Tieftonhören mit CI?

  • Hallo Acki und Thomas



    Bei mir liegt die Elektrode komplett in der Hörschnecke und das restgehör ist noch da (habe Sonnet 1 EAS). Die Kombination HG und Ci ist in Wirklichkeit bei allen Herstellern sehr eingeschränkt ( AB und coclear geht das nur mit einem Hersteller und einer HG Reihe. Wenn man aber das zusammen gleichzeitig benutzt dann geht fast immer bei allen Herstellern und Modellen t- Spule und Ringschleife.



    Gruß Joachim

  • Hallo Joachim!

    Darf ich fragen wie lang Deine Elektrode ist?

    Gruß Thomas

    Links: MedEL: Implantat MI 1200 Synchrony 24mm - SP EAS-Sonnet OP 01.06.18 EA 16.07.18 - MHH

    Rechts: MedEL: Implantat MI 1250 Synchrony 28mm - SP Sonnet 2 OP 17.09.19 EA 21.10.19 - MHH

  • Also meine beiden Implantate sind 31mm lang, davon 26,4mm aktive Komponenten. Ich hab kein Restgehör, das hatte mir mein Chirurg auch vorher "versprochen".

    Mit CI von Medel kam ich gut kkar, das HG auf der anderen Seite war schnell nicht mehr brauchbar.

    Anders als bei anderen (auch Medel Trägern) hab ich eher zuviel Volumen. Das HG hat mir trotz gutem Tieftonhören auf der HG Seite nichts gebracht. Ich wusste aber von Anfang an, dass ich beide Seiten machen möchte.


    Halle ist schon eigen. Es gibt von Medel vorgeformte als auch fkexible Elektroden. Beides in unterschiedlichen Längen. Und das seit Jahren.

  • Das ist richtig. Bei Med-El wird die Elektrodenhülle so gefertigt, dass sie der Cochlea so optimal wie möglich folgt - natürlich ist hier auch die Kunst des Operateurs gefragt. Die Spitze soll sehr reizarm sein. Und richtig: Auch "vorgebogene" Elektroden gibt es.


    Ich habe die Flex 28 links und rechts, und der Bassbereich wird gut abgedeckt mit den vier tiefsten Elektroden. Da geht es bei 70 Hz rechts und bei 100 Hz links los und das habe ich nun auch gut hörbar in meinem neuen Musikprogramm. Es hört sich so an, als ob die 4 tiefen Elektroden parallel befeuert werden. Ich muss mal nach der Strategie schauen, die dahinter steckt.

    Gruss, Rainer.


    Beidseitig versorgt mit: Med-El (Flex 28 im Schneckle, aussen jeweils Sonnet, vormals Rondo)


    ____________________________________


    Das Gute missfällt uns, wenn wir ihm nicht gewachsen sind.

  • Ich habe gerade geschaut, Concerto flex 28.


    Gruß Joachim

    Hallo Joachim!

    Lange Elektrode und on TOP EAS 👍🏻. Eine schöne Versorgung. Mehr geht dann ja schon bald nicht mehr ;)

    Mit freundlichem Gruß

    Thomas

    Links: MedEL: Implantat MI 1200 Synchrony 24mm - SP EAS-Sonnet OP 01.06.18 EA 16.07.18 - MHH

    Rechts: MedEL: Implantat MI 1250 Synchrony 28mm - SP Sonnet 2 OP 17.09.19 EA 21.10.19 - MHH

  • Das ist richtig. Bei Med-El wird die Elektrodenhülle so gefertigt, dass sie der Cochlea so optimal wie möglich folgt - natürlich ist hier auch die Kunst des Operateurs gefragt. Die Spitze soll sehr reizarm sein. Und richtig: Auch "vorgebogene" Elektroden gibt es.


    Ich habe die Flex 28 links und rechts, und der Bassbereich wird gut abgedeckt mit den vier tiefsten Elektroden. Da geht es bei 70 Hz rechts und bei 100 Hz links los und das habe ich nun auch gut hörbar in meinem neuen Musikprogramm. Es hört sich so an, als ob die 4 tiefen Elektroden parallel befeuert werden. Ich muss mal nach der Strategie schauen, die dahinter steckt.

