Cochlear oder med-el?

  • Hallo,

    Ich freue mich hier sein zu dürfen und hoffe auf regen Austausch.


    Mein Baby soll zum 1. Geburtstag ein ci links bekommen. Rechts klappt die Versorgung mit einem Hörgerät noch ganz gut.


    Jetzt stellt sich die Frage, welche Marke. Cochlear, weil traditionell und erfahren? Med-el, weil innovativ?


    Ich habe keinen Schimmer und überall erhält man als Antwort "man kann mit keinem Gerät was falsch machen". Super... Ich weiß nicht mal, worauf n an bei der Auswahl achten muss....


    Für Tipps sind wir dankbar

    Konny

  • Ja, das ist leider so. Fanboys für bestimmte Marken gibt es genug, aber tatsächlich sind alle Hersteller sehr gut. Und wie die Entwicklung in den nächsten 70-80 Jahren sein wird, kann keiner vorhersagen. Ich habe Medel und bin zufrieden, aber ob Cochlear besser gewesen wäre, weiß niemand, auch ich nicht.


    Gruß Norbert

    links: Opus 2XS, Flex28; OP 14/09/2012 MHH
    EA: 05/11/2012 erfolgreich

    seit 12/06/2020 Sonnet 2


    rechts: HG (zu nichts nutze...)
    --------------------------------
    Offenbarung 21,4
    ...und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz...


    Jesaja 35, 4-6
    Sagt den verzagten Herzen: "Seid getrost ..." ...dann werden die Ohren der Tauben geöffnet werden...

  • Ja wer von einem Hersteller ein Implantat hat, der kann natürlich nicht sagen ob es es mit dem Implantat eines weiteren Herstellers besser oder schlechter ist.
    Das muss jeder mit sich ausmachen, welchen Hersteller er wählt und man muss auch wissen, dass man sich ein Leben lang an den Hersteller bindet.
    Also die Herstellerseiten aufsuchen und vergleichen.
    Ich bin z.b. mit Cochlear sehr zufrieden, habe aber keinen Vergleich wie es mit den anderen wäre, wenn ich einen anderen gewählt hätte.

    Rechts Cochlear Kanso 1 CI Modell 512; OP 25.04.2017 Hörschnecke bis auf dem Stumpf entfernt UNI-KLINIK Halle;
    Links HG AMPLI-CONNECT R 5 ON 312 GN seit September 2021.

    Seit dem 25.10.2021 Upgrade auf Kanso 2
    Zubehör: Cochlear™ Wireless Mini Microphone (Minimikrofon 2+); Telefonclip+ von Resound; ReSound TV Streamer 2

  • Wovon habt ihr die Entscheidung für das eine oder andere abhängig gemacht? Gibt es ein Zubehör, was man unbedingt braucht, was es aber nur von einem Hersteller gibt? - Ich weiß gar nicht, was einem fehlen kann und mein Baby kann noch nicht sagen, was er gern hätte.

  • Hallo Konny


    Man kann mit allen Herstellern gleich gut wieder hören lernen. Der Erfolg mit dem Ci hängt von verschiedenen Faktoren ab (Dauer der Schwerhörigkeit, Grund der Schwerhörigkeit Güte der Operation, Nachsorge und Einstellungen, und die Menge des Hörtränings nach Erhalt des Ci).


    Gruß Joachim

  • Nein, aber mir scheint langsam, dass das Zubehör total wichtig ist und einen sehr dominanten Punkt bei der Entscheidungsfindung einnimmt. Das immer noch Wichtigste ist das Hören und Verstehen mit dem Prozessor.

    ich habe nach dem Bauchgefühl entschieden. Das ist in deinen Fall natürlich nicht möglich, aber was sagen denn die Ärzte dazu?


    Gruß Norbert

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  • Hallo,

    mein Sohn trägt Cochlear (hat sein 1. CI mit 1 Jahr bekommen, das 2. mit 4 Jahren, da vorher medizinisch nicht möglich, jetzt ist er 13) und wir sind sehr zufrieden. Zubehör hat bei uns damals keine Rolle gespielt, eher die Frage, wie viel Erfahrung mit dem jeweiligen Hersteller am CI Zentrum vorliegt, wie gut der SP passt und wie groß der ist (der damalige SP von Medel hat bei meinem Sohn z.B. über dem Ohr "gethront" (obwohl gar nicht so groß)) und auch Großteil ein Bauchgefühl. Mich hat z.B. beruhigt, dass es bei Cochlear 22 Elektroden gibt, so dass es nicht so tragisch ist, wenn 2 oder 3 ausfallen (ich weiß, dass die Anzahl der Elektroden eigentlich egal ist, dass war (und ist) ein subjektives Gefühl).

