Implantat nach OP defekt

  • Guten Morgen,


    ci_joe: Ich hatte gestern noch den Techniker angeschrieben, der deine Aussage bestätigt hat. Allerdings empfahl er, bis nach der Reimplantation zu warten, da ja oft - wie auch Magneto geschrieben hat - durch das Tragen des CIs der Tinnitus teils verschwinden kann.


    Magneto: Vielen Dank dir für die Links; gerade was das Tonschwellenaudiogramm angeht, hatte ich noch einige Unklarheiten.


    Allen ein schönes Wochenende!:)

    __________________________________________


    Links: mittelgradige Schwerhörigkeit; ReSound-HG

    Rechts: Otosklerose; Ertaubung 02/2020; 1. CI-OP: 28.04.2021; Reimplantation: 11.08.2021 (beides Cochlear)

  • Ich bin re immplantiert das stimmt aber auf der Cochlear Seite und auf der med el seite sind die defekten Elektroden

    MedEl Synchrony -Sonnet CI 30.9.2014
    EA 27.10.2014
    links. Cochlear 512 10.11.2010
    EA 6.12.2010
    re-implantation 9.5.2011
    EA 14.6.2011

  • ci_joe

    Höchstwahrscheinlich hat sie Klangunterschiede. Allein ich mit zwei identischen Elektrodenarrays und SPs und relativ nah beieinander liegenden OPs höre sehr deutliche Unterschiede zwischen beiden Seiten. Und das obwohl ich Tonhöhen links und rechts gleich höre und die Messungen im Tonaudiogramm vergleichbar sind.

  • Ich habe klang unterschiede, gerade beim Musik hören merke ich das am meisten. Im Altag merke ich die Klang unterschiede nicht so extrem. Ist auch mega viel Arbeit gewesen die beiden CIs so einzustellen das ich damit gut klar kommen und das sich das ganze "gut" an hört. Zu mal halt bei beiden nicht alle Elektroden laufen, bei Med el wegen defekt und bei Cochlear weil die Elektrode vibrierte sobald ich was hörte.

    Die Gründe warum ich das gemacht habe liegt zu einem daran das ich re-implantiert wurde und zum anderen halt weil Cochlear kurz vor meiner OP für das 2te CI die 500er Serie wieder auf dem Markt brachte und ich mir irgendwie nicht vorstellen konnte das ich das "testen soll". Daher nahm ich dann beim 2ten CI Med el.

    MedEl Synchrony -Sonnet CI 30.9.2014
    EA 27.10.2014
    links. Cochlear 512 10.11.2010
    EA 6.12.2010
    re-implantation 9.5.2011
    EA 14.6.2011

  • Wobei mich irritiert, dass Elektrodendefekte so oft sein sollen. Ich habe schon 19 Jahre ein CI und es waren immer alle Elektroden intakt.

    Häufig sind sie, glaube ich, nicht. Ich kann mir vorstellen, das wirkt hier im Forum so – dabei sollte nicht vergessen werden, dass man Leute, die irgendein Problem mit ihrem CI haben, vermutlich überproportional häufig in solch einem Forum wie hier findet. Weil: Wo findet man sonst Hilfe und Rat bzw. ähnliche Erfahrungen? :)

    Auch führen die Hersteller ja auch ihre Qualitätsberichte bzw. werden Implantatdefekte (zumindest bei Cochlear) insoweit dokumentiert, dass es an irgendeine Behörde gemeldet wird, soweit ich weiß. Ich glaube, diese Quote, wie viele Implantate nach X Jahren noch funktionieren, liegt beim aktuellen Implantat, das ich auch habe, bei 99.97 % oder so ähnlich. Das erklärt auch, dass ich bei meinem Arzt und seinem Team laut ihrer Aussage die Erste bin, bei der ein solcher Implantatdefekt (also quasi während der OP bereits) aufgetreten ist.


    LG und ein schönes Wochenende.

    __________________________________________


    Links: mittelgradige Schwerhörigkeit; ReSound-HG

    Rechts: Otosklerose; Ertaubung 02/2020; 1. CI-OP: 28.04.2021; Reimplantation: 11.08.2021 (beides Cochlear)

  • Die Elektroden ausfälle laufen sich nicht in die Statistik rein in Implantat defekt sondern sind in der STatistik drin das des Implantat ok ist. Klar hat es ein defekt das Implantat aber ein ich denke um es als Defekt gilt muss es re-implantiert sein und das sind ja viele der Elektrodendefekte ja nicht.

