Grüße aus dem Westerwald

  • Hallo, ich bin seit einem Monat hier angemeldet und endlich komme ich auch dazu, mich vorzustellen. Ich bin rechtsseitig Seite Februar letzten Jahres mit einem CI versorgt, links Tage ich aktuell noch ein Hörgerät, allerdings ist das eher Deko;). Ein Einbau eines CI ist in nächster Zeit geplant. Laut Reha-Betreuung höre ich in ruhiger Umgebung schon sehr viel. Problematisch ist es, wenn mehrere durcheinander sprechen oder der Sprecher weiter weg steht. Aber ganz schwierig ist es, Musik wahrzunehmen. Das bringt mich jedes Mal am den Rand der Verzweiflung. Ich habe die OP auch vor dem Hintergrund in Angriff genommen, danach wieder in meinem Beruf arbeiten zu können. Ich bin Lehrer, u.a. für Musik 🙈. Worst Case. Gitarre erkenne ich schon, aber bei anderen Instrumenten stehe ich akkustisch völlig im Dunklen. Gibt es dafür Übungsmöglichkeiten? Welche Erfahrungen habt ihr in dieser Beziehung? Und wie realistisch ist meine Vorstellung, wieder in dem Beruf arbeiten zu können. Würde mich über Feedback freuen. Grüße aus dem Westerwald

    Claudia:)

  • Liebe Claudia, in Sachen Musik kann ich leider keine erfreulichen Erfahrungen melden. Dies nach zwei Jahren CI rechts und einem klassisch verstärktem Restgehör für tiefe Frequenzen links. Das Klavierspiel macht keinerlei Freude mehr, da das ganze Klangbild völlig verzerrt und verdünnt bei mir ankommt. Musik bewusst zu hören vermeide ich, da es mich deprimiert. Dies vor dem Hintergrund, mich noch sehr gut an den Klanggenuss erinnern zu können, den ich bis vor drei Jahren erlebte. Jetzt habe ich meinen Flügel zum Verkauf ausgeschrieben. Ich bin glücklich, sprachlich dank CI im privaten und beruflichen Umfeld bestehen zu können. Musikgenuss lebt nur noch von der Erinnerung.

    Jahrgang 1956. Ab 50igstem Lebensjahr progressiver Hörverlust rechts, ohne Befund; ab 57igstem Lebensjahr progressiver Hörverlust Links, ohne Befund

    Implantat-Rechts 9.1.2019 Universitätsklinik Zürich, Synchrony mit Flex28-Elektrodenkabel von MED-EL; Sprachprozessor: Rondo2 Feb. 2019-Okt.2019; Sonnet 2 ab Nov. 2019

    Links: Hörgerät Pure 5 (Signia); Hörverlust 90% (CPT-AMA, Messung 05.2019)

    Persönlicher CI-Erfahrungsbericht: https://cochlea-implantat-2.jimdofree.com

  • Hallo Claudia,


    herzlich willkommen hier!


    Nun, ich bin Dozent und komme sehr gut klar. Corona-bedingt läuft natürlich nix. Aber ich spiele Saxophon und dass besser als vorher mit HGs. Aber hören mit CIs ist anders und ein langer Weg mit Höhen und Tiefen liegt wohl vor dir. 3 Schritte vor und 2 oder auch mal 4 Schritte zurück. Aber mit Sicherheit wird dir deine bishherige Erfahrung mit der Musik dabei helfen, wieder klar zu kommen. Aber: Geduld, Geduld und nochmal Geduld.


    Gruß Norbert

    links: Opus 2XS, Flex28; OP 14/09/2012 MHH
    EA: 05/11/2012 erfolgreich

    seit 12/06/2020 Sonnet 2


    rechts: HG (zu nichts nutze...)
    --------------------------------
    Offenbarung 21,4
    ...und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz...


    Jesaja 35, 4-6
    Sagt den verzagten Herzen: "Seid getrost ..." ...dann werden die Ohren der Tauben geöffnet werden...

  • Hallo!