    Wie mit anderen Herstellern wäre, weiß ich natürlich nicht.

    Den Vergleich hat niemand, denn selbst wenn jemand (was selten vorkommt) mit einem anderen Hersteller reimplantiert wird oder sich für das 2. Ohr für einen anderen Hersteller entscheidet, gibt es ja noch andere Ursachen für unterschiedliches Hören auf den beiden Ohren.

    Ich wünsche euch die für euch passende Entscheidung! Ihr könnt nichts falsch machen. Wie sehr euer Kind vom CI profitieren wird, kann keiner Vorhersagen und wird nicht an der Wahl des Herstellers liegen (auch wenn einige hier etwas anderes behaupten).

    Viele Grüße

    Katja

  • Hallo Konny,

    Im anderen Thread schrieb Du, dass ihr aus Nordhessen kommt und in Göttingen implantiert wird.
    Wurde euch die Prozessoren auch gezeigt. Bei Kinderversorgung wird meines Wissens oftmals HdO bevorzugt, jedenfalls kenne ich kein Kleinkind welches mit Singleunit versorgt wurde.

    Zubehör könnte im Moment nicht wichtig sein, aber frühestens wenn das Kind in KiGa/Schule kommt. Für KiGa ggf. auf FM Handhabung beachten - denn in 4 Jahren (fängt evtl. kigazeit an) wird das Kind jetzige Prozessor noch nutzen!

    Kennt Ihr andere Eltern die CI Kinder haben? In Kassel gibt ein Eltern-Kind-Gruppe….allerdings sind die Kinder inzwischen älter, daher weiß ich nicht ob dort aktuell Eltern mit Kleinkinder gibt! In Göttingen gibt meines Wissens auch Eltern-Kind-Gruppe.

    Falls Interesse zwecks Austausch wie andere Eltern für ihr Kind damals vorgingen, kann ich über PN Kontaktdaten durchgeben


    Gruß

    Wallaby

  • Hallo,


    Ich gehöre nicht zu denen, die behaupten, es wäre total egal und alles wäre gleich. In der Handhabung bzgl. Telefonieren ( bei Euch im Moment unwichtig) und FM Anlagen ( könnte mit ca. 4 bis 5 Jahren im Kindergarten wichtig werden) gibt es sehr wohl Unterschiede.


    Was ist Euch denn als Eltern wichtig?


    Ausgefeiltes Elektrodendesign? Sich da reinzuknien ist ziemlicher Rechercheaurwand.


    Service?


    Konnektivität des Sprachprozessors mit FM?


    Die Möglichkeit, ein abgestimmtes Hörgerät auf der Gegenseite zu nutzen? In diesem Punkt wäre Advanced Bionics im übrigen am besten aufgestellt.


    Die Optik und Größe des Prozessors?


    Wichtig wäre m.E. dass die Person, die das CI einstellen wird mit dem Fabrikat auskennt. Wenn ihr nach Hannover ins CIC geht, sollte das Knowhow wohl bei allen Firmen gegeben sein.

  • ... @ bzw wegen dem Pukt Hörgeräte, das stimmt nicht das hier AB am besten aufgestellt ist, hier ist Medel das beste, da es egal für welches Hörgerät eingestellt bzw. auf das HG techn. abgestimmt wird, das ist wichtig fürs Richtungshören bsp. und nicht nur so ein Zeugs wie gleiche Software zum einstellen von irgendwelchem IPhone Schnick Schnack den im grunde genommen kaum jemand wirklch braucht.

  • MedEl hat kein Duophone, es hat keine bilaterale Kopplung der linken und rechte Seite, um die Richtung des Nutzschalls zu filtern und gezielt ans Ohr zu bringen. Der Rondo geht mit Bluetooth gar nicht. Beim Sonett braucht man für Bluetooth einen zusätzlichen Streamer und der kann nur das ASHA Protokoll. Naja.....


    MedEl hat eine tolle Elektrode, ist beim EAS vorne dabei, hat aber ist was die Konnektivität zu moderner Technik angeht, einen inzwischen veritablen Rückstand.

