Jutta stellt sich vor

  • Nobbi meint, er hat sich beim Newsletter angemeldet aber bislang keinerlei Information bekommen. Geht mir genauso, obwohl ich mich mehrfach angemeldet hatte. War mir letztlich egal, hauptsache ich hab die Geräte.

    CI Hersteller sind Hersteller von Cochlea Implantaten und keine Webhoster. Sie sollen sich lieber um die Hardware kümmern statt um funktionierende Newsletter.


    DAS ist ein Luxusproblem.

  • In meinem Rucksack von Mitte Januar war ein Gutschein für AudioStream und AudioLink. Letzterer allerdings gültig bis 31.12.2020 ...

    Ich habe bei MEDEL direkt angefragt und die haben mir mitgeteilt, dass ich 2 Gutscheine erhalte, einmal AudioLink und AudioStream.

    Sie haben mir meine Frage nach der Verbindung zwischen meinem Hörgerät und dem CI wie folgt beantwortet:


    Der AudioLink sendet das Signal ausschließlich zum Prozessor, nicht an eine Teleschlinge oder Hörgerät. Hier würde ich Ihnen eine Bluetooth-Teleschlinge (Artone 3 MAX) empfehlen zu der Sie einen Bluetooth adapter kaufen. So können Sie den Bluetooth Adapter mit einem Kabel mit dem Fernseher Verbinden. Die Teleschlinge Verbinden Sie via Bluetooth mit dem Adapter. Die Teleschlinge sendet dann das Signal über die Telefonspule.


    TV + BT-Adapter => Teleschlinge => Prozessor + Hörgerät=O


    Hat jemand damit Erfahrung?:?:



    Die Hersteller geben ja auch an, mit welchen Smartphones z.B. der Audiostream kompatibel ist, da ist leider mein recht neues Samsung A51 mit Android 10 nicht dabei.

    Hat da evtl. auch jemand Erfahrung mit?:?:


    Liebe Grüße


    Jutta;):)

  • Hallo Jutta,


    MedEl ist bezüglich der Konnektivität am schlechtesten aufgestellt. Wenn Du mit Hg und CI gleichzeitig hörst, dann schlägt MedEl Dir gerade analoge Induktion vor. Das ist nicht mehr ganz State of the Art. Der neue Prozessor von AB ist Moment am komfortabelsten, was Zusatzgeräte angeht. Der Vorteil von AB wäre auch, dass mit einem kompatiblen Hörgerät auch beide Geräte genutzt werden können, um Störschall zu extrahieren. Die Geräte übertragen untereinander auch Informationen.


    Ich selbst habe seit 19 Jahren ein CI von AB und bisher gute Erfahrungen gemacht. Ich habe schon verschiedene Sprachprozessoren gehabt und bin wahnsinnig gespannt auf den neuen Prozessor. Um die Wahrheit zu sagen, über die Jahre hat sich im Alltag mein Verstehen nicht durch neue Prozessoren verändert. Aber mit jedem neuen Prozessor wurde der Tragekomfort und die Anbindung von Zusatzgeräten immer komfortabler.


    Ich würde AB aber wieder nehmen. Und AB nicht ginge, würde ich Oticon nehmen, auch wenn in Deutschland das nicht so stark verbreitet ist.

  • Hallo Jutta


    Die Kombination hg und Ci gibt mehr wie eine Lösung!

    Version 1 : wie die Mitarbeiter dir gesagt haben Bluetooth Adapter und Bluetooth Ringschleife so ein Bluetooth Adapter hatte mal medel im Shop oder amazon!

    Version 2 für dein hg gibt es ein tv-transmitter und dann kann man mit dem Audio link Ci Seite bedienen und hg Seite mit transmitter bedienen.

    Vorteil Version 2 man ist dann total Wireless, nix mehr um den hals Und noch ein Vorteil bei der muss man kein Akku mehr aufladen. Nur noch an Batterien oder Akku hg und Ci!


