Neu hier

  • Hallo zusammen,



    als neues Forum-Mitglied möchte ich mich vorstellen.



    Ich heiße Uwe, bin 64 Jahre alt, wohnhaft im Kreis Lippe/Ostwestfalen.



    Bis etwa 1994, damals 38 Jahre alt, war ich normalhörend. 1996 wurde eine progredient fortschreitende beidseitige Schwerhörigkeit festgestellt – Ursache unbekannt (wahrscheinlich beruflicher Stress und Folgen lautstarker Konzertbesuche). Seitdem habe ich Hörgeräte getragen, die den Hörverlust aber nie ausreichend ausgleichen konnten. Vor allem beruflich war das eine Herausforderung für mich, da ich als IT-Verantwortlicher eines größeren Unternehmens immer viele Besprechungen hatte und Telefonate führen musste. Vor rund 10 Jahren waren meine Gehöreinbußen dann bei „an Taubheit grenzend“ angelangt. Trotzdem habe ich mich im Beruf gehalten, aber es war äußerst anstrengend und belastend. Ende 2019 bin ich dann vorzeitig in den Ruhestand gegangen, um dem ständigen beruflichen Stress ein Ende zu setzen und weiteren Gesundheitseinbußen vorzubeugen. Im Privatleben gab es natürlich auch schon jahrelange Einschränkungen; jeder Hörbehinderte kennt sie.



    Schon länger hatte ich mich über die Möglichkeiten von Cochlea Implantaten informiert, z. B. durch ein Abonnement der Schnecke und Mitgliedschaft im CIV NRW e.V. Aber leider erst als mich mein Akustiker zu meiner desolaten Hörsituation „sensibilisierte“, habe ich mit der ernsthaften Planung einer CI-Versorgung begonnen. Letztendlich hat mich die Teilnahme an einer Informationsveranstaltung der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) von der Notwendigkeit der Implantation endgültig überzeugt.



    Vorbereitend auf die OP habe ich mich intensiv mit der CI-Anbieterauswahl beschäftigt. Mir war das Thema „Konnektivität“ sehr wichtig, da ich die Vorteile der SmartPhone-Kopplung schon durch meine Oticon OPN-Hörgeräte kennen und schätzen gelernt hatte. Da ich ein aktiver Mensch bin, erschienen mir die Single Unit- bzw. FreiVomOhr-Lösungen von COCHLEAR und MED-EL besonders geeignet zu sein. Letztendlich habe ich mich dann für das KANSO 2 von COCHLEAR entschieden. CI-Versorgung zunächst nur rechts – mit der Entscheidung zur OP links warte ich ab, wie gut ich mit der bimodalen Kombination aus CI und Hörgerät zurechtkomme.



    Ende Oktober 2020 fand dann die OP in der MHH statt. Fünf Wochen später, Anfang Dezember, war ich zur Erstanpassung erneut in der MHH.



    Meine bisherigen Erfahrungen sind durchweg positiv:

    • Nach der OP hatte ich keinerlei Schmerzen oder sonstige Beeinträchtigungen.
    • Am ersten Tag der Erstanpassung konnte ich schon Sätze verstehen.
    • Am zweiten Tag der EA habe ich abends kurzentschlossen die iPhone-Kopplung vom Oticon-Hörgerät (linkes Ohr) auf das rechte Ohr mit Implantat und Audioprozessor von COCHLEAR umgestellt. Härtetests waren die daraufhin geführten drei (gestreamten) Telefonate mit Familienmitgliedern. Alle haben zu meiner Überraschung gut geklappt, selbst wenn die Stimmen noch gewöhnungsbedürftig waren.
    • Dadurch war ich ermutigt, auch erste Musikstücke auf den Audioprozessor zu streamen. Ich war begeistert, wie gut sich von mir geschätzte Jazzmusik anhörte und dass ich dabei auch Instrumente differenzieren konnte; viel besser als es mit den Hörgeräten möglich war.
    • Am Ende der Erstanpassungswoche lag mein Einsilberverstehen – nur mit Implantat – schon bei 80%. Das hatte ich nicht erwartet.