    Sehr interessant. Dazu hätte ich mal eine Frage. Auf meinem Tonaudiogramm geht es erst bei 250 Hz los mit der Messung bei meinem CI los. Sie endet bei 8000 Hz. Habe Cochlear. Mein CI Akustiker sagte,( wenn ich mich richtig erinnere) tiefer geht nichts, auch bei anderen Herstellern nicht. Die Klinik hat sehr viel MedEl Erfahrung. Bei mir funktionieren alle Elektroden. Ab 70 Hz zu hören ist schon ne Menge. Das würde in der Tat bedeuten, dass MedEl tiefere Töne besser abbildet. Vom Gefühl her, höre ich aber tiefe Töne aber sehr gut. Nur bei Musik hören sie sich noch nicht harmonisch an. Eure Tonaudiogramme beginnen also alle bei 125 Hz ? Und Ihr medEler hört ab 70 Hz ?

  • Es gibt eine Tabelle, in der die Frequenzbereiche der einzelnen Hersteller beschrieben sind, die muss ich mal suchen. Aber ich weiss, dass Med-El von ca. 70 bis 8.500 Hz übertragen kann, Cochlea geht bei ca. 100 Hz los bis ca. 8.000 Hz (oder höher, das weiss ich nicht sicher) und die beiden anderen Hersteller, die muss ich mal herausfieseln. Dabei ist ja nicht nur wichtig, was die jeweilige Elektrode kann, sondern auch deren Lage in der Cochlea. Ich selbst habe mich lange damit beschäftigt und dies auch immer mal wieder gemessen. Dass ich auf der linken Seite erst bei 100 Hz beginne, hat seine Ursache in einer Hörnervreizung in diesem Bereich, die mir nicht gut tat und mich vor einigen Jahren ziemlich viel - ja, Nerven - gekostet hat. Daher lasse ich nur den Bereich ab 100 Hz zu. Im täglichen Sprachverstehen ist der untere Bereich nicht ganz so wesentlich und bei meiner derzeit eingestellten Codierungsstrategie auch kaum hörbar, nur in meinem Musikprogramm kommen die tiefen Töne richtig zur Geltung, so gut sie eben können. Hier hatte ich davon berichtet:


    Frequenzbereich-Abdeckung des CI's

    Gruss, Rainer.


    Beidseitig versorgt mit: Med-El (Flex 28 im Schneckle, aussen jeweils Sonnet, vormals Rondo)


    ____________________________________


    Das Gute missfällt uns, wenn wir ihm nicht gewachsen sind.

    Edited once, last by Magneto ().

  • Danke für die Info, Magneto.


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    Ich hoffe, ihr könnt den Link öffnen. Ich hab den Test gemacht, bei mittlerer Lautstärke mit dem Handy. Ich höre ab 55hz “etwas” und ab 100hz recht deutlich den Ton. Meine Elektrode liegt nur 1 1/4 in der Cochlea 🤗😅. Soviel zum Thema: jeder hat seine eigene Hörbiographie ..

  • Oha, Test gemacht. Ohne Hörschnecke ab 70Hz beginnt das hören ab 90Hz deutlicher Ton.
    Danke für deinen Beitrag👍😀

    Rechts Cochlear Kanso 1 CI Modell 512; OP 25.04.2017 Hörschnecke bis auf dem Stumpf entfernt UNI-KLINIK Halle;
    Links HG AMPLI-CONNECT R 5 ON 312 GN seit September 2021.

    Seit dem 25.10.2021 Upgrade auf Kanso 2
    Zubehör: Cochlear™ Wireless Mini Microphone (Minimikrofon 2+); Telefonclip+ von Resound; ReSound TV Streamer 2

  • Den Test andersrum finde ich besser. Und es wird die Frequenz als Zahl angezeigt:

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    Interessant ist der Stereotest bei mir, da schwankt es leicht zwischen rechts und links, obwohl es genau in der Mitte zu hören sein sollte.

  • Dani! das ist ja ein ernüchterndes Ergebnis bei mir. Linkes Ohr kann ich runter bis 23 Hz, rauf geht irgendwo bis um 14.000 Hz. Soweit so gut.