    Wenn weiter Fragen dann Nachricht an mich!


    Gruß Joachim

  • Hallo Jutta,


    im Hörzentrum haben alle Hersteller Räume, wo man sich beraten lassen kann und in Ruhe Dummies ansehen kann. Wenn Du in Hannover und Umgebung wohnst, lohnt es sich durchaus nur dafür einmal hinzufahren, um die Shops der Hersteller abzuklappern.

  • J.D. In diesem Zusammenhang vorab ein Hinweis: Bitte vorsichtig sein mit (Facebook-)Gruppen und Blogs. Hier finden sich vorwiegend voreingenommene und in vielen Fällen auch falsche Informationen zu Cochlea-Implantaten. Es gibt NIEMAND, der alle Hersteller testen konnte.


    Hier sind einige Tipps, die helfen können, den „richtigen“ Hersteller auszuwählen:


    1. Im Vorfeld unbedingt von einem kompetenten CI-Techniker beraten lassen und sämtliche Dummys anschauen.


    2. Entwicklung einer Liste mit den für dich wichtigsten Kriterien (z. B. MRT, Bluetooth, FM, Zubehör usw.).


    3. Überlege dir, inwieweit der Prozessor jedes CI-Herstellers deinen Lebensstilanforderungen entspricht (d. h. Tragen und Komfort beim Schwimmen, Programme für verschiedene Hörumgebungen -> zum Hören von Musik, beim Schwimmen oder im Restaurant usw.).


    4. Kontaktiere jeden Hersteller und bombardiere ihn mit Fragen zu seinen Produkten. Hol dir ein Gefühl für den Kundenservice. Informiere dich über die Lieferzeiten für Ersatzteile. Wenn du als Kandidat nicht gut behandelt wirst, überlege dir genau, wie es wohl erst als Kunde sein wird.


    5. Wenn dir dein CI-Zentrum/dein Arzt nicht die Wahl zwischen allen vier Herstellern überlässt, finde heraus, warum. Wenn der Grund medizinisch bedingt ist, sollte ggf. eine zweite Meinung eingeholt werden. Wenn die Gründe nicht medizinisch sind, muss überlegt werden, was dir wichtiger ist. Beim Arzt/CI-Zentrum bleiben oder zu einer anderen Einrichtung gehen, die den bevorzugten Hersteller anbietet?


    Die Auswahl eines Cochlea-Implantats ist eine lebenslange Entscheidung. Das Eliminieren einer Marke aufgrund von Empfehlungen nützt dir überhaupt nichts, wenn diese Marke über Funktionen verfügt, die dir wichtig sind und dir zugutekommen.


    Zuletzt noch die mir wichtigen Punkte, weswegen ich mich für AB entschieden habe:

    • einziger Hersteller, der ein T-Mic anbietet (immense Vorteile vor allem im Störlärm, da das Mikrofon die natürliche Schallweiterleitung des Außenohrs nutzen kann)
    • die 16 Elektroden arbeiten wie 120 verschiedene Elektroden (Current Steering), d. h. die Cochlea kann an 120 verschiedenen Orten stimuliert werden!
    • AB bietet eine optimale bimodale Lösung mit einem auf das CI abgestimmten Hörgerät
    • höchste Anzahl an Mikrofonen (für besseres Hören im Störlärm, mehr Feinheiten)
    • Einstellungen auch über den Prozessor möglich (man hat nicht immer eine Fernbedienung/das Smartphone dabei)
    • FM-Anbindung -> Roger-System (im neuen Marvel-Prozessor bereits integriert)
    • ich kannte das Roger-System schon von meinen Phonak-Hörgeräten und war auch schon dort beeindruckt
    • Bluetooth-Kompatibilität (auch bereits im neuen Marvel-Prozessor integriert; bei anderen Herstellern ist Bluetooth nur mit manchen Geräten möglich)
    • freihändiges Telefonieren möglich (wie bei einem Bluetooth-Headset; sieht dann zwar so aus, als würde man mit sich selbst reden, ist aber echt mega praktisch ^^)
    • erstklassiger Kundenservice
    • Innovationsführerschaft: hohe Ausgaben für Forschung und Entwicklung, meiste Patentanmeldungen pro Jahr (Cochlear gibt z. B. mehr Geld für Marketingzwecke aus)
    • AB und Phonak gehören zum gleichen Konzern (Sonova), AB profitiert hiervon immens
    • ich kannte schon vor meiner Entscheidung einige AB-Träger, die ein deutlich besseres Sprachverständnis als Cochlear-/MED-EL-Träger hatten (dies hängt aber auch von der jeweiligen Hörbiografie ab)