  • ... die Filterung des Nutzschalls und die Laufzeitunterschiede soll auch das Ding zwischen den Ohren, auch Gehirn genannt, wie beim normalen Hören auch erledigen, dafür ist es wichtig, dass CI und HG die gleiche Verarbeitungsgeschwindigkeit haben, da das CI Elektroimpulse in Lichtgeschwindigkeit dirket in die Cochla sendet und der Weg über das Hörgerät zunächst Trommelfell, Hammer, Amboss und Steigbügel ist ... und dieses mit Schallgeschwindigkeit den Weg zurücklegt, also tausendfach langsamer passiert, macht sich das auch bei so einem kleinen Weg wie vom Hörgeräte Lautsprecher bis zum Apex der Cochlear bemerkbar. Beim Rondo musst Du aufpassen, der hat schon seit vielen Jahren immer den gleichen Namen ist aber in der aktuellen zumindest meiner Version die ich zum Testen bekommen habe (diesen Sommer) voll ausgestattet mit dem iPhone Möglichkeiten ... nur zum Hören braucht man das nicht und auch nicht mal eine Fernbedienung braucht man wenn das CI ein guttes Fitting hat nicht mehr. Morgens rein, abends raus und wenn optimal eingestellt den ganzen Tag keinen Programmwechsel.

  • Eben, die Technik ist so verschieden, und jeder Techniker hat es mir bestätigt, dass aufgrund der unterschiedlichen Laufzeiten das Richtungshören kaum oder garnicht möglich ist.

    Mir ist und bleibt die Technik wichitg, also "tolle Elektrode" und in 4-5 Jahren, wenn es in die KITA geht, ist die Technik auch wieder weiter. Die Hersteller schlafen nicht, kann sich niemand leisten.

    Gruß Norbert

    links: Opus 2XS, Flex28; OP 14/09/2012 MHH
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    rechts: HG (zu nichts nutze...)
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    ...und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz...


    Jesaja 35, 4-6
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  • Gibt es ein Zubehör, was man unbedingt braucht, was es aber nur von einem Hersteller gibt?

    Mir persönlich wird da viel zu sehr darauf konzentriert.

    Klar, es kann vorkommen, daß man tatsächlich von einem Zubehör abhängig sein wird, in bestimmten Situationen.

    Dann ist man froh, daß der eigene Hersteller auch was in der Richtung anbietet.



    Aber,

    es kann genauso gut sein, daß nichts davon so wirklich gebraucht wird!

    Wie oft wachsen gerade Kinder, die ja (noch) nichts anderes kennen, mit der CI Situation auf, und kommen ganz gut ohne Zubehör zurecht?

    Und gerade Kleinkinder können mit dem für sie komplett normalen Zustand, so viel erreichen, da sie sich ohnehin in der Entwicklungsphase befinden, wo das alles praktisch aufgesogen wird wie ein Schwamm!


    Ich schätze mal, das vorerst einzig "wichtige", interessante Zubehör ist die Möglichkeit, mit dem CI sogar schwimmen gehen, und dabei hören zu können. Gerade mit den Kindern geht man doch viel schwimmen, manche machen das ohnehin gerne, ansonsten dient es doch zu Förderungen vom Körpergefühl und so weiter. Dann könnte es zumindest nicht schaden, nach so einem Aqua Dings (heißt sowieso bei jedem Hersteller anders) Ausschau zu halten.

    Alles andere wird in der nächsten Zeit, bis die Schule anfängt, sowieso wieder komplett neu, und komplett anders auf dem Markt kommen, und zwar bei jedem Hersteller. Dann reicht es auch, sollte wirklich Bedarf bestehen, es auch erst dann zu beantragen, wenn es nötig sein wird. Was nützt es denn, eine Anlage zu haben, die mit den zukünftigen Geräten nur semigut funktionieren, weil halt auch mit den neuen Geräten neue Anlagen herausgebracht werden.




    Dir wird nichts anderes übrig bleiben, als einfach nur einzulesen, sich die Bilder anzuschauen, gerade bei Lösungen für Kids.

    Was gefällt Dir davon am besten?

    Welche Idee klingt für Dich, obwohl Du - genau wie wir alle - ja "nur" ein Laie bist, am besten? Werbeversprechen einfach mal ausblenden, sondern nur mal zum Konzept einlesen, warum was so gemacht wurde.