    Musik ist sozusagen die Königsdisziplin, was das Hören betrifft!

    Und es ist ein harter, langer Weg dorthin.


    Ich glaube mittlerweile auch, daß es anscheinend einen großen Unterschied macht, ob man früher normalhörend gewesen war, oder schon von Kindesbeinen an gewohnt ist, als Schwerhöriger durch die Welt zu laufen.



    Ich bin mit drei Jahren schwerhörig geworden! Kann mich daran natürlich nicht erinnern. Habe also mein bewußtes Leben nur als Schwerhörige verbracht und auch so die Welt kennen gelernt. Und schon immer gerne Musik gehört. Habe in der Kindertanzschule getanzt, und Keyboard spielen gelernt. Flöte habe ich mir damals sogar selbst beigebracht.

    Um mich herum war immer Musik gewesen.


    Deshalb war bei der CI OP auch die Musik ein ZIel gewesen. Sogar deutlich wichtiger, als wieder Telefonieren zu können. Ich wußte allerdings schon durch Lesen in Foren, daß DAS eine sehr, sehr große Herausforderung sein würde.


    Vor der OP habe ich ganz gerne Panflöte gehört, und auch Rondo Veneziano. Damit habe ich auch angefangen. Mit Panmusik hatte es sofort und überraschend gut geklappt! Es klang nicht nur warm, sondern auch schon fast natürlich! Orchestermusik dagegen war reinstes Chaos gewesen. Pop Musik sogar bescheuert.


    Da bei mir ganz am Anfang noch Sprache nicht so gut angekommen war, und auch die Geräusche komisch geklungen haben, habe ich dann einfach im täglichen "Hörtraining" (also automatischer Alltag) auch Musik im Hintergrund laufen gelassen. Klang ja sowieso alles komisch, also warum dann nicht?!

    Bei der Musik habe ich mir damals allerdings eine CD gebrannt (fürs Auto), wo nur Lieder drauf waren, die ich sehr, sehr gut kannte. Wo ich sogar genau wußte, wann welches Instrument kam, mit welcher Melodie, und wie die Gesangsstimme klingen mußte. Und ich hatte ja noch meine andere Hörgeräte Seite, wo ich ja noch "normal", wenn auch alles recht leise gehört habe. Das hatte mir zwischendurch auch sehr geholfen! Zumindest, was das "Anpassen" im Gehirn betraf, oder, wenn ich mal nicht weiter wußte.


    Und so nach und nach klappte es, wenn ich mit dem CI alleine hörte. Es kam immer mehr zum Vorschein! War ich anfangs froh, daß ich ein Instrument heraushören und diesem folgen konnte, habe ich mich erst einmal darauf konzentriert. Kann ich dem Ton folgen, diesen "festhalten", erkenne ich sogar die Melodie, was da gespielt wurde? Klappte das recht gut, und fiel es mir immer leichter, so habe ich versucht, aus dem gleichen Stück einen anderen Ton "zu fangen" und diesem ebenfalls zu folgen - zusammen mit dem Part, welches ich ohnehin schon hören konnte.

    Hilfreich sind für den Anfang auch Stücke, wo nur ein Instrument zu hören ist, oder zumindest die "Hauptstimme" hat, also deutlich lauter klingt, als die "Hintergrundmusik".


    Ich hatte auch Instrumente gehabt, die für mich einfacher waren. Oboe, Pan, Flöte, Trompete, konnte ich gut hören, und es kam auch gut und fast natürlich an. Gitarre und andere Zupfinstrumente hatte(n) anfangs bei mir sogar total schxxxxx geklungen. Mittlerweile geht es.


    Meine Logopädin hatte sogar am Computer so "Spielchen" gemacht. Ein Stück, drei Instrumente - es wurde erst einmal immer nur jeweils ein Instrument vorgespielt. Kann ich es (gut) hören? Kann ich sagen, um was es sich für ein Instrument es handelt? Wie klingt es, wenn gleichzeitig zwei Instrumente zu hören waren? Konnte ich ihnen folgen? Welche Instrumente? Oder sie spielte das Stück ab, und regelte zwischendurch einfach ein Instrument runter. Konnte ich es hören, daß nun was fehlte, und wenn ja, welches?