    Der neue Marvel-Prozessor von AB ist auch inzwischen bestellbar. Du wärst damit auf dem aktuellsten Stand der Technik. Cochlear soll wohl erst nächstes Jahr wieder einen neuen Prozessor herausbringen. Da würde ich bei Möglichkeit evtl. lieber warten, sofern du dich für Cochlear entscheidest. Und MED-EL hat erst Ende 2019 (?) einen neuen Prozessor vorgestellt. Da wird so schnell nichts Neues kommen.


    Ich hoffe, dies hilft dir etwas. Viel Glück bei deiner Entscheidung und auf deiner Hörreise! :)

  • Hallo con590


    Nix gegen deine Überzeugung für AB, aber dann sollst auch nicht Sachen total falsch darstellen.

    Zb

    16 Elektroden und 160 virtuelle Elektroden:

    wir von medel können das schon Zeit x Jahren aber 256

    Zb 2test Beispiel die app und Bluetooth

    Können die anderen Hersteller auch.

    3test Beispiel

    Medel und coclear besitzen einen EAS Prozessor und auch Single unit (rondo und kanso)

    Mehr elektroden Typen usw..

    Wie AB

    Und ich kenne leute die hören auch mit AB nix


    Nix ungut es nervt etwas


    Gruß Joachim

  • ci_joe Wo habe ich etwas falsch dargestellt? Falls dem so sein sollte, verbessere ich es natürlich! Zu den Punkten, die du nennst, habe ich nichts gegenteiliges gesagt, kann insbesondere deinen ersten Punkt aber auch nicht bestätigen. Hast du hierfür eine Quelle?


    Ich habe nur dargelegt, welche Kriterien mir persönlich wichtig waren. Anschließend muss man eben das Gesamtpaket im Vergleich zur Konkurrenz betrachten. Die Kriterien sind auch bei jedem anders. Mir war beispielsweise eine MRT-Kompatibilität weniger wichtig. Wem das wichtig ist, sollte aktuell besser nicht Oticon nehmen (nur 1,5 Tesla).


    AB hat im Übrigen auch die Integration einer EAS. Dies war aber kein wichtiger Punkt für mich, daher steht er nicht in der Liste,

  • Okay, hier geht es also doch um AB gegen den Rest der Welt. Na gut, dann geb ich meinen Senf auch dazu:


    "J.D. In diesem Zusammenhang vorab ein Hinweis: Bitte vorsichtig sein mit (Facebook-)Gruppen und Blogs. Hier finden sich vorwiegend voreingenommene und in vielen Fällen auch falsche Informationen zu Cochlea-Implantaten. Es gibt NIEMAND, der alle Hersteller testen konnte.Hier sind einige Tipps, die helfen können, den „richtigen“ Hersteller auszuwählen:

    1. Im Vorfeld unbedingt von einem kompetenten CI-Techniker beraten lassen und sämtliche Dummys anschauen.

    "

    Sehr gut! Woran erkennt man einen kompetenten CI-Techniker?


