Lajoli stellt sich vor

  • Hier gibt es ja einige Med-el Nutzer

    Die Firma wirbt ja damit, mit jedem HG kompatibel zu sein - zumindest konnte ich auf der HP keine spezielle Auflistung von HG-Herstellern finden.

    Es liege wohl an der Form der Elektrode, weshalb ich kein Med-el bekommen könne. Cochlear wäre zu einer Schnecke vorgeformt, womit mein Restgehör erhalten werden könnte. Bei Med-el wäre die Elektrode gerade und damit würde mein Restgehör zerstört.

    Das mit der geraden Elektrode kann ich so gar nicht nachvollziehen. MedEl wirbt ja damit, dass die Elektrode tiefer in die Cochlear eingeführt werden kann als bei den Wettbewerbern, nämlich komplette zwei Umdrehungen. Frage: wie bekommt man ein langes Brett um eine enge Kurve? Die Elektrode muss doch flexibel sein, damit das klappt.


    Zur Kompatibilität von MedEl zu Hörgeräten (fast gar nicht) und bei simultanem Betrieb zweier CIs gibt es hier schon ellenlange Threads mit Antworten von Anwendern.

  • So, ich melde ich mal wieder zurück - sorry, Privat geht es gerade ziemlich rund, wir übernehmen ein sanierungsbedürftiges Haus, mein Mann leidet in seinem Job und benötigt dringend einen neuen, eine Erkältung knockt moch schon seit einer woche aus und auch beruflich steppt bei mir gerade der Bär...


    Ich habe tatsächlich noch einen Anruf aus Halle erhalten. Die Ärztin meinte, gegen Med-el spricht nun doch nichts, auf dem ersten Blick wirkte wohl meine Cochlea zu plump, sodass das Implan nicht luftdicht hätte angelegt werden können. Aber bei genauer Betrachtung der CT und MRT Bilder bewahrheitete sich dies wohl doch nicht. Seit dieser Info geht es mir deutlich besser. Nichts desto trotz fahre ich noch nach Dresden und schaue mir die Klinik sowie deren Rehakonzept nochmal genauer an.

    Auch sollen früher oder später beide Ohren CI versorgt sein, ich kann mir von den Werten her auch aussuchen, mit welcher Seite ich beginne - ich bleibe für die erste Seite bei rechts, denn links ist mein Telefonohr.

    Bei Med-el in Hannover schaue ich nächste Woche vorbei, dort habe ich auch schon angerufen :)


    Ich habe mich durch die Technikthreads durchgewühlt, allerdings ist es für mich als Techniklaie schwierig verständlich, was geht und was nicht... ?(

    Daher nochmal für mein Nicht-Technik-Hirn zum Verständnis: mittels T-Spule seitens Implantat sowie des HG wäre eine Koppelung mit dem Roger On möglich?

    Ist es auch möglich, mittels Audioschuh (Roger 21 oder so) die Kopplung zum CI und mittels Roger X mit dem HG gleichzeitig herzustellen? Dazu benötigt der Roger On sicherlich die Möglichkeit, sich gleichzeitig mit 2 Geräten verbinden zu können...?

    Wie bekomme ich raus, ob meine HG asha-fähig sind? Darüber bin ich hier im forum schon mehrfach gestolpert...


    Wie eingangs bereits erwähnt, sanieren wir ein Haus. Dazu gehört die Kompletterneuerung der Elektrik. Wir wollen kein Smarthome oder anderweitigen "Schnickschnack", aber gibt es irgendwas, das wir einplanen sollten - Rauchmelder, Türklinke, andere sinnvolle Technik im Hinblick auf CI?


    Ich wünsche euch einen ruhigen Abend :)

    Herzliche Grüße

    Steffi


    ... (noch) ohne CI, dafür mit 2 HG - Widex Evoke 440


    "Nicht sehen trennt den Mensch von den Dingen, nicht hören trennt den Mensch vom Menschen" I. Kant

  • Hallo Steffi,


    lass Dir von MedEl zeigen wie der Prozessor MIT FM Empfänger aussieht. Frage nach, WELCHE Smartphone Du koppeln kannst und lass Dir den Streamer von MedEl zeigen. Ich vermute, dass Du mit der Single Unit bzgl. Anschlussmöglichkeiten noch eingeschränkter bist als beim Sonnett. Frage solange nach, bis Du verstanden hast.


