Jutta stellt sich vor

  • Ich hoffe, hier bin ich richtig mit meiner Vorstellung als "Neue". Nachdem mein erster Versuch auf meiner Pinnwand gelandet ist.8|


    Hallo, ich bin neu hier und überhaupt ist alles neu für mich, war noch nie in einem Forum.


    So jetzt will ich nicht lange rumreden , sondern mich vorstellen. Mein Name ist Jutta, ich bin 69 Jahre alt, trage seit 12 Jahren beidseits HG, bereite mich seit einem knappen Jahr auf ein CI links vor.

    Am 24.März ist mein OP Termin in Hannover. Ich freue mich, dass es endlich so weit ist, meine Private KK hat viel Ärger gemacht, Voruntersuchungsergebnisse vom DHZ reichten nicht, musste zur Voruntersuchung ins MHH. Normalerweise wird das kombiniert und die OP gleich drangehängt. Na,ja, jetzt ist es bald soweit.

    Ich habe hier schon einiges gelesen, aber natürlich nicht alles. Also entschuldigung wenn ich mich mit Fragen wiederhole.


    Meine erste Frage bezieht sich auf die OP. Man hat mir angeboten, dass die Operation unter örtlicher Betäubung erfolgen kann. Hat da jemand Erfahrung mit?

  • Liebe Jutta,


    herzlich willkommen hier im Forum!

    In einem Thread haben wir mal über eine OP ohne Vollnarkose geschrieben und ich meine, dass Stier60 , sich nur mit örtlicher Betäubung hat operieren lassen. Oder war es Stalker70 ? Ich weiß es nicht mehr ganz genau. Evtl. melden sie sich hier.

    Ich würde es nicht ohne Vollnarkose machen lassen, nur im äußersten Notfall.


    Liebe Grüße:)

    Mia

    links: hochgradig schwerhörig - Hörgerät von Phonak

    rechts: seit 01/2021 CI der Firma Cochlear, Elektrode CI622


    "As for Me and My House We Will Serve The Lord " Joshua 24:15

  • Hallo Mia,

    danke für deine Tipps. Ich bin auch sehr skeptisch und neige eigentlich zur Vollnarkose. Werde aber die Ärzte nochmal fragen, ob die örtliche Betäubung eventuell Vorteile für den Erfolg der OP bringt.


    Ich habe aber noch eine andere Frage an dich. Ich hatte gelesen, dass dir zu einer kürzeren Elektrode der FA.Cochlear geraten wurde.

    Habe ich das richtig verstanden, damit sollte eine für dein Gleichgewichtsorgan schonendere OP möglich sein.


    Mir wurde bei der Voruntersuchung in Hannover ein kleiner Hinweis vom Oberarzt gegebe: er würde ein klein wenig zu den "Roten" (MedEl)

    raten.


    In einem Gespräch mit der leitenden Ärztin des Hörzentrums bekam ich den Rat, auf einer langen Elektrode zu bestehen.


    Jetzt bin ich sehr verunsichert, da ich ziemlich Bammel vor Schwindelatacken habe.

  • Liebe J.D. , (Jutta)


    vielen Dank für Deine Antwort. Mich persönlich hat die Aussicht auf einen Tiefschlaf, auf Abwesenheit entspannt. Ein Lauschen darauf, wie nun gefräst wird, hätte mich beunruhigt.

    Evtl. hätte ich mich noch mit ängstlichen Fragen und Kommentaren in die OP eingemischt...:D.

    Warum rät Dir die Klinik nicht offen zur Firma mit der roten Farbe? Frage doch einmal, warum sie Deiner Cochlea eine lange Elektrode "zumuten" würden. Evtl. hast Du da eine robuste Anatomie und nicht, wie ich, ein gefährdetes Gleichgewichtsorgan.

    Ich muss sagen, dass ich sehr positiv über das Hörerlebnis überrascht bin mit der kurzen Elektrode. Und ich kann verstehen, dass Du etwas verunsichert bist.


    MED EL bietet durch seine Länge mehr Möglichkeiten im Tieftonbereich zu hören. Das ist ein entschiedener Vorteil, der zur Geltung kommen kann. Für das Musikhören ist das gut.