    "2. Entwicklung einer Liste mit den für dich wichtigsten Kriterien (z. B. MRT, Bluetooth, FM, Zubehör usw.).3. Überlege dir, inwieweit der Prozessor jedes CI-Herstellers deinen Lebensstilanforderungen entspricht (d. h. Tragen und Komfort beim Schwimmen, Programme für verschiedene Hörumgebungen -> zum Hören von Musik, beim Schwimmen oder im Restaurant usw.).

    "

    Das Dumme ist: Das ist alles eine Momentaufnahme. Der implantierte Elektrodenstrang ist für die nächsten Jahre erst mal fix. Aber die außen liegenden Teile können jederzeit innerhalb desselben Herstellers angepasst werden. Beispielsweise habe ich für meine Prozessoren nachträglich die MFi-Fähigkeit bekommen. Und das sogar ohne Prozessorwechsel. 2. Schön und gut, wenn der Dummy vor der OP gut hinters Ohr passt. Nach der OP meiner zweiten Ohr-Seite passt der Prozessor nicht mehr so geschmeidig wie vor der OP...


    "4. Kontaktiere jeden Hersteller und bombardiere ihn mit Fragen zu seinen Produkten. Hol dir ein Gefühl für den Kundenservice. Informiere dich über die Lieferzeiten für Ersatzteile. Wenn du als Kandidat nicht gut behandelt wirst, überlege dir genau, wie es wohl erst als Kunde sein wird."

    Ich weiß nicht, ob du schon mal Erfahrung mit Elektronikartikeln hattest. IBM-Laptops waren spitzenmäßig im Service. Als Lenovo das übernommen hat, ist dies schalgartig in den Keller gegangen. Bei Asus gab es keinen Verkauf ihrer Sparte. Dennoch ist auch ihr Service eingebrochen. Blöd, wenn man sich vor dem Kauf vom Service überzeugt war. Taugt also nicht viel als Kriterium.


    "5. Wenn dir dein CI-Zentrum/dein Arzt nicht die Wahl zwischen allen vier Herstellern überlässt, finde heraus, warum. Wenn der Grund medizinisch bedingt ist, sollte ggf. eine zweite Meinung eingeholt werden. Wenn die Gründe nicht medizinisch sind, muss überlegt werden, was dir wichtiger ist. Beim Arzt/CI-Zentrum bleiben oder zu einer anderen Einrichtung gehen, die den bevorzugten Hersteller anbietet?Die Auswahl eines Cochlea-Implantats ist eine lebenslange Entscheidung. Das Eliminieren einer Marke aufgrund von Empfehlungen nützt dir überhaupt nichts, wenn diese Marke über Funktionen verfügt, die dir wichtig sind und dir zugutekommen.

    "

    Bei Punkt 2 und 5 stimme ich dir uneingeschränkt zu.


    "Zuletzt noch die mir wichtigen Punkte, weswegen ich mich für AB entschieden habe:

    • einziger Hersteller, der ein T-Mic anbietet (immense Vorteile vor allem im Störlärm, da das Mikrofon die natürliche Schallweiterleitung des Außenohrs nutzen kann)
    • die 16 Elektroden arbeiten wie 120 verschiedene Elektroden (Current Steering), d. h. die Cochlea kann an 120 verschiedenen Orten stimuliert werden!

    "

    Das ist natürlich ein schlagkräftiges Argument, extra einen Hersteller auszuwählen, der weniger virtuelle Elektroden simuliert. Med-EL hat über 200

    "

    • AB bietet eine optimale bimodale Lösung mit einem auf das CI abgestimmten Hörgerät
    • höchste Anzahl an Mikrofonen (für besseres Hören im Störlärm, mehr Feinheiten)
    • Einstellungen auch über den Prozessor möglich (man hat nicht immer eine Fernbedienung/das Smartphone dabei)

    "

    Das ist ja auch ein Klasse Vorteil, wenn man an seinem Prozessor ständig rumstellen muss...

    Bei Med-EL stellt man einmal ein gutes Programm ein und das war's. Es besteht überhaupt gar keine Notwendigkeit, irgendwas umstellen zu müssen.