    Wahrscheinlich kann ich von Glück sagen. Aber es gibt auch Einschränkungen:

    • Alle 22 Elektrodenkontakte funktionierten bei der EA, aber zwei (die höchsten Töne) verursachten einen unangenehmen Höreindruck (körperlich spürbar). Diese beiden Kontakte wurden inaktiviert, aber über ein zusätzliches Programm für mich optional auch zuschaltbar gemacht. Inzwischen ist die Empfindlichkeit zurückgegangen und ich nutze nun alle Kontakte, was aber wieder einen neuen Gewöhnungsprozess erfordert hat und auch manchmal immer noch zu überzogenen Höreindrücken führt. Vermutlich benötige ich noch mehr Zeit für eine vollständige Gewöhnung (gerade die hohen Töne sind mir schon vor über 25 Jahren weitgehend verlorengegangen).
    • Selbst die max. Magnetstärke 5 hat das KANSO 2 nicht ausreichend am Kopf halten können. Deshalb habe ich bei der Erstanpassung von der MHH zunächst leihweise ein (an der Sendespule leichteres) HdO NUCLEUS 7 bekommen. Inzwischen ist der magnetische Halt etwas besser, aber ich zweifele noch, ob er für das von mir gewünschte KANSO 2 ausreichen wird. Komisch ist, dass der Halt beim täglichen Ansetzen des Audioprozessors zunächst recht schwach ist, dann aber stärker wird (insbesondere, wenn ich die Sendespule mehrfach kurz hintereinander abnehme und wieder ansetze). Vielleicht regelt sich das ja noch bis zum nächsten Termin in der MHH Mitte März 2021.



    Mich interessiert aktuell vor allem:

    • Wie sind die Erfahrungen anderer mit den Magnetstärken? Kommt mein Problem häufiger vor? Liegt das nur an einer evtl. dickeren Kopfhaut?
    • Wie sind die Erfahrungen bezüglich Single Unit- bzw. FreiVomOhr-Lösungen? Überwiegen die Vorteile?
    • Hatten/haben andere Forum-Mitglieder auch unangenehme Höreindrücke durch einzelne Elektrodenkontakte? Wie hat sich das evtl. mit der Zeit gegeben?
    • Wer kann von Erfahrungen mit der bimodalen Versorgung aus COCHLEAR-Audioprozessor und einem kompatiblen RESOUND-Hörgerät berichten? Sind das spürbare Vorteile?


    Ich würde mich über ein Feedback anderer Mitglieder freuen. Jederzeit bin ich gerne bereit, Interessenten an einer CI-Versorgung auch im direkten Austausch über meine bisherigen Erfahrungen zu berichten.



    Viele Grüße


    Uwe

    LI: Hörgerät OTICON OPN

    RE: CI von COCHLEAR, EA: 12/2020 / Implantat: CI624 / Audioprozessor: aktuell Nucleus7, demnächst Kanso 2)

  • Herrzlich willkommen hier!


    Berichte weiter, ob gut oder schlecht.


    Gruß Norbert

    links: Opus 2XS, Flex28; OP 14/09/2012 MHH
    EA: 05/11/2012 erfolgreich

    seit 12/06/2020 Sonnet 2


    rechts: HG (zu nichts nutze...)
    --------------------------------
    Offenbarung 21,4
    ...und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz...


    Jesaja 35, 4-6
    Sagt den verzagten Herzen: "Seid getrost ..." ...dann werden die Ohren der Tauben geöffnet werden...

  • Ach, ich bevorzuge die HDO-Lösung ganz klar, da ich damit besser telefonieren kann und mit so einen Single Unit gar nicht. So ein langes Telefon habe ich nicht. Und hören mit Kopfhörer geht auch nicht. Aber das muss jeder rausfinden. Außerdem nehme ich Batterien, da ich damit 2-3 Tage auskomme und als Dozent kann ich es mir nicht leisten, mittendrin die Akkus zu wechseln.

    Magnetstärke habe ich schwach bis normal. abgefallen ist bei mir noch nie was

    Gruß Norbert

    links: Opus 2XS, Flex28; OP 14/09/2012 MHH
    EA: 05/11/2012 erfolgreich

    seit 12/06/2020 Sonnet 2


    rechts: HG (zu nichts nutze...)
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  • Auch von mir ein herzliches Willkommen.