    Und wenn Du meinst, Dein Kind soll sich farblich deutlich von der Masse abheben, dann kannst Du auch danach gucken.


    Nimm dann einfach das Gerät, womit Du Dich wohler fühlst.

    Du kannst Diese Dummygeräte, die aktuell bei der OP "frisch" auf dem Markt sind, also dann auch "verarbeitet" werden, am Kopf von Deinem Kind halten. Da kannst Du schon spüren, was viel besser sitzt, was viel zu schmal, oder deutlich zu breit ist. Kommt Dir was zu groß, zu schwer vor, und so weiter.

    Nutze das aus. Aktuell kannst Du das noch "beeinflussen". Man weiß halt nur jetzt nicht, wie in den nächsten Jahren die Nachfolgermodelle sein werden. Entwicklung kann sowohl zum positiven, als auch zum negativen erfolgen. Darauf hast Du JETZT sowieso keinen Einfluß, was in den nächsten sechs, zehn, zwanzig Jahren sein könnte.

    Wir können nur die aktuellen Geräte live betasten, befühlen und eben am Kopf anlegen und schauen, ob es gut aussieht, sich gut hinterm Ohr anfühlt. Wenn dies der Fall sein sollte, wird die Wahl zu diesem Gerät nicht die falscheste sein, egal, wohin die Entwicklung danach gehen könnte.



    Klar ist, und sollte es auch sein, daß jeder Hersteller von sich behauptet, daß SEIN Gerät das Beste ist.

    Solange man kein sogenanntes Montagsmodell erwischt, ist jeder Hersteller wirklich gut - eben mit einem eigenen Konzept, welches sich sowieso immer weiter entwickeln wird. Es wird bei neuen Ideen sogenannte "Kinderkrankheiten" geben, bevor es wirklich richtig funktioniert.

  • Hallo Konny,


    ich denke, etwas „falsch“ machen kann man mit keinem Hersteller. Ich selber bin nicht so technikaffin. Als Sohnemann versorgt wurde, war er kurz vorm 18. Geburtstag und fand es toll, alles übers Handy regeln zu können. Das ist auch heute noch so und er ist zufrieden. Das eigentliche Hören sollte aber im Vordergrund stehen und da kann man eben keine Ratschläge geben.

    Uns wurden im Vorfeld alle Geräte gezeigt , erklärt, man konnte „Probe tragen“ , anfassen, anschauen, viele Fragen stellen. Und doch war es irgendwie eine Bauchentscheidung, auch weil der Operateur viel Erfahrung mit Cochlear hat.....


    Da Sohnemann vorher schon jahrelang HG-Träger war und eine FM-Anlage für die Schule nutzte, bekam er nen neuen Audioschuh für das CI und sie funktionierte weiter über beide Teile , also auch dies kein Problem.


    Viel Glück bei der Entscheidungsfindung!

    Fibi


    P.S. Vielleicht kann auch die Klinik Kontakte zu anderen Eltern vermitteln. Ich habe damals auf dem Warteflur der Klinik einfach ne Mama mit bereits versorgtem Kind angesprochen 😎

    Sohn (19 Jahre) rechts HG Linx von Resound bei hochgradiger SH

    links CI von Cochlear - OP am 04.05.2018 / EA 18.06.2018

  • Hallo,

    meine Klinik hatte es mir ermöglicht mit CI-Trägern die zur Anpassung anwesend waren Gespräche im Vorfeld der OP zu führen und das war für mich sehr hilfreich bei der Wahl des Herstellers.

    Rechts Cochlear Kanso 1 CI Modell 512; OP 25.04.2017 Hörschnecke bis auf dem Stumpf entfernt UNI-KLINIK Halle;
    Links HG AMPLI-CONNECT R 5 ON 312 GN seit September 2021.

    Seit dem 25.10.2021 Upgrade auf Kanso 2
    Zubehör: Cochlear™ Wireless Mini Microphone (Minimikrofon 2+); Telefonclip+ von Resound; ReSound TV Streamer 2

  • Hallo Konny81 ,

    Ich stehe selber - vorbehaltlich das MRT/CT am 30.12 fallen unauffällig aus - vor der Entscheidung welchen Hersteller ich mir implantieren lasse.