    "

    • FM-Anbindung -> Roger-System (im neuen Marvel-Prozessor bereits integriert)
    • ich kannte das Roger-System schon von meinen Phonak-Hörgeräten und war auch schon dort beeindruckt

    "

    Das wusste ich nicht, dass man mit AB so schlecht hört, dass man das braucht. Das ist bei den anderen Herstellern nicht notwendig.

    "

    • Bluetooth-Kompatibilität (auch bereits im neuen Marvel-Prozessor integriert; bei anderen Herstellern ist Bluetooth nur mit manchen Geräten möglich)
    • freihändiges Telefonieren möglich (wie bei einem Bluetooth-Headset; sieht dann zwar so aus, als würde man mit sich selbst reden, ist aber echt mega praktisch ^^)

    "

    Für dich praktisch, für deine Gesprächspartner eine Katastrophe. Ich verfluche auch 2 meiner Kollegen, die mit ihren pseudo-Headsets (Ohrstöpselchen) freisprechen. Unter den Phonak Marvel und Paradise Nutzern wird auch in schöner Regelmäßigkeit davon berichtet, dass die Gesprächspartner einen nicht oder nur sehr schlecht verstehen. Mittels MFi bzw. ASHA (wie bei Cochlear und Med-EL) nutzt man das gute Mikrofon des Smartphones.

    "

    • erstklassiger Kundenservice

    "

    YMMD

    "

    • Innovationsführerschaft: hohe Ausgaben für Forschung und Entwicklung, meiste Patentanmeldungen pro Jahr (Cochlear gibt z. B. mehr Geld für Marketingzwecke aus)
    • AB und Phonak gehören zum gleichen Konzern (Sonova), AB profitiert hiervon immens
    • ich kannte schon vor meiner Entscheidung einige AB-Träger, die ein deutlich besseres Sprachverständnis als Cochlear-/MED-EL-Träger hatten (dies hängt aber auch von der jeweiligen Hörbiografie ab)

    "

    AB investiert in externe Technik, die sie dann teuer verkaufen können. Med-EL investiert in Anpasstechnik, um mit dem Implantat und Prozessor ein optimales Hören und Verstehen und Spontanakzeptanz zu erreichen.


    "Der neue Marvel-Prozessor von AB ist auch inzwischen bestellbar. Du wärst damit auf dem aktuellsten Stand der Technik. Cochlear soll wohl erst nächstes Jahr wieder einen neuen Prozessor herausbringen. Da würde ich bei Möglichkeit evtl. lieber warten, sofern du dich für Cochlear entscheidest. Und MED-EL hat erst Ende 2019 (?) einen neuen Prozessor vorgestellt. Da wird so schnell nichts Neues kommen.

    "

    AB braucht Ewigkeiten, bis endlich ein neuer Prozessor auf den Markt kommt. Mit dem Marvel bleibst du für viele Jahre auf den Stand von 2020. Die anderen Hersteller haben einen schnelleren Zyklus.


    "Ich hoffe, dies hilft dir etwas. Viel Glück bei deiner Entscheidung und auf deiner Hörreise! :)

    "


    --------------

    Sorry, ich musste diesen Lobpreisungen, die den bemängelten Stilen auf den ganzen Facebook-Seiten schon sehr nahe kommen, auch mal Kontra geben. Ich habe mit meinen Zwischenrufen den Teufel gespielt. Ganz so krass ist das natürlich nicht.


    Meine Auswahlkriterien waren folgende:

    • Nähe zum Audiologen, der die regelmäßigen Anpassungen durchführt
    • Klinik, Arzt und Personal mit viel Erfahrung bei der CI-OP und Nachsorge
    • CI-Implantat, das der operierende Arzt am häufigsten einsetzt. Damit hat er die größte Erfahrung

    Alles andere sind Momentaufnahmen, die sich jederzeit ändern können.

    Anders ausgedrückt: Ich hätte jedes CI genommen.