    Zu deinen Fragen:

    Den Kanso 1 trage ich mit dem 1‘er Magneten. Der hält sehr gut; beim Joggen ziehe ich mir ein Käppi über, beim Reiten und Fahrradfahren habe ich ohnehin einen Helm an.


    Einen HdO-SP hatte ich noch nie, bin aber in der derzeitigen Corona-Pandemie mit MNS froh, den Kanso und somit mein Ohr frei zu haben, so dass ich den MNS beginnend am rechten Ohr vorsichtig übers linke Ohr mit HG ausziehen kann. Leider wird in den Kansos nicht die aktuellste Technik eingebaut, so dass man da mittelfristig immer eine Generation hinterher hinkt.

    Ich genieße nach über 40 Jahren HG-tragen die Freiheit am Ohr😉.

    Telefonieren geht auch gut, da der SP recht nah an der Ohrmuschel (knapp ein Fingerbreit dahinter) sitzt.


    Unangenehme Höreindrücke hatte ich bislang nicht und alle Elektroden arbeiten einwandfrei.


    Cochlear und Resound sind grundsätzlich kompatibel, jedoch trennt sich mein HG immer vom Minimikrofon bzw. Telefonclip, so dass ich das Zubehör tatsächlich nur mit dem SP alleine verbunden habe.
    Vielleicht klappt das mit dem N7 besser als der „alte“ Kanso mit dem N6 (habe dafür aber noch Batterien, den Akkus im Kanso2 weiß ich nicht, inwieweit man ihnen auf Dauer vertrauen kann, da man ihn wohl nicht zwischendurch auswechseln kann 🤔?).


    Ich hoffe, deine Fragen einigermaßen beantwortet zu haben.


    VG aus dem Rheinland

    SaSel

    Von Geburt an hochgradig schwerhörig beidseitig, im Laufe der Jahre an Taubheit grenzend schwerhörig beidseitig
    OP rechts am 31.05.2017 Uni Köln, EA am 17.07.2017, Cochlear Kanso
    links HG, zurzeit Resound Linx wegen Kompatibilität zu Cochlear

  • Hallo,


    auch von mir ein herzliches Willkommen.


    Sohnemann hat sich für den N7 entschieden, da er Bedenken hatte, den Singleprozessor zu verlieren ( mit Sicherung wollte er nicht rumlaufen) und ist bisher zufrieden. Er trägt allerdings auch schon seit seinem 4.Lj. HdO-Geräte.


    Die Magnetstärke hat er jetzt von 2 auf drei gewechselt, das hängt bei ihm mit den Haaren zusammen. Kurz nach der OP kamen Sie raspelkurz ab und jetzt sind sie wieder lang .


    Ziemlich schnell nach der EA ist er dann am anderen Ohr von Oticon auf Resound gewechselt, um über sein IPhone alles steuern zu können und ist glücklich. Diese Woche hat das Koppeln mit der FM nicht geklappt, aber das lag wohl am verschmutzten Filter des HG. Die Akustikerin konnte es schnell richten.

    Außer der FM ( die er in der Schule nicht nutzt nur im Onlineunterricht) benutzt er keine weiteren Hilfsmittel.

    Allerdings ist er mit seinem Handy schier verwachsen 🤪 darüber wird alles gesteuert ( Musik hören, Videos schauen, Videochats, telefonieren).....


    Viel Erfolg weiterhin!


    VG Fibi

    Sohn (18 Jahre) rechts HG Linx von Resound bei hochgradiger SH

    links CI von Cochlear - OP am 04.05.2018 / EA 18.06.2018

  • Hallo Uwe,


    willkommen im "Club der Blechohren"! 8)


    Da hast Du schon einen recht guten Start gehabt wie ich damals mit dem linken CI. Vor einem Jahr hatte ich beim ersten Doppel-Upgrade auch die Wahlmöglichkeit; hab mich dann aus Erfahrung wieder lieber für zwei HdO-Soundprozessoren N7 entschieden; weil meiner Meinung bei meiner "dicken Schwarte" die "Single Units" die Verlustgefahr bei meinem spastischen Wackelkopp zu groß wäre....