    MedEl Synchrony -Sonnet CI 30.9.2014
    EA 27.10.2014
    links. Cochlear 512 10.11.2010
    EA 6.12.2010
    re-implantation 9.5.2011
    EA 14.6.2011

  • aber ein ich denke um es als Defekt gilt muss es re-implantiert sein und das sind ja viele der Elektrodendefekte ja nicht.

    Ja, davon gehe ich auch aus. Ich habe mich auch eher auf Fälle wie bei dir oder mir bezogen, wo es dann auch zu einer Reimplantation kommt. Dadurch, dass viele Implantate mit Elektrodenausfall nicht reimplantiert werden, gibt es aber natürlich auch eine mehr oder weniger große Dunkelziffer, das stimmt schon.

    __________________________________________


    Links: mittelgradige Schwerhörigkeit; ReSound-HG

    Rechts: Otosklerose; Ertaubung 02/2020; 1. CI-OP: 28.04.2021; Reimplantation: 11.08.2021 (beides Cochlear)

  • Ich kann demnächst auch in der Statistik der defekten Implantate mitgezählt werden. Von den 12 MedEl Elektroden sind 2 defekt, eine musste abgeschaltet werden und eine befindet sich außerhalb der Cochlea. Darum raten mir die Ärzte zu einer Reimplantation. Ich habe mich auch dazu entschlossen, da ich ja noch am Anfang der Hörreise stehe und eigentlich einen ICE gebucht habe und jetzt im Regionalexpress gelandet bin. Da möchte ich doch ganz schnell umsteigen.

    Aber so schnell geht es wohl leider nicht, da ich erst eine Kostenübernahmezusage der PKV und der Beihilfe brauche. Ich dachte erst, dass bei solch einem Defekt sich Hersteller und Klinik einigen müssen, wer die Kosten trägt, doch von der Oberärztin des DHZ bekam ich den Tipp mich abzusichern.

    Meine Erfahrungen schon bei der Zusage für das CI bei meiner KK waren nicht gerade positiv, vor allen Dingen was die Schnelligkeit betraf.

    Da musste erst noch ein Gutachter eingeschaltet werden. Na, ja mal abwarten. Möchte sowieso erst noch in Urlaub fahren.


    Vor der ersten OP hatte ich gar keine Angst, aber jetzt ist mir doch etwas mulmig. Auch wenn die OP abartig lang war (10 Std. Narkose, 6,5 Std eigentliche OP) hatte ich keine Probleme mit Schwindel oder Schmerzen. Doch ich habe hier auch gelesen, dass es ganz anders sein kann.


    Na,Ja Bange machen gilt nicht. Hoffe auch, dass die Reimplantation mit örtl. Betäubung durchgeführt werden kann.

  • Eine Reimplantation würde ich keinesfalls mit einer Lokalanästhesie machen lassen.

    Stundenlange Vollnarkose werden sie dir in der MHH nach der ersten OP wohl nicht mehr zumuten, dann muss der Prof. L. mal in einem Saal bleiben statt in dreien, oder du bestehst auf einen OA als Operateur.


    Greetz, Martina

  • Hallo,


    Dir rät man auch zu einer Reimplantation?


    Wie kommt es, dass die Elektrode nicht weit genug eingeführt ist? MedEl hat ja eine längere Elektrode wie AB und Cochlear, weswegen bei kurzen Schnecken nicht MedEl genommen wird. Bekommst Du wieder MedEl oder wechselst Du jetzt?


    Bei einer Reimplantation nach so kurzer Zeit, wird die OP schnell vorbei sein, da noch nichts fest eingewachsen ist. Da wäre eine Lokalänästesie vielleicht doch vertretbar. In den USA ist Lokalänästhesie inzwischen recht häufig, v.a. da CI OPS oft ambulant sind. Viele Familien mieten sich nach der OP oft noch zwei, drei Nächte in einem Hotelzimmer in Kliniknähe, da die teils langen Fahrtstrecken ganz frisch operiert auch nicht so witzig sind. Wir haben in D echt eine gute Versorgung.

  • Medel hat nicht nur eine Länge sondern mindestens 4 verschiedene für unterschiedliche Hörschnecken.
    Bei einer Reimplantation nach so kurzer Zeit kann ich mir auch nicht vorstellen, dass es gtößere Beschwerden gibt. Doe OP an sich ist auch viel kürzer.

  • Ich kann demnächst auch in der Statistik der defekten Implantate mitgezählt werden.