  • Ich war mal so frei, Dominik, und habe mir Deine drei Leitsätze kopiert, die ich ebenfalls für viel wichtiger als die ganze Technik halte:


    "Meine Auswahlkriterien waren folgende:

    • Nähe zum Audiologen, der die regelmäßigen Anpassungen durchführt
    • Klinik, Arzt und Personal mit viel Erfahrung bei der CI-OP und Nachsorge
    • CI-Implantat, das der operierende Arzt am häufigsten einsetzt. Damit hat er die größte Erfahrung"

    Alles andere sind Momentaufnahmen, die sich jederzeit ändern können.

    Anders ausgedrückt: Ich hätte jedes CI genommen.


    Genau darüber erhältst Du kaum oder wenig Auskünfte."


    Ergänzen möchte ich diese Punkte um die Möglichkeit, sich an die nächstgelegene CI-Selbsthilfegruppe zu wenden. Die veranstalten CI-Cafés und -Stammtische, da bekommt man eine gute Übersicht über die verschiedenen CI's, vor allem bekommt man mit, wie sich die CI-Träger im Alltag damit schlagen, welche Erfahrungen sie mit den drei vorgenannten Punkten haben ... und dieser Austausch vor dem CI-Auswählen ist wahrscheinlich erstmal viel wichtiger, als zuerst alle CI-Hersteller abzuklappern, deren technische Eigenschaften zu vergleichen und doch keine befriedigende Antwort zu erhalten. Was nützen einem die ganzen technischen Details (die sich sowieso wieder ändern), wenn die Basis - also was in den drei Punkten steht - nicht stimmt? Das würde ich auf jeden Fall an die erste Stelle setzen. So kann man sich vielleicht eine neue Küche kaufen, aber sicher keine CI-Auswahl treffen (-;


    Dazu kommt, dass nicht jede Elektrode für jede Cochlea geeignet ist - daher ist auch die Voruntersuchung und die Aufklärung über diese Themen - wichtig. Aber woher weiss ich im Vorfeld, wen ich was fragen kann? Daher halte ich dieses Forum und auch den Besuch der diversen SHGs und deren Stammtische und CI-Beratungen so wichtig.


    Gruss, Rainer.


    Beidseitig versorgt mit: Med-El (Flex 28 im Schneckle, aussen jeweils Sonnet, vormals Rondo)


    ____________________________________


    Das Gute missfällt uns, wenn wir ihm nicht gewachsen sind.

  • Nun denn, man kann sich mit zu vielen Infos auch mehr verwirren als klären lassen.


    Meines Erachtens sollte man im Vorfeld wissen, was einem wichtig ist und sich danach den Hersteller aussuchen.


    Bei mir war es vor vier Jahren relativ einfach: ich wollte unbedingt einen Single-Prozessor, es kamen und kommen nur der Rondo von MedEl sowie der Kanso von Cochlear infrage.

    Der Kanso hatte mir damals von der technischen Ausstattung her am besten gefallen. Also Entscheidung für Cochlear und fertig war die Kiste. Es war eine Entscheidung innerhalb von einer halben Stunde am heimischen PC.

    Ich würde immer wieder Cochlear nehmen, und zwar aus folgenden Gründen:

    1. die Handhabung liegt mir,

    2. das Zubehör ist super zu bedienen und sehr gut einzusetzen (Minimikrofon als mein treuer Begleiter im Dienst sowie Telefonclip beim Joggen oder Musikhören zu Hause),

    3. das Kundencenter in Köln ist ebenfalls nicht zu unterschätzen (das Glück, dass es in räumlicher Nähe, etwa 30 Minuten Anfahrt, liegt).


    Ich wünsche euch viel Glück bei der Entscheidungsfindung - jeder muss für sich "seinen" passenden Hersteller suchen und finden.


