist in Hannover das berühmte HCIG-Sommerfest: Das ist DIE Gelegenheit, einen Haufen CI-Träger einschließlich deren ganzen Bandbreite im Outcome kennen zu lernen.

  • Ich schaff es heute leider nicht mehr genaue Antworten und Fragen zu posten, aber würde euch auch bitten nicht weiter das Mundbild Thema hier zu diskutieren. Ich sehe es wie die Mehrheit, aber gehört hier einfach nicht rein und hier ist auch zu viel persönlicher Streit. Lasst uns lieber beim Erfahrungsaustausch mit dem Hören in den verschiedenen Situationen bleiben :). Das hilft hoffentlich auch vielen Anderen, welche vor der selben Entscheidung stehen.


    LG Tommy

  • Bin dabei! Kann eine Veranstaltung nur empfehlen. Jede Menge Informationen von Firmen und Rehaeinrichtungen. Jede Menge Gespräche mit Implantierten. Mehr geht fast nicht…

    Mit freundlichen Grüßen Thomas

    Links: MedEL: Implantat MI 1200 Synchrony 24mm - SP EAS-Sonnet OP 01.06.18 EA 16.07.18 - MHH

    Rechts: MedEL: Implantat MI 1250 Synchrony 28mm - SP Sonnet 2 OP 17.09.19 EA 21.10.19 - MHH

  • So Hallo nochmal. Aus Allem was ich jetzt gelesen habe würde ich mir Folgendes ableiten:


    1. Ich bin genau ein Grenzfall und höre eigentlich noch zu gut aber gleichzeitig auch schlecht genug um ein CI Kandidat zu sein.

    2. Alle hier bereuen das CI in keiner Weise und hätten rückblickend sogar den Schritt lieber früher wagen sollen. Da sehe ich auch Vorteile im Lernen wenn man noch "jünger" ist und wenn die Nerven sich noch nicht zurückgebildet haben


    Jetzt bin ich mal gespannt auf die Treffen mit realen CI Trägern und wie diese in den selben Situationen wie ich zurecht kommen.

  • Da du füher normal gehört hat, gehe ich einfach davon aus, dass es mit dem CI auch klappt. Das Sprachverständnis ist ja da und in deinem Kopf ist ja die vollständige Lautsprache gespeichert.

    links: Opus 2XS, Flex28; OP 14/09/2012 MHH
    EA: 05/11/2012 erfolgreich

    seit 12/06/2020 Sonnet 2


    rechts: HG (zu nichts nutze...)
    --------------------------------
    Offenbarung 21,4
    ...und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz...


    Jesaja 35, 4-6
    Sagt den verzagten Herzen: "Seid getrost ..." ...dann werden die Ohren der Tauben geöffnet werden...

  • Hallo

    Ich war ca 6 Monate auf der linken Seite taub.

    Habe am 22.4. den Prozessor bekommen.

    Am 3.5. hatte ich den ersten Hörtest.

    Aufgrund der Kürze der Taubheit konnte ich so ziemlich alles verstehen was mir vorgespielt wurde.

    Jetzt machen wir Hörtraining ganz individuell da es richtig gut läuft.

    Also nicht zu lange warten, da es mit dem hören nicht mehr besser wird... 🦻


    LG aus dem Ruhrgebiet

  • 1. Ich bin genau ein Grenzfall und höre eigentlich noch zu gut

    Das sehe ich inzwischen nicht mehr so. Meine Aussage dazu basierte auf deinem Tonaudiogramm, das für sich genommen nicht automatisch ein CI vorsieht. Dass du mit Hörgeräten nur noch 35% im Sprachaudiogramm erreichst, das kam erst später.

    Wenn ihr von 90-100% beim Einsilber Test sprecht dann bezieht sich das immer auf 65db? Denn da liege ich ja nur bei 35% mit HG

    Hier ist der Grenzfall zwischen 50% und 55%, du bist inzwischen deutlich darunter. Für mich also kein Grenzfall mehr, sondern ein klarer CI-Kandidat. Und auch das ist zu relativieren: Das ist nur EIN Indiz.

    Ein CI sollte man sich tatsächlich nur dann implantieren lassen, wenn man den unbedingten Wunsch dazu hat. Ist man sich hingegen (so wie du) unsicher, bist du noch zu früh dran.

  • Aber was bringt einen zum Wunsch, sich da CI implantieren zu lassen? Das beeinflussen doch mehrere Faktoren, meiner Einschätzung nach:

    - Wissen über das CI, was es kann und was nicht

    - die realistische Einschätzung der aktuellen Situation, d.h. u.U. auch das Eingeständnis, dass es nicht so gut läuft und das Loslösen von bloßen Zahlen*

    - Mut, sich darauf einzulassen

    - Menschen mit ähnlichen Rahmenbedingungen als möglichen Referenzpunkt**


    *Externe brauchen Zahlen, um die Lage einzuschätzen, sie sind nicht ‚in meinem Kopf‘, ich selber merke, wie oft ich nachfrage/falsch verstehe/nicht verstehe


    ** zumindest habe ich den Eindruck, dass Menschen mit einer ähnlichen Hörbiographie und Lebensgestaltung mir am meisten eine Einschätzung ermöglichen

    -

    einseitig ehemals an Taubheit grenzend, Implantation am 20.9.19, EA am 24.10.19, Nucleus 7 von Cochlear

    das andere Ohr ist normalhörend

  • Ich kann sagen, warum ich mich für ein CI entschieden habe: ich erhalte mit keinem Hörgerät eine Sprachverständluchkeit, die über KEIN HÖRGERÄT hinaus ginge. Das reduziert meine Teilnahme am sozialen Leben im vielen Situationen enorm. Ich habe da kein Bock mehr drauf. Das es mit CI viel besser wird ist nicht garantiert, die Chance aber reell. Also habe nichts zu verlieren, aber viel zu gewinnen.

    Und ja, ich habe hier Im Forum Fälle gelesen, wo es nicht so super läuft oder anfangs nicht besonders lief. Ich denke, ich erwarte keine Wunder.

  • Hallo Tommy


    ich sehe es wie Dani, mit 35% bist Du schon klarer CI Kandidat. Als Faustregel gilt, bei 30 % Einsilber und weniger ist man nicht mehr in der Lage auch bei optimalen Bedingungen ohne Mundbild oder technischen Hilfsmittel wie eine FM im Gespräch sicher zu verstehen. Da wird langsam auch das Telefon zu einer echten Hürde. Und mit 35% bist Du nicht weit von dieser Marke weg.


    Wenn Du wirklich ehrlich bist, wieviel verstehst Du in den Meetings? Entdeckst Du in den Protokollen hinterher noch Details, die Du nicht mitbekommen hast? Oder denkst Du im Meeting, das muss ich im Protokoll nachlesen? Versuchst Du krampfhaft wenigstens die grobe Richtung zu verstehen und puzzelst Du hinterher das Verstandene noch mal neu? Rufst Du hinterher andere Teilnehmer an und fragst nach Details?


    Zufriedenheit mit dem CI ist weit verbreitet. Ich will aber auch nicht verhehlen, dass ich CI Träger kenne, die trotzdem noch sehr mühsam verstehen. Das ist bei vielen auch erklärbar, besonders bei den über 40jährigen, die einfach zu spät versorgt werden konnten. Denn Resthörige mit gewissen Restsprachverstehen werden erst seit ca. 2000 mit einem CI versorgt und da hatten einige schon wichtige Jahre Hören verpasst. Es gibt aber auch einige sehr wenige, die haben gute Voraussetzungen und verstehen trotzdem schlecht. Aber auch die waren zufrieden.