    Das war spannend!


    Mittlerweile genieße ich "Eine kleine Nachtmusik", "Nußknacker Marsch", "An der schönen blauen Donau" und so weiter.

    Es ist herrlich, wenn ich das höre! Ich habe sogar das Gefühl, daß ich jetzt sogar etwas mehr hören kann, als noch zu meiner besten Hörgerätenzeit. Gut, jetzt kann ich die Musik auch in Stereo genießen! Das konnte ich in meiner HG-Zeit nicht, schon gar nicht mit dem Kopfhörer. Kam an meiner rechten Seite die Musik schon ganz gut, an, ohne gleich zu laut zu sein, war links noch nichts zu hören gewesen. Dies hat sich jetzt mit den CIs geändert!




    Wie gesagt, es ist schon ein langer Weg, der recht hart sein kann.

    Auch für mich hat die Musik anfangs total besch.......eiden angehört, und ich konnte schon die Leute verstehen, die gesagt hatten: "nie wieder Musik!". Ich bin halt nur weiter am Ball geblieben, weil es nun einmal mein Ziel gewesen war.

    Hatte mit meiner Logopädin allerdings auch Glück gehabt, daß sie mitgemacht hatte und auf meine Wünsche eingegangen war.


    Und ich habe bei einer CI Veranstaltung auch eine Musiktherapeutin kennen gelernt, die sogar normalhörend und nun einseitig ebenfalls CI Trägerin ist. Sie übt immer noch ihren Beruf aus. Sie hatte mit uns Chor Gesang geübt. Für mich eine total neue Erfahrung gewesen! Ich bleibe allerdings weiter lieber beim Keyboard spielen oder Dog Dance. Aber, es hat mir gezeigt, daß es durchaus möglich ist! Und, ich hatte das Gefühl, daß solche Übungen auch einen ein bißchen darin schulen kann, zu Hören. Man kann ja nicht einfach drauflos singen, sondern sollte ja auch darauf achten, daß man mal hoch, mal tief, mal laut mal leise, mal schnell mal langsam und so weiter singt.





    Ich drücke Dir die Daumen, daß sich Dein Wunsch erfüllt!

    Nur Mut! Und laß Dich nicht von den "schiefen Tönen" runter kriegen!

    Mach es Dir einfach, nimm Deine Lieblingsstücke, oder welche, die Dir so sehr bekannt sind, daß Du die Töne schon wie Beethoven im Kopf hören kannst! DAS ist auf jeden Fall hilfreich, beim "Wiedererkennen" der Instrumente, Töne und der Melodiefolge. Das kann auch viel schneller vom Gehirn als "das neue Hören" verarbeitet und abgespeichert werden.

  • Hallo, ich bin seit einem Monat hier angemeldet und endlich komme ich auch dazu, mich vorzustellen. Ich bin rechtsseitig Seite Februar letzten Jahres mit einem CI versorgt, links Tage ich aktuell noch ein Hörgerät, allerdings ist das eher Deko;). Ein Einbau eines CI ist in nächster Zeit geplant. Laut Reha-Betreuung höre ich in ruhiger Umgebung schon sehr viel. Problematisch ist es, wenn mehrere durcheinander sprechen oder der Sprecher weiter weg steht. Aber ganz schwierig ist es, Musik wahrzunehmen. Das bringt mich jedes Mal am den Rand der Verzweiflung. Ich habe die OP auch vor dem Hintergrund in Angriff genommen, danach wieder in meinem Beruf arbeiten zu können. Ich bin Lehrer, u.a. für Musik 🙈. Worst Case. Gitarre erkenne ich schon, aber bei anderen Instrumenten stehe ich akkustisch völlig im Dunklen. Gibt es dafür Übungsmöglichkeiten? Welche Erfahrungen habt ihr in dieser Beziehung? Und wie realistisch ist meine Vorstellung, wieder in dem Beruf arbeiten zu können. Würde mich über Feedback freuen. Grüße aus dem Westerwald

    Claudia:)

    Drücke Dir die Daumen bzgl. Musik. Ich bin zwar kein Musiklehrer, aber als Statist im Staatstheater unterwegs. Purer Frust für mich mit der Musik.


    es gibt einige Seite zum üben zb.
    https://klangkiste.wdr.de/#/


    oder ein Orchester dirigieren?

    https://junge-klassik.de/de/junge-klassik-home/

  • Hallo Claudia,


    ein herzliches Willkommen hier im Forum.