    VG

    Von Geburt an hochgradig schwerhörig beidseitig, im Laufe der Jahre an Taubheit grenzend schwerhörig beidseitig
    OP rechts am 31.05.2017 Uni Köln, EA am 17.07.2017, Cochlear Kanso
    links HG, zurzeit Resound Linx wegen Kompatibilität zu Cochlear

  • Dass sich hier jetzt manche MED-EL-Träger angegriffen fühlen, weil ich die MIR wichtigen Kriterien genannt habe, spricht wohl für sich… Ich habe hier nirgendwo MED-EL kritisiert. Aber Hauptsache meine Aussagen bewusst fehlinterpretieren. Es hat jeder andere Bedürfnisse, daher unterscheiden sich natürlich auch die gewünschten Funktionen. Auf die Schiene des direkten Vergleichs wollte ich auch eigentlich nicht aufspringen, da dies grundsätzlich zu Anfeindungen führt (was hier bereits schon in manchen Kommentaren zu lesen ist) aber gerne:

    Das ist natürlich ein schlagkräftiges Argument, extra einen Hersteller auszuwählen, der weniger virtuelle Elektroden simuliert. Med-EL hat über 200

    Es gibt nicht nur MED-EL und AB. Und ich sagte auch bereits, dass man dann das Gesamtpaket im Vergleich zur Konkurrenz betrachten muss.

    Das ist ja auch ein Klasse Vorteil, wenn man an seinem Prozessor ständig rumstellen muss...

    Bei Med-EL stellt man einmal ein gutes Programm ein und das war's. Es besteht überhaupt gar keine Notwendigkeit, irgendwas umstellen zu müssen.

    Von müssen war nie die Rede, man hat aber die Möglichkeit dies bei Bedarf zu tun. Und gerade am Anfang während der Eingewöhnungsphase muss man den Prozessor oft lauter stellen bzw. auf ein lauteres Programm wechseln. Wie tun dies MED-EL-Träger ohne Zusatzgeräte? Bei allen anderen Herstellern kann dies sinnvollerweise direkt am Prozessor erfolgen.

    Das wusste ich nicht, dass man mit AB so schlecht hört, dass man das braucht.

    Auch hier wieder bewusst falsch interpretiert. Vor der OP weiß niemand, wie gut man später hört. Ich hatte schon vor der OP mehrere Roger-Systeme, welche ich echt klasse finde. Daher war es mir auch wichtig, diese ggf. später weiterverwenden zu können. Auch mit den anderen Herstellern (außer Oticon?) kann über Zusatzanbindungen Roger verwendet werden (was sehr viele nutzen). Dies spricht ebenfalls für sich.

    Ich verfluche auch 2 meiner Kollegen, die mit ihren pseudo-Headsets (Ohrstöpselchen) freisprechen. Unter den Phonak Marvel und Paradise Nutzern wird auch in schöner Regelmäßigkeit davon berichtet, dass die Gesprächspartner einen nicht oder nur sehr schlecht verstehen.

    Wir reden hier nicht von Hörgeräten, sondern von CI-Prozessoren. Und dass du deine Kollegen deswegen verfluchst, liegt an dir und nicht an ihnen. Was bringt mir im Übrigen ein Bluetooth-Protokoll, mit dem ich meine Geräte nicht nutzen kann? Soll ich dann meinen TV, Laptop, Smartphone etc. neu anschaffen? Jutta hat ja bereits feststellen müssen, dass ihr Smartphone nicht unterstützt wird. Ich finde es auch sehr schade, dass MED-EL es nicht geschafft hat, 2 Jahre nach Cochlear (!) einen Prozessor rauszubringen, der wie im Nucleus 7 ein direktes Streaming über Bluetooth bereits integriert hat. Stattdessen wurde erst vor kurzem der AudioStream herausgebracht, der den Prozessor nochmal zusätzlich vergrößert und den viele Menschen, die den SONNET 2 schon länger haben, jetzt auch noch aus eigener Tasche bezahlen sollen.