    Lass Dir das doch bei allen Firmen zeigen, im Hörzentrum Hannover sind alle Firmen vertreten. Vielleicht werden die Unterschiede dann begreifbar.


    Die Rauchmelder für schlappe Ohren sind auf Funkbasis. Da braucht ihr beim Renovieren keine Rücksicht nehmen.

  • Hallo zusammen,


    Einige Zeit ist vergangen - jedoch war ich nicht untätig und nahezu täglich in diesem Forum unterwegs, um mich zu belesen und einige Hörreisen zu begleiten - danke für den vielen Input, den ihr hier vermittelt! :)


    Zwischenzeitlich war ich auch zwecks Zweitmeinung im sächsischen CI Zentrum Dresden.

    Der Hörtest fiel ähnlich miserabel aus wie die beiden davor (war auch nicht anders zu erwarten).

    Sie sind dort deutlich entspannter und sagten zu mir, dass ich das Tempo vorgebe. Also ob ich überhaupt ein CI nehme und wenn ja, wann. Sie sprachen auch immer nur von einem Ohr, das zweite Ohr sprach ich dann an, woraufhin dies kommentiert wurde mit: "machen Sie erstmal eins - viele bleiben dabei und fühlen sich wohl damit. Über das zweite sprechen wir, wenn das erste richtig gut funktioniert und Sie von sich aus auf uns zukommen"

    Ich habe mich dort deutlich wohler gefühlt als in Halle.

    Allerdings beschäftigt mich nun auch eine Aussage... Grundsätzlich sind beide Kliniken dafür, Restgehör zu erhalten und eine EAS-Versorgung zu realisieren. Halle wollte gern einen längeren Elektrodenträger einsetzen, damit im Fall der Fälle (wenn ich eines Tages keine tiefen Töne mehr höre) alle Frequenzen mit dem CI anliegen.

    Dresden sagt, das sei nicht nötig. Sie würden berechnen, welche Länge für meine Cochlea ideal sei, um während der OP nicht an die tiefen Töne heran zu kommen und die kürzmöglichste Elektrode einsetzen. Die Wahrscheinlichkeit der Erhaltung des Restgehör liege damit bei ca 60%. Sollte dies jedoch nicht erhalten werden können oder mir die tiefen Frequenzen auch eines Tages wegbrechen, müsste man nur die Elektroden entsprechend programmieren.

    So, nun bin ich verwirrt... 🤔

    Kann mir jemand weiterhelfen? Beide Aussagen klingen für mich schlüssig...


    Am 05.07. habe ich nochmal einen Termin in Dresden für die BERA und dem ausmessen der Cochlea - und dann erfahre ich auch meinen OP-Termin.


    Nun wünsche ich aber allen erstmal einen schönen Abend :)

    Herzliche Grüße

    Steffi


    ... (noch) ohne CI, dafür mit 2 HG - Widex Evoke 440


    "Nicht sehen trennt den Mensch von den Dingen, nicht hören trennt den Mensch vom Menschen" I. Kant

  • Hallo


    Ich habe eine lange Elektrode (Medel) und trage eine Sonnet 1 EAS. Ich kenne auch beide Meinungen aber man kann da am Anfang nicht bestimmtes sagen, da hat jede Klinik eine andere Meinung. Zb mein Ci Techniker ist der Meinung dass nicht von Anfang an auf das EAS setzen soll.



    Gruß Joachim

  • Hallo, aus Ihrer Perspektive haben beide Kliniken Recht.