    Ich wünsche Dir eine spannende Reise durch Welt des Hörens und auch der recht interessanten Geräusche mitunter! :)

  • Hallo,


    erst einmal Glückwunsch zu den guten Hörergebnissen mit CI. Ich persönlich halte ehrlich gesagt von Single Units nicht so viel, da die Mikrofon freischwebend im Raum sind und da man bei Single Units viel stärkere Magneten braucht.


    Wenn Dir Konnektivität wichtig ist, wundere ich mich ehrlich gesagt, dass Du nicht AB gewählt hast, da AB m.E. in Verbindung mit Phonak die die beste Konnektivität auch zwischen Hg und CI untereinander bietet. Bei Cochlear kommunizieren HG und CI zwar mit den Endgeräten aber nicht untereinander. Wie auch immer, es klappt ja auch so sehr gut bei Dir.


    Starke Magneten dünnen über die Zeit die Kopfhaut aus und es gab schon CI-Träger, bei denen die Haut irgendwann "durch war" und die deswegen operiert werden mussten, um das Implantat zu versetzen.


    Das die Überträger morgens schlechter halten als abends, diese Erfahrung habe ich auch gemacht. M.E. liegt das daran, dass eingelagertes Wasser und Lymphe durch den Druck des Magneten aus der Haut gedrückt wird.


    Dass gerade in der Anfangszeit Elektroden so eingestellt sind, dass sie Probleme verursachen können wie Schmerzen, Zucker des Augenliedes etc. kann schon mal vorkommen. Man darf solche Zustände aber nicht aushalten, da Nervenüberreizungen langwierig werden können. Dann sollte man sich auch außer der Reihe einen neuen Termin holen.

  • Du sprichst mir aus der Seele, Andrea2002 .


    Leider ist es für dich nun zu spät, lieber UweDu , aber es kommen ja immer wieder neue nach:


    den einzigen Vorteil, wenn er überhaupt einer ist, dass Single Units ohrfern getragen werden. Und das ist ihr größter Nachteil: die Evolution hat sich schon was dabei gedacht, weshalb unseren Ohren dort sitzen, wo sie sitzen. Stellt euch mal vor, unsere Ohren säßen dort, wo die Single Units angedockt werden=O.


    Ich habe mich seinerzeit bewusst für AB entschieden, weil sie als einzige das T-Mic besitzen, welches die Ohrmuschel nutzt, um Schall aufzufangen und damit das, was uns geblieben ist, unsere Ohren, weiterhin physiognomisch zu nutzen. Dazu gehört halt auch, den SP dranzuhängen, wenngleich dort auch schon Brille und derzeit MNS sich festhalten8o.


    Trotzdem gibt es nicht das beste CI. Alle Hersteller haben ihre Stärken und Schwächen und es ist gut, dass es den Wettbewerb und die Auswahl gibt, damit jeder SEIN CI findet:thumbup:

  • Lieber UweDu ,


    herzlich willkommen hier im Forum.

    Ich gratuliere Dir zu Deinem CI und Deinen Erfolgen.

    Zum Austausch über ein CI kann ich noch nichts beitragen, siehe unten. Viel Spaß beim Schreiben und lesen wünsche ich Dir.


    Liebe Grüße

    Mia

    Trägt zwei HG´s von Phonak


    links: hochgradig schwerhörig, an Taubheit grenzend

    rechts: als ertaubt geltend - CI-Empfehlung ausgesprochen von HNO und Reha-Einrichtung BN


    "As for Me and My House We Will Serve The Lord " Joshua 24:15

  • Lieber UweDu ,


    habe nochmal deinen Eingangspost gelesen. in der IT-Branche arbeite ich auch und beim Alter stimmt auch auch eine Ziffer mit meinem überein.....


    Zu den Ursachen: Ja, Lärm kann einer der Hauptursachen für Hörbehinderung sein. Wenn daran denke, wie gut ich die Musik aus dem Auto nebenan hören kann. Und auch in der U-Bahn höre ich richtig gut Musik, nur woher sie kommt, kann ich nicht orten......