    AB investiert in externe Technik, die sie dann teuer verkaufen können. Med-EL investiert in Anpasstechnik, um mit dem Implantat und Prozessor ein optimales Hören und Verstehen und Spontanakzeptanz zu erreichen.

    AB kann die bewährten Technologien von Phonak übernehmen und diese anpassen/verbessern, wodurch keine großen Investitionen notwendig sind. Daher kann man sich auf das Wesentliche konzentrieren. Dass MED-EL die wenigsten Patente anmeldet, spricht auch hier wieder für sich.

    AB braucht Ewigkeiten, bis endlich ein neuer Prozessor auf den Markt kommt.

    Ewigkeiten? Der letzte Prozessor von AB kam 2016 auf den Markt. 4/5 Jahre sind die Regel und keine Ausnahme. Außerdem bekommt man einen neuen Prozessor in der Regel sowieso nicht vor 5/6 Jahren, wenn überhaupt.

    Ich habe mit meinen Zwischenrufen den Teufel gespielt. Ganz so krass ist das natürlich nicht.

    Dann unterlass solche bewussten Fehlinterpretationen/ironische Bemerkungen.

  • @ Dani, ich weiß aus sicherer Quelle, dass CI Träger aller Hersteller FM Anlagen brauchen!!! Besonders jetzt zu Corona Zeiten mit den großen Abständen, haben mehrere mir bekannter CI Träger FM mäßig massiv aufgerüstet.


    Um die Wahrheit zu sagen, ich merke jetzt, dass mir auchin der Prä Corona Ära eine Multitalker FM geholfen hätte, da es mit mehreren Metern Abstand womöglich mit geöffneten Fenstern schwieriger mit dem Verstehen ist. Das gibt auch meine MedEl tragende Freundin zu. Und mein Cochlear tragende Kollegin, hat sich genau wie ich auch Table Mics geholt.

  • @ Dani, ich weiß aus sicherer Quelle, dass CI Träger aller Hersteller FM Anlagen brauchen!!! Besonders jetzt zu Corona Zeiten mit den großen Abständen, haben mehrere mir bekannter CI Träger FM mäßig massiv aufgerüstet.


    Um die Wahrheit zu sagen, ich merke jetzt, dass mir auchin der Prä Corona Ära eine Multitalker FM geholfen hätte, da es mit mehreren Metern Abstand womöglich mit geöffneten Fenstern schwieriger mit dem Verstehen ist. Das gibt auch meine MedEl tragende Freundin zu. Und mein Cochlear tragende Kollegin, hat sich genau wie ich auch Table Mics geholt.P

    Hallo Andrea2002


    Der Audio link von medel kann das auch.


    Gruß Joachim

  • Joe, nein kann er nicht! Um eine Multitalker FM zu nutzen, musst Du entweder den Roger Empfänger für die MedEl Prozessoren benutzen (kosten 1250 € pro Ohr) oder Du musst von Phonak oder vom Audiocomfort analoge T Schlingen um den Hals hängen. Bzgl. Multitalker ist nach dem Aufkauf von Audiocomfort durch Phonak, eigentlich nur Phonak als einziger Anbieter von Multitalker FM Anlagen übrig geblieben.

  • Joe, nein kann er nicht! Um eine Multitalker FM zu nutzen, musst Du entweder den Roger Empfänger für die MedEl Prozessoren benutzen (kosten 1250 € pro Ohr) oder Du musst von Phonak oder vom Audiocomfort analoge T Schlingen um den Hals hängen. Bzgl. Multitalker ist nach dem Aufkauf von Audiocomfort durch Phonak, eigentlich nur Phonak als einziger Anbieter von Multitalker FM Anlagen übrig geblieben.

    Hallo Andrea2002


    Da ich den Audio link selber habe weiß ich das er Tisch Mikrophon verwendbar ist. Und wenn dann doch noch was spezielles brauch und muss man sie halt selber bezahlen oder sich von einer Stelle bezahlen lassen. Ist halt So!


    Gruß Joachim