    Das rechte Ohr, das implantiert werden soll: runter ab 100 Hz bis 40 Hz, darüber und darunter ist Sense. Rauf im Hochtonbereich absolut nichts. Der gesamte Sprachbereich ist tot. Ich hatte schon immer den Eindruck beim Horgerätetragen, dass immer nur tiefe Peaks durchkamen. Jetzt habe ich es live erlebt. Da kann ich später gut vergleichen, wenn das Implantat eine längere Zeit drin ist. Ich hoffe ja es bringt dann auch was.

  • 2. Video

    just like a stone ^^

    beim letzten Test bin ich bei hundert dabei

    meine Nuchleus sind recht gut dabei obwohl ich vom bass boost nichts habe, habe ich bei Jetaudio auch schon feststellen müssen


    bei dem einen Test hörte ich ab 70 Hz und auch bis 16.000 Hz

    das empfinde ich schon als erstaunlich, da früher bei 4500 Hz Schluß war


    danke für das Erlebnis

    ab 1992 HDO HG rechts
    ab 1998 HDO HG beidseitig
    09.06.2021 OP CI622 - EA 15.07.2021
    07.09.2021 OP CI632 - EA 20.10.2021

    Nucleus 7 Hybrid

    Mini Mic, TV Streamer - Stromversorgung über USB vom TV > funktioniert bestens

  • Interessant ist der Stereotest bei mir, da schwankt es leicht zwischen rechts und links, obwohl es genau in der Mitte zu hören sein sollte.

    das hat bei mir erstaunlich gut geklappt

    ab 1992 HDO HG rechts
    ab 1998 HDO HG beidseitig
    09.06.2021 OP CI622 - EA 15.07.2021
    07.09.2021 OP CI632 - EA 20.10.2021

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  • Hallo,


    irgendetwas wahrgenommen habe ich ab ca. 40 Hz,. Ein echter Ton wurde es bei mir ab ca. 80 Hz, erstaunlicherweise links mit Hörgerät und rechts mit CI ähnlich. Eigentlich ist das nicht logisch, da der Tieftonbereich bei mir noch passabel ist und das Hg defitiv in den Tiefen weiter runterkommt als mein CI


    Ich vermute daher, dass der Verwendete Lausprecher (Jabra Speaker, eigentlich für Videokonferenze gedacht) gar nicht ind er Lage ist, sehr tiefe Töne vernünftig wieder zu geben. Und dann kann dieser Test ja auch gar keien valide Aussage treffen, was der tiefste, hörbare Frequenz ist. Daher würde mich mal inetresseiren, wer diese Tests mit einer wirklich vernünftigen Stereoanlage oder Boxen durchgeführt hat?


    Gruß
    Andrea

  • Andrea2002

    Ich habe das vor 2 Jahren noch auf meine damaligen Hörgeräte streamen lassen. Mit vollständig geschlossenen Weichsilikon-Otoplastiken habe ich sogar bis 15Hz wirklich etwas gehört, wenn auch nur sehr sehr leise (oh Wunder). Mein Hörverlust unter 150Hz war da auch nur bei 15 dB.

    Heute mit CI nehme ich gestreamt unter 50Hz nichts wahr, 60 Hz sind ein gequäke und „erst“ ab 70Hz klingt der Sinuston satt.

  • Eigentlich hatte ich die Diskussion bezüglich des Tieftonhörens wegen einer Frage meinerseits angestoßen. Da wir ja nun feststellen konnten, dass einige von uns in den tiefen ( sogar extrem tiefen ) Frequenzen durchaus etwas wahrnehmen, frage ich mich warum das Tonaudiogramm mit CI erst bei 250 Hz losgeht. Mit Hörgerät wird schon ab 125 Hz gemessen. Irgendwelche Erklärungen?

  • Katharina,

    das scheint bei deiner Klinik so zu sein. In meinen Audiogrammen von meiner Klinik wird nach jeder CI-Anpassung stets von 125Hz bis 8000Hz gemessen.

    Hm. Jetzt haben wir doch tatsächlich Steffis Vorstellungsthread dafür missbraucht.