    Dir einen schönen Tag - Norbert

    links: Opus 2XS, Flex28; OP 14/09/2012 MHH
    EA: 05/11/2012 erfolgreich

    seit 12/06/2020 Sonnet 2


    rechts: HG (zu nichts nutze...)
    --------------------------------
    Offenbarung 21,4
    ...und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz...


    Jesaja 35, 4-6
    Sagt den verzagten Herzen: "Seid getrost ..." ...dann werden die Ohren der Tauben geöffnet werden...

  • Hallo UweDu ,

    auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum. Ich trage den Kanso erste Generation und bin mit ihm sehr zufrieden.
    Kann mit ihm Musik hören und auch die Instrumente unterscheiden. beim Sprachverstehen bin ich so zw. 90 und 95%.
    Da ich in 2 Jahren ein SP-Update bekommen könnte und auf den Kanso 2 updaten möchte interessiert mich deine bisher gemachten Erfahrungen mit dem Kanso 2.
    Für den Kanso 1. Generation gibt es ja keine Akkus. Ich muss mit Batterien auskommen, die bei mir fast ca. 2 Tage durchhalten.
    Was mich sehr interessiert ist die Ausdauer der Akkus beim Kanso 2.
    Es grüßt dich
    Biker

    Rechts Cochlear Kanso; OP 25.04.2017 UNI-KLINIK Halle;
    Links HG Enya 3 von Resound seit September 2018, seit Ende 2019 müssen am HG so zw. 90 und100 dB anliegen, um etwas zu verstehen.
    Zubehör: Cochlear™ Wireless Mini Microphone (Minimikrofon 2+); Telefonclip+ von Resound; ReSound TV Streamer 2

  • Hallo Biker,


    vielen Dank für dein Feedback. Zur Akkulaufzeit kann ich leider noch nichts sagen, da ich ja das KANSO 2 aufgrund der Magnetprobleme noch nicht tragen kann und zur Zeit HdO von COCHLEAR verwende (leihweise). Komme ggf. später darauf zurück.


    Viele Grüße

    Uwe

    LI: Hörgerät OTICON OPN

    RE: CI von COCHLEAR, EA: 12/2020 / Implantat: CI624 / Audioprozessor: aktuell Nucleus7, demnächst Kanso 2)

  • Hallo und Willkommen Uwe :)

    Als erstens wollt ich mal sagen das man nicht aufgrund der HG die Marke auswählen sollte... ich meine.. du denkst schon an einen 2. CI nach?
    Ich wurde 2003 im Alter von 8 Jahren an der MHH mit AB versorgt, hab am rechten ohr HG von Phonac gehabt und "zufälligerweise" wurde AB ja von Phonac im jahr 2010? übernommen (sonova) später aber im November 2020 hab ich ein 2. CI bekommen und bin somit bilateral mit CIs versorgt. die konnetivität wird bald schon deutlich besser bei AB (die haben letztes Jahrzehnt nix wirklich neues rausgebracht)

    Mit dem Magnet kann ich dir sagen das das Linke CI (2003) mit einer kleinen scheibe im Headprice besser sitz, beim frisch opertierten brauch ich die stufe 5, die von AB meinten das es noch an der schwellung liegt. Anderseits weil eine andere legierung genommen wurde, um ein MRT zb einfacher zu machen. vergleich: Alt 2003 bis 1,5 Tesla mit druckverband und starken schmerzen, das neue 3 Tesla ohne zubehör.


    Das komische geräusch wird sich mit der Zeit legen... mein altes Ohr hört sehr scharf und ich sag mal vorsichtig... wie ein Hörender hören würde. das neue dagegen wie ein computer... empfindlich etc noch aber ich spüre schon nach und nach ein bisschen was wie sich das bessert.