    Als von Geburt an hochgradig bzw. an Taubheit grenzende Hörbehinderte bin ich mindestens ebenso hochgradig unmusikalisch.


    Jedoch habe ich inzwischen die Erfahrung gemacht, dass sich Intrumentalmusik nur mit dem CI alleine und dem gleichzeitig ausgeschaltetem HG auf der anderen Seite für mich viel besser und harmonischer anhört als mit dem HG dabei - obwohl ich über 45 Jahre lang beidseitig mit HGs gehört habe.

    Anfang des letzten Jahres ist mir das Phänomen während eines Orgelkonzerts zu BTHVN2020 aufgefallen, welches ich aus dienstlichen Gründen beiwohnen "musste". Danach habe ich immer wieder gemerkt, dass sich die Musik mit CI für mich wesentlich angenehmer und natürlicher anhört als mit dem HG - auch beim Fernsehen (neulich lief der Film "Luis van Beethoven" im Fernsehen).


    Also Kopf hoch: es kann nicht schlimmer werden - keine Musik mehr hören zu können ist der super Gau, der mit dem CI vermieden ist.


    Ich wünsche dir alles Gute,


    vG

    Sasel

    Von Geburt an hochgradig schwerhörig beidseitig, im Laufe der Jahre an Taubheit grenzend schwerhörig beidseitig
    OP rechts am 31.05.2017 Uni Köln, EA am 17.07.2017, Cochlear Kanso
    links HG, zurzeit Resound Linx wegen Kompatibilität zu Cochlear

  • Hallo ihr Lieben,

    vielen Dank für eure schnellen Antworten. Sie spiegeln das wider, womit ich zu tun habe, auf der einen Seite die Hoffnung, dass es musikalisch noch besser wird, auf der anderen Seite Angst, wenn das zweite Ohr auch operiert ist, musikalisch komplett im Nirvana zu verschwinden. Ich denke, auf beide Optionen muss ich mich gedanklich einstellen. Natürlich muss ich froh sein, wenn ich privat und im beruflichen Alltag in der Schule einigermaßen parat komme, aber auch wenn der Kopf es weiß, ist das Herz doch schwer. Eure Tipps werde ich auf jeden Fall ausprobieren. Derzeit übe ich Musikhören mit dem Übungsprogramm "AB Musikwelt". Theodor, ich kann gut nachvollziehen, warum du den Flügel weggegeben hast. Mein Klavier mag ich auch nicht mehr anfassen. Aber ihr habt mir ja auch von euren positiven Erfahrungen geschrieben. Wie ihr richtig bemerkt habt, ist Aufgabe keine Option. Kommt gut durch die Zeit.


    VG Claudia

  • Herzlich willkommen Claudi68


    Nicht aufgeben, weiterlernen, 👍🤗😘🎶

    Aufgeben kann keine Option sein, da die OP nun mal nicht mehr rückgängig zu machen ist - also vorwärts ;):thumbup:

    Von Geburt an hochgradig schwerhörig beidseitig, im Laufe der Jahre an Taubheit grenzend schwerhörig beidseitig
    OP rechts am 31.05.2017 Uni Köln, EA am 17.07.2017, Cochlear Kanso
    links HG, zurzeit Resound Linx wegen Kompatibilität zu Cochlear

