T-Spule, FM-Anlage, etc

  • Hallo allerseits,


    beim Lesen des Forum - speziell, wenn es um einzelne Soundprozessoren geht - lese ich öfter was von T-Spule, Induktionsschleife, FM-Anlage.

    Und wenn ich ehrlich bin, kann ich mir zu keinen der drei Dinge plausibel was vorstellen.


    Ich hab schon mal versucht zu googeln, aber so wirklich nen Reim kann ich mir immer noch nicht machen,

    Kann und mag mich bitte mal jemand aufklären, was das jeweils ist? Obs das heute nich gibt? Ob es niüoch state of the art ist? Und ob und wie man das (mit 2 Nucleus 7) nutzen kann?


    Besten Dank schon mal vorab

  • Da gibt es aber mittlerweile geschmeidigere Lösungen, soweit ich das verstanden habe. T-Spule wird noch noch von vielen CI Trägern verwendet, weil unkompliziert und es einfach bekannt ist bei CI Trägern, die schon lange versorgt sind. Aber ich werde meine HiFi Anlage oder Fernsehton doch lieber per Bluetooth auf die Ohren streamen. Hoffe das funktioniert dann auch so wie gewünscht.

  • Die T-Spule sehe ich seit vielen Jahren lediglich als Notlösung, wenn nichts anderes funktioniert. Zum Musikhören gefällt sie mir gar nicht, da gibt es Zubehör des Herstellers (konkret: Cochlear - Lösungen anderer Hersteller kann ich nicht aus eigener Erfahrung bewerten).

  • Hallo Erlenbacher,

    zu den 1. beiden Sachen kann ich dir nichts schreiben, aber mein Sohn hat eine FM Anlage für die Schule (bekommen hat er sie bereits im Kindergarten). Er nutzt diese (auch) mit den N7 (vorher mit den NR) und hat eine FM Anlage von Roger (allerdings altes Modell). Die allermeisten CI Kinder bekommen so eine FM Anlage für Kindergarten/spätestens Schule, weil es ihnen damit oft leichter fällt,den/die Erzieher/innen/Lehrer/innen zu verstehen (bei meinem Sohn wird sie eher selten (30 bis 60 min am Tag) genutzt, da er ja in ein SBBZ geht mit nur Kindern und je 2 bis 3 Lehrern/Betreuungspersonen in der Klasse, das wäre in einer "normalen" Schule wohl anders).

    Ganz einfach erklärt hat die Lehrerin dann einen Sender (Mikrofon) um den Hals hängen/an der Kleidung befestigt und an den SPs des Kindes wird beim N7 je 1 Empfänger zwischen SP und Akku/Batteriefach geklickt. Über diesen wird dann das, was die Lehrerin spricht, direkt an den SP übermittelt, wenn der Sender eingeschaltet und verbunden ist. Zusätzlich gibt es noch Handmikrofone, die man bei Gruppenarbeiten hin und her reichen könnte bzw. in die Mitte stellen könnte (haben wir selbst nie genutzt).

    Vielleicht kann dir das hier aber auch jemand besser erklären 🙂.

    Sprich doch einfach eure Logo/den Techniker im ICF an, wenn bei euch das Thema Kiga etc. ansteht! Wir haben unsere FM Anlage damals über die Hörwelt beantragt und bestellt, Verordnung haben wir von Freiburg bekommen. Falls dein Kind in einen Schulkiga mit Schwerpunkt Hören kommen sollte, kann es sein, dass es da auch FM-Anlagen gibt (keine eigene Erfahrung).

    Viele Grüße

    Katja

  • Die T-Spule ist das einzige System, mit dem man mehr als 1 Empfänger gleichzeitig problemlos mit demselben Signal versorgen kann. Z.B. bei Vorträgen oder im Theater/Musical etc. Es ist ein rein passives Bauteil, benötigt also keinen zusätzlichen Strom wie bei Bluetooth. Dort wo die Induktionsschleife verbaut wurde ist noch nicht mal ein Zusatzgerät notwendig, das man sich umhängen oder anstöpseln müsste.


    Es ist sehr wohl noch state of the art.

  • Es mag sein, dass mit Bluetooth vieles mittlerweile angenehmer ist. ABER: im öffentlichen Bereich sind vielfach nur die althergebrachten T-Spulen/FM-Anlagen vorhanden. Wenn du die nutzen möchtest - sei es im Theater, Museum, am Ticketschalter oder in der Kirche - dann brauchst du eine aktive T-Spule. Da nützt dir Bluetooth nämlich wenig, auch wenn es die modernere Technologie ist.

  • Hi ci_joe, da würde ich die N7 (meines Sohnes) vermutlich eher über Bluetooth oder per Klinkenstecker über das MiniMic streamen. Bzw. wir haben ja ohnehin keine HiFi Anlage sondern hören - wenn überhaupt - Musik über Handy / Tablet oder zur Not mal über Alexa

    Die T-Spule ist das einzige System, mit dem man mehr als 1 Empfänger gleichzeitig problemlos mit demselben Signal versorgen kann.

    In der Tat; der Vorteil leichtet mir ein.


    Katja_S: Unser Sohn geht aktuell in eine Regelkita. Da kommt er laut Frühförderung und Erzieherinnen gut zu recht. Wir hätten den Luxus, die Lindenparkschule gleich in 5 km Entfernung zu haben. Die hätten einen Schulkindergarten; allerdings erst ab 3 Jahren. Da sind wir also relativ entspannt. Was Schule betrifft, haben wir noch über 4 Jahre Zeit. Da machen wir uns dann rechtzeitig Gedanken. Ich dachte (ohne mich damit beschäftigt zu haben), man hängt der Lehrkraft das Minimic um den Hals und gut ists. Aber wie gesagt... da hab ich noch keine Ahnung und noch viel Zeit.