    Cochlear hat meiner meinung nach mit den elektroden auch bisschen übertrieben :D einige sind sehr unangenehm die man einfach weglassen sollte :D


    Ich kann nur aus der sicht von Sonova AG sagen:
    HG (phonac) und CI (Advanced Bionics), naja die verbindung bestand eigentlich nur durch einen drittgerät und mit Handy, PC etc zu verbinden, ging immer reibungslos.

    leicht Schwerhörig mit 6 Jahren, dann ging es nur bergab, mit ca 20 Jahren beidseitig komplett ertaubt. inzwischen 25 Jahre jung.
    auditorische Neuropathie (Hörnerverkrankung)


    SP
    Links: Naida Q70

    Rechts: Naida Q90


    CI-OP MHH

    Links: CI-OP 10/2003 AB Hires 90k Helix
    Rechts: CI-OP 11/2020 AB Hires Ultra 3D Hifocus MS Electrode EA:1/2021

  • ............

    Cochlear hat meiner meinung nach mit den elektroden auch bisschen übertrieben :D einige sind sehr unangenehm die man einfach weglassen sollte :D


    Ich kann nur aus der sicht von Sonova AG sagen:
    HG (phonac) und CI (Advanced Bionics), naja die verbindung bestand eigentlich nur durch einen drittgerät und mit Handy, PC etc zu verbinden, ging immer reibungslos.

    Also ich bin mit den 22 Elektroden sehr zufrieden, alle funktionieren reibungslos, zumal ich keine Hörschnecke mehr habe, musste bei der OP bis auf den Stumpf vollkommen entfernt werden.

    Rechts Cochlear Kanso; OP 25.04.2017 UNI-KLINIK Halle;
    Links HG Enya 3 von Resound seit September 2018, seit Ende 2019 müssen am HG so zw. 90 und100 dB anliegen, um etwas zu verstehen.
    Zubehör: Cochlear™ Wireless Mini Microphone (Minimikrofon 2+); Telefonclip+ von Resound; ReSound TV Streamer 2

  • Richtig, ein HG kann man ja austauschen gegen andere Fabrikate, ein CI nicht


    Gruß Norbert

    links: Opus 2XS, Flex28; OP 14/09/2012 MHH
    EA: 05/11/2012 erfolgreich

    seit 12/06/2020 Sonnet 2


    rechts: HG (zu nichts nutze...)
    --------------------------------
    Offenbarung 21,4
    ...und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz...


    Jesaja 35, 4-6
    Sagt den verzagten Herzen: "Seid getrost ..." ...dann werden die Ohren der Tauben geöffnet werden...

  • Hallo Andy,

    Cochlear hat meiner meinung nach mit den elektroden auch bisschen übertrieben :D einige sind sehr unangenehm die man einfach weglassen sollte

    ich dachte, du hast 2 CIs von AB (laut Signatur)? Woher willst du dann wissen, dass einige der Elektroden von Cochlear sehr unangenehm sind :/. Und selbst wenn du Implantate von Cochlear hättest bzw. gehabt habe solltest und BEI DIR manche Elektroden stören sollten bzw. gestört haben sollten, könntest du nicht automatisch davon ausgehen, dass das bei allen CI Trägern mit diesem Implantat so ist (das ist doch individuell). So Pauschalaussagen finde ich extrem schwierig (egal, um was es geht und auch um welchen Hersteller)

    Mein Sohn hat Implantate von Cochlear, bei ihm funktionieren nach übder 8 bzw. über 11 Jahren alle Elektroden noch und er persönlich hat noch nie irgendein Anzeichen gehabt, dass ihm irgendwas unangenehm wäre (und er hat auch keine Probleme dabmit, die SPs den ganzen Tag zu tragen oder wenn es mal laut wird). Ich persönlich (mein individuelles Gefühl) finde es gefühlsmäßig beruhigend (ob gerechtfertigt oder nicht, weiß ich nicht), dass er so viele Elektoden hat und beim Ausfall von 3-4 Elektroden immer noch ausreichend funktionierende Elektroden vorhanden wären. Wenn bei Medel 4 Elektroden ausfallen, sind das 33% (schön, wenn das dann trotzdem noch ausreichen sollte).


    Uwe: Ich wünsche dir noch tolle Hörerfolge! Zum Kanso kann ich dir nichts schreiben, mein Sohn trägt die N7 mit der Magnetstärke 1. Der Kanso käme für uns aus anderen Gründen nicht in Frage.