  • Liebe Claudia,

    ich bin in Frankfurt implantiert worden und dort stellt man das CI bereits am vierten Tag nach der OP ein. Ich bin also mit meinem neuen CI aufs Zimmer und habe erstmal nur ein Gezwitscher und Getuter gehört, dass es eine Freude war. Dennoch habe ich am späten Nachmittag-als ausgewiesener Queen Fan- Bohemian Rhapsody auf meinem Smartphone angehört. Ich wollte einfach nur wissen ob ich das Lied wiedererkennen kann bzw. die Stimme und es klappte eigentlich ganz gut. Die Sprache kam dann etwa eine Woche später einigermaßen durch und seitdem übe ich ganz bewusst Musik hören. Ich mache das so, dass ich eine CD mit Hörgerät und CI einmal komplett durchhöre und danach ein weiteres Mal direkt im Anschluss nur mit CI. Das ist natürlich schon ein Unterschied aber ich glaube es hilft meinem Gehirn dabei sich zu erinnern und das zu verarbeiten. Auch schadet es nichts Musik einfach immer schön im Hintergrund laufen zu lassen z.B. bei der Hausarbeit oder im Auto oder wo auch immer es gerade passt. Steter Tropfen höhlt den Stein und das Gehirn übt auch wenn Du nicht bewusst dabei bist. Viel Erfolg und gib nicht auf! Jedes Jahr gibt es weitere Verbesserungen - das sagen zumindestens die alten Hasen die schon 20 Jahre und mehrmit ihrem CI rumlaufen.

  • Aufgeben kann keine Option sein, da die OP nun mal nicht mehr rückgängig zu machen ist - also vorwärts ;):thumbup:

    Das ist Richtig, aber die 2. Option könnte darin bestehen jemand. Wenn Er die Geduld und Ausdauer verliert. Und die eigene Motivation. Das CI ablegen und ab in die Schublade und byebye.


    Aber ich denke, wir Motivieren uns hier richtig gut.

    Und die Seite find ich Spitze.

    Hat mich auch motiviert weiter zu machen.


    Ich habe mir ja auch insgeheim schnellere Erfolge erhofft.

    Da ich ja welche kenne lernte.

    Bei dem einen gings schnell und der andere länger.

    Und dann in der Reha, der Kamerad, der mir sagte.. Bei Ihm hats 5 Jahre gedauert.


    Und in der Reha meinte man mir zum Rat, solle mich einer Selbsthilfegruppe anschließen.


    Doch dann fand Ich Euch... Und ihr seit genau richtig.

    Wir haben ja sozusagen Alle fast die gleichen Probleme und Geschichten.


    🎶👍😘, und das Motiviert mich auch Mega 😂😂👍🍀🍀🍀🍀🍀


    Lg Tanzgirl 🌹💃🌹🎶

  • Hallo Claudi und Willkommen.

    Musik .... ja, DAS ist ein Thema ... für jeden, der Musik fast natürlich gehört hat. Ich hatte schon immer Musik gehört (musizieren kann ich leider nicht) und genieße diese auch. Seid ich links mit dem CI versorgt bin, muss mein rechtes HG Ohr herhalten ... mal mit HG mal mit extra Ohrhörer (angepasste mit speziellem Schallgeber).

    In meiner Reha 04.2020 hab ich mein Sprachverstehen auf 100 % bringen können und was ist das nächste Ziel?? Genau!! Musik!! In der Reha haben wir dann mit Klavier angefangen.

    Hörte sich komisch an, aber ja, es ist ein Klavier. Dann kamen verschiedene Tonhöhen, Lautstärke, mit oder ohne Pedal (wo man den Ton länger schwingen lässt oder abbricht) halbe Töne usw. es hat etwas gedauert, aber die Unterschiede hab ich dann doch schnell raus gehört. Dann hatte meine gute Seele eine CD. Verschiedene Instrumente ... uff ... war nicht einfach. Schnell hatte ich die Posaune, Cello, Geige und Guitarre drin. Die anderen Instrumente benötigen noch Übung.