    Warum ich eigentlich gefragt habe... und ich hätte es vermutlich gleich dazu schreiben sollen... wie / was gibts denn bei Kinos? Unser Kleiner kommt langsam in ein Alter, wo er sich gerne mal was anschaut und vielleicht steht ja bald ein kurzer Kinderfilm auf dem Programm. Gibts da normalerweise irgendwelche Systeme? Oder eher nicht? Wie sind denn hier in der Runde so die Kinoerfahrungen?

  • Bei mir in der Gegend sieht es mit Kino und Induktionsschleife Mau aus. Allerdings war das für mich kein großartiger Beinbruch. Denn die Kinos, die ich hier in der Gegend besuche oder besucht habe, sind schon sehr laut. Weit lauter als das was meine Frau zu Hause am Fernseher aufgedreht hat, wo ich allerdings ohne Hilfsmittel kaum etwas verstehe.

  • Nein T Spule ist nicht State of the Art. Nachteil, leises Rauschen sowohl im Hörgerät wie auch CI und sie überträgt keine hohen Töne, just heute in der Kirche genau hingehört. Insofern ist Akustik auch Essig. Der Pfarrer war aber supergut zu verstehen.


    Das mal mehr mal weniger laute Rauschen beobachte ich seit mindestens 30 Jahre mit sämtlicher Hörtechnik, die ich seitdem hatte.

  • Nein T Spule ist nicht State of the Art

    Tut mir leid, Andrea, da stimme ich dir nicht zu. Offenbar haben wir unterschiedliche Vorstellungen davon, was Stand der Technik bedeutet. Es bedeutet nicht, dass es nichts anderes gibt, das neuer ist. Es bedeutet, dass es für (einen Teil) seines Einsatzbereichs noch keine praktikable Alternative existiert, die sich breitflächig durchgesetzt hat. Es gibt derzeit noch keine andere akzeptable Lösung, mit der man (multi-)punkt zu multipunkt-Systeme schnell aufbauen kann. Ich habe noch kein Theater erlebt, bei dem man seine Hörhilfen mittels Bluetooth verbinden kann (okay, das heißt noch nichts). Bei Führungen war stets eine T-Spule notwendig oder man hat den zu seinem Hörsystem passenden Streamer mittels Klinkenstecker an einen FM-Empfänger stecken müssen - oder man schaltete einfach das Hörsystem auf T-Spule. Es ist State-of-the-art.

  • Nachteil, leises Rauschen sowohl im Hörgerät wie auch CI und sie überträgt keine hohen Töne

    Nachteil der digitalen Funktechnik: Signal ist da oder es ist nicht da. Es kommt zwar kein Rauschen, aber bei schlechter Verbindung ist die Übertragung zerhackstückelt. Ist bei analoger Funktechnik ein mehr oder weniger starkes Rauschen hinterlegt, kann man noch etwas mitbekommen. Wohingegen bei der digitalen Übertragung aus Wort- oder gar Silbenfetzen kein Verstehen möglich ist. Digitale Funktechnik ist nur bei fast perfekten Signalen gut.

  • Seufz,


    ich wünsche mir, man würde genauer lesen. Ich schrieb:


    Quote


    Für den Privatgebrauch ist es eigentlich nicht mehr State of the Art.

    Und zu dieser Aussage stehe ich. Die Hörqualität ist einfach grottig.


    Die einzigen Gründe an der Technik festzuhalten sind die die Dani auch genannt hat: keine Zusatzgeräte, billig, für viele gleichzeitig zugänglich.

  • Ich sehe es genau so wie Andrea und habe die gleichen Erfahrungen gemacht. Hinzu kommt, dass je nachdem WO die T-Spule im Prozessor liegt, die Schleife am Boden schlecht erreicht wird. Außerdem werden immer weniger Hörgeräte mit integrierter T-Spule angeboten und verkauft.

    Mehrere Personen gleichzeitig können von einer Quelle über das MiniMic 2 von Cochlear hören. (Privatbereich, wenn mehrere Personen CI-Nutzer sind oder in kleineren Gruppen).


    Maryanne

  • Dafür gibt es immer mehr HG-Hersteller, die DAI in den HGs nicht mehr anbieten, auch nicht als Option, womit der direkte Einsatz des Roger X Empfängers nicht mehr möglich ist. Nun muss man bei diesen Hörsystemen wohl oder übel auf das Roger-Link ausweichen und hoffen, dass man sein Hörgerät DOCH mit T-Spule bestellt hat.


    NOCH gibt es für die meisten SoundProzessoren Design-integrierte Roger-Adapter. Aber selbst für den Rondo gibt es das nicht.


    Die T:Spule wird seit Jahrzehnten mit immergleichen Bedingungen angeboten. Bluetooth und Roger sind in wesentlich kürzerer Zeit deutlich kurzlebiger in ihrer Kompatibilität.

  • Hallo Dani,


    Hörgeräte für Leute, die doch etwas schwerer hören, haben einen Audioeingang, den es auch seit ca. 40 Jahren gibt, und eine T Spule, auch heute noch. Bei WHO4- Geräten sind diese auch Pflicht. Leichtgradig betroffene Schlappohren fällt es im Traum nicht ein, induktiv zu hören, und eine FM benutzen sie normalerweise auch nicht.