    Ich denke das wichtigste an einem CI ist die Möglichkeit wieder Hören zu können oder selbiges überhaupt das erste Mal zu können. Das - insofern kann man wohl nichts falsch machen - werden alle Fabrikate aller Hersteller ermöglichen können.


    Du musst für dein Kind entscheiden. Ich könnte mir vorstellen, dass je jünger ein Mensch ist, desto interessanter und wichtiger wird das Thema Konnektivität.


    Ich möchte mich hier jetzt und heute nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, und speziell dieses Thema wird hier in manchen Threads sehr emotional bis angriffslustig diskutiert.

    Meine persönliche, nicht auf andere übertragbare Meinung: analoge Übertragungsmethoden sind 2022 nicht mehr zukunftsfähig. Ich persönlich ( das sehen sicher andere anders) hätte überhaupt keine Lust, neben dem CI Prozessor am Kopf, der Corona Maske und der Brille auch noch irgend ein Sender/Empfängertechnik um den Hals zu hängen.
    Leider steht die Technik gerade am Wendepunkt: digitale Übertragung steht am Anfang und ist noch nicht auf allen Geräten komfortabel verfügbar. Die bisherige Technik war dagegen vor einem Jahrzehnt eine riesen Hilfe, im Vergleich zu den neuen Möglichkeiten aber hinten dran.

    Was ich bislang ergoogelt und hier erlesen habe: Cochlear und Advanced Bionics sind führend bei der Konnektivitãt (streamen von Sprache und Musik direkt aufs CI und Hörgerät). MedEl soll einen großen Vorteil bezüglich der CI Elektrode haben. Die ist nämlich länger als bei den anderen Herstellern und kann zwei komplette Windungen in die Hörschnecke eingeführt werden. Weiter „hinten“ in der Schnecke sitzen die Rezeptoren für tiefe Töne. Das bedeutet, die Wahrnehmung für Musik hat bei MedEl eine größere Wahrscheinlichkeit „natürlicher“ zu klingen als bei AB oder Cochlear.


    Aber der Faktor Mensch sitzt ja auch noch dabei. Alle theoretischen technischen Eigenschaften können, müssen aber nicht zielführend sein.


    Am Ende wird es wirklich zweitrangig sein, welches Fabrikat ihr wählt. Eurem Kind helfen können die alle. So richtig etwas falsch machen kann man wohl nicht, und technische Änderungen und Erweiterungen beim einen oder anderen Hersteller sind auch zu erwarten. Also, sich nicht verrückt machen und dann wird es eine Bauchentscheidung. So wird es bei mir selber wohl auch laufen.

  • Außerdem sollte man daran denken, dass man im Laufe des Lebens bei einer Lebenserwartung von 80 Jahren ca. 15 bis 20 mal ein neues Gerät vom Hersteller bekommen kann und dann von der Hardware her auf dem aktuellen Stand ist.


    Gruß Norbert

    links: Opus 2XS, Flex28; OP 14/09/2012 MHH
    EA: 05/11/2012 erfolgreich

    seit 12/06/2020 Sonnet 2


    rechts: HG (zu nichts nutze...)
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    ...und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz...


    Jesaja 35, 4-6
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  • Na dann wird man ja 90-120 Jahre alt;):). Aber ja es werden schon im Laufe seines Lebens einige neue Sprachprozessoren werden.
    Deshalb sollte man auch versuchen mit Trägern verschiedener Anbieter in Kontakt zu kommen, z.B. wie ich schon mal geschrieben hatte in der Klinik bei den Erstanpassungen von CI-Trägern. Die Klinik wird das sicher möglich machen.

    Rechts Cochlear Kanso 1 CI Modell 512; OP 25.04.2017 Hörschnecke bis auf dem Stumpf entfernt UNI-KLINIK Halle;
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    Seit dem 25.10.2021 Upgrade auf Kanso 2
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    Edited once, last by Biker ().

  • Es gibt auch CI-Selbsthilfegruppen, deren Mitglieder gerne für Fragen bereit stehen. Biker hat ja schon den guten Tip gegeben, bei der Klinik dazu anzufragen, die vermitteln das gerne weiter an die CI-SHGs.

    Gruss, Rainer.


    Beidseitig versorgt mit: Med-El (Flex 28 im Schneckle, aussen jeweils Sonnet, vormals Rondo)


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    Das Gute missfällt uns, wenn wir ihm nicht gewachsen sind.