    Dadurch, dass meine Frau am Theater arbeitet, komme ich auch eher in Veranstaltungen und Konzerte. Da muss ich gestehen, Alles was elektrisch erzeugt wird, hört sich noch nicht schön an. Das klassische Konzert inklusive einem großartigem Tenor war ein Genuß.

    Mittlerweile höre ich am Wochenende viel Radio und konzentriere mich auf die Stücke und meistens (wenn es ältere und mir bekannte Stücke sind) erkenne ich diese und kann sie mitsingen (bei geschlossenen Fenstern ... sonst gibbet ärger mit den Nachbarn) und das sogar in Fremdsprache!!

    OK, ich hab mich von dem mir bekannten Klang verabschiedet, aber ich akzeptieren den neuen Klang (auch deshalb, da ich weiß, die Technik kann nicht alles und hat Grenzen) und komme damit gut klar und Musik macht mir wieder Spaß *freu*

    Achso, ich habe erst seid zwei Jahren mein CI und übe nur im Alltag.

  • In der Reha in Bad Nauheim habe ich mein eigenes Saxophon mitgebracht und habe dann in einer Gruppe verschiedene Töne vorgespielt. Meist drei hintereinander in unterschiedlichen Tonhöhen, Die Anderen sollten dann sagen, wie die Reihnefolge war. Hoch, tief, höher usw.

    War lustig, und dann musste ich in die Ecke, weil ich so laut war.....||


    Gruß Norbert

    links: Opus 2XS, Flex28; OP 14/09/2012 MHH
    EA: 05/11/2012 erfolgreich

    seit 12/06/2020 Sonnet 2


    rechts: HG (zu nichts nutze...)
    --------------------------------
    Offenbarung 21,4
    ...und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz...


    Jesaja 35, 4-6
    Sagt den verzagten Herzen: "Seid getrost ..." ...dann werden die Ohren der Tauben geöffnet werden...

  • Ja, in der Reha hatte ich auch die verschiedenen Instrumente erlernen dürfen. Es war sehr beeindruckend, meine Logopäden waren so beeindruckt. Was mein Ohr zuerst alles aufnimmt..

    Ich liebe die Musik auch schon immer.

    Ich kann mir kein Leben, ohne Sie vorstellen.

    Und da ich persönlich selber auch nicht singen kann.

    Hab ich mich dadurch entschlossen, das meine Hände meine Stimme ersetzen.



    Schade, das Wir uns verpasst haben.


    👍🤗🎶

  • Hallo, ich bin seit einem Monat hier angemeldet und endlich komme ich auch dazu, mich vorzustellen. Ich bin rechtsseitig Seite Februar letzten Jahres mit einem CI versorgt, links Tage ich aktuell noch ein Hörgerät, allerdings ist das eher Deko;). Ein Einbau eines CI ist in nächster Zeit geplant. Laut Reha-Betreuung höre ich in ruhiger Umgebung schon sehr viel. Problematisch ist es, wenn mehrere durcheinander sprechen oder der Sprecher weiter weg steht. Aber ganz schwierig ist es, Musik wahrzunehmen. Das bringt mich jedes Mal am den Rand der Verzweiflung. Ich habe die OP auch vor dem Hintergrund in Angriff genommen, danach wieder in meinem Beruf arbeiten zu können. Ich bin Lehrer, u.a. für Musik 🙈. Worst Case. Gitarre erkenne ich schon, aber bei anderen Instrumenten stehe ich akkustisch völlig im Dunklen. Gibt es dafür Übungsmöglichkeiten? Welche Erfahrungen habt ihr in dieser Beziehung? Und wie realistisch ist meine Vorstellung, wieder in dem Beruf arbeiten zu können. Würde mich über Feedback freuen. Grüße aus dem Westerwald

    Claudia:)

    Claudi68 hole dir ein paar verschiedene Apps aufs Handy wo du nur verschiedene Instrumente hörst.. Und auch gesprochen wird...


    Damit lerne ich zb auch.

    Vielleicht kommt es dann irgendwann auch...


    Natur geräuche 👍🤗



    🍀🍀🍀🍀🍀👍🎶


    Lg Tanzgirl 💃