    Das Umprogrammieren einer kurzen Elektrode auf das gesamte Spektrum ist problemlos möglich. Aber dann werden die tiefen Töne zwar gehört aber nicht als tief empfunden. Das Gehirn kommt damit zurecht und verschiebt die Tonhöhenwahrnehmung auch bis zu einem gewissen Grad. Bei einen resthörigen Gegenohr wird man aber in tieffrequenten Bereich in zwei Tonlagn hören. Ich lebe seit 20 Jahren mit dem Phänomen. Es ist nichts schlimmes und es fällt auch nur manchmal bei basslastiger Musik auf, und eben wenn ich bewusst lausche.


    Ich würde die Entscheidung lang oder kurz auch davon abhängig machen, wie wahrscheinlich ein zumindest mittelfristiger Erhalt des Restgehörs bei Dir ist und wie gut der vorhandene Rest ist. Bei sehr schlechten Rest oder beständiger Progredienz der Schwerhörigkeit würde ich keine Experimente machen, und eine lange Elektrode nehmen und auf das Glück hoffen, dass EAS evtl. doch möglich ist.

  • Die Wahrscheinlichkeit des Restgehör wurde in Dresden mit 60% beziffert.

    Meine Schwerhörigkeit ist progredient

    Herzliche Grüße

    Steffi


    ... (noch) ohne CI, dafür mit 2 HG - Widex Evoke 440


    "Nicht sehen trennt den Mensch von den Dingen, nicht hören trennt den Mensch vom Menschen" I. Kant

  • Hallo Steffi,


    bei Sohnemann hat es mit dem Restgehör leider nicht geklappt (lange Elektrode, progrediente SH). Das war sehr schnell nach der OP „verschwunden“…… und wenn ich es richtig lese, gibt es nur sehr wenige, wo es tatsächlich ( und auch auf längere Zeit) klappt……

    allerdings stand die Frage der kürzeren Elektrode auch nie im Raum….


    Wünsche dir viel Erfolg bei der schwierigen Entscheidungsfindung. Wir haben viel nach Bauchgefühl entschieden und er ist zufrieden 😉.


    VG Fibi

    Sohn (19 Jahre) rechts HG Linx von Resound bei hochgradiger SH

    links CI von Cochlear - OP am 04.05.2018 / EA 18.06.2018

  • Hallo,


    ich glaube nicht, dass FFM das so macht! Bist du in FFM implantiert worden?

    Woher stammt diese Information??


    Ich bin nämlich in FFM implantiert worden und kenne auch viele, die dort ebenfalls implantiert wurden. Nur eine Person hat wegen EAS eine kürzere Elektrode!!

  • Dann sollte man auch schon die Quelle angeben ;)

    Rechts Cochlear Kanso 1 CI Modell 512; OP 25.04.2017 Hörschnecke bis auf dem Stumpf entfernt UNI-KLINIK Halle;
    Links HG AMPLI-CONNECT R 5 ON 312 GN seit September 2021.

    Seit dem 25.10.2021 Upgrade auf Kanso 2
    Zubehör: Cochlear™ Wireless Mini Microphone (Minimikrofon 2+); Telefonclip+ von Resound; ReSound TV Streamer 2

  • Hallo,

    ich glaube, man sollte solche Aussagen generell vorsichtiger formulieren und die Quelle dafür angeben. Also generell, nicht nur auf diesen Thread bezogen. Mir fällt es nämlich oft auf, dass etwas als "Allgemeingültig" dargestellt wird, obwohl es "nur" auf eigenen, persönlichen Erfahrungen beruht (die gerade beim CI ja nicht prinzipiell auf andere Personen übertragen werden kann) oder man das irgendwo gehört oder gelesen hat. Wenn man das dazu schreibt (also z.B. "nach meiner Erfahrung" oder "habe ich gelesen/gehört/gesagt bekommen (am besten mit Quelle) im Beitrag ergänzt, kann man als Fragesteller das doch viel besser einschätzen und einordnen, oder?

    Nur als kleiner Tipp (damit würden sich viele "Streitgespräche" hier im Forum vermeiden lassen), ich weiß auch nicht, ob ich das immer schaffe, aber ich versuche es :) .