    Viele Grüße

    Katja

  • Als ich mit meiner Audiologin sprach, die mich beraten hat, sagte sie, als ich mit MED-EL liebäugelte, dass dieser Hersteller -wenn man die einzelnen Elektroden aneinanderlegt- die längste wäre.


    Damit will ich sagen, dass das mit dem "Übertreiben" von Cochlear, AndyKnr , wohl relativ zu sehen ist. Den Gedankengang dahinter kann ich allerdings auch nachvollziehen, denn 22 (von Cochlear) hört sich im Verhältnis zu 14 bei MED-EL schon viel an. Doch es kommt wohl wirklich auf die entwickelte Hörstrategie an.


    Katja_S : Soweit ich weiß hat auch jeder Hersteller eine bestimmte Anzahl von virtuellen Kanälen, die genutzt werden können. Leider habe ich jetzt nicht mehr im Kopf wieviel das bei jedem ist und wie sie genau genutzt werden.


    Liebe Grüße :)

    Mia

    Trägt zwei HG´s von Phonak


    links: hochgradig schwerhörig, an Taubheit grenzend

    rechts: als ertaubt geltend - CI-Empfehlung ausgesprochen von HNO und Reha-Einrichtung BN


    "As for Me and My House We Will Serve The Lord " Joshua 24:15

  • Hallo,


    AB hat 120 virtuelle Kanäle. Ich habe mal eine Studie mitgemacht und konnte über 400 unterschiedliche Tönhöhenunterschiede erkennen. Ich bin mir relativ sicher, dass auch Ci-Träger, die Produkte der anderen Hersteller benutzen, mehr als nur 12 bzw. 22 unterschiedliche Frequenzen heraushören können.


    Bei AB /Phonak ab dem Q90 aufwärts kommunizieren auch die Geräte untereinander, so dass beidohriges Telefonieren mit dem Phonak DECT Telefon möglich ist, außerdem wird beim Ultrazoom die Mikrofone von beiden Prozessoren bzw. Hörgeräten verwendet, um das Nutzsignal zu extrahieren. Bei dem Naida M, das demnächst auf den Markt kommt, ist die Konnektivität noch einmal größer.

  • Hallo,


    AB hat 120 virtuelle Kanäle. ... Bei dem Naida M, das demnächst auf den Markt kommt, ist die Konnektivität noch einmal größer.

    HiRes Fidelity 120 (advancedbionics.com)


    Was aber kein CI bisher schafft, die über 20.000 Haarsinneszellen pro Ohr eines Normalhörenden zu ersetzen. Egal ob 14, 16 oder 22 Elektroden in der Cochlea sitzen. Ich erkläre mir daher, weshalb die meisten von uns bei Störgeräuschen oder wenn mehrere gleichzeitig sprechen, nur noch Bahnhof verstehen können, so sehr wir uns auch anstrengen.


    Leider kommt dabei, zumindest derzeit noch, die Technik schnell an ihre Grenzen. So zumindest meine Wahrnehmung.


    Gut zu wissen Andrea2002 , dass du an besagter Studie teilnahmst:thumbup:.

  • Also ich bin mit den 22 Elektroden sehr zufrieden, alle funktionieren reibungslos, zumal ich keine Hörschnecke mehr habe, musste bei der OP bis auf den Stumpf vollkommen entfernt werden.

    ah okay, eigentlich wollt ich den Spruch "Weniger ist mehr" bringen :P

    Erläutere mal bitte was nun genau entfernt wurde? sorry, aber es interessiert mich jetzt :D

    leicht Schwerhörig mit 6 Jahren, dann ging es nur bergab, mit ca 20 Jahren beidseitig komplett ertaubt. inzwischen 25 Jahre jung.
    auditorische Neuropathie (Hörnerverkrankung)


    SP
    Links: Naida Q70

    Rechts: Naida Q90


    CI-OP MHH

    Links: CI-OP 10/2003 AB Hires 90k Helix
    Rechts: CI-OP 11/2020 AB Hires Ultra 3D Hifocus MS Electrode EA:1/2021