    Meine Audiologin sagte, dass sie tatsächlich eine reimplantierte Patientin hatte, die mit AB versorgt war und die dann zu MED EL wechselte. Sie berichtete kurz darauf, dass nun das Musikhören für sie sehr angenehm sei. Aber man muss immer sagen, dass jeder Körper ja so seine ganz eigene Geschichte und Beschaffenheit hat. So sind das Anhaltspunkte.


    Liebe Grüße:)


    Mia

    links: hochgradig schwerhörig - Hörgerät von Phonak

    rechts: seit 01/2021 CI der Firma Cochlear, Elektrode CI622


    "As for Me and My House We Will Serve The Lord " Joshua 24:15

  • vielleicht hat sie noch sehr guten tiefton Bereich und es deshalb medel empfohlen (so wie bei mir lange elektrode und später EAS Prozessor) dann kann man beides benutzen was optimal ist zum Musik hören und im Störschall.

  • ci_joe , bei den MED EL Elektroden wird der Tieftonbereich durch die Länge der Elektrode stimuliert. Diesen Bereich hat jeder, ob das Hören noch auch natürlichem Wege möglich ist oder nicht. Durch das Einführen in die Tiefe können dort liegende Elektroden tiefe Töne abbilden. So habe ich das zumindest verstanden.


    Ich würde eher denken, dass eine kurze "reichen" würde, wäre der Tieftonbereich noch gesund.


    Mal sehen, wie es bei Jutta weitergeht :-).


    Liebe Grüße

    Mia

    links: hochgradig schwerhörig - Hörgerät von Phonak

    rechts: seit 01/2021 CI der Firma Cochlear, Elektrode CI622


    "As for Me and My House We Will Serve The Lord " Joshua 24:15

  • Hallo Mia007


    Habe in der letzten Reha von den Audiologen in st.Wendel zu kucken können wenn bei mir Einstellung gemacht wurde und weiß das da her das gemischt werden kann. Hat mich auch fachlich interessiert! !


    Gruß Joachim

  • Hallo Jutta,


    willkommen bei uns "Blechohren"! :)


    Ein entspannter Tiefschlaf = Vollnarkose ist auf jeden Fall angenehmer und vorzuziehen! Es sei denn, medizinische Gründe sprechen gegen eine Vollnarkose, was äußerst selten sein dürfte. Ich empfehle Dir, mal in die Anästhesie-Sprechstunde in der MHH zu gehen.


    Es kommt auf Anatomie und Größe der Cochlea an. Jeder Hersteller hat kurze und lange Elektroden im Sortiment. Deswegen entscheiden die CI-Chirurgen oft erst während des Eingriffs, welche Elektrode in welcher Länge sie in die Schnecke einführen.


    Ich habe beiderseits kurze Elektroden erhalten, die "atraumatisch" sind sowie zu einem positiven postoperativen Verlauf beitrugen; infolgedessen ich beide Male schon nach 2 Tagen nach Hause konnte. Ich wurde jedoch "minimal-invasiv" implantiert und die sehr kleinen Schnitte hinter den Ohren nur mit Fibrinkleber geklebt, dessen Reste ich nach gut 10 Tagen selbst abrubbeln durfte.


    Ob die in der MHH minimal-invasiv implantieren , weiß ich nicht. Das musst Du halt erfragen.

  • Hallo Jutta,


    Ich habe beiderseits kurze Elektroden erhalten, die "atraumatisch" sind sowie zu einem positiven postoperativen Verlauf beitrugen; infolgedessen ich beide Male schon nach 2 Tagen nach Hause konnte.


    Heißt "atraumatisch" in diesem Fall auch schonender für das Gleichsgewichtsorgan? Ich habe so einen Horror vor den Schwindelattacken.

    War wegen eines Schwindelanfalls mit starker Übelkeit vor 2 Jahren im Krankenhaus. Entlassen mit der Vermutung auf "Meniersche Krankheit". Meine HNO Ärztin bezweifelt das allerdings.

    Bei der Voruntersuchung in der MHH habe ich das erwähnt, wurde aber nicht weiter beachtet. Der Gleichgewichtstest wurde aus Zeitgründen nicht mit Wasser sondern mit Luft gemacht.

    Hat das etwas zu sagen?

  • Hallo Jutta,


    auch von mir zunächst ein Willkommen hier im Forum.


    Ich wurde seinerzeit für die OP ins Land der Träume geschickt und war da auch nicht böse drum;).


    Dass eine Elektrode, bzw. die Länge der Elektrode, unbedingt mit dem Gleichgewicht und Gleichgewichtorgan zusammenhängen soll, ist mir neu und kommt mir etwas komisch vor.

    Zum Glück kommen Probleme mit dem Gleichgewichtsorgan im Zusammenhang mit der CI-OP recht selten vor - bei mir war es auch nicht unbedingt die OP, die zum Verlust meines Gleichgewichtsorgans geführt hat, sondern die Drainage, die gelegt bzw. zwischendurch gewechselt wurde. Die Ärzte sagen dazu natürlich etwas anderesX(.


    Was mir aber tatsächlich neu ist, dass Cochlear inzwischen kurze Elektroden im Angebot haben soll:/? Als ich mich vor etwa 1,5 Jahren mich nochmals mit dem CI für mein linkes Ohr beschäftigt habe, hat Cochlear selbst (Kundencenter Köln) mir mitgeteilt, dass es "nur" die langen Elektroden, jedoch in unterschiedlicher Dicke, gibt.


    Mit Cochlear selbst bin ich sehr zufrieden und würde mich immer wieder für Cochlear entscheiden.


    Ich wünsche dir eine gute Entscheidungsfindung,


    viele Grüße

    SaSel

    Von Geburt an hochgradig schwerhörig beidseitig, im Laufe der Jahre an Taubheit grenzend schwerhörig beidseitig
    OP rechts am 31.05.2017 Uni Köln, EA am 17.07.2017, Cochlear Kanso
    links HG, zurzeit Resound Linx wegen Kompatibilität zu Cochlear

  • Habe in der letzten Reha von den Audiologen in st.Wendel zu kucken können wenn bei mir Einstellung gemacht wurde und weiß das da her das gemischt werden kann. Hat mich auch fachlich interessiert! !

    Medel hat wohl eine größere Auswahl an Längen und Formen. Für jemanden, für den der natürliche Tieftonbereich noch gut ist, für den wird zu einer kurzen Elektrode geraten (egal von welchem Hersteller). Man kann es auch mit einer langen Elektrode probieren, schonend zu implantieren (das machen die Ärzte heutzutage nun alle eigentlich automatisch). Bei langen Elektroden ist aber die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass das Restgehör nicht mehr erhalten bleibt. Kann zwar, davon ist aber nicht auszugehen.


    Wer vor der OP schon kein nennenswertes Tieftonhören mehr hat, da spricht dann ohnehin nichts dagegen, dass man gleich den längsten passende Elektrodenstrang verwendet. Das dürfte dann wohl bei Jutta der Fall sein.


    J.D.

    Herzlich willkommen im DCIG!

    Bzgl. örtliche Betäubung: Je älter ein Patient, umso eher neigt man zur örtlichen Betäubung, sofern möglich. Das ist unabhängig vom konkreten Eingriff, hat also mit CI an sich nichts zu tun. Wenn der Patient zu Panikattacken neigt, ist eine Vollnarkose vorzuziehen. Beides muss mit dem Anästhesisten vorab besprochen werden.

  • Hallo Jutta,


    ja; "atraumatisch" heißt "weniger verletzend". Eine 100%ige Garantie wird Dir jedoch kein CI-Chirurg geben...


    Vor der ersten Implantation des linken Ohrs 2012 habe ich nahezu 13 Jahre gezögert, obwohl die Charité mich schon damals als CI-Kandidaten deklarierte. Doch niemand wollte wegen meiner neurologischen Grunderkrankung positive Aussagen zum Erhalt von Gleichgewicht und einem freien Sprachverstehen wagen bzw. "die Hände dafür ins Feuer legen"....


    Also machte ich erst mal nichts, bis die Hörgeräte nur noch bessere Hupen wurden. So hieß es dann, ins kalte Wasser springen; denn zu verlieren hatte ich wirklich nichts mehr. Mit einer gehörigen Portion Glück und Verstand sowie den richtigen Handwerkern zu rechten Zeit gab es für mich das schönste "Happy End" in meinem bisherigen Leben.:)


    Wie Dominik ( Dani!) schon schrieb, werden älteren Menschen heute vermehrt örtliche Betäubungen angeboten. Deswegen empfehle ich an dieser Stelle nochmals, das in der Anästhesie-Sprechstunde der MHH abklären zu lassen.

  • Danke für die Kommentare und Tipps.

    Wie gesagt, ich bin zum ersten Mal in einem Forum unterwegs und ich finde es sehr interessant. Viele Menschen können ihre Erfahrungen mitteilen und von den Kenntnissen anderer profitieren.

    Außerdedm fühlt man sich nicht so allein mit seinen Problemen, Freunde und Familie unterstützen natürlich auch, aber hier hat man einen Haufen Betroffener ;)

    Werde fleißig weiterlesen und notfalls fragen.:)

  • Ich war auch in Hannover bei der MHH und bin sehr zufrieden mit Medel (Sonnet 2). Nur örtliche Betäubung? Bei der Op Fussball gucken auf dem Handy? Wäre ja mal cool und man hat viel zu erzählen...Naja, überlegt habe ich mir das auch schon für mein rechtes Ohr.



    Gruß Norbert

    links: Opus 2XS, Flex28; OP 14/09/2012 MHH
    EA: 05/11/2012 erfolgreich

    seit 12/06/2020 Sonnet 2


    rechts: HG (zu nichts nutze...)
    --------------------------------
    Offenbarung 21,4
    ...und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz...


    Jesaja 35, 4-6
    Sagt den verzagten Herzen: "Seid getrost ..." ...dann werden die Ohren der Tauben geöffnet werden...

  • Hallo Norbert,

    ich neige zur Zeit auch zu Medel. Benutzt du irgendwelche Zusatzgeräte für Fernseher oder Telefon usw. ?


    Gruß Jutta

    Hallo Jutta


    Ich bin auch mit medel versorgt. Zusatztechnik wie Audio link und Audio Stream für Fernsehen ,telefonieren und Musik hören wird mit mit der Erstausstattung (meines Wissen zur Zeit Rucksack) mitgeliefert.


    Gruß Joachim

  • Was die Narkose betrifft, da würde ich in der Anästhesiesprechstunde für und wider besprechen. Für mich persönlich wäre das nichts unter örtlicher Betäubung. Ich fand das schon im MRT so schrecklich, still liegen bleiben zu müssen.

    Von Geburt an hochgradig schwerhörig, schleichende Verschlechterung, nun beidseitig an Taubheit grenzend schwerhörig.

  • Zusatzgeräte? Am Anfang ja, AudioLink. Aber dann hatte ich Interesse gezeigt für den AudioStream und habe gleich von drei Seiten von Medel (Webseite, Medel-Shop und Email-Kontakt) die Zusage erhalten, beim Erscheinen des AudioStreams sofort informiert zu werden. Bis heute nichts,


    Gruß Norbert

    links: Opus 2XS, Flex28; OP 14/09/2012 MHH
    EA: 05/11/2012 erfolgreich

    seit 12/06/2020 Sonnet 2


    rechts: HG (zu nichts nutze...)
    --------------------------------
    Offenbarung 21,4
    ...und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz...


    Jesaja 35, 4-6
    Sagt den verzagten Herzen: "Seid getrost ..." ...dann werden die Ohren der Tauben geöffnet werden...

  • Zusatzgeräte? Am Anfang ja, AudioLink. Aber dann hatte ich Interesse gezeigt für den AudioStream und habe gleich von drei Seiten von Medel (Webseite, Medel-Shop und Email-Kontakt) die Zusage erhalten, beim Erscheinen des AudioStreams sofort informiert zu werden. Bis heute nichts,


    Gruß Norbert

    Hallo tele-nobbi,

    das ist bei den Firmen genauso wie in der Politik, erst großartig ankündigen, vielleicht auch mit einem Termin und dann wird wieder zurückgerudert.

    Gruß Biker

    Rechts Cochlear Kanso; OP 25.04.2017 UNI-KLINIK Halle;
    Links HG Enya 3 von Resound seit September 2018, seit Ende 2019 müssen am HG so zw. 90 und100 dB anliegen, um etwas zu verstehen.
    Zubehör: Cochlear™ Wireless Mini Microphone (Minimikrofon 2+); Telefonclip+ von Resound; ReSound TV Streamer 2