    Liebe J.D.,

    tut mir sehr leid zu hören, dass es für dich nun auch so gekommen ist. Gleichzeitig verstehe ich die Entscheidung auf jeden Fall. Wenn man schon solch ein Gerät hat, soll es einem ja alle Vorteile bieten und nicht nur die abgespeckte Variante. Auch ist ja nie ganz klar, wie es mit den Ausfallrisiken weiterer Elektroden aussieht, wenn gleichzeitig feststeht, dass ein Defekt vorliegt. Das war für mich schlussendlich der ausschlaggebende Punkt, und kommenden Mittwoch ist es ja auch endlich so weit.

    Aber so schnell geht es wohl leider nicht, da ich erst eine Kostenübernahmezusage der PKV und der Beihilfe brauche. Ich dachte erst, dass bei solch einem Defekt sich Hersteller und Klinik einigen müssen, wer die Kosten trägt, doch von der Oberärztin des DHZ bekam ich den Tipp mich abzusichern.

    Ich vermute mal, dass das je nach Patient, behandelndem Arzt und jeweiligem Hersteller unterschiedlich ist. Bei mir hat der Hersteller netterweise die Kostenzusage gegeben, aber da meinte mein Arzt auch, dass ihn das sehr wunderte, da der Ablauf meist anders sei – Da ja erst nach der OP eindeutig festgestellt werden kann, wo das Problem (eher: der Defekt) liegt und damit, wer schuld hat, scheint es wohl eher üblich zu sein, dass es so läuft wie bei dir.

    Bei einer Reimplantation nach so kurzer Zeit, wird die OP schnell vorbei sein, da noch nichts fest eingewachsen ist. Da wäre eine Lokalänästesie vielleicht doch vertretbar.

    Dem kann ich zustimmen, zumindest hat mein Arzt es so gesagt. Generell sollte die OP wohl kürzer sein, besonders aber, wenn dasselbe Implantat (oder eher derselbe Hersteller) genommen wird, weil das Implantat dann ja definitiv in das vorgefräßte Knochenbett passt. Auch sollen wohl die Risiken, was Gesichts- und Geschmacksnerven geringer sein, da der Weg daran vorbei ja ebenfalls vorgefertigt ist, sozusagen.

    Lokalanästhesie könnte ich mir überhaupt nicht vorstellen; ich weiß aber, dass es bei meinem Arzt vor einer Weile tatsächliche erstmalig erfolgreich gemacht wurde. Ist vielleicht ein bisschen mehr im Kommen inzwischen?!:/

    __________________________________________


    Links: mittelgradige Schwerhörigkeit; ReSound-HG

    Rechts: Otosklerose; Ertaubung 02/2020; 1. CI-OP: 28.04.2021; Reimplantation: 11.08.2021 (beides Cochlear)

  • Hallo an alle,


    ich möchte euch gern einmal auf den aktuellsten Stand bringen. Vor zwei Tagen stand ja die Reimplantation an, die glücklicherweise sehr gut verlaufen ist. Rein medizinisch merke ich, dass z.B. nicht noch mal gebohrt werden musste. Momentan schmerzt nur die Wunde ein wenig, aber es ist erträglich. Auch der Tinnitus, der letztes Mal am Anfang doch eher laut war, ist diesmal nur minimal stärker als vorher, und da bin ich sehr zuversichtlich, dass er bald wieder auf normalem Niveau ist.:)


    Das Wichtigste ist aber, dass das neue Implantat genau so funktioniert, wie es soll. Ich habe Mittwoch einen Ausdruck der Impedanzmessungen bekommen und kann immerhin erkennen, dass alle 22 Elektroden innerhalb der Skala liegen und messbar waren. Mein Arzt und der Techniker haben aber auch bestätigt, dass die Werte super sind.


    Nun heißt es also "erholen und auf die EA warten". Ich bin sehr gespannt, ob es beim Einstieg einen Unterschied geben wird, also ob ich wieder bei 0 anfange, und ob / wie sehr sich der Klang unterscheidet.

    Tatsächlich bekomme ich auch einen neuen Sprachprozessor, weshalb ich mich diesmal zum Austesten für den Kanso 2 entschieden habe. Auch da bin ich sehr gespannt, wie groß der Unterschied zum N7 ist.


    Vor allem merke ich, dass ich nun sehr viel entspannter an die EA herangehen kann. Allein das zeigt mir bereits, dass es die richtige Entscheidung war, das Implantat auszutauschen. Danke somit noch mal an alle, die ihre Meinung hier beigetragen haben.:)


    Allen ein schönes Wochenende.

    __________________________________________


    Links: mittelgradige Schwerhörigkeit; ReSound-HG

    Rechts: Otosklerose; Ertaubung 02/2020; 1. CI-OP: 28.04.2021; Reimplantation: 11.08.2021 (beides Cochlear)