    Bei meinem Sohn war die Länge der Elektroden egal, der hat auch vor der OP sehr wenig gehört (selbst mit Power HGs).

    Uwe: Ich wünsche dir die für dich richtige Entscheidung und dann alles Gute für die OP :) .

    Viele Grüße

    Katja

  • Hallo,

    du hattest folgendes geschrieben:

    Hallo


    Das mit der Länge ist aber von der Klinik abhängig. Zb Frankfurt/Main er kurze Elektroden.

    Gruß Joachim

    Das klingt für mich sehr danach, als ob du sicher wusstest, dass in Frankfurt/Main kurze Elektroden verwendet würden :/ . Das habe ich dann wohl falsch gelesen..

    Nichts für ungut, sollte nur ein allgemeiner Hinweis sein (ich scheine ja nicht die Einzige gewesen zu sein).

    Sorry, für das Abweichen vom Thema (ich halte mich jetzt zurück, bevor es wieder eine Endlos Diskussion wird)

    Viele Grüße

    Katja

  • Rein vom Bauchgefühl tendiere ich zu einer langen Elektrode. Da meine SH ja progredient ist, werden auch die letzten Frequenzen verschwinden, was ja ohnehin die längere Elektrode zur Folge hätte, würde ich erst dann das CI einsetzen lassen.

    Wenn ich jetzt vollumfänglich darauf vertraue, ein EAS zu bekommen, wäre die Enttäuschung am Ende groß, wenn es nicht oder nur kurze Zeit klappt.

    Oder habe ich irgendwo einen Denkfehler bzw etwas übersehen?

    Herzliche Grüße

    Steffi


    ... (noch) ohne CI, dafür mit 2 HG - Widex Evoke 440


    "Nicht sehen trennt den Mensch von den Dingen, nicht hören trennt den Mensch vom Menschen" I. Kant

  • Wenn ich jetzt vollumfänglich darauf vertraue, ein EAS zu bekommen, wäre die Enttäuschung am Ende groß, wenn es nicht oder nur kurze Zeit klappt.

    Oder habe ich irgendwo einen Denkfehler bzw etwas übersehen?

    sehe ich genauso!!!

    Hallo Lajoli! Habe bei meinem ersten CI, mein Restgehör nach einem Jahr verloren, war irgendwie Mist. Vom Sprachverständnis hat sich nichts geändert. Das Klangbild war anfänglich verzerrt, weil die Frequenzen „verschoben“ wurden. Bei der zweiten Seite wollte ich kein EAS. Lange Sonde wurde vorgeplant. Wurde in lokaler Betäubung operiert. Während der Op änderte der Operateur die Marschroute. Es war ihm zuviel Restgehör. „Man sollte es zumindest versuchen…“ Lange Elektrode nicht ganz reingeschoben. Nur zehn von Elektroden aktiv. Am zweiten Tag nach der Op einen Hörsturz gehabt. Das Restgehör ist bis zum heutigen Tag nicht wieder aufgetaucht. Im November l.J. Revisionsoperation. Die Elektrode wurde weiter vorgeschoben. Habe jetzt das komplette Klangspektrum auf der rechten Seite. Verfolge seit Jahr hier und in anderen Foren die „Restgehördiskussionen“. Immer wieder spannend für mich. Wenn es funktioniert sicher eine schöne Sache. Habe auch schon drei Leute gesprochen die es zehn Jahre oder länger nutzen. Aber bei den meisten verschwindet es irgendwann. Es ist nicht dramatisch. Aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, lieber von vornherein eine lange Sonde die alle Frequenzen abdeckt. Dann hat man eine langjährige Hörsituation.


    Mit freundlichen Grüßen

    Thomas

    Links: MedEL: Implantat MI 1200 Synchrony 24mm - SP EAS-Sonnet OP 01.06.18 EA 16.07.18 - MHH

    Rechts: MedEL: Implantat MI 1250 Synchrony 28mm - SP Sonnet 2 OP 17.09.19 EA 21